31.08.2008

Ungarnreise von Rita Kohl

Lieber Herr Garstka,

erst einmal herzlichen Dank für die wieder gut organisierte Reise. Das tolle Wetter haben Sie sicher eingeplant!

Ungarn ist zum einen moderner, europäischer geworden, zum anderen gibt es immer noch die verträumt wirkenden kleinen Orte, in denen die Zeit stehen geblieben ist. Sie sehen immer noch so aus, wie vor ca. 18 Jahren, als wir das letzte Mal dort waren. Der Ungar an sich möchte fortschrittlich sein, spricht jetzt auch englisch (was zu ganz lustigen Situtationen und viel Gestikulieren führt), ist aber zum Glück noch nicht von der europäischen Hektik erfasst. Manches wird typisch ungarisch etwas langsamer erledigt.

Unsere Unterkünfte waren wieder gut ausgesucht. Das Cotton House in Budapest ist etwas gewöhnungsbedürftig; die professionelle und sehr freundliche Dame an der Rezeption gleicht das wieder aus. Dank ihrer Unterstützung hatten wir sehr rasch einen Überblick und konnten kaum eine Stunde nach der Ankunft an einer deutsch-englischsprachigen Stadtrundfahrt teilnehmen.

Von Budapest ging es weiter nach Egerszalók ins Shiraz, das eine (leider nicht ungarische) gute Küche hat. Im Wellness-Bereich konnten wir uns nach unseren Erkundungstouren gut erholen.
Die Fahrt durch's Bükk-Gebirge nach Tokaj war sehr schön. Wie Sie schon geschrieben haben, ist im Gróf Degenfeld etwas von der k.u.k.-Zeit hängen geblieben – sehr charmant. Die Bibliothek und der Hotel-Park wurden während unseres Aufenthaltes von etlichen Brautpaaren für Hochzeitsfotos genutzt.
Durch die Puszta mit seinen netten kleinen Dörfern fuhren wir nach Szarvas ins Liget Wellness Hotel am verträumten Körös. Wir haben die vier Tage dort sehr genossen, mit Faulenzen am Pool, Sauna-Besuchen und Massagen. Perfekt!
Kontrastprogramm: Auf nach Szeged und ins Dom-Hotel (als Kölnerin wollte ich schon immer mal im Dom-Hotel übernachten!) mitten in der Stadt. Wenn wir hier auch unruhiger geschlafen haben, hat es uns trotzdem gefallen. An der Theiß entlang kann man gut mit dem Fahrrad fahren und in der Innenstadt köstlichen Kuchen und Eis essen. Eis scheint in Szeged zum wichtigsten Nahrungsmittel zu gehören. An jeder Ecke gibt es eine Eisdiele.
Von hier aus fuhren wir zum für uns eigentlichen Ziel unserer Reise: dem Balaton. Dort sind wir auf den Pfaden früherer Zeiten gewandelt. Dazu passte auch das in einer wunderschönen Landschaft liegende Káli Art Inn. Einziger Wermutstropfen war das Restaurant. Man kann leider nicht à la carte essen. Es wird nur ein Menü angeboten. Über die Zusammensetzung war leider – auch wegen der sprachlichen Barrieren – vor dem Abendessen nichts zu erfahren. Wenn dann z. B. Gänseleber auf den Tisch kommt, wird es kritisch. Unser Ausweg: In der kleinen Straße gegenüber ist ein Restaurant, in dem man ebenfalls gut essen kann.

Fazit: Ungarn ist auf jeden Fall eine Reise wert!

Herzliche Grüße aus Köln

Rita Haslinger-Kohl



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