Transdanubien

Sanfte Hügel, grünes Land: Bakony in Transdanubien

Sanfte Hügel, grünes Land: Bakony in Transdanubien

Ungarns abwechslungsreicher Westen

Von den Kernlanden Ungarn aus gesehen, liegt der Westen des Landes jenseits der Donau – daher der Name Transdanubien oder auf Ungarisch: Dunátil. Unterschiedliche Landschaften prägen den Westen: eine kleine Tiefebene rund um Györ, im Südwesten die Ausläufer der Alpen und die Mittelgebirge im Norden des Plattensees. Im Süden von Transdanubien ziehen sich sanfte Hügel, auf denen Wein angebaut wird. Höchste Erhebung ist der 883 Meter hohe Irottkö. Auch wenn die Gebirge keine großen Höhen erreichen, unterscheiden sie sich doch erheblich von der Tiefebene im Osten.



Sehenswürdigkeiten Transdanubien


Abaligeter Höhle

Drachen und andere Fabelwesen in einer Tropfsteinhöhle

Die Stalaktitenhöhle nahe dem Dorf Abaliget wurde 1768 entdeckt und steht seit 1941 unter Naturschutz. Sie besteht aus einer fünf bis sechs Meter breiten und 38 Meter langen Eingangshöhleund, unter der aus einer Spalte ein eiskalter Bach hervorquillt. Dahinter kommt man zur Haupthöhle, die knapp einen Kilometer lang ist. In den überwältigend schönen Tropfsteingebilde kann man mit ein wenig Phantasie Drachen und andere Fabelwesen erkennen. Die Höhlenforscher haben zudem gehauene Stufen, Mauerreste sowie  Menschen- und Tierknochen gefunden – sogar eine römische Urnenbegräbnisstätte. Die Höhle muss bereits in prähistorischen Zeiten bewohnt gewesen sein. Teile sind der Öffentlichkeit zugänglich.


Auf den Jakab-Berg

Lehrpfad am höchsten Berg des Mecseks

Die Wanderung führt in den interessantesten Teil des Mecsek-Gebiges. Der Jakab-Berg ist mit 602 Metern der höchste Gipfel des Gebirges. Um die seltenen geologischen Formationen ist ein Naturschutzgebiet eingerichtet worden. Ein Lehrpfad informiert über die geologischen und kulturgeschichtlichen Werte des Berges. Er beginnt in Cserkút mit seiner Kirche aus dem 12. Jahrhundert. An den Innenwänden sind Fresken aus dem 14. Jahrhundert zu sehen. (hin und zurück: 9,4 Kilometer, 3:00 Stunden, auf: 413 Meter, ab: 308 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Bábolna

Reithistorisches Zentrum

1789 gab es in der Habsburger Armee nach mehreren Kriegen einen akuten Mangel an Pferden. Dies veranlasste den Kaiser Joseph II. ein staatliches Gestüt zu gründen, das wegen seiner Araberzucht bald zu den wichtigsten in der k.u.k. Monarchie avancierte. Bis heute ist die Zucht von Arabischen Vollblütern und Shagya-Arabern eine Hauptaufgabe des Gestüts. Daneben wurde es als Reiterhof geöffnet und als reithistorisches Zentrum einer größeren Öffentlichkeit bekannt gemacht.


Esztergom

Königsstadt in den Weinbergen am Donauknie

Die 30.000-Einwohner-Stadt liegt wenige Kilometer westlich vom Donauknie, wo der majestätische Strom im rechten Winkel nach Süden abbiegt. Die Landschaft ringsum gehört zu den reizvollsten Ungarns. Weinberge, das waldreiche Pilis-Gebirge und historische Städtchen wechseln einander ab. Esztergom selbst war schon von vorchristlicher Zeit eine keltische Siedlung und gehört damit zu den ältesten Städten Ungarns. Die hier einst ansässigen Könige und Fürstbischöfe haben prächtige Baudenkmäler hinterlassen, allen voran den Dom mit imposanter Kuppel und den Königspalast.


Gunaras

Größtes Kurbad in Transdanubien

Die Heilbad bei Dómbovár ist das größte in Transdanubien. Es hat ein Strandbad am See und ein ganzjährig geöffnetes Heilbad mit einem Kurbetrieb und Wellnessangeboten. Auf acht Hektar verteilen sich zwei Schwimmbecken mit Heilwasser, mehrere Saunen, ein Abenteuerbecken für Kinder, ein Strandbecken sowie Wasserrutschen und Sprungbretter. Am Seeufer gibt es schattige Plätze zum Ausruhen. 


