Off the beaten Track: Mit dem 4x4 durch Südafrika und Lesotho
Bergkönigreich Lesotho
Off the beaten track: Lesotho
Abgeschieden: Kraal in Lesotho
Schafhirte am Sani-Pass/Lesotho

Off the beaten Track

Mit dem 4x4 durch Südafrika und Lesotho

Wer mit dem Allradwagen losfährt, kommt auch in entlegene Winkel. Die Reise führt durch das Bergkönigreich Lesotho in die „Schlucht der Paviane“, die letzte Wildnis Südafrikas.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von Durban nach Ballito

Mietwagenannahme

Mietwagenannahme

Vermieter: AVIS South Africa
Fahrzeug: Nissan X Trail 4x4 o.ä.Automatik (PFAR)
Tarif: premium cover
Station: Durban, Airport

Von Durban nach Ballito

22 km | 20 Minuten
A

Dolphin Coast

Badestrände und Delfine nördlich von Durban

Der Küsten­ab­schnitt nörd­lich von Durban trägt seinen Namen nach einer Kolonie von etwa 500 Delfinen, die dort ganzjährig an der Küste leben.

Im August, wenn die Sardi­nenschwärme von Süden kommen, versammeln sich dort über 10.000 Delfine zum Festschmaus. Mit viel Glück kann man sie am frühen Morgen in den Wellen spielen sehen. Darüber hinaus gehört die Dolphin Coast zu den belieb­testen Bade­plätzen Süda­frikas. Die schier endlosen Sand­strände werden mit wach­sender Entfer­nung von Durban immer einsamer. Viele Bade­orte liegen an der Küste. Wegen des vom Äquator kommenden warmen Meer­es­stroms am West­rand des Indi­schen Ozeans kann hier das ganze Jahr über gebadet werden, auch wenn es im süda­fri­ka­ni­schen Winter eher kühl ist (circa 18° C). Das hüge­lige Hinter­land ist von wogenden Zuck­er­rohrfel­dern geprägt. Dazwi­schen finden sich immer wieder kleinere Natur­re­servate, in denen der ursprüng­l­iche Küsten­regen­wald mit seiner eigen­tüm­li­chen Fauna und Flora erhalten ist.

Zu Gast in einer Villa in Ballito

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das freund­liche Anwesen erin­nert an die kulturhis­to­risch bedeu­tenden Wein­güter am Kap der Guten Hoff­nung.

Zwar wachsen hier keine Reben, sondern Zitronen, aber der Aufent­halt in dieser Lodge unweit vom Strand ist erholsam und ruhig. Auf den Terrassen befinden sich Sofas und im Keller erle­sene Weine. Die nach süda­fri­ka­ni­schen Weinen benannten Zimmer sind klima­ti­siert und geschmackvoll einge­richtet. Ein Swimmingpool ist vorhanden.

Zulu­land

Viehkr­aals und tradi­tionelle Lebens­formen
Die Zulus waren der mäch­tigste Stamm in Süda­frika. Isizulu ist bis heute nach Englisch die zweitwich­tigste in Süda­frika. Zu einem Volk wurden die Zulus um 1820 unter dem berühmt-berüc­h­tigten König Shaka, dessen Armee gefürchtet war. die erste Begeg­nung mit Eurpäern fand in den 1830er Jahren, als die Buren mit Wagenburg und Feuerwaffen die Zulu am Blood River besiegten. Ihre Selb­stän­digkeit büßten sie aber erst im Anglo Zulu War ein, der allerdings für die Engländer extrem verlu­st­reich war. Besonders auf dem Land ist die typi­sche Zulu­kultur noch recht verbreitet: vor allem Ahnen­kult, Hexerei, das tradi­tionelle Heil­wesen und die typi­sche Sied­lungs­struktur sind überall anzu­treffen.

KwaZulu-Natal

Vielfäl­tige Provinz am Indi­schen Ozean
Die Provinz am Indi­schen Ozean gehört kulturell, landschaft­lich und ethnisch zu den viel­sei­tigsten Regionen Süda­frikas. Bereits der Name deutet darauf hin, dass sie aus dem früheren Home­land der Zulu und den Gebieten der euro­päi­schen Siedler hervor­gegangen ist. Der Name Natal geht auf Vasco da Gama zurück, der das Land als erster Weißer am Weih­nach­tstag (dies natalis) 1497 betreten hat. Neben den Zulu, die etwa 85 Prozent der Bevöl­ke­rung ausma­chen, ist die Bevöl­ke­rung vorwiegend englisch­spra­chig. Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden Inder als Arbeiter auf den Zuck­er­rohr­plan­tagen ange­worben. Ihre Nach­fahren stellen den Groß­teil der Hindus und Moslems Süda­frikas. Durban ist die Stadt mit der größten indisch­stäm­migen Bevöl­ke­rung außer­halb Indiens. Daneben ließen sich auch deut­sche Einwanderer in der Gegend um Wartburg, Harburg und Hermannsburg nieder.

Durban

Mehr als eine Bade­me­tro­pole
Die Bade­me­tro­pole Süda­frikas genießt ganzjährig warmes Wetter. Aufgrund des Mozambique Stroms, der vom Äquator her an der Ostküste Afrikas nach Süden fließt, ist auch das Meer immer warm. Doch Durban ist mehr als seine Golden Mile am Indi­schen Ozean. Die drittgrößte Stadt Süda­frikas hat den größten Hafen Afrikas und Indu­s­trie. Vor allem aber ist sie die indischste unter den Städten Süda­frikas. Heute geht von der ursprüng­lich briti­schen Sied­lung ein kosmo­poli­ti­scher Reiz aus. Inder, Zulus und Weiße leben dicht gedrängt beiein­ander und sorgen für ein buntes Völker- und Kulturgemisch.

Von Ballito nach Ladys­mith

298 km | 4:00 h

Natal Midlands

Klein-England im Vorland der Drakensberge
Die sanft gewellte Land­schaft zwischen Pieterma­ritzburg und den Drakensbergen würde man eher dem engli­schen oder schot­ti­schen Berg­land zuordnen als dem afri­ka­ni­schen Konti­nent. Tatsäch­lich wurden die Natal Midlands bis heute von engli­schen Sied­lern erschlossen und geprägt. Zwischen Mooi River und Howick weiden Kühe und Pferde auf saftigen Wiesen. Neben wohlha­benden Farmen und kleinen Ortschaften gibt es Boarding Schools, die es mit jedem engli­schen Elite-Internat aufnehmen können. Erschlossen wird die Land­schaft durch den Midlands Meander. Die Feri­en­straße wur­de in den 1980er Jahren von lokalen Künst­lern ins Leben gerufen und verbindet Museen, Gale­rien, Farm­shops und kleine Restau­rants.

Pieterma­ritzburg

Britisch anmu­tende Haupt­stadt von KwaZulu Natal
Die Stadt wur­de 1839 von Voort­rekkern gegründet und nach Piet Retief und Gerrit Maritz benannt. Kurz danach wur­de sie von Briten übernommen, was man an Parks, Gärten einigen gut erhal­tenen Kolo­ni­al­bauten merkt. Auf seiner Fahrt von Durban nach Johan­nesburg wur­de Gandhi 1893 bei Pieterma­ritzburg aus dem Zug geworfen, weil er als Inder in einem für Weiße bestimmten Abteil Platz genommen hatte. Dieses Ereignis hat ihn entschei­dend geprägt. Ihm zu Ehren wur­de eine Statue vor dem Colo­nial Building errichtet, Während des Ersten Welt­kriegs befand sich in Pieterma­ritzburg ein Konzent­ra­ti­ons­lager für deut­sche Gefan­gene aus Deutsch-Südwest-Afrika.

Howick Falls

Sagen­umwobene Wasser­fälle
Nahe dem Ort Howick in den Midlands von Natal stürzt der Mngeni River 119 Meter eine senk­rechte Felswand hinab. Für viele Zulu ist kwaNogqaza, wie sie die Howick Falls nennen, ein magi­scher Ort voller Gefahren. Im Becken unter­halb hält sich nämli­ch das Inkany­amba auf, eine Riesen­schlange und entfernte Verwandte vom Loch Ness Monster. Nur der Sangoma darf sich dem Becken nähern. Alle anderen laufen Gefahr gefressen zu werden. Die Touristen scheint das wenig zu beein­dru­cken. Sie verbinden die Besich­tigung der Wasser­fälle mit einem Besuch des angrenzenden Umgeni Valley Nature Reserves, wo es Zebras, Antilopen und Giraffen gibt.
B

Nambiti Conservancy

Malariafreies Schutzgebiet großer Wilddichte

Das mala­ria­f­reie Schutzgebiet im Norden von KwaZulu Natal ist auf dem besten Weg, eines der inter­essan­testen Wild­re­servate im südli­chen Afrika zu werden.

