Große Ungarn-Rundreise: eine Zeitreise in die k.u.k.-Monarchie
Budapest

Große Ungarn-Rundreise

eine Zeitreise in die k.u.k.-Monarchie

Über Österreich geht im eigenen Wagen an der Donau entlang bis Budapest und weiter bis Tokaj. Dabei erhält man einen Eindruck von Ungarns glanzvoller Vergangenheit und seiner vielfältigen Gegenwart.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von zu Hause nach Dürn­stein

Die Route durch Öster­reich führt Donau-abwärts Rich­tung Wien.
A

Wachau

Weinberge, Burgen und historische Dörfer im romantischen Donautal

Etwa 30 Kilometer lang ist der Land­strich an der Donau zwischen Krems und Melk, der von der UNESCO wegen seiner über­ra­genden Schön­heit zum Welt­kultur­erbe erklärt wur­de.

Die Donau, eingezwängt vom Böhm­i­schen Massiv und dem Dunkel­steiner Wald, durch­fließt hier ein enges Tal, das von Weinbergen, Burgen und Ruinen, histo­ri­schen Städten und idylli­schen Dörfern gesäumt wird. Die Wachau ist zugleich Öster­reichs renommiertes Wein­gebiet. Starke Tempe­ratur­schwank­ungen zwischen Tag und Nacht geben dem Wein, vorwiegend Velt­liner, ein in­te­res­santes Aroma­profil.

Zu Gast auf Schloss Dürnstein

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das ehema­lige Schloss von Dürn­stein entstand 1632 und diente einer Habsburger Prin­zessin als Residenz. Heute beherbergt es ein Relais-et-Chateaux-Hotel, das zu den schönsten Öster­reichs gehört.

Neben dem stil­vollen Ambi­ente und der ausgezeichneten Küche überzeugt Schloss Dürn­stein vor allem durch die Freund­lichkeit und Hilfsbe­reitschaft des Perso­nals – angefangen beim Empfang über das Zimmer- und Pool­per­sonal bis hin zur Besitzerin, die sich nicht zu schade ist, sich persön­lich um die Ange­legen­heiten ihrer Gäste zu kümmern. Unver­gess­lich ist das Dinner auf der Terrasse mit herr­li­chem Blick auf die Donau.

Krems

älteste Stadt Nieder­öst­er­reichs

Die älteste Stadt Nieder­öst­er­reichs liegt idyllisch zwischen Weinbergen und ist Teil der UNESCO-Welterbe Kultur­landschaft Wachau. Wahrzei­chen ist das mittel­alter­liche Steiner Tor. Vor dem Tor liegt das „Kloster Und“, ein Kapu­zi­n­erkloster, in dem heute Wein­keller, Museen zu Kunst und Karikaturen sowie Veran­stal­tungs­räume unter­ge­bracht sind. Nur ein paar Schritte weiter kommt man in die Altstadt von Stein, die sich seit Jahrzehnten kaum verändert hat.

Von Dürn­stein nach Györ

207 km | 2:30 h
Die Strecke führt donau­abwärts über Wien. Kurz danach kommt an an Carnuntum vorbei, einer bedeu­tenden Römer­stadt. Der archäo­logi­sche Park und das Freui­lichtmuseum lohnen einen Besuch.

Grinzing

Heurigen­dorf

Heuriger heißt in Öster­reich ein Lokal, in dem Wein ausge­schenkt wird. Davon gibt es in Wien zwar zahl­lose, aber kaum so urige wie in Grinzing. Das ehema­lige Winzerdorf im Nord­osten des Wien­er­walds ist inzwi­schen nach Wien eingemeindet, hat aber seinen dörf­l­i­chen Charakter behalten. Die Heurigen dort sind urge­müt­lich und beziehen ihren Wein meist vom ober­halb gelegenen Leopoldsberg. Man kann eine Kost­probe gut mit einem Spaziergang durch die Weinberge und den Wald darüber verbinden.

