Transdanubien

Sanfte Hügel, grünes Land: Bakony in Transdanubien

Sanfte Hügel, grünes Land: Bakony in Transdanubien

Ungarns abwechslungsreicher Westen

Von den Kernlanden Ungarn aus gesehen, liegt der Westen des Landes jenseits der Donau – daher der Name Transdanubien oder auf Ungarisch: Dunátil. Unterschiedliche Landschaften prägen den Westen: eine kleine Tiefebene rund um Györ, im Südwesten die Ausläufer der Alpen und die Mittelgebirge im Norden des Plattensees. Im Süden von Transdanubien ziehen sich sanfte Hügel, auf denen Wein angebaut wird. Höchste Erhebung ist der 883 Meter hohe Irottkö. Auch wenn die Gebirge keine großen Höhen erreichen, unterscheiden sie sich doch erheblich von der Tiefebene im Osten.



Sehenswürdigkeiten Transdanubien


Auf den Badacsony

Panoramablick über den Plattensee

Der Badacsony ist einer der schönsten Berge Ungarns. An den Hängen des vulkanischen Berges mit senkrechten Basaltsäulen wird heute Wein angebaut. Oben kann man vom Aussichtspunkt Kisfaludy bei schönem Wetter das ganze Panorama des Plattensees betrachten. (hin und zurück: 10,8 Kilometer, 4 Stunden, auf und ab: 350 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Esztergom

Königsstadt in den Weinbergen am Donauknie

Die 30.000-Einwohner-Stadt liegt wenige Kilometer westlich vom Donauknie, wo der majestätische Strom im rechten Winkel nach Süden abbiegt. Die Landschaft ringsum gehört zu den reizvollsten Ungarns. Weinberge, das waldreiche Pilis-Gebirge und historische Städtchen wechseln einander ab. Esztergom selbst war schon von vorchristlicher Zeit eine keltische Siedlung und gehört damit zu den ältesten Städten Ungarns. Die hier einst ansässigen Könige und Fürstbischöfe haben prächtige Baudenkmäler hinterlassen, allen voran den Dom mit imposanter Kuppel und den Königspalast.


Györ

Barockstadt mit Heil- und Erlebnisbad

Die Stadt im Nordwesten Ungarns ist eine der sehenswertesten in ganz Ungarn. In den Gassen der Altstadt reihen sich Bürgerhäuser aus der Renaissance und dem Barock aneinander, von denen über 170 unter Denkmalschutz stehen. Besonders schön sind der Platz an der Raab und die Kírály utca, eine Gasse, die heute zur Fußgängerzone gehört.
Empfehlenswert ist ein Aufenthalt im Heil- und Erlebnisbad von Györ an der Raab-Quelle mit Blick auf die Barockstadt. Es bietet Thermalbäder, Geysire, Rutschen, Strömungskanal, Dampfbäder und Schönheitssalon.
Wer einen Ausflug in die Umgebung machen möchte, kann die romanische Kirche 22 km nördlich von Györ in Lébény besuchen.


Heviz

Größter natürlicher Thermalsee Europas

Der traditionsreiche Kurort fünf Kilometer nordwestlich vom Plattensee hat sich um einen Thermalsee herum entwickelt, das als größter natürlicher Warmwassersee Europas gilt. Er wird durch eine Quelle aus einem Krater in 38 Metern Tiefe gespeist, die mit 410 Litern pro Sekunde so ergiebig ist, dass sich das Wasser im See innerhalb von 48 Stunden vollständig austauscht. Die Wassertemperaturen betragen im Sommer 33°C bis 36°C und im Winter 23°C – 25°C. Heute lebt der 4.500 Einwohner zählende Ort vom Kur- und Badetourismus.


Nationalpark Örség

Vogelparadies und traditionelle Siedlungsformen

Der Nationalpark Örség hat einer Gesamtfläche von über 40.000 Hektar und liegt im Dreiländereck von Slowenien, Österreich und Ungarn. Charakteristisch für das Örség sind Kleinstsiedlungen, Häusergruppen und Weiler, im ungarischen „szer“ genannt, die eine Kette von Grenzposten bildeten. In vielen Dörfern des Örség sind Beispiele für diese Siedlungsformen und die traditionelle Bauweise auch heute noch erhalten und werden entsprechend gepflegt. Das Örség weist eine seltene Anzahl von Tierarten und Pflanzen auf wie der seltene Schwarzstorch, der Dreizehenspecht oder der Wespenbussard sowie eine Vielzahl von seltenen Schmetterlingen und Libellen. 2007 wurde das Örseg von der EU als eines der zehn besten Ziele im ländlichen Tourismus ausgezeichnet. Daneben faszinieren die unverfälschten Traditionen und Gebräuche, das Kunsthandwerk, die Produkte der Bauern, die Selbstversorger sind, sowie die Lebensart der Region.


Pecs

Südländisches Flair um den Széchenyi Platz

Die Stadt im Südwesten Ungarns zeichnet sich durch ein einzigartiges südländisches Flair aus, das auch Ergebnis einer langen, wechselvollen Geschichte ist. Steinzeitvölker, Kelten und Römer gründeten an den Hängen des Mecsek-Gebirges ihre Siedlungen. Lange vor der Christianisierung Ungarns standen hier mehrere Kirchen; die erste Universität Ungarns wurde schon kurz nach dem Mongolensturm gegründet. Während der Türkenzeit entwickelte sich eine lebendige osmanische Kultur. Später folgten deutsche Siedler. Viele wichtige Baudenkmäler finden sich in der Stadt, vor allem um den Széchenyi Platz, der zu den schönsten Ungarns gerechnet wird.


Sopron

Mittelalterliches Stadtbild an der Grenze zu Österreich

Die Stadt mit dem deutschen Namen Ödenburg liegt südwestlich vom Neusiedler See und ist zu drei Seiten von Österreich umschlossen. Kaum eine andere ungarische Stadt hat ihr mittelalterlich-barockes Stadtbild so gut bewahren können, wofür ihr 1972 der Europapreis für Denkmalschutz verliehen wurde. Alle Häuser innerhalb der mittelalterlichen Stadtmauer stehen unter Denkmalschutz. Sie wurden meist schon im frühen Mittelalter gebaut, im Lauf der Jahrhunderte jedoch beständig verändert und umgebaut. So findet man romanische Fenster, gotische Sitznischen, Renaissanceloggien und barocken Fassadenschmuck.


Tihany

Blumeninsel im Plattensee

Tihany war ursprünglich eine Insel im Balaton. Heute ragt sie als 12 km lange, von Schilf umgebene Halbinsel in den See hinein. Im Frühjahr, wenn die Mandelbäume blühen, und im Sommer zur Lavendelblüte wirkt sie geradezu mediterran. Mittelpunkt ist Tihany mit seiner Benediktinerabtei von 1055. Der historische Ortskern des ehemaligen Fischerdorfes ist heute ein Freilichtmuseum.




Reisebeispiele Transdanubien

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