Zwar ist das Gebiet „nur“ knapp 10.000 Hektar groß, dafür ist aber die Wilddichte bis zu achtmal höher als beispiels­weise in Botswana. Das liegt an der nahr­haften Vege­ta­tion und dem ganzjährig fallenden Regen. Auf engstem Raum gibt es unter­schied­liche Biosphären – vom hüge­ligen Gras­land bis zur Berg­savanne. Ein Glanz­punkt ist der Sunday's River, ein Wasserfall, der über einen Felsen 40 Meter tief hinab­stürzt und unter­halb ein fisch­rei­ches Becken bildet. Nambiti ist 2006 aus verschiedenen Rinderfarmen entstanden und beherbergt heute neben den Big Five 28 Säuge­tier- und etwa 300 (!) Vogel­arten.

Zu Gast in Nambiti Hills

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Halbpension inkl. Aktivitäten

Wer an Bush Camps denkt, verbindet damit in der Regel weder Gourmet-Küche noch Desi­gner-Ambi­ente. In Nambiti aber kommt alles zusammen: eine tolle Anlage, erstklas­siger Service und Game Drives – umgeben von üppiger Berg­savanne, die bis zum Horizont reicht.

Auf Pirschfahrten kann man dort Elefanten, Nashör­nern und sogar Fluss­pferden begegnen. Das Dinner, das von zwei Chefköchen zubereitet wird, ist einer der Höhe­punkte des Tages: Es wird in der Boma am Lagerfeuer unter dem Ster­nen­zelt serviert.

Battle­fields

Geschicht­s­träch­tige süda­fri­ka­ni­sche Erde
In den 1870er Jahren führten die Zulus unter Häupt­ling Cetshwayo mehrere Aufstände gegen die Kolo­ni­alherr­schaft, die die Engländer nur mit allergrößter Mühe nieder­schlagen konnten. Trotz mili­täri­scher Über­legen­heit waren die briti­schen Einheiten fast aufge­rieben, was vor allem an der Tapferkeit der Zulu-Krieger und der Genialität ihrer Gene­räle lag. In einer Schlacht hockten die Krieger beispiels­weise 24 Stunden mit ihren Speeren im Gras und warteten, bis die engli­sche Kavallerie über sie hinweg­ritt, um diese dann von unten anzu­greifen. Erst nach der erfolg­losen Bestür­mung von Rorke's Drift durch die Zulus wendete sich das Geschick.

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Ladys­mith

Buren­stadt und Heimat von Black Mambazo
Die Stadt mit 60.000 Einwoh­nern wur­de 1847 von Buren gegründet, aber schon kurz danach unter briti­sche Verwal­tung gestellt. Die neuen Macht­haber nannten sie nach Juana Smith, der schönen spani­schen Ehefrau des dama­ligen Kap-Gouver­neurs. Im Buren­krieg wur­de Ladys­mith 118 Tage von aufständi­schen Buren bela­gert, ohne dass das Briti­sche Empire eine Antwort darauf finden konnte. Daran erin­nern  „Castor“ und „Pollux“, zwei Kanonen vor dem histo­ri­schen Rathaus. 1993 hat die Hindu-Gemeinde dem indi­schen Unabhängigkeitshelden Mahatma Gandhi, der einige Jahre in Süda­frika verbracht hatte, ein Denkmal errichtet. Berühm­tester Sohn der Stadt ist aber Joseph Shabalala, der die A-Capella-Gruppe, Black Mambazo, gegründet hat und sie mit Paul Simon zusammen welt­be­rühmt machte.

Weenen Nature Reserve

Abge­legenes Wild­re­servat in der Dornensavanne
Der Natur­park liegt weitab aller Touris­ten­routen. Mit nur 5.000 Hektar kann es zwar nicht mit den großen Parks im Zulu­land konkurrieren, dafür zeichnet es sich durch Viel­falt, große Wilddichte und landschaft­liche Schön­heit aus. Eine gut zu befah­rene Piste führt durch Gras­land, lichte Akazi­enwälder und Dornensavanne. Dabei kann man Nashörner, Giraffen, Hyänen, Schakale und Stachelschweine sehen, dazu verschiedene Antilo­pen­arten wie den Buschbock, den Riedbock und das Steinböckchen.

Von Ladys­mith nach Himeville

281 km | 4:00 h
C

Drakensberge

Wunderwelt und Wanderparadies

Die Drakensberge von Natal bilden den drama­tischsten Abschnitt der Abbruchkante vom süda­fri­ka­ni­schen Hoch­land zum Tief­land.

Saftige Wiesen, schroffe Felswände und bizarre Gipfel schaffen ein maje­s­tä­ti­sches Hoch­ge­birgspan­orama, das völlig verschieden ist von dem der durch Flus­stäler und Gebirgsketten geprägten Alpen. Fast überall hat man einen grandiosen Weit­blick in das afri­ka­ni­sche Tief­land. Die Drakensberge waren über Jahrhunderte Rückzugs- und Fluch­torte der San. In Höhlen und an Fels­über­hängen haben sie tausende von Zeich­nungen und Gravuren hinter­lassen. Die UNESCO hat die Drakensberge daher als Welt­natur- und als Welt­kultur­erbe einge­stuft. Der uKhahl­amba-Drakensberg  Park ist von einem Netz herr­li­cher Wander­wege unter­schied­li­cher Länge und Schwie­rigkeit durch­zogen. Die längsten gehen über mehrere Tage. Über­nachtet wird teilweise in Höhlen, die schon von den San bewohnt waren.

Zu Gast im in einem Country Hotel bei Himeville

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das famili­en­geführte, stil­volle Landhotel liegt nahe der Ortschaft Himeville an der Straße zum Sani Pass.

Die acht komfor­ta­blen Zimmer sind großzügig und sorgfältig einge­richtet. Vor allem haben sie eine Fußbo­den­heizung, was man besonders in den kalten Nächten schätzen lernt.  Im Winter werden die Betten mit Wärmfla­schen vorge­wärmt. Jede Einheit hat einen Blick auf den kleinen See. Morgens wird ein Früh­stück mit vielen lokalen Produkten serviert. Das Abend­essen ist ausgezeichnet und wird in einem ange­nehmen Ambi­ente serviert.

Giant's Castle Reserve

Lebens­raum für Elen­an­tilopen und Bartgeier
Das Wild­re­servat in den zentralen Drakensbergen besteht seit 1904 und 7000 Hektar groß. Es wur­de vor allem zum Schutz der letzten Herden von Elen­an­tilopen geschaffen, Afrikas größter Antilo­penart. Heute ist das Reservat auf über 35.000 Hektar ange­wachsen und sichert zudem den Lebens­raum für Kapgeier und Raubvögel. Regelmäßig sieht man auch die Bartgeier – auch Lämmergeier genannt –  kreisen. Einst waren die Riesenvögel mit einer Flügelspannweite von über zwei­einhalb Metern im ganzen südli­chen Afrika verbreitet. Heute nisten in diesem Teil der Drakensberge über 200 Paare. Über dem Reservat thront der mäch­tige Giant's Castle (3.314 Meter).

Südliche Drakensberge

Einsame Natur­re­servate an der Grenze zu Lesotho
Der südliche Teil der Drakensberge liegt west­lich von Pieterma­ritzburg und ist unzugäng­li­cher und weniger erschlossen als der Norden. Dabei ist er kaum weniger viel­seitig. In den einsamen Natur­re­servaten wie dem Loteni Nature Reserve oder der Mzimkul­wana Wilder­ness Area sind bedrohte Pflanzen und Tiere heimisch. Eine besondere Attrak­tion ist der Sani Pass, der über viele Hundert Kilometer der einzige Grenzübergang zwischen Süda­frika und Lesotho ist.

Sani Pass

Vom Fluchtweg der San zum spekta­kulären Allradpass
Der Sani Pass hat seinen Namen von dem süda­fri­ka­ni­schen Urvolk der San erhalten, die hier vor ihren weißen und schwarzen Verfolgern in die unweg­same Bergwildnis von Lesotho geflüchtet sind. Über viele hundert Kilometer ist der spekta­kuläre Pass die einzige Verbindung zwischen Süda­frika und Lesotho. Die letzten acht Kilometer sind nur mit Allradwagen zu befahren. Geführte Tages­ausflüge zum Sani Pass können über die Unterkünfte vor Ort gebucht werden.

Rund um das Gxalin­genwa-Tal

Weite Blicke, schat­tige Wälder und ein Wasser­be­cken im Fluss
Die Wande­rung beginnt am Sani Pass Hotel und geht zunächst bergab zur Sani Lodge. Von dort steigt man auf einen Berg­rü­cken gen Westen, der schöne Aussichten auf den Sani Pass bietet. Schließ­lich führt der Weg an den Gxalin­genwa-Fluss, wo man sich in einem Wasser­be­cken erfri­schen kann. Der Rückweg (hier nicht eingezeichnet) führt über einen schmalen Pfad fluss­abwärts durch einen Wald bis zum Sani Pass Hotel. (Entfer­nung: 13,7 Kilometer, Zeit: 5 Stunden, auf und ab: 500 Meter)

Von Himeville nach Bhuta-Bhute

282 km | 5:30 h

Eastern Free State

Magi­sche Land­schaft zwischen Ladybrand und Clarens
Während der Free State im wesent­li­chen eine schier endlose und landschaft­lich eher reiz­lose Hoch­e­bene ist, auf der großflächig Rinderzucht und Mais­anbau betrieben wird, bildet der Osten einen der landschaft­li­chen Höhepunkte Südafrikas. Er ist durch grandiose Gebirgsketten und Sand­stein­forma­tionen gekennzeichnet, die in der Abend­sonne glutrot aufleuchten und in das Hoch­ge­birge von Lesotho übergehen. Besonders bekannt, jedoch keines­wegs einzig­artig, ist das Golden Gate, ein rotgoldenes Fels­massiv zwischen Clarens und Phut­hadithjaba.