Beet­hoven-Gedenk­stätten

Auf den Spuren eines unruhigen Genies

Der Bonner Kompo­nist muss ein unruhiger Geist gewesen sein. In seiner Wiener Zeit von 1792 bis zu seinem Tod 1827 wech­selte er etwa 60 Mal seine Wohnung. Beet­hoven-Stätten gibt es entspre­chend viele in Wien. Als die bedeu­ten­dsten gelten das Eroica-Haus in der Döblinger Haupt­straße 92, wo er 1803 seine Dritte Symphonie kompo­nierte und das Testa­ment-Haus in der Probusgasse 6. Dort erfuhr er, dass es taub werden würde, kompo­nierte abgrün­dige Sonaten und verfasste 1802 seinen letzten Willen. Zu Beet­hovens Grab auf dem Zentralfriedhof pilgern Bewunderer aus aller Welt.

Sigmund-Freud-Museum

Wo die Psychoanalyse erfunden wur­de

Das Museum befindet sich in der Berggasse 19, wo Sigmund Freud 47 Jahre gelebt und gearbeitet hat. In seinem Arbeits­zimmer hat der den Groß­teil seiner Schriften verfasst, die aus der Geis­tesge­schichte des 20. Jahrhunderts nicht wegzudenken sind. Als die Familie 1891 einzog, war das Wohn­haus ein Neubau. Nach der Macht­übergabe an die Nazis 1939 musste der schwer krebs­kranke Begründer der Psychoanalyse nach London emigrieren. Origi­nal­stücke aus Freuds Besitz sind im Museum ebenso zu sehen wie das Wartezimmer der Praxis und einige Stücke aus Freuds umfang­rei­cher Samm­lung antiker Kunst­werke, haupt­säch­lich kleine Statuen. Der Groß­teil der früheren Einrich­tung mit der berühmten Couch befindet sich allerdings im heutigen Freud Museum in London, wo Anna Freud bis zu ihrem Tod 1982 wohnte.

B

Györ

Barockstadt mit Heil- und Erlebnisbad

Die Stadt im Nordwesten Ungarns ist eine der sehens­wer­testen in ganz Ungarn. In den Gassen der Altstadt reihen sich Bürger­häuser aus der Renais­sance und dem Barock anein­ander, von denen über 170 unter Denkmal­schutz stehen.

Besonders schön sind der Platz an der Raab und die Kírály utca, eine Gasse, die heute zur Fußgängerzone gehört.
Empfehlens­wert ist ein Aufent­halt im Heil- und Erleb­nisbad von Györ an der Raab-Quelle mit Blick auf die Barock­stadt. Es bietet Thermalbäder, Geysire, Rutschen, Strö­mungs­kanal, Dampfbäder und Schön­heits­salon.
Wer einen Ausflug in die Umge­bung machen möchte, kann die roma­ni­sche Kirche 22 km nörd­lich von Györ in Lébény besu­chen.

Zu Gast in einem Altstadthotel

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz - Auto bis 1.8 m hoch

Die drei Gebäude, die zum Hotel­komplex gehören, liegen in der Altstadt und bilden eine male­ri­sche Gasse mit einem Sonnen­dach, viel Grün und einer Terrasse, die zum Restau­rant gehört.

Die Zimmer sind mit Telefon und Minibar ausge­stattet. Im ältesten Teil von 1785 befindet sich das Feinschme­cker-Restau­rant, das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet ist. Fünf Minuten vom Hotel befindet sich das neu ange­legte Thermalbad von Györ.

Pannonhalma

Erzabtei

In einer römi­schen Sied­lung an einer Anhöhe südlich von Györ soll nach der Legende im Jahr 316 der Heilige Martin geboren worden sein. 650 Jahre später – kurz vor der Jahr­tausendwende – sollte Ungarn chris­tia­ni­siert werden. Dazu grün­dete der Großfürst Géza auf dem „Martinsberg“ ein Benedikti­n­erkloster, das wegen seines Grund­be­sitzes und der Privilegien zu einem der wich­tigsten Klöster im Abend­land wur­de. Die Äbte reisten nach Rom oder beglei­teten die unga­ri­schen Könige auf ihren Kreuzzügen. Im 16. Jahr­hun­dert besetzte ein Sohn des Borgia-Papstes Alexander VI. den Abtstuhl. Sehens­wert ist neben der Kirche vor allem die Bibliothek mit über 330.000 Büchern.