Györ

Barockstadt mit Heil- und Erlebnisbad

Die Stadt im Nordwesten Ungarns ist eine der sehenswertesten in ganz Ungarn. In den Gassen der Altstadt reihen sich Bürgerhäuser aus der Renaissance und dem Barock aneinander, von denen über 170 unter Denkmalschutz stehen. Besonders schön sind der Platz an der Raab und die Kírály utca, eine Gasse, die heute zur Fußgängerzone gehört.
Empfehlenswert ist ein Aufenthalt im Heil- und Erlebnisbad von Györ an der Raab-Quelle mit Blick auf die Barockstadt. Es bietet Thermalbäder, Geysire, Rutschen, Strömungskanal, Dampfbäder und Schönheitssalon.
Wer einen Ausflug in die Umgebung machen möchte, kann die romanische Kirche 22 km nördlich von Györ in Lébény besuchen.


Heviz

Größter natürlicher Thermalsee Europas

Der traditionsreiche Kurort fünf Kilometer nordwestlich vom Plattensee hat sich um einen Thermalsee herum entwickelt, das als größter natürlicher Warmwassersee Europas gilt. Er wird durch eine Quelle aus einem Krater in 38 Metern Tiefe gespeist, die mit 410 Litern pro Sekunde so ergiebig ist, dass sich das Wasser im See innerhalb von 48 Stunden vollständig austauscht. Die Wassertemperaturen betragen im Sommer 33°C bis 36°C und im Winter 23°C – 25°C. Heute lebt der 4.500 Einwohner zählende Ort vom Kur- und Badetourismus.


Lébény

Romanik in Vollendung

22 Kilometer nordöstlich von Györ wechseln Feld, Wiesen und Wälder einander ab. In dieser ländlichen Abgeschiedenheit liegt ein Dorf namens Lébény mit knapp 3000 Einwohnern. Niemand käme auf die Idee, dort eines der großartigsten Bauwerke Europas aus der romanischen Epoche zu suchen. Die Kirche von Lébény wurde 1210 als Abteikirche eines Benediktinerklosters gebaut und wurde Vorbild für viele Kirchbauten in West-Ungarn.  In den Türkenkriegen wurde sie mehrfach schwer beschädigt, aber immer wieder aufgebaut.


Nationalpark Örség

Vogelparadies und traditionelle Siedlungsformen

Der Nationalpark Örség hat einer Gesamtfläche von über 40.000 Hektar und liegt im Dreiländereck von Slowenien, Österreich und Ungarn. Charakteristisch für das Örség sind Kleinstsiedlungen, Häusergruppen und Weiler, im ungarischen „szer“ genannt, die eine Kette von Grenzposten bildeten. In vielen Dörfern des Örség sind Beispiele für diese Siedlungsformen und die traditionelle Bauweise auch heute noch erhalten und werden entsprechend gepflegt. Das Örség weist eine seltene Anzahl von Tierarten und Pflanzen auf wie der seltene Schwarzstorch, der Dreizehenspecht oder der Wespenbussard sowie eine Vielzahl von seltenen Schmetterlingen und Libellen. 2007 wurde das Örseg von der EU als eines der zehn besten Ziele im ländlichen Tourismus ausgezeichnet. Daneben faszinieren die unverfälschten Traditionen und Gebräuche, das Kunsthandwerk, die Produkte der Bauern, die Selbstversorger sind, sowie die Lebensart der Region.


Pannonhalma

Erzabtei

In einer römischen Siedlung an einer Anhöhe südlich von Györ soll nach der Legende im Jahr 316 der Heilige Martin geboren worden sein. 650 Jahre später – kurz vor der Jahrtausendwende – sollte Ungarn christianisiert werden. Dazu gründete der Großfürst Géza auf dem „Martinsberg“ ein Benediktinerkloster, das wegen seines Grundbesitzes und der Privilegien zu einem der wichtigsten Klöster im Abendland wurde. Die Äbte reisten nach Rom oder begleiteten die ungarischen Könige auf ihren Kreuzzügen. Im 16. Jahrhundert besetzte ein Sohn des Borgia-Papstes Alexander VI. den Abtstuhl. Sehenswert ist neben der Kirche vor allem die Bibliothek mit über 330.000 Büchern.

Zur Website:
bences.hu


Pecs

Südländisches Flair um den Széchenyi Platz

Die Stadt im Südwesten Ungarns zeichnet sich durch ein einzigartiges südländisches Flair aus, das auch Ergebnis einer langen, wechselvollen Geschichte ist. Steinzeitvölker, Kelten und Römer gründeten an den Hängen des Mecsek-Gebirges ihre Siedlungen. Lange vor der Christianisierung Ungarns standen hier mehrere Kirchen; die erste Universität Ungarns wurde schon kurz nach dem Mongolensturm gegründet. Während der Türkenzeit entwickelte sich eine lebendige osmanische Kultur. Später folgten deutsche Siedler. Viele wichtige Baudenkmäler finden sich in der Stadt, vor allem um den Széchenyi Platz, der zu den schönsten Ungarns gerechnet wird.