Orange River

Fremdfluss in der Wüste
Der Orange River ist mit 2.000 Kilome­tern Länge Süda­frikas größter und wasser­reichster Fluss. Er entspringt im regenrei­chen Hoch­ge­birge von Lesotho und durch­quert den trockenen Westen als Fremdfluss, d.h. er hat nach dem Zufluss des Vaal keinen Zulauf mehr. Bei Colesberg wird er durch den Gariep-Damm aufge­staut, ein gigan­ti­sches Bewäs­se­rungs­system aus den 1960ger Jahren. Ein Wild­wasser also, das mitten durch die Wüste fließt. Bei Augrabies donnert er in grandiosen Wasser­fällen 160 Meter in die Tiefe und fließt danach durch eine roman­ti­sche, kaum zugäng­liche Schlucht. Zum Kanu­fahren ist er ganzjährig geeignet.
D

Lesotho

Mittelalterliche Lebensformen auf dem „Dach Südafrikas“

Der selb­stän­dige Zwerg­staat inmitten der Republik Süda­frika begeis­tert mit seiner Bergwildnis, die bis 3.500 Meter hoch aufragt.

Auf dem schwer zugäng­li­chen „Dach Süda­frikas“ haben sich mittel­alter­liche Lebens­formen erhalten. Das König­reich, das 1966 seine Unabhängigkeit erhielt, war über Jahr­tausende vom Volk der San bewohnt, wovon viele Höhlen- und Felsma­le­reien Zeugnis ablegen. Unter dem Druck der vordrän­genden Zulus haben dann Nguni Völker die San verdrängt. Für die Durch­que­rung des Berg­lands im Osten und Süden ist ein Gelände­wagen unumgäng­lich. Besonders im Sommer (Oktober bis März) können manche Pisten zeitweilig unpas­sierbar werden. Wer sich aber dem (kalkulierbaren) Abenteuer einer Lesotho Reise aussetzt, wird seine Bergwildnis in unver­gess­li­cher Erin­ne­rung behalten.

Zu Gast in einer Berglodge im Tsehlanyane Park

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die 5-Sterne-Lodge liegt im Tseh­lanyane National Park im alpinen Hoch­land von Lesotho. Der Ausblick von den sechs großzügigen Chalets mit Natur­steinen und Stroh­dach ist spekta­kulär. Wegen der kalten Tempe­raturen im Hoch­ge­birge gibt es neben dem offenen Kamin eine Fußbo­den­heizung. Die Mahlzeiten gehören zu den Höhe­punkten des Aufent­halts. Das Restau­rant mit anheimelnden Sitz­e­cken grenzt an eine Aussichtster­rasse. Die Küche ist erstklassig, was die Frische der Produkte, die Verarbei­tung und die Präsenta­tion angeht.

Viele Aktivi­täten werden ange­boten, darunter Wandern, Reiten, Schwimmen in Wild­was­ser­bächen und Besuche in den Sotho-Dörfern ringsum. Die Führer und das Personal stammen aus der Gegend. Sie sind gut geschult und können den west­lich geprägten Gästen helfen, die Kultur ihres Volkes besser zu verstehen.

Tseh­lanyane National Park

Wild­was­ser­bäche in Gras- und Fels­landschaft
Der 5.000 Hektar große Park liegt tief in den Maluti-Bergen am Fuß des Holomo Pass. Mit 1.940 bis 3.112 m.ü.M. liegt er größ­ten­teils in der supalpinen Vege­ta­ti­ons­zone. Die Land­schaft ist viel­seitig und abwechs­lungs­reich: Gras­hänge, wild zerklüf­tete Fels­forma­tionen, aber auch einige der wenigen verbliebenen Urwälder in Lesotho gehören dazu. Die Fluss­ufer sind mit Bergb­ambus bewachsen. 24 kleinere Säuge­tier­arten sind regi­s­triert, darunter die afri­ka­ni­sche Wildkatze, Schakale und Paviane. Wegen der Abwe­sen­heit von Raubtieren kann man ohne Beglei­tung auf den bezeichneten Wegen durch den Park wandern oder in den Fels­be­cken der Wild­was­ser­bäche baden. Die Szenerie sorgt dabei immer wieder für überwäl­tigende Fotomo­tive.

Von Bhuta-Bhute nach Ladybrand

171 km | 3:00 h

Free State

Süda­frikas Burenre­publik
Als 1800 in Kapstadt der Union Jack, die Fahne der briti­schen Krone, gehisst wur­de, begannen die dort ansäs­sigen Buren nieder­ländisch-deutsch-franzö­si­scher Abkunft um ihre kulturelle Iden­tität zu fürchten. Im legendären „Großen Trek“ zogen viele von ihnen mit ihren Ochsenwagen ins Landes­in­nere, fort vom „sündigen Ägypten“ auf der Suche nach dem „gelobten Land“. Fernab der verhassten Engländer grün­deten die Afri­kaaner, wie sich die Buren fortan nannten, mehrere Burenre­publiken. eine davon war der Oranje Vrystaat. Von Anfang an jedoch war der Frei­staat eingezwängt zwischen den Briten und den Sothos, mit denen es zu mehreren Kriegen kam. Nach den Buren­kriegen wur­de der Frei­staat 1902 britisch annek­tiert und schließ­lich Teil des süda­fri­ka­ni­schen Region. Bis heute ist der Frei­staat das länd­lich-sitt­liche „Plat­te­land“ im Zentrum Süda­frikas. Kulturell wird es noch von den Nach­fahren der Buren domi­niert, obwohl die schwarze Bevöl­ke­rung fast 90 Prozent ausmacht. Von der alten Buren­herr­lichkeit zeugen die präch­tigen Kirchen in allen Provinz­städt­chen, in denen bis heute kaum Englisch gespro­chen wird.

Fouriesburg

Vom Land der Bakoena zum Buren­land
Im 18. Jahr­hun­dert grün­dete der Häupt­ling der Bakoena, Mona­heng, den Ort Fothane zwischen den Witt­eberge und den Rooiberge. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erreichten Trekburen den Ort und brachten ihn unter ihre Kontrolle. 1893 wur­de die nieder­ländisch-reformierte Sand­stein­kirche eingeweiht. Seinen Namen erhielt der Ort nach Chri­s­toffel Fourie. Der Bure und Großgrund­be­sitzer schenkte dem Oranje-Frei­staat Land, das im Zweiten Buren­krieg von stra­tegi­scher Bedeu­tung war. Mehrere Kampfhand­lungen fanden um Fouriesburg statt. So durch­bra­chen dort buri­sche Truppen mit Präsident Steyn eine briti­sche Bela­ge­rungs­ring.
E

Ladybrand

Tor nach Lesotho

Die die nach der deutsch­stäm­migen Catha­rina Frede­rica Brand benannte Klein­stadt liegt auf einer Höhe fast 1600 Metern an der Grenze zu Lesotho.

Gegründet wur­de sie 1867 von Voort­rekkern, die das Gebiet gegen die Basotho absi­chern wollten. Funde von Fossilien und Felsgravuren in den Höhlen der Umge­bung belegen allerdings, dass die Gegend seit mindes­tens 50.000 Jahren von Menschen besiedelt ist. Heute liegt Ladybrand an der Maloti Drakensberg Road, einer Feri­en­straße, die durch die drama­ti­sche Land­schaft an der Grenze zu Lesotho führt. Wegen der vielen Pendler aus Lesotho wird Ladybrand scherzhaft auch „capital of Lesotho“ genannt.

In einem Gästehaus in Ladybrand

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Das denkmalge­schützte Haus aus dem Jahr 1920 liegt inmitten einer gepflegten Anlage in Ladybrand im Eastern Free State nahe der Grenze zu Lesotho.

Gastfreundschaft und Herz­lichkeit werden hier großge­schrieben. Bei seiner Renovie­rung wur­de sorgsam darauf geachtet, die Geschichte und den Charme des ehema­ligen Waisen­hauses zu bewahren und dennoch modernen Komfort zu schaffen. Heute gibt es individu­elle, geräu­mige Zimmer, die einen Sitzbereich und teilweise auch eine kleine Küche haben. Sie tragen die Namen der Familien, die sich um die Versorgung der verwaisten Kinder verdient gemacht haben. In der gemüt­li­chen Lounge und im Essbe­reich herrscht eine zwang­lose Atmo­sphäre, in der man eines der zahlrei­chen Bücher lesen oder bei einem Glas Wein entspannen kann. Auf dem Grund­stück gibt es einen saiso­nalen Pool und eine Sonnen­ter­rasse mit Liege­stühlen und Sonnen­schirmen.