Lébény

Romanik in Voll­endung

22 Kilometer nord­öst­lich von Györ wech­seln Feld, Wiesen und Wälder einander ab. In dieser länd­li­chen Abge­schieden­heit liegt ein Dorf namens Lébény mit knapp 3000 Einwoh­nern. Niemand käme auf die Idee, dort eines der großar­tigsten Bauwerke Europas aus der roma­ni­schen Epoche zu suchen. Die Kirche von Lébény wur­de 1210 als Abtei­kirche eines Benedikti­n­erklos­ters gebaut und wur­de Vorbild für viele Kirchbauten in West-Ungarn.  In den Türken­kriegen wur­de sie mehr­fach schwer beschä­digt, aber immer wieder aufge­baut.

Von Györ nach Buda­pest

161 km | 3:30 h

Bábolna

Reit­his­to­ri­sches Zentrum

1789 gab es in der Habsburger Armee nach mehreren Kriegen einen akuten Mangel an Pferden. Dies veranlasste den Kaiser Joseph II. ein staat­li­ches Gestüt zu gründen, das wegen seiner Arab­erzucht bald zu den wich­tigsten in der k.u.k. Monar­chie avancierte. Bis heute ist die Zucht von Arabi­schen Voll­blütern und Shagya-Arabern eine Haupt­aufgabe des Gestüts. Daneben wur­de es als Reiterhof geöffnet und als reit­his­to­ri­sches Zentrum einer größeren Öffent­lichkeit bekannt gemacht.

Esztergom

Königs­stadt in den Weinbergen am Donauknie

Die 30.000-Einwohner-Stadt liegt wenige Kilometer west­lich vom Donauknie, wo der majestätische Strom im rechten Winkel nach Süden abbiegt. Die Land­schaft ringsum gehört zu den reizvollsten Ungarns. Weinberge, das wald­reiche Pilis-Gebirge und histo­ri­sche Städtchen wech­seln einander ab. Esztergom selbst war schon von vorchrist­li­cher Zeit eine kelti­sche Sied­lung und gehört damit zu den ältesten Städten Ungarns. Die hier einst ansässigen Könige und Fürstbischöfe haben prächtige Baudenkmäler hinter­lassen, allen voran den Dom mit impo­santer Kuppel und den Königs­pa­last.

Visegrád

Festung mit könig­li­cher Aussicht

Vieségrad ist die schönste Stadt am Donauknie. Sie liegt an einer Fluss­schlinge im Schatten der mäch­tigen Königs­ruine aus dem 14. Jahr­hun­dert. Oben von der Zitadelle aus hat man einen großar­tigen Blick auf die Donau und ihre Umge­bung. Bereits die Römer unter­hielten hier eine Burg, die Teil ihrer Grenzbe­fes­tigung war und nach ihrem Abzug verfiel. Erst nach dem Hunnensturm wur­de die Festung neu errichtet. Ihr präch­tigster Teil ist die Königsburg aus dem 14. Jahr­hun­dert. Doch auch sie wur­de in den Türken­kriegen zerstört. Was danach noch übrig war, ließ der Habsburger Kaiser Leopold sprengen.

