Sansibar

Tropische Küste: Gewürzinsel Sansibar

Tropische Küste: Gewürzinsel Sansibar

Die zu Tansania gehörende Inselgruppe vor Ostafrika besteht aus der gleichnamigen Hauptinsel (1.660 km²), der gut halb so großen Insel Pemba und einigen kleineren Inseln. Hauptstadt ist Zanzibar City mit seiner weltberühmten Altstadt Stone Town. Die Bevölkerung (ca. 1 Mio Menschen) besteht aus einem bunten Völkergemisch aus Afrikanern, Indern und Arabern. Die für ihre Nelken berühmte Insel wurde um 800 n Chr. von den Arabern entdeckt. Als rund 700 Jahre später die Portugiesen landeten, fanden sie bereits reiche Städte und einen florierenden Handel mit Gewürzen und Sklaven vor. Unter dem Einfluss des Sultanats von Oman wurde die Insel ein Zentrum des Sklavenhandels, wovon heute noch das alte Fort in Stone Town zeugt. Entgegen der landläufigen Meinung gehörte Sansibar nie zu Deutsch-Ostafrika. 
Reisende kommen vor allem wegen der tropischen Strände, die zu den schönsten im Indischen Ozean gehören. Vor allem im Norden ist der Sand wie auf einem Werbeprospekt: weiß und feinkörnig. Dazwischen liegen traditionelle Fischerdörfer, in denen die Dhow, das klassische arabische Boot mit dreieckigem Segel, noch in Gebrauch ist. Auch Taucher kommen auf ihre Kosten: Sansibar und einige der kleineren Inseln sind von tropischen Korallenriffen und einer extrem bunten und vielfältigen Meeresfauna umgeben.
Bis heute ist Sansibar auch als Gewürzinsel bekannt. Schon die Sultane bauten hier Nelken, Pfeffer, Zimt und Muskat an. Die Gewürzplantagen, zu denen Tagesausflüge angeboten werden, beginnen unmittelbar außerhalb von Stone Town. Im Osten der Hauptinsel liegt das Jozani Forest Reserve, ein Urwald, in dem Affen, Stachelschweine und kleine Antilopen zu Hause sind. Das Reservat wurde zum Schutz der Red Colobus-Affen eingerichtet, die es nur auf Sansibar gibt, und ist Besuchern zugänglich.



Sehenswürdigkeiten Sansibar


Jozani Forest Reserve

Sansibars ursprünglicher Urwald

Der Jozani Chwaka Bay National Park erstreckt sich diagonal über die Mitte Sansibars von der Chwaka Bay bis zur Pete Inlet Bay. Mit gut 50 Quadratkilometern ist der einzige wirkliche Nationalpark auf Sansibar und im Verhältnis zu Ruaha oder der Serengeti sehr klein. Trotzdem lohnt ein Besuch wegen der besonderen Tierarten. In den Sumpf- und Mangrovenwäldern lebt der Rote Stummelaffe (Procolobus kirkii), der seinen Namen nach dem stummelhaft ausgeprägten Daumen hat und nur auf Sansibar vorkommt. Vom Besucherzentrum aus starten die Wanderwege für die geführten Wanderungen durch den Park. Es gibt auch einen Steg, der durch die Mangroven führt. 


Stone Town

Arabisches Flair in Sansibar Stadt

Der bekannteste Stadtteil der Inselhauptstadt ist das historische Zentrum Stone Town (swahili: Mji Mkongwe), das seit 2000 Weltkulturerbe der UNESCO ist. Die meisten der gemauerten Häuser wurden etwa vor 150 Jahren aus Korallengestein gebaut, viele werden renoviert und restauriert. Es scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Kirchen und Moscheen stehen einträchtig beieinander und sind von einem Gewirr enger Gassen und lebhaften Marktplätzen umgeben. In der Nähe der Altstadt befindet sich der Hafen der Stadt, von dem aus Fähren und Daus unter anderem nach Daressalam auf dem tansanischen Festland und Pemba verkehren.


Changuu

Gefängnisinsel am Korallenriff

Die 800 Meter lange Insel wurde von arabischen Sklavenhändlern als Gefängnisinsel benutzt, wo den Sklaven der Wille gebrochen wurde, bevor sie in Stone Town verkauft wurden. Ab 1893 wollte der britische Gouverneur die Insel weiter als Gefängnis nutzen, stattdessen wurde dort aber eine Quarantänestation für Gelbfiebererkrankte eingerichtet. Nach dem Ende der Epidemie wurde Changuu zum Erholungsort. Dafür wurden Süßwassertanks angelegt und Gruben vom Korallenabbau für Schwimmbecken geflutet. 1919 wurden vier Aldabra-Riesenschildkröten angesiedelt. Heute ist aus der Sklavenhölle ein tropische Urlaubsparadies geworden.




Reisebeispiele Sansibar

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