Lake Victoria

So groß wie Bayern: Victoria-See

So groß wie Bayern: Victoria-See

Mit einer Wasseroberfläche von 68.000 km² ist der See in der ostafrikanischen Hochebene der größte Afrikas und etwa so groß wie Bayern oder Irland. Seine Zuflüsse, von denen der Kagera-Nil (Oberlauf des Nils) der bedeutendste ist, liegen im Westen. Im Norden fließt der 1.134 m.ü.M. gelegene See über den Victoria Nil ab, der in den Weißen Nil und schießlich ins Mittelmeer mündet. Weite Strecken seines Ufers, an denen heute über 30 Millionen Menschen leben, werden von Papyrussümpfen gesäumt. An den Rändern des Sees liegen zahlreiche Inseln, von denen Ukerewe Island im Südosten mit 560 km² die größte ist. Neben den dicht besiedelten gibt es noch einige unbewohnte Inseln mit hohem Wildbestand und erstaunlicher Artenvielfalt.
Als ein ökologisches Desaster gilt die Ansiedlung des bis zu 1,80 m langen Nilbarsches in den 1960iger Jahren, der bis heute die meisten endemischen Buntbarsche ausgerottet hat. Der Fisch wird kommerziell gefangen und als Victoria-Barsch vor allem in die EU exportiert. Ein weiteres Problem ist die Wasserhyazinthe, die ebenfalls nicht natürlich vorkommt, heute aber weite Flächen überwuchert. 2005 wurde der Victoria See vom Global Nature Fund zum bedrohten See des Jahres erklärt.



Sehenswürdigkeiten Lake Victoria

Botanischer Garten

Vögel, Affen und zahlreiche Pflanzen

Direkt am Victoria-See liegt auf einem drei Quadratkilometer großen Grundstück der Botanische Garten von Entebbe. Bei seiner Errichtung war er ursprünglich als Forschungsstation für die Einführung exotischer Früchte und Zierpflanzen gedacht. Heute findet man hier zahlreiche Vogelarten, Pflanzen aus der ganzen tropischen Welt und Affen (z. B. Mantelaffen und Grünmeerkatzen).

Entebbe

Ehemalige Hauptstadt und regenreichster Ort

Die ehemalige Hauptstadt Ugandas mit 70.000 Einwohnern liegt 35 Kilometer von der heutigen Hauptstadt Kampala entfernt auf einer Halbinsel im Viktoriasee. Ein wenige Hundert Meter breiter Landstreifen verbindet sie mit dem nördlichen Festland. Entebbe ist der mit Abstand regenreichste Ort in Uganda, was daran liegt, dass Gewittercluster, die über dem Viktoriasee entstanden sind, auch am Viktoriasee wieder abregnen und sich nur relativ selten weiter über Land bewegen. Regen ist in Entebbe praktisch immer von Gewittern begleitet. Besonders für den Flughafen Entebbe stellt dies eine erhebliche Belastung dar.

Kampala

„Hügel der Antilopen“

Die Hauptstadt von Uganda mit etwa 1,5 Millionen Einwohnern liegt einige Kilometer vom Viktoriasee entfernt. Das Klima ist durch die Lage in der Nähe des Äquators ganzjährig ausgeglichen warm, aber auf Grund der Höhenlage auf knapp 1.200 Metern nicht übermäßig heiß. Der Name leitet sich von Kasozi K'Empala her, was „Hügel der Antilopen“ bedeutet. Kampala wuchs um ein Fort herum, das von Frederick Lugard 1890 für die British East Africa Company gebaut worden war. Von 1900 bis 1905 war der Ort Hauptstadt des britischen Protektorats Uganda. 1962 löste Kampala Entebbe als nationale Hauptstadt ab. Große Teile der Stadt wurden nach dem Sturz des Diktators Idi Amin im Jahre 1979 und in dem nachfolgenden Bürgerkrieg zerstört.

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