Ober­halb von Zebe­gény

Aussichtswande­rung am Donauknie

Fluss­abwärts von Zebe­geny macht die Donau einen Bogen um fast 180 Grad nach links. Dort beginnt die idylli­sche Land­schaft am Donauknie. Der Rundweg führt von Zebe­gény auf Wald­wegen sachte bergan – immer höher und immer parallel zur Donau. Von oben kann man schließ­lich die Donau in drei verschiedenen Rich­tungen sehen: nach Osten, Süden und Westen. Der Wanderweg bietet die für Ungarn seltene Gelegen­heit, durch einen dichten Wald einen Höhenrü­cken zu über­schreiten. (Hin und zurück: 18,6 Kilometer, 5:30 Stunden, auf und ab: 560 Meter)

C

Budapest

Burgviertel und Cafés in der Donaumetropole

Die Donau­me­tro­pole gehört zu den schönsten Städten Europas. Seit ihrer Gründung im 2. Jahr­hun­dert nach Chr.

durch die Römer haben Magyaren, Hunnen, Türken und Habsburger ihre Spuren hinter­lassen. Links des Flusses erhebt sich Buda, das mittel­alter­liche Burgviertel mit verwin­kelten Gassen, Fischer­ba­stei, Matthi­as­kirche und Burg­pa­last. Auf der anderen Seite liegt Pest, das vitale Geschäftsviertel mit tradi­tionellen Caféhäusern und der Váci utca, der schönsten Einkaufst­straße Ungarns. Im 20. Jahr­hun­dert schrieb die unga­ri­sche Haupt­stadt zweimal Welt­ge­schichte: mit dem Aufstand 1956, der von den Sowjets blutig niederge­schlagen wur­de und der poli­ti­schen Neuo­ri­en­tie­rung 1989, die den Fall des Eisernen Vorhangs vorbe­rei­tete.

Zu Gast in der Herberge des Heiligen Georg

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das elegante Apart­ment­hotel liegt im Burgviertel von Buda­pest, in einem denkmalge­schützten Gebäude, das in histo­ri­scher Umge­bung den Komfort des 21.

Jahrhunderts bietet. Das 5-Sterne-Hotel erwartet seine Gäste mit einem ausgezeichneten Restau­rant, eigenem Garten, Konferenz- und Bankett­sälen. Die meisten Sehens­wür­digkeiten von Buda­pest sind zu Fuß erreichbar.

Führung (OPTIONAL)

Stadtführung Budapest (3 Stunden, deutsch)

Die Stadt­füh­rung beginnt am Hotel, wo Sie von Ihrem privaten Führer abge­holt werden, der die Tour individuell nach Ihren Wüns­chen zusam­men­stellt.

Gemeinsam mit ihm geht es beispiels­weise zu Fuß durch das Burgviertel Buda und und im klima­ti­sierten Van durch Pest. Die schönsten Brücken der Stadt, das Natio­nalmuseum, das Juden­viertel mit der größten Synagoge Europas, der Elisa­be­th­platz und das Geschäfts­viertel mit Natio­nalbank, ehema­ligem Börsen­pa­last und Parla­mentsgebäude – alle diese Sehens­wür­digkeiten können einge­baut werden. Abschließend ist eine Fahrt in den Stadt­park mit dem größten Heilbad Europas, dem Széchenyi Bad, vorge­sehen.

Donauknie

Roman­ti­scher Fluss­ab­schnitt nörd­lich von Buda­pest

Rund 30 Kilometer nörd­lich von Buda­pest bahnt sich die Donau mit einem fast rechtwin­klingen Knick ihren Weg durch das Gebirge von Visegrád. Wegen seiner herr­li­chen Natur, seiner ausge­dehnten Wälder und der histo­ri­schen Städte am Ufer ist dieser Fluss­ab­schnitt besonders beliebt – nicht nur unter Naher­ho­lungs­ur­lau­bern aus der Haupt­stadt. Man kann auf der Straße 11 oder 2 am Fluss entlangfahren und für den Rückweg auf der 10 durch das Pilis Gebirge fahren.

Von Buda­pest nach Egers­zalók

143 km | 3:00 h
Die Strecke führt durch die Ausläufer der Karpaten am höchsten Berg Ungarns vorbei. Wer den Kékes (1014 m) besteigt, wird mit einer grandiosen Aussicht bis weit in das unga­ri­sche Tief­land belohnt.
D

Bükk-Gebirge

Waldgebirge in Ungarns Norden

Das Karstgebirge ist mit einer Höhe von fast tausend Metern das höchste Gebirge Ungarns Der Name Bükk leitet sich vom unga­ri­schen Wort für Buche ab, der dort vorherr­schenden Baumart.