Maseru

Haup­stadt von Lesotho
Mit 250.000 Einwoh­nern ist die Haup­stadt von Lesotho auch die einzige nennens­werte Stadt des Landes. Sie liegt etwa 1550 Meter über dem Meer­es­spiegel und unmit­telbar an der Grenze zu Süda­frika. Die wich­tigsten Fern­straßen  laufen hier zusammen. Hier befinden sich die Zentralen aller in Lesotho operie­render Banken und Betriebe. Eines der größten Unter­nehmen ist die Maluti Moun­tain Brewery, die mehrere Sorten Bier in süda­fri­ka­ni­scher Lizenz herstellt. In der Stadt werden Kerzen und Teppiche herge­stellt. Etwa seit dem Jahr 2000 produ­ziert eine Firma unter der Leitung taiwa­ni­scher Geschäfts­leute Jeans und Jeans­stoffe haupt­säch­lich für den amerika­ni­schen Markt.

Von Ladybrand nach Samara

590 km | 6:30 h

Immer trockener wird das Land, je weiter man sich vom Bergkö­n­ig­reich Lesotho entfernt. Weide weicht Gras­land und geht in Halbwüste über, die auch die Große Karoo genannt wird.

Die gewählte Route abseits der Natio­nal­straßen verstärkt den Eindruck der Einsamkeit und der schier unend­li­chen Weite.

Caledon Nature Reserve

Große Vogelviel­falt
Das  2.300 Hektar große Natur­schutzgebiet ist nach dem in der Nähe fließenden Caledon River benannt, der am Welbe­dacht Damm gestaut wird. Dieser Damm versorgt Bloemfontein mit Wasser, das Natur­schutzgebiet liegt am west­li­chen Ufer des Stau­sees. Neben der großen Vogelviel­falt mit über 200 Arten, der Groß­teil davon Wasservögel, beheimatet das Reservat auch Weißschwanzgnu, Buntbock, Springbock und Zebra.

Aliwal North

Beschei­dener Kurort rund um heiße Quellen
Die Stadt wur­de 1849 am Ufer des Oranje-Flusses gegründet. In der Umge­bung wird hellgrauer Sand­stein abge­baut, der auch die Architektur der älteren Häuser und der katholi­schen Bischofs­kirche prägt. Wegen der heißen Quellen war die Grenz­stadt zwischen Free State und Ostkap ein – wenn auch beschei­dener – Kurort. Seit längerem stagnieren die Besu­cher­zahlen jedoch auf nied­rigem Niveau. Die Abwande­rung in die großen Städte hält an. Wie alle süda­fri­ka­ni­schen Städte hatte auch Aliwal-North ein Town­ship, in dem die schwarzen Ange­stellten wohnten. Heute ist Duka­thole eine eigen­stän­dige Stadt und um ein viel­fa­ches größer als der Mutterort.

Ganora Farm

Fossilmuseum und mine­r­a­logi­scher Spaziergang
Nachdem die Ganora Farm um die Jahr­tausendwende verkauft wur­de, erkun­deten die neuen Besitzer das mehrere tausend Hektar große Gelände. Dabei fanden sie jede Menge präh­is­to­ri­scher Spuren: Fossile von Dino­sau­riern, Steine die über eine Milli­arde Jahre alt sind und Felsgravuren, die die San vor Jahrhunderten hinter­lassen haben. Die Funde sind heute in einem kleinen Museum ausge­stellt. Wer Inter­esse hat, kann sich über die Farm führen lassen.
F

Karoo

Grenzenlose Weite, Stille und Leere

Die Karoo ist eine Halbwüste, die etwa ein Drittel der Gesamtfläche von Südafrika bedeckt. Man unter­scheidet die kleine Karoo nördlich der Garden­route und die große Karoo, die in die Kala­hari und die nami­bi­schen Wüsten übergeht.

An den Gebirgshängen der Südküste regnen sich die Wolken ab, sodass der jährliche Nieder­schlag land­einwärts rapide absinkt. Obwohl die Karoo mit ihrer grenzen­losen Weite, Stille und Leere zunächst unheim­lich wirkt, findet sich hier Leben in vielfältiger Form. Schlangen, Schildkröten und verschiedenste Klein­tiere, die sich an die harten Lebens­bedingungen ange­passt haben, fristen hier ihr karges Dasein. Bevor das Land eingezäunt und für Straußen- und Schafzucht genutzt wur­de, gab es hier große Herden von Wild, die jetzt nur noch in den Natio­nalparks der Karoo zu finden sind.

Zu Gast in einem Wildreservat am Rande der Großen Karoo

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Mahlzeiten & Aktivitäten wie angegeben

Das private Wild­re­servat umfasst 30.000 Hektar Land und liegt im Eastern Cape am Rande der Großen Karoo. Gäste finden hier ein Bilder­buch-Afrika vor: menschenleere Ebenen, grandiose Fern­blicke, voll­kom­mene Stille, spekta­kuläre Sonnen­un­ter­gänge und einen unbe­schreib­li­chen Ster­nenhimmel. Umgeben von maje­s­tä­ti­schen Bergketten liegt das Farmhaus aus der Pionierzeit, das seit seiner sorgfäl­tigen Restau­rie­rung als Gäste­haus dient. Gespeist wird in der Boma, einem offenen Platz, der vor der Sonne durch ein Stroh­dach geschützt ist. Die Küche bevor­zugt Zutaten aus dem eigenen Garten und die aroma­ti­schen Kräuter der Halbwüste.

Bemerkens­wert ist das Projekt zur Renatu­rie­rung der Land­schaft. Jahrzehn­te­lang hat die Rinderzucht die ursprüng­l­iche Arten­viel­falt einge­schränkt. Aufgrund der Lage im Schnitt­punkt zweier Ökosys­teme beheimatet das Reservat heute wieder viele Tiere, von den Big 5 über Schildkröten und Warzenschweine bis hin zu Giraffen und Geparden.

Graaff Reinet

Kaphol­ländi­sche Bilder­buch­stadt in der Wüste
Die Karoo-Stadt liegt in einer Lücke der Bergkette zwischen Küsten­region und Inland, sodass die Gegend bis zur Ankunft der Buren die wich­tigste Migra­ti­ons­route des Wilds auf dem Weg von der Küste ins Inland war. Die enorme Wilddichte hat Raubtiere und seit Jahrzehn­tausenden auch Menschen angezogen. Spuren des süda­fri­ka­ni­schen Urvolkes, der San, finden sich bis heute. Graaff Reinet gehört zu den ältesten Städten Süda­frikas und fällt durch einen einheit­li­chen kaphol­ländi­schen Stil auf. Über 200 Baudenkmäler zeugen davon, dass Graaff Reinet ein wich­tiges Zentrum vor allem des Viehhandels war. Sehens­wert ist die Grotekerk der Nieder­ländisch-Reformierten Kirche von 1887. Sie ist in weiten Teilen eine Kopie der Kathedrale von Salisbury.

Eerste­fontein Trail

Schildkröten und Echsen im Schatten des Spandau-Kop
Die Wande­rung führt von Graaff Reinet in die weite Karoo-Land­schaft. Orien­tie­rung gibt der charak­te­ris­ti­sche Spandau-Kop (1316 Meter). Die Pflanzenwelt ist von überwäl­tigender Viel­falt, auch wenn sie im Sommer vertrocknet erscheint. Schildkröten, Echsen und Antilopen finden hier einen idealen Lebens­raum. Auch das seltene Bergzebra kreuzt zuweilen den Weg. (5:30 h, 15,6 Kilometer, auf und ab 320 Meter)

Valley of Deso­la­tion

Unbe­schreib­liche Farben und Formen im „Tal der Verzweif­lung“
Das „Tal der Verzweif­lung“ ist eigent­lich ein Gebirgs­massiv und bietet spekta­kuläre Aussichten auf bizarre Felsen und Bergkuppen. Unbe­schreib­lich schöne Wander­routen führen durch das Gelände. Zum Glück ist die Zufahrts­straße zu schmal für Reise­busse. Wer am frühen Morgen oder am Nach­mittag fährt, ist meist allein und findet die Land­schaft in ein magi­sches Licht getaucht. Vom unteren Aussichts­punkt eröffnet sich der Ausblick über das tief unten liegende Graaff Reinet und die Karoo­landschaft. In der Ferne sieht man den 2.500 Meter hohen, Kompassberg in den Snee­u­bergen. Vom Park­platz am Ende der Straße führen mehrere einfache Wander­wege zu verschiedenen Aussichts­punkten. Im Süden bietet der 1.300 Meter hohe, kegelför­migen Spand­aukop einen unver­gess­li­chen Anblick. Seinen Namen verdankt er wahr­schein­lich einem Buren mit Berliner Vorfahren.

