Nachhaltiges Reisen mit Umfulana

Nachhaltigkeit ist ein Modebegriff, das Anliegen dahinter jedoch nicht. Es geht darum, unseren Kindern eine ökologisch verträgliche, sozial gerechte und wirtschaftlich leistungsfähige Gesellschaft zu hinterlassen. Die Erwärmung der Erde durch Klimagase ist dabei eine zentrale Herausforderung, wenn auch längst nicht die einzige.
 
Wer reist, produziert CO2. Bei einer 1.000 km langen Flugreise fallen ca. 500 kg CO2 (pro Person hin und zurück) an. Das klimaverträgliche Jahresbudget eines Menschen beträgt 3.000 kg CO2. Solange es keine klimaneutralen Flugzeuge gibt, werden Reisen also klimaschädigend bleiben.
 
Um den Fußabdruck Ihrer Reise in Grenzen zu halten, haben wir uns zu folgenden Maßnahmen entschlossen:

1. Flüge

  • Da beim Start die meiste Energie verbraucht wird, buchen wir nach Möglichkeit nur noch Direktflüge. Statt Inlandsflügen buchen wir die Anreise per Bahn. Die CO2 Bilanz ist gegenüber einem Flug vernachlässigbar.
  • Wir achten auf die Klimabilanzen der Fluggesellschaften, die oft erstaunlich unterschiedlich sind. Das liegt an verschiedenen Faktoren - vom Sitzabstand im Flugzeug bis zum Alter der Maschinen. 
  • Wenn eine Reise mit einem Flug verbunden ist, achten wir auf die Reisedauer. Wir bieten keine Fernreisen mehr an, die weniger als zwei Wochen dauern. Europareisen mit Flug sollen mindestens acht Tage dauern.

2. Reisen im Land

  • Bei Mietwagen achten wir darauf, möglichst sparsame Autos zu buchen. Auch wenn das Image von Dieselfahrzeugen in Verruf gekommen ist, bevorzugen wir sie wegen der besseren CO2-Bilanz. Das gilt insbesondere für neuere Fahrzeuge der Euronorm 6.
  • Wir achten darauf, die Entfernungen möglichst kurz zu halten. Sobald Elektroautos von den Verleihern angeboten werden, werden wir Reisen mit E-Autos entwickeln, wo die Tagesetappen der Reichweite entsprechen.
  • Wir achten auf nachhaltige Bewirtschaftung der Hotels. Viele unserer Gastgeber sind in ihrer Region Vorreiter in Sachen Energieeinsparung, Energieerzeugung oder Mülltrennung.

3. Kompensation von CO2

  • In Südafrika unterstützen wir eine Baumpflanzungsaktion von Wildlands Conservation. Die Nichtregierungs-Organisation (NGO) zum Schutz der Biodiversität Südafrikas verfolgt dabei ein erprobtes Konzept: Dorfbewohner im Nordosten von KwaZulu-Natal züchten Saatgut und verkaufen die Setzlinge an den Wildlands Conservation Trust, der sie wiederum an Umfulana verkauft. Wenn die Setzlinge gepflanzt sind, erhalten die Dorfbewohner statt Geld Voucher für Lebensmittel, Kleidung, Fahrräder, Schreibwaren u.ä. Daneben werden Schulungen zu Themen wie Umweltschutz und Unternehmergeist durchgeführt. Ziel des Projektes sind lebendige und nachhaltige Dorfgemeinschaften, zu deren Lebensgrundlage der Umweltschutz gehört. Umfulana finanziert jährlich etwa 10.000 Bäume. Näheres unter:  www.wildtrust.co.za
  • Für jede Flugreise nach Australien oder Neuseeland kaufen wir von Trees for Travellers einen einheimischen Baum, der auf einer großen Plantage bei Kaikoura in Neuseeland gepflanzt wird. Die Plantage ist so angelegt, dass sie dem ursprünglichen Wald in einigen Jahrzehnten wieder möglichst nahekommt. Weitere Informationen: www.treesfortravellers.co.nz
  • Für jede Reise erheben wir einen freiwilligen Klimabeitrag, den wir der Klima-Kollekte überweisen. Die gemeinnützige GmbH unterstützt weltweit Klimaprojekte. wie zum Beispiel das Projekt „Solarkocher für Lesotho“. Näheres unter: www.klima-kollekte.de

4. Unser Beitrag zur Nachhaltigkeit im Gastland

Abgesehen von der problematischen Klimabilanz kann der Tourismus sogar einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des Urlaubslandes leisten.
  • In vielen Ländern ist der Tourismus inzwischen der größte Arbeitgeber. Ohne Reisende aus Europa würden viele Länder in eine gravierende Krise geraten. 
  • Selbst wenn nur die Umfulana-Gäste ausblieben, würden manche Lodges in finanzielle Schwierigkeiten geraten und müssten Personal entlassen oder schließen. Wir arbeiten vorwiegend mit privat geführten Unterkünften zusammen. Das Geld für die Übernachtungen bleibt also im Land.
  • Wir achten darauf, Nationalparks zu stabilisieren. Deren Haupteinnahmequelle ist meist der Tourismus. Dass sich zum Beispiel die Zahl der Berggorillas im Bwindi Forest stabilisiert hat, liegt daran, dass Reisende aus Europa und Asien viel Geld für eine Berggorilla-Safari ausgeben. Wo der Staat mitverdient, wird ihr Habitat inzwischen streng geschützt.

5. Unser Beitrag zur Nachhaltigkeit zu Hause

  • Seit 2011 arbeiten wir in einem Niedrigenergiehaus nach KFW-Norm.
  • Die Mitarbeiter arbeiten mehrmals in der Woche von zu Hause aus. Durch das „Home Office“ tragen wir dazu bei, den Dauerstau rund um Köln zu verringern. Zusätzlich gibt es Fahrgemeinschaften mit bis zu vier Mitarbeitern.
  • Seit 2018 betreiben wir unsere EDV-Anlage größtenteils mit Strom aus unser eigenen Photovoltaikanlage.
  • Unsere Reiseunterlagen wurden in den letzten Jahren immer anspruchsvoller und leider auch umfangreicher. Inzwischen produzieren wird Reisehandbücher mit bis zu 120 Seiten. Wir entwickeln zurzeit eine App, die die Reiseunterlagen ersetzen kann.
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