Das Bükk ist Ungarns größtes zusam­men­hän­gendes Waldgebiet und umfasst ungefähr 100.000 Hektar. Der mittlere Bereich des Mittelgebirges hat seit 1977 den Status eines Natio­nalparks. Wo sich die Täler Szinva und Garadna treffen liegt der Ort Lillafüred mit dem höchsten  Was­serfall des Landes.

Zu Gast in einem Wellness-Hotel

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Das 4-Sterne-Hotel wur­de 2003 eröffnet und bietet eine Mischung aus west­li­chem Komfort und orien­tali­scher Atmo­sphäre.

Es liegt im Zentrum von Egers­zalók, einem tradi­tionellen, von Wasser­gräben und Kanälen umge­benen Dorfes am Fuße des Bükk-Gebirges. Zum Restau­rant, das sich auf unga­ri­sche Küche speziali­siert hat, gehört ein großer Wein­keller, eine Bar und ein Café. Im 5.000 m² großen Garten gibt es ein Sprudelbad und eine Sauna. Heil- und Erfri­schungs­mas­sagen auf Wunsch.

Eger

Barock- und Bäder­stadt am Fuß des Bükk-Gebirges

Die schöne Barock­stadt am Fuß des Bükk-Gebirges verfügt über Heilbäder, die sich aus radio­ak­tiven Quellen speisen. Ihre Blüte erlebte die Stadt nach Ende der türki­schen Besatzung im 18. Jahr­hun­dert, in der das heutige Stadt­bild entstand. Bekannt ist die 50.000-Einwohner-Stadt durch die großen Wein­anbau­gebiete in der Umge­bung, die neben anderen Weinsorten auch den bekannten Rotwein Erlauer Stierblut (Egri bikavér) hervor­bringen. In der Altstadt gibt es zahlreiche Wein­stuben und tradi­tionelle, teils unter­irdi­sche, Wein­keller.  Eger gilt als Tor zu Nordungarn, das im Gegen­satz zum Rest des Landes gebirgig ist.

Barát-réti tanösvény

Natur­lehrpfad bei Eger

Der Natur­lehrpfad Barát-réti beginnt am Ufer des Sees am nord­öst­li­chen Rand des Dorfs Felsőtárkány am Lehr- und Besuchs­zentrum. Er umrundet den Macska, mit 478 Metern Höhe einer der höheren Erhe­bungen des Bükk-Gebirges. Hin geht des durch das Page-Tal auf gelb markiertem Wanderweg. Zurück geht es an einem steileren Hang mit Felsklippen. (hin und zurück: 7,3 Kilometer, 2:15, auf und ab 220 Meter)

Kékes

Höchster Berg Ungarns

Der „bläu­liche Berg“ (Kekes heißt bläu­lich) ist mit knapp über 1000 Metern Höhe der höchste Berg Ungarns und ein beliebtes Ziel für Wanderer und Ski-Lang­läufer. Der Berg ist mit dem Auto zu errei­chen. Oben steht ein Bergsa­na­to­rium und daneben ein Fern­sehturm. Wer lieber zu Fuß geht, vom Luftku­rort Mátraháza ist die Spitze des Kékes über einen Wanderweg gut zu errei­chen (hin und zurück: 6,5 Kilometer, 2:00 Stunden, auf und ab: 320 Meter).

Mátrafüred

Luftku­rort im Matra-Gebirge

Der Luftku­rort am Fuß der über tausend Meter hohen Matra-Gebirges ist neben dem Donauknie eines der belieb­testen Urlaubs­orte in Ungarn. Man kann mit der Schmal­spur­bahn durch die anmu­tigen Weinberge fahren, ein Heimatmuseum besu­chen oder in die Umge­bung wandern. Ein besonders schöner Weg führt aus dem Ort zum Aussicht­sturm Hanák (585 m). (hin und zurück: 3 Stunden, 8,7 km, auf und ab: 300 Meter)

Von Egers­zalók nach Tarcal

114 km | 2:30 h
Eine der schönsten Straßen Ungarns windet sich durch das male­ri­sche Bükk-Gebirge von Eger nach Miskolc, der drittgrößten Stadt Ungarns, über der maje­s­tä­tisch die Ruine Diosgyör thront. Danach fährt man durch lieb­liche Hügel­landschaft ins Wein­gebiet von Tokaj.