Von Samara nach St. Francis Bay

332 km | 4:30 h
Mehrere Pässe mit zum Teil grandiosen Weit­bli­cken bilden die Zäsuren für die Landschafts­wechsel. Je weiter küstenwärts, desto grüner und fruchtbarer wirkt das Land.

Zuurberge

Wandern zwischen Bergze­bras und Nebelwäl­dern
Die „sauren Berge“ sind eher als Hügel zu bezeichnen. Von der Küste her wehen warme und feuchte Winde herauf, die regelmäßig für Nebel sorgen. In dieser spezi­ellen Zone wächst ein besonderer Wald. Trotzdem gibt es auch Savan­nen­tiere zu sehen. 1991 wurden die gefähr­deten Bergze­bras hier ausge­setzt, die sich inzwi­schen kräftig vermehrt haben. Wegen der Abwe­sen­heit gefähr­li­cher Tiere eignen sich die Zuurberge gut für Wande­rungen. Es gibt einen ein- und einen vier­stün­digen Rundweg. Rei­t­ausflüge werden ange­boten und können über den Addo Park gebucht werden.

Gamtoos River Mouth Nature Reserve

Wandern und Baden an Süda­frikas größten Sandünen
Wo der Gamtoos River in den Indi­schen Ozean mündet, saßen bereits vor 80.000 Jahren Menschen – längst bevor der Homo Sapiens Europa betreten hatte! – und ernährten sich von Sea Food. Das jeden­falls ergaben Funde, die Archäo­logen in einer Höhle der Umge­bung gemacht haben. Seit dieser Zeit hat sich in der größten Dünen­landschaft Süda­frikas kaum etwas geändert. Wer zu Fuß das Gamtoos River Mouth Nature Reserve durch­quert, fühlt sich ein wenig in die Sandwüste Namibias versetzt, nur dass der weiße Sand­strand und der Ozean nie weit entfernt sind.
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Eastern Cape

1.000 Kilometer Küste zwischen Storms River und Natal

Süda­frikas Eastern Cape Provinz beginnt östlich des Storms River und reicht bis zum Mtamvuna River an der Grenze zu KwaZulu-Natal.

Dazwi­schen liegen rund 1.000 Kilometer Küste mit zahl­losen Stränden, Dörfern und Seebädern sowie die Indu­s­trie­me­tro­polen Port Eliza­beth und East London. Im Norden reicht die Provinz bis weit in das Karoo-Hoch­land. Mit 170.000 Quad­ratki­lome­tern ist die Provinz fast halb so groß wie Deutsch­land, aber nur spär­lich besiedelt. Die rund sieben Millionen Einwohner gehören vor allem zum Stamm der Xhosa.

Zu Gast in einer Lodge in der Oyster Bay

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Wer nach der langen Fahrt über eine Schot­ter­piste (ca. 20 Kilometer) ange­kommen ist, möchte so schnell nicht wieder weg.

Die Fair Trade Lodge in der Oyster Bay liegt in der Dünenwelt hinter dem Strand, und besteht aus einzelnen Häuschen im kaphol­ländi­schen Stil. Ein Pool und ein Aufent­haltsraum stehen allen Gästen gemeinsam zur Verfügung, ebenso eine Bar und das Restau­rant. Zum medi­ta­tiven Rauschen des Meeres kann man wunderbar abschalten und entspannen. Wer die unbe­rührte Küsten­landschaft kennenlernen will, kann reiten oder die Dünen zu Fuß durch­streifen; ein Lunch­paket für ein Pick­nick am Strand wird auf Wunsch vorbe­reitet. Auch andere sport­liche Aktivi­täten werden ange­boten, darunter Moun­tai­nbiking oder Kajak­touren auf dem Fluss.

Jeffreys Bay

Badeort und Geheim­tipp unter Surfern
Aus dem Fischerdorf, in dem ein Walfänger namens Jeffreys einen kleinen Laden unter­hielt, ist inzwi­schen ein ange­sagter Feri­enort geworden. Das liegt an den endlosen Sand­strändem, die zum Baden und Spazierengehen einladen, aber vor allem an dem Surfspot mit einer langen, schnellen, rechts-brechenden Welle, der zu den besten der Welt gerechnet wird.  Das Jeffreys Bay Shell Museum enthält eine der größten Samm­lungen an Meeres­mu­scheln. Wäh­rend des Winters können Wale beob­achtet werden. In der näheren Umge­bung befinden sich die Natur­schutzgebiete Kabeljous Nature Reserve und Seekoei River Nature Reserve.

St. Francis Bay

Wellenreiter in der Brandung am Cape St Francis
Der schmucke Feri­enort an der Mündung des Kromme Rivers ist architek­to­nisch einmalig in Süda­frika, da nahezu alle Häuser reetge­deckt sind – mit Ausnahme des im medi­ter­ranen Stil erbauten Hafen­vier­tels. Vom weißen Sand­strand aus kann man den Wellenreitern zusehen, die in der gewal­tigen Brandung auf- und abtau­chen. Zwischen August bis Oktober kommen Wale und Delfine in Bucht. Rund zehn Kilometer südlich des Ortes liegt das Cape St. Francis mit dem Seal Point Light­house. Der markante Leuchturm, den man besich­tigen kann, wur­de 1878 errichtet, nachdem vielen Schiffen die Riffe vor dem Kap zum Verhängnis geworden waren. Im Cape St Francis Nature Reserve kann man durch die Fynbos Land­schaft wandern oder von den Klippen Brandungs­wellen bestaunen.

Von St. Francis Bay nach Willow­moore

185 km | 4:00 h
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Baviaanskloof

Geheimnisvolles Wildnisgebiet zwischen Garden Route und Karoo

Zwischen den Kouga- und den Pavi­ansbergen liegt eines der geheim­nisvollsten Wild­nis­gebiete Süda­frikas, das „Tal der Paviane“.

Das tief einge­schnit­tene Tal ist auch für Allradfahrzeuge kaum zugäng­lich. Die Straße ist in schlechtem Zustand, durch­quert Flüsse und windet sich in schwindel­er­regende Höhen. Obwohl es sich nach Westen hin weitet und zugäng­li­cher wird, gibt es auch hier nur wenige Farmen. Die Vege­ta­tion ist wegen seiner Lage zwischen dem Küsten­ur­wald und der Halbwüste im Landes­in­neren von unglaub­li­cher Viel­falt und weitge­hend noch im Urzu­stand. Das abge­schiedene Tal bot den letzten San Zuflucht. Die letzten Urein­wohner des Subkon­tin­ents haben sich hierher geflüchtet und Fels­zeich­nungen und Gravuren hinter­lassen. Maje­stät und Stille der Wildnis werden allen Besu­chern in Erin­ne­rung bleiben.

Zu Gast in einer Lodge am Rande der Wildnis

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Vollpension mit Aktivitäten

Stille ist das Ethos der modernen Lodge, die so perfekt mit ihrer natür­li­chen Umwelt harmo­niert, dass sie kaum zu sehen ist.

Sie liegt im Bavia­anskloof am Rande des bewohnten Teils, da wo das Tal in eine wilde und beinah undurch­dring­liche Schlucht übergeht. Neben den ange­nehm kühlen und geräu­migen Zimmern, einem Pool und dem Haupt­haus bietet die Lodge vor allem Fahrten im Allradwagen in die uner­schlos­sene Wildnis an. Die Mahlzeiten werden meist im Freien serviert.

Western Cape

Vielfäl­tige Provinz zwischen den Ozeanen
Die Wes-Kaap, wie die Provinz auf Afri­kaans heißt, liegt im Südwesten Süda­frikas und ist mit 130.000 Quad­ratki­lome­tern knapp doppelt so groß wie Bayern. Die Provinz erstreckt sich vom Kap der Guten Hoff­nung aus ungefähr 400 Kilometer am Atlantik nach Norden und ungefähr 500 Kilometer am Indi­schen Ozean nach Osten. Von den sechs Millionen Einwoh­nern leben die allermeisten im Großraum Kapstadt. Teile des Nordens und des Nord­os­tens sind prak­tisch unbe­wohnt. Landschaft­lich und klima­tisch ist das Westkap sehr vielfältig. Der größte Teil der Provinz zeichnet sich durch medi­ter­ranes Klima mit kühlen, feuchten Wintern und heißen, trockenen Sommern aus. Fünf Natio­nalparks gibt es am Western Cape und mehr als 60 Natur­schutzgebiete.

Tsitsikamma National Park

Immer­grüner Urwald hinter grandioser Felsen­küste
Der Natio­nal­park liegt im Herzen der Garden Route zwischen Port Eliza­beth und George und schützt eine grandiose Felsen­küste von 80 Kilome­tern Länge und den immer­grünen Urwald im Inland. Ein Netz von Wander­wegen durch­zieht den Park, von denen der Otter-Trail mit 42 Kilome­tern und vier Über­nach­tungs­mög­lichkeiten der längste ist. Immer wieder sind tiefe Schluchten zu durch­queren. Auf den Wande­rungen trifft man auf verschiedene Antilo­pen­arten, Paviane, Vervet Monkeys und Otter. Delfine und gelegent­lich auch Wale sind an der Küste zu sehen.
Wer etwas mehr Abenteuer sucht, kann sich im Urwald auf der „Tsitsikamma Canopy Tour“ in bis zu 30 Metern Höhe von Baum zu Baum schwingen. Gut gesi­chert geht es mit dem Flying Fox von Platt­form zu Platt­form.