Pécsvárad

Mittelalterliche Klosterburg am Fuß des Mecsek

Der Ort mit 4000 Einwohnern liegt am Fuß des östlichen Mecsek-Gebirges. Er ist aus einem Benediktinerkloster hervorgegangen, das von König Stefan I. gegründet wurde und zu eine Zentrum der ungarischen Staats- und Kirchenentwicklung wurde. Im 13. Jahrhundert kam eine Klosterburg hinzu, die heute zu Ungarns bedeutendsten Baudenkmälern aus dem Mittelalter gezählt wird. Am besten erhalten blieben der alte Bergfried (heute ein Hotel), das 15 Meter lange Schiff der Stiftskirche und der mit Fresken geschmückte Chor. Das Burgmuseum befindet sich hingegen im Schloss aus dem 18. Jahrhundert; es zeigt archäologische Funde aus dem Bereich von Burg und Abtei. 


Somogyvár

Klosterruine mit Aussicht

An der Straße nach Kaposvár liegt eine archäologisch interessanter Hügel, wo man Reste einer bronzezeitlichen Siedlung ausgegraben hat. Im 11. Jahrhundert wurde sie überbaut von einem Benediktinerkloster mit einer 60 Meter langen Basilika. Heute liegt sie in Ruinen. Das Dach ist verschwunden; es stehen nur noch die mächtigen Mauern auf einer Wiese. Dennoch – und auch wegen der Aussicht, die man von oben genießt – strahlt der Ort spirituelle Ruhe und Kraft aus.


Sopron

Mittelalterliches Stadtbild an der Grenze zu Österreich

Die Stadt mit dem deutschen Namen Ödenburg liegt südwestlich vom Neusiedler See und ist zu drei Seiten von Österreich umschlossen. Kaum eine andere ungarische Stadt hat ihr mittelalterlich-barockes Stadtbild so gut bewahren können, wofür ihr 1972 der Europapreis für Denkmalschutz verliehen wurde. Alle Häuser innerhalb der mittelalterlichen Stadtmauer stehen unter Denkmalschutz. Sie wurden meist schon im frühen Mittelalter gebaut, im Lauf der Jahrhunderte jedoch beständig verändert und umgebaut. So findet man romanische Fenster, gotische Sitznischen, Renaissanceloggien und barocken Fassadenschmuck.


Székesfehérvár

Ruine einer frühmittelalterlichen Königsresidenz

Die Stadt mit dem deutschen Namen „Stuhlweißenburg“  war im frühen Mittelalter die Residenz der ungarischen Könige. In der weißen Burg mit dem „Stuhl des Königs“ wurden die ungarischen Herrscher gekrönt und beigesetzt. In der Türkenzeit verlor die Stadt an Bedeutung und wuchs erst wieder, als sie 1777 zum Bischofssitz erhoben wurde. Wer sich durch die langweiligen Vororte quält, findet eine hübsche Kleinstadt mit barockem Gepräge vor. Besonders sehenswert aber ist die alte dreischiffige Königsbasilika. Sie ist weit über tausend Jahre alt und heute nur noch als Ruine erhalten. 

Mehr Info:
turizmus.szekesfehervar.hu


Tihany

Blumeninsel im Plattensee

Tihany war ursprünglich eine Insel im Balaton. Heute ragt sie als 12 km lange, von Schilf umgebene Halbinsel in den See hinein. Im Frühjahr, wenn die Mandelbäume blühen, und im Sommer zur Lavendelblüte wirkt sie geradezu mediterran. Mittelpunkt ist Tihany mit seiner Benediktinerabtei von 1055. Der historische Ortskern des ehemaligen Fischerdorfes ist heute ein Freilichtmuseum.


Velencer See

Wärmster See Europas

Der See auf halber Strecke zwischen Budapest und dem Balaton ist mit der drittgrößte in Ungarn. Dabei ist er durchschnittlich nur 1,60 Meter tief. Wie die meisten Steppenseen hat er kaum Zuflüsse, sondern ist auf Regen angewiesen. Es kommt daher vor, dass es ganz austrocknet. So muss er 1843 trocken gelegen haben, als die Husaren ein Manöver auf dem Seegrund abgehalten haben. Auch heute ist der Velencer See auf künstliche Wasserzufuhr angewiesen. Dafür gilt er als wärmster Europas, mit Wassertemperaturen bis 28 °C erwärmt. Süd-, Ost- und Nordostufer bieten viele Bademöglichkeiten. Die Tourismuszentren sind die Orte Velence, Gárdony und Agárd. 




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