Lillafüred

Märc­henschloss im Bükk-Gebirge

Der Luftku­rort im Bükk-Gebirge liegt an einem künst­li­chen See, an dessen Ufern sich ein kleines Märc­henschloss erhebt. Es handelt sich um ein Hotel aus den 1930iger Jahren, das während des Sozialismus als Gewerkschafts­heim genutzt wur­de. Der terras­sen­artig ange­legte Garten geht in einen Wild­park über. Von dort kann man zu Fuß zu einer Tropf­steinhöhle gehen, der István-Höhle.

Höhlenschwimmbad Miskolc

SPA Bad am Bükk Gebirge

Unter­halb des Natio­nalparks Bükk liegt bei Miskolc ein Mine­r­al­wasser-Höhlen­thermalbad. Seit 70.000 Jahren ist die Quelle schon besiedelt. 1100 bauten die Benediktiner ein Kloster vor der Therme und schufen eines der ältesten SPA-Bäder der Welt. Die Aerosole der Höhlenluft und das Mine­ralthermal­wasser mit einer Austritts­tempe­ratur von 36 Grad (PH7) ziehen Kurgäste aus aller Welt an. Massagen werden ange­boten, außerdem kann man Segeln, Tauchen oder Fischen.

Miskolc

Groß­stadt im Schatten einer mäch­tigen Festung

Die nach einer adligen Familie benannte Sied­lung an den Ausläufern des Bükk-Gebirges erhielt ihr Stadt­recht 1365 als Lohn für mili­täri­sche Unter­stützung der Königs. Gleichzeitig ließ Karl I. die mäch­tige Diósgyőrer Burg renovieren. Nach der Befreiung von der Türken­herr­schaft erwachte Miskolc aus seinem Dornrö­sc­henschlaf. Im 18. und 19. Jahr­hun­dert entstanden die wich­tigsten Gebäude der Stadt: das Rathaus, ein Theater und die Synagoge. Die mittel­alter­liche Burg ist jedoch noch immer die Haupt­at­trak­tion der Stadt, in dem etwa 160.000 Menschen leben.

Szeleta-Höhle

Wande­rung nach Lillafüred

Die Wande­rung führt in das Tal bei Lillafüred, wo ein Schlosshotel an einem See steht, in der nahen Umge­bung sind mehrere Höhlen zu besich­tigen. In der Szeleta Höhle hat man sogar mensch­liche Fossile aus der Altstein­zeit gefunden. Die Höhlen des Aggteleker- und slowa­ki­schen Karsts gehören zum Welt­natur- und Kultur­erbes. (hin und zurück 11,4 Kilometer, 2:30 Stunden, auf und ab: 950 Meter)

E

Tokaj

Weinbaugebiet an Theiß und Brodog

Die Klein­stadt am Zusam­menfluss von Theiß und Bodrog ist Mittel­punkt eines der bekann­testen Weinbau­gebiete Europas.

Geschützt von den Tokajer Bergen wachsen auf 5000 Hektar vulka­ni­schen Bodens die bekann­testen Weiß- und Süßweine Ungarns. In der hübschen Altstadt stehen noch ein paar histo­ri­sche Gebäude. Einen Besuch lohnt der Rákóczi-Keller mit seinen unter­irdi­schen Gängen mit einer Gesamtlänge von 1,5 Kilome­tern. Man kann ihn in Zusam­menhang mit einer Wein­probe besich­tigen.

Zu Gast im Schlosshotel Gróf Degenfeld

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Schloss liegt im male­ri­schen Tarcal, dem Zentrum des Wein­gebiets von Tokaj, und gehört heute wieder der deutsch-unga­ri­schen Familie des Grafen von Degenfeld, die es 2003 zu einem der schönsten Hotels in Ungarn umge­stalten ließ.