Von Willow­moore nach Oudtshoorn

245 km | 4:00 h

Meirings­poort

Bizarre Schlucht zwischen Großer und Kleiner Karoo
Die tiefe Schlucht zwischen der Großen und der Kleinen Karoo mutet mit ihren bizarren Sand­stein­forma­tionen und roten Klippen beinah unwirk­lich an – vor allem am Nach­mittag, wenn die tief­ste­hende Sonne alles in glüh­ende Farben taucht. Winter­feste Pflanzen klammern sich an die steilen Felswände. Paviane und etliche  Klein­tiere leben im Schutz der tiefen Erdspalten. Ein spekta­kulärer Wasserfall ergießt sich in ein dunkles Becken, das der Legende nach ohne Boden sein soll.

De Rustica

Oliven­anbau in der Karoo
Oliven­anbau verbindet man eher mit dem medi­ter­ranen Raum als mit dem südli­chen Afrika. Dabei ist das Klima in der Karoo ähnlich wie am Mittelmeer und Olivenbäume wachsen hier prächtig. Wie der süda­fri­ka­ni­sche Wein braucht auch das süda­fri­ka­ni­sche Olivenöl heute keinen Vergleich mehr mit euro­päi­schen Produkten zu scheuen. De Rustica Olive Estate ist eines der wenigen süda­fri­ka­ni­schen Güter, wo Olivenöl produ­ziert wird. Das Gut bietet Führungen an, bei denen der Weg von der Olive zum Öl verfolgt werden kann. Im Verkaufsraum werden auch verschiedene Öle verkostet.

Mons Ruber Estate

Süßweine und ein Rundweg durch die roten Berge
Das kleine Weingut Mons Ruber (Rotberg) hat sich auf edle Dessert­weine speziali­siert. die man in einem Probier­raum verkosten kann. Zugleich ist auf dem Gelände der Farm ein zwei­stün­diger Rundweg durch die roten Berge einge­richtet. Er führt nörd­lich der N12 im Uhrzei­ger­sinn. Zwar kommt man nur mit Kletter­ausrüs­tung auf den Gipfel, aber das oran­gene Farb­spiel im Dämmer­licht lohnt die Mühe allemal.
I

Kleine Karoo

Straußenzucht zwischen den Outeniqua Bergen und Langebergen

Die Kleine Karoo in der Provinz Westkap liegt zwischen den Langebergen und den Outen­iqua Bergen und erstreckt sich über eine Länge von 320 Kilome­tern von Ost nach West.

Von der Großen Karoo ist sie durch die Swartberge getrennt. Aufgrund der vorherr­schenden Trocken­heit ist die Kleine Karoo besonders geeignet für die Straußenzucht. So gibt es hier zahlreiche Straußen­farmen, die zum Teil auch für Touristen geöffnet sind. Eine besondere Attrak­tion sind die Cango Caves östlich von Oudtshoorn. Diese Tropf­steinhöhlen sind eines der größten Naturwunder am Kap und waren teilweise über Jahrzehn­tausende von Menschen bewohnt.

Zu Gast in einer Lodge im Wildehondekloof

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Die Lodge liegt im „Wildhun­detal“, einem  privaten Wild­re­servat am Wynandsrivier. Bis 1996 diente das 4.000 Hektar große Areal der Rinderzucht. Als die Farm verkauft wur­de, mussten die Rinder den Wild­tieren weichen; acht Jahre später wur­de an der schönsten Aussichts­stelle eine Lodge erbaut. Nur acht Gäste­zimmer stehen zur Verfügung, zudem gibt es eine Suite mit Lounge, Kamin und Terrasse. Ein Swimmingpool sorgt für Abküh­lung an heißen Tagen. An kühlen Abenden sammeln sich die Gäste in der Lounge um ein offenes Feuer. Vor dem Schlafengehen kann man in der Boma unter alten Bäumen noch ein Glas Wein trinken, den Nacht­himmel bestaunen und der voll­kom­menen Stille lauschen. Pirschfahrten durch das Wild­re­servat werden vor Ort gebucht.



Oudtshoorn

Feder­pa­läste der Straußenba­rone
Seinen Ruf und Reichtum verdankt Oudtshoorn den Straußenfedern, die um die Jahrhundert­wende in Europa in Mode gekommen waren. Von der Glanzzeit legen noch einige „Feder­pa­läste“ der „Straußenba­rone“ Zeugnis ab. Noch heute ist das Städt­chen aufgrund seines trockenen Klimas Welt­zentrum der Straußenzucht. Viele Farmen ringsum bieten Besich­tigungen an.

Cango Caves

Gigan­ti­sche Tropf­steinhöhlen am Fuß der Swartberge
Die Tropf­steinhöhlen am Fuß der Swartberge gehören zu den größten der Welt. Die Eingangs­höhle wur­de Jahrhunderte lang von San (Busch­leuten) bewohnt. Als erster Weißer entdeckte 1780 der Bure van Zyl die Cango Caves, nach dem der Haupt­saal mit seinen gewal­tigen Ausmaßen benannt ist: 70 Meter lang, 35 Meter breit und 17 Meter hoch. Er bietet über 1000 Menschen Platz und wird wegen seiner hervor­ra­genden Akustik manchmal zu Konzerten benutzt. Weitere Höhlen, die sich anschließen, sind erst 1972 entdeckt worden und Besu­chern wegen der empfind­li­chen Ökologie nicht zugäng­lich.

Red Stone Hills

Bizarre Felsen, magi­sche Farben
West­lich von Oudtshoorn liegt die Red Stone Hills Farm, die sich durch eine markante Land­schaft auszeichnet. Der Weg lohnt sich vor allem in der Dämme­rung, wenn die Abend­sonne die bizarren Felsen in ein magi­sches Licht taucht. Höhe­punkt ist der Window Rock, den man über einen Kammweg vom Punkt 2 aus erreicht. (3 Stunden, 10,5 Kilometer, auf: 430 Meter, ab: 480 Meter)

Swartbergpass

In Serpen­tinen durch ein Welt­natur­erbe
Nörd­lich von Oudtshoorn windet sich die R328 in die Swartberge, ein 200 Kilometer langes und über 2.300 Meter hohes Fal­tengebirge, das die Kleine von der Großen Karoo trennt. Die engen und steilen Serpen­tinen sind eine sport­liche Herausforde­rung für den Fahrer, die allerdings auch ohne Allrad­an­trieb zu bewäl­tigen ist. Wegen seiner wilden Schön­heit und der geologi­schen Bedeu­tung gehören die Swertberge heute zum Welt­natur­erbe der UNESCO. Wer sich am Swartbergpass eine kleine Auszeit gönnt und den leichten Berg­spa­ziergang um den Platberg macht, wird mit Ruhe und einem maje­s­tä­ti­schen Bergpan­orama belohnt.

Swartberg Trail

Natur­pa­ra­dies am Perdepoort River
Drei oder vier Tage dauert der eindrucksvolle Höhenweg über die zerklüf­teten Swartberge. Diese Tages­wande­rung verläuft auf dem schönsten Teil­ab­schnitt. Sie beginnt am De Hoek Moun­tain Resort und führt über einen 1.300 Meter hohen Sattel ins Tal des Perdepoort River, in dem in er Regel ganzjährig frisches Gebirgs­wasser plät­schert. Wegen der großen Hitze sollte man im Sommer früh aufbre­chen. (5 Stunden 12 Kilometer, auf und ab 680 Meter)

Von Oudtshoorn nach Jongensfontein

254 km | 3:30 h

Over­berg

Kapgeier und Prote­enfelder „überm Berg“
Over­berg ist ein Distrikt im Western Cape und bedeutet soviel wie „überm Berg“, weil es von Kapstadt aus gesehen hinter dem Gebirgszug von Hotten­tots Holland liegt. In dem dünn besiedelten Land werden Getreide und Obst ange­baut. Die ursprüng­l­iche Vege­ta­tion ist der Fynbos, die Biosphäre mit der welt­weit höchsten Arten­viel­falt. Zu ihrem Schutz sind einige Natur­parks errichtet worden, z.B. der Bontebok Park oder das De Hoop Nature Reserve im Südosten. Hier gibt es noch eine Kolonie der seltenen Kapgeier. Vor der Küste sind Glattwale zu sehen, die sich hier paaren und ihre Jungen aufziehen.