Mit 20 antik einge­rich­teten Gäst­ezimmern hat es eine persön­liche Atmo­sphäre und einen liebens­wür­digen Service, der zuweilen an die k.u.k Monar­chie erin­nert. Zum Schloss gehört ferner ein Schwimmbad, eine Sauna, ein Fitnessraum, Tennis­plätze, ein Restau­rant mit Wein­keller, eine Bibliothek und Fahr­radver­leih. Schloss Degenfeld gehört zu den Luxury Hotels of the World

Tarcal

Wein­dorf mit Aussichtsberg

Das 3.000-Einwohner Dorf west­lich von Tokaj lebt vor allem vom Wein­anbau. In einem Rákóczi-Keller ist ein kleines Weinmuseum unter­ge­bracht. Keller­be­sich­tigungen und Wein­proben werden ange­boten. Geöffnet vom 05. März bis 15. Oktober Mo-So 10.00 – 18.00 Uhr.
Eine schöne Aussicht hat man vom Tokaji-hegy, dem 512 Meter hohen Hausberg von Tarcal. Eine Straße führt hinauf.

Von Tarcal nach Szarvas

246 km | 4:00 h

Die Strecke führt durch die Fluss­landschaft der Theiß, einem der großen Vogel­pa­ra­diese Europas.

West­lich von Tiszafüred ist sie zu einem großen, flachen See aufge­staut, in dessen flachen Seiten­armen Seerosen blühen und Schwarzstörche und Reiher nisten. Es lohnt sich ein Abste­cher in die Hortobaby-Puszta.

Hortobagy

Schwarz­störche und Adler, Ziehbrunnen und tradi­tionelle Gehöfte

West­lich von Debrecen dehnt sich die Hortobagy-Puszta aus, die früher ein Über­schwem­mungs­gebiet der Theiß war. Weithin sichtbare Ziehbrunnen und Gehöfte, Rinder und Schafe bestimmen die einzig­ar­tige Land­schaft, die 1973 zum Natio­nal­park und 1999 zum Welt­kultur­erbe erklärt wur­de. Inzwi­schen sind wieder Schwarz­störche, Falken und Adler heimisch. Durch den Park führen einige Wander­wege und ein Radweg. Fahr­räder können am Eingang aus­ge­liehen werden. Unter­wegs kann man Rast in einem der Landgast­häuser (Csardas) machen.
Geogra­fisch gilt die Puszta als west­li­cher Ausläufer der eura­si­schen Steppen­landschaft. Im Sommer kann es sehr heiß und im Winter bitterkalt werden. Nach Trocken­heit kann es zu Staub­stürmen kommen, nach ergiebigen Regen­fällen auch zu Über­schwem­mungen ganzer Land­s­triche, aus denen dann die Gehöfte wie Inseln aus einem Meer herausragen.

Debrecen

Zentrum des unga­ri­schen Prote­s­tan­tismus

Die zweitgrößte Stadt Ungarns nach Buda­pest liegt ganz im Osten war ein Zentrum der Rinderzucht und des Handwerks. Im 16. Jahr­hun­dert lag sie zwischen den Einflusszonen von Habsburg, Siegenbürgen und des Osama­ni­schen Reiches. So siedelten sich viele Prote­s­tanten an. Bald wur­de die Stadt das Zentrum des Prote­s­tan­tismus in Ungarn. Wahrzei­chen der Stadt ist die Große Reformierte Kirche von 1819. Das libe­rale Klima ermög­lichte ein Univer­sität, an der heute 25.000 Studenten einge­schrieben sind.

F

Puszta

Einöde zwischen Donau und Theiß

Puszta nennt man jene öde, vege­ta­ti­ons­arme Ebene zwischen Donau und Theiß, die als west­li­cher Ausläufer der eura­si­schen Steppe gilt.