Gamkaskloof

Letzte unein­gezä­unte Wildnis Süda­frikas
Gamkaskloof ist eine beinahe unzugäng­liche Schlucht in den Swartbergen, der letzten unein­gezä­unten Wildnis Süda­frikas. Sie ist auch heute noch nur mit Allradwagen zu errei­chen. Die faszi­nierende Gebirgs­landschaft hat sich vor 500 Millionen Jahren aufge­faltet und ist seit zehn­tausenden von Jahren von San bewohnt gewesen. Bereits im 18. Jahr­hun­dert haben sich Trekburen auf ihrem Weg vom Kap hier verirrt. Da ihre Ochsen die Schlucht nicht mehr verlassen konnten, blieben sie und nannten das Tal „de Hel“ (Höllental). Diese Sied­ler­gruppe lebte hier über Gene­ra­tionen in völliger Isola­tion von der Außenwelt. André Brink, einer der führ­enden Schrift­steller Süda­frikas, hat diese faszi­nierende Geschichte in seinem Roman „Devil's Valley“ verarbeitet. In den 1960iger Jahren verließen die letzten Nach­fahren die Sied­lung, die noch heute steht. Seit 1964 führen zwei Straßen in das 130.000 Hektar große Gebiet 50 Kilometer nordwest­lich von Oudtshoorn. Zuvor konnten nur Pack­esel in die Schlucht einsteigen.

Seweweekspoort

Wild­roman­ti­sche Schlucht in den Swartbergen
Kurz hinter Zoar zweigt eine Schot­ter­piste ab, die nach wenigen Kilome­tern durch die Seweweekspoort führt. Die enge Schlucht aus roten Felswänden ist seit Jahrhunderten ein Weg durch die ansonsten schwer zugäng­li­chen Swartberge, der die Kleine und die Große Karoo mitein­ander verbindet.  Sieben Wochen („Sewe Weeks“) benö­tigten die Planwagen angeb­lich früher für eine Strecke. Heute schafft man die Durch­fahrt in 40 Minuten. Da die Straße kaum befahren ist, kann man auch ein Stück zu Fuß gehen. Unter­wegs gibts es ein paar Pick­nick­plätzen mit schat­tenspen­denden Strohdäc­hern.
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Garden Route

Afrikas bezaubernde Südküste

Als die bibeltreuen Buren vor Jahrhunderten aus dem trockenen Inland an die grüne Küste kamen, dachten sie, sie hätten den Garten Eden entdeckt – weshalb man den viel­sei­tigen Land­strich zwischen Swel­lendam und Humansdorp bis heute Garden Route nennt.

Male­ri­sche Buchten, einsame Strände und steile Kliffe wech­seln einander ab, dahinter schroffe Felswände und immer­grüne Urwälder. Vom nörd­li­chen Horizont grüßen hohe Gebirgsketten, an denen bis zu 2.500 mm Nieder­schlag pro Jahr abregnen. Dennoch kann man die Garden Route nicht als Regen­gebiet bezeichnen. Die Schauer sind heftig, aber kurz und fallen vorwiegend nachts.

Zu Gast in einem Country House bei Stilbaai

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Stilbaai im Westen der Garden Route macht seinem Namen alle Ehre. Die „Stille Bucht“ liegt „off the beaten track“; alle Straßen enden hier.

Als hier ein etwas herun­ter­ge­kom­menes Strandhaus zum Verkauf ange­boten wur­de, haben die heutigen Besitzer nicht lange gezögert. Die profes­sionellen Hoteliers hatten als Kinder ihre Ferien in der Nach­bar­schaft verbracht und die letzten 20 Jahre eine private Safari Lodge im Krüger Park geleitet. Heute macht das Gäste­haus seiner tollen Lage am Strand wieder alle Ehre. Die Zimmer sind sorgfältig renoviert und haben alle Zugang zu Aussichts­balkonen. In Stilbaai gibt es mehrere Restau­rants. Verschiedene Aktivi­täten werden vermit­telt, darunter Whale und Dolphin Watching, Rock Fishing und Surfen. Mehrere Wander­wege führen am Haus vorbei.

Stillbay

Stein­zeitfunde an weißen Bade­stränden
Die Bucht an der Whale Coast zwischen Cape Agulhas und dem Beginn der Garden Route bietet mit weißen Sand­stränden und sauberen Gewäs­sern ideale Bedingungen für den Wassersport. Dass die Bucht auch Paläo­n­to­logen und Archäo­logen anzieht, liegt an ein paar sensa­tionellen Funden aus der Stein­zeit. 1972 wur­de das intakte Skelett eines Hotten­totten-Strand­läufers gefunden, das im Sand nahe der Fluss­mündung 2000 Jahre unbe­schadet über­dauert hat. Ein weiteres Kultur­erbe sind die von Ebbe und Flut abhängigen Fischfallen, die von den Strand­läufern gebaut wurden. Bei Ebbe können die raffi­nierten Konstruk­tionen in der Nähe des Hafens oder am Noordkap­pers­punt auf dem Noordkapper Wanderweg besich­tigt werden.

Inver­roche Distil­lery

Gin mit Fynbos-Aroma
Die Bren­nerei in Stillbay am Indi­schen Ozean liegt inmitten von Weinbergen, Olivenhainen und den für die Kap-Region typi­schen Fynbos Pflanzen. Alte Milkwood-Bäume grenzen das Anwesen mit seinem prägn­anten, aus typi­schem Kalk­stein gebauten Haupt­haus ein. Der Gin, der dort produ­ziert wird, hat einen besonderen Geschmack. Das liegt an der Aroma­ti­sie­rung mit Gewürzen und Kräu­tern aus dem Fynbos, die außer­halb des Westkaps nirgendwo wachsen.

Von Jongensfontein nach Simon's Town

355 km | 4:30 h

Heidelberg (Westkap)

Buren­städt­chen am Westende der Garden­route
Die Stadt am Westende der Garden­route wur­de 1855 von der Nieder­ländisch-reformierten Kirche gegründet. Wegen ihrer schönen Lage am Fluss Duivenkos und am Fuß der Langeberge, vor allem zu Ehren des reformierten Heidelberger Kate­chismus, erhielt die Stadt ihren klin­genden Namen. Bis heute beherrscht die leuch­tend weiße reformierte Kirche mit einem impo­santen Turm das Stadt­bild.

Hemel en Aarde Valley Wine Route

Erstklas­sige Weine zwischen Himmel und Erde
Zwischen Hermanus und Caledon windet sich die R320 durch ein schönes Tal, in dem mehrere Wein­güter und -kelle­reien liegen. Das Mikro­klima mit ist ideal für Weinbau. Auf heiße Tage folgen in der Nacht kühle Brisen vom Meer. Mehr­fach ausgezeichnet wur­de unter anderem das Gut Spookfontein, wo neben Pinot Noir auch Olivenöl produ­ziert wird. Die meisten Güter bieten Wine Tasting an.

Dorfkern von Stel­lenbosch

Kaphol­ländi­sches Idyll in den Wine­lands
Der Orts­kern rings um die Dorp­straat gehört zu den best­er­hal­tenen Städten aus der Zeit der Holländisch-Ostindi­schen Kompanie. Weiße Häuser mit spitzen und liebevoll verzierten Giebeln stehen im Schatten mäch­tiger Eichen. Besonders schön ist das Dorp Museum, das aus vier Häusern des 18. Jahrhunderts besteht. Das älteste von ihnen, das Schreuder­huis wur­de von dem deut­schen Auswanderer, Sebas­tian Schröder, gebaut. Die neogo­ti­sche Moederkerk von 1863, um die sich alles schart, wur­de eben­falls von einem Deut­schen entworfen.

Greyton

Künst­lerdorf am Rivier­sonderend
Das Städt­chen liegt am Rivier­sonderend, dem „Fluss ohne Ende“. Seit der Ankunft der nieder­ländi­schen Siedler 1854 war Greyton land­wirt­schaft­lich geprägt. In den letzten Jahren haben sich Künstler und wohlha­bende Aussteiger aus Kapstadt ange­siedelt. Viele histo­ri­sche Gebäude sind aufwändig renoviert, es gibt Kunst­gale­rien und ein viel beach­tetes Musik­fes­tival, das jedes Jahr im Sommer stattfindet. Der zwei­tägige Boes­manskloof Trail führt durch die Berge nach McGregor.
K

Kapstadt

Urbanes Leben zwischen zwei Ozeanen

Allein die Stadt am Kap der Guten Hoff­nung würde eine Reise nach Süda­frika lohnen. Kapstadt ist die älteste Stadt Süda­frikas.

Hier ist der erste Kommandant, Jan van Riebeeck, 1652 gelandet, und von hier aus sind die Buren ins Land vorge­drungen. Um 1800 hat die nieder­ländi­sche Ostindien-Handelsge­sellschaft den Stütz­punkt an die engli­sche Krone abge­treten. Seitdem ist der engli­sche Einfluss in der Stadt zuneh­mend gewachsen und hat sie zur libe­ralsten Stadt Süda­frikas gemacht. Die Abschaffung der Apart­heid hat hier ihren Ausgangs­punkt genommen.
Es wird kaum eine Stadt dieser Erde geben, die schöner gelegen ist. Mitten­drin erhebt sich der Tafelberg rund tausend Meter über der Stadt. Von unten wirkt er flach wie ein Tisch. Meist ist er mit Wolken verhangen, die einem Tisch­tuch ähneln. Östlich sind Wein­güter zu finden, deren Produkte mit allen Spitzenweinen der Welt mithalten können. Der südliche Zipfel der Halb­insel mit dem Kap der Guten Hoff­nung ist heute Natur­schutzgebiet. Hier kann man einsame Wande­rungen mit Blick auf zwei Ozeane unter­nehmen. Wer baden möchte, tut das besser auf der Ostseite am Indi­schen Ozean, der immer um zwei Grad wärmer ist als der Atlantik mit dem vom Südpol kommenden Benguela Strom.

Zu Gast in einer Villa in False Bay

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die 4-Sterne Unter­kunft in Simon's Town liegt an den Hängen des Mount Glencairn und mit Blick auf die False Bay. Über die Cape Point Route ist man schnell in der City und kann unter zahl­losen Tages­ak­tivi­täten auswählen.

Nachts kann man vom Zimmer­balkon oder der Terrasse den Weg des Mondes über das schimmernde Meer verfolgen. Das Full English Breakfast wird mit Ausblick aufs Meer serviert. Ein Aufent­haltsraum mit einer hohen Decke und Bibliothek steht zur Verfügung.

Tafelberg

Sensa­tionelle Aussicht, seltene Pflanzen­viel­falt
Berlin hat den Tiergarten, New York den Central Park – aber Kapstadt hat etwas Gewal­tiges: eine 65 Quad­ratki­lometer große Wildnis mitten in der Stadt, die diese um mehr als 1.000 Meter über­ragt. Der Tafelberg prägt die Silhou­ette Kapstadts. Sein höchster Punkt ist  mit 1.087 Metern der Maclear's Beacon. Neben der sensa­tionellen Aussicht gibt es oben eine seltene Pflanzen­viel­falt. Etwa 1.400 Arten sind iden­ti­fi­ziert – mehr als in ganz Großbri­tan­nien! Viele von ihnen sind endemisch, also nirgendwo sonst auf der Welt zu finden. Wer den Tafelberg erkunden will, kann die Seil­bahn nehmen oder von der Talsta­tion aus zu Fuß gehen. Zuvor sollte man jedoch den Wetterbe­richt hören, da das Wetter schnell umschlagen kann.

Kap-Halb­insel

Natio­nal­park zwischen Kapstadt und Kap der Guten Hoff­nung
Die 35 Kilometer lange Halb­insel zwischen Kapstadt und dem Kap der Guten Hoffnung ­be­steht aus vorwiegend mit Fynbos bewach­senen Höhen­zügen und stei­nigen Flächen. Ein Groß­teil hiervon gehört zum Table-Moun­tain-Natio­nal­park, der mehrere einzelne Gebiete umfasst.
Im Norden liegen der Tafelberg und der Bota­ni­sche Garten Kirs­tenbosch. Auf der West­seite befinden sich Camps Bay und die in Hout Bay begin­nende Küsten­straße des Chapman’s Peak Drive entlang des Höhen­zuges der Zwölf Apostel. An der Südspitze ist der Table-Moun­tain-Natio­nal­park, in dem unter anderem wilde Paviane und Strauße leben. Im Osten liegt Boulder’s Beach mit einer Kolonie von Brillenpinguinen und den Ortschaften Simon’s Town und Fish Hoek.

Chapman’s Peak Drive

Schönste Küsten­straße Süda­frikas
Die  neun Kilometer lange Küsten­straße von Hout Bay nach Noordhoek gehört zu den schönsten Küsten­straßen der Welt. In 114 Kurven windet sie sich zwischen Meer und steilen Felswänden zum Chapman’s Peak, einem 160 Meter hohen Aussichts­punkt und beliebtem Drehort vieler Autokonzerne.
Als im Januar 2000 30 Prozent der Strecke verschüttet wurden, sperrte man die Straße. Da die öffent­liche Hand kein Geld für die Sanie­rung hatte, wur­de die Straße für 30 Jahre an ein privates Konsor­tium verpachtet, das über 150 Millionen Rand in den Umbau inves­tierte. Man installierte riesige Fang­netze für herabfal­lendes Gestein und sprengte an zwei besonders gefähr­li­chen Stre­cken­ab­schnitten einen Tunnel in den Fels. Seit Dezember 2003 ist der Chapman’s Peak Drive wieder geöffnet. Wegen der Sanie­rungs­kosten ist die Straße heute mautpf­lichtig.

Durch das Echo Valley an der False Bay

Wande­rung durch einen zauber­haften Milkwood-Wald
Die Wande­rung führt durch einen zauber­haften Wald mit knor­rigen Milkwood Bäumen zu einem natür­li­chen Amphi­theater. Durch manche der Täler und Schluchten geht man auf Holz­stegen. In Kalk Bay kann man im Café Olympia Rast machen. (3 Stunden, 7 Kilometer, auf und ab: 480 Meter)
Gute Grundkondi­tion nötig. Überwiegend gut begehbare Wege. Tritt­si­cher­heit erforder­lich.

Wande­rung am Kap der Guten Hoff­nung

Wind und Wellen, Steil­küste und zwei Leucht­türme
Die kurze und einfache Wande­rung führt an der Südspitze des Kaps entlang. Während die allermeisten Besu­cher mit Bussen zum Schild fahren, um sich dort zu fotogra­fieren, kann man den Massen auf einem Pfad entlang der Steil­küste entgehen. Ziel sind zwei Leucht­türme. Am Cape Point kann man im „Two Oceans“ einkehren und dann denselben Weg zurückgehen. (hin und zurück: 2 Stunden, 6 Kilometer, auf und ab: 270 Meter)

Wande­rung auf dem Tafelberg

Phäno­me­nale Aussichts­punkte und einsame Schluchten
Die meisten Kapstadt-Besu­cher begnügen sich mit einem Kurzausflug auf den Tafelberg. Wer etwas weiter geht, wird mit immer neuen Aussichts­punkten und einsamen Winkeln belohnt. Und schnell stellt man fest: Was von unten flach wie eine Tisch­ober­fläche aussieht, ist voller Erhe­bungen und Schluchten. Der Rundgang beginnt und endet an der Berg­sta­tion der Seil­bahn. (3:30 Stunden, 10 Kilometer, auf und ab: 410 Meter)

Von Simon's Town nach Cape Town

Mietwagenabgabe

Von Simon's Town nach Cape Town

45 km | 45 Minuten
Sie fahren ein Stück an der False Bay entlang und dann gerade Rich­tung Kapstadt

Victoria & Alfred Waterfront

Leben­diges Viertel am Hafen
Der Grund­stein des Werft- und Hafen­vier­tels wur­de 1860 von Prince Alfred, dem Sohn der Königin Victoria gelegt, als er sich auf einer Reise durch die Kolo­nien befand. In den 1990iger Jahren entstand ein leben­diges Viertel mit Boots­anlege­stellen und Märkten, einem Fischerei- und einem Yacht­hafen. In den restau­rierten Hafengebäuden fanden Rari­tä­tenläden, Büros und Museen Platz, daneben zahl­lose Restau­rants und sogar eine Brauerei. Eine Besonder­heit ist das Two Oceans Aqua­rium, das in über 30 Becken 300 Fisch­arten aus dem Atlantik und dem Indi­schen Ozean zeigt. Straßenmusikanten und -schau­spieler bevöl­kern das Viertel, während Seehunde auf den Docks dösen und sich am allgegenwär­tigen Fischge­ruch ergötzen.

District Six Museum

Geschichte eines anrüc­higen Vier­tels
Seit seiner Gründung 1867 haben sich im sechsten Bezirk von Kapstadt vor allem frei­ge­las­sene Sklaven, Händler, Künstler, Arbeiter und Immi­granten niederge­lassen. Hundert Jahre später während der Apart­heid galt das multi­eth­ni­sche Viertel nahe dem Hafen als Hort der Krimi­nalität und der Schande. In den 1960iger Jahren schließ­lich wur­de das Viertel zwangsge­räumt, teilweise abge­rissen und zu einem weißen Wohn­viertel umge­staltet. Das 1994 eröffnete District Six Museum in der Buitenkant Street 25 gibt einen Einblick in das bunte Leben der Menschen vor dem Abriss.

Malay Quar­ters

Führung durch das ehema­lige Sklaven­viertel
Der Bo-Kaap District ist das tradi­tionelle Stadt­viertel der islami­schen Gemeinde und eines der ältesten von Kapstadt. Bis heute siedeln hier die Kapma­layen, deren Vorfahren von den Buren im 16. und 17. Jahr­hun­dert aus Malaysia zur Sklaven­arbeit ans Kap verschleppt wurden. Das Viertel zwischen der Buitengracht Street und dem Signal Hill weist die größte Anzahl an histo­ri­schen Gebäuden in ganz Kapstadt auf. Kopfst­ein­ge­pflas­terte Gassen führen zu bunten Wohn­häusern, weißen Moscheen und einem der ältesten Friedhöfe der Stadt.

Mietwagenabgabe

Station: Cape Town, Airport

20 Tage
ab 3.179,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)
  • AVIS-Permit für Lesotho

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Empfohlene Reisezeit: ganzjährig

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