Der Name leitet sich vom altslawi­schen Wort „pust“ ab, was so viel wie „öde“, „wüst“, „leer“ bedeutet. In diesem Sinne kann die Ablei­tung „Puszta“ mit „Einöde“, „Wüste“, „unfruchtbares“, „brachliegendes“, „verlas­senes“ oder „unbebautes Land“ über­setzt werden. Der Begriff kam auf, als sich die Bevöl­ke­rung während der Türken­herr­schaft in die Städte zurückzog und das Land verö­dete. 
Später wurden wieder einzelne Hofstellen gegründet, die zuerst wegen der regelmäßigen Überflu­tungen nur temporär bewirt­schaftet wurden. Als die Theiß im 19. Jahr­hun­dert kanali­siert wur­de, hörten die Über­schwem­mungen auf, was zu einer Verkar­s­tung der Böden führte. Heute wird mit Kunst­dünger wieder groß­flächig Land­wirt­schaft betrieben, wovon bis zum Horizont reichende Sonnenblu­menfelder zeugen. Ursprüng­lich ist die Puszta nur noch an wenigen Stellen, z.B. im Hortobágy Natio­nal­park oder in kleineren Gebieten um die Theiß.

Zu Gast in einem Wellnesshotel an der Köros

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Well­ness-Hotel liegt an der male­ri­schen Köros und hat einen Wasserzugang mit Bademög­lichkeit. Der 2007 eröffne­tete Komplex im asia­ti­schen Stil hat ein schönes Restau­rant mit Winter­garten.

Die Zimmer blicken entweder zum Fluss oder in die Park­anlage. Der Spa-Betrieb umfasst ein Schwimmbad, eine Sauna, eine Infra­rotkabine und verschiedene Anwendungs­mög­lichkeiten und Thera­pien.

Szarvas

Landschafts­park am Fluss Körös

Die verschlafene Klein­stadt liegt in der Unga­ri­schen Tief­ebene an einem Altarm des Flusses Körös. Bedeu­tung gewann sie als Marktfle­cken an der Land­straße zwischen Kecs­kemét und der rumä­ni­schen Grenze. Unter der Türken­herr­schaft wur­de jedoch der ganze Land­strich entvöl­kert, so dass Szarvas erlosch. Erst 1722 wur­de die Stadt wiederbelebt – durch evangeli­sche Slowaken, die Maria Theresia ansiedeln ließ. Noch heute wird in der Stadt Slowa­kisch gespro­chen. Haupt­at­trak­tion ist jedoch das Arboretum, ein 85 Hektar großer Landschafts­park mit über 1600 Baum­arten aus aller Welt. Er wur­de im 19. Jahr­hun­dert nach dem Vorbild von Schönbrunn ange­legt.

Tisza­kürti Arboretum

Landschafts­park an der Theiss

Der 17 Hektar große Park entstand Mitte des 19. Jahrhunderts, als die Theiss eingedeicht und begra­digt wur­de. Auf dem ehema­ligen Sumpfge­lände konnte der Besitzer, Graf Bolza, ein Jagdhaus errichten. Später wur­de Land dazuge­kauft und der Park auf 60 Hektar erwei­tert. Seit 2001 ist die Park­anlage ein Natur­schutzgebiet, durch das ein paar schöne Wander- und Spazier­wege führen.

Von Szarvas nach Szeged

90 km | 2:00 h

Die Strecke führt über Orosháza und Hódmezövásárhely über die Theiß nach Szeged.

Es lohnt sich eine kleine Stadt­be­sich­tigung in Orosháza und ein Besuch des Heilbades Gyopárosfürdö bei Oroshaza. In Hódmezövásárhely gibt es ein span­nendes Museum zur Geschichte des Kommu­nismus in Ungarn (mitten im Ort, ein mit Stahl verklei­detes Gebäude).

G

Szeged

Sonnige Studentenstadt an der serbischen Grenze

Das Zentrum Südwes­t­ungarns verdankt sein geschlos­senes Stadt­bild dem Theiß-Hoch­wasser von 1879, als fast 6.000 Häuser einstürzten und 60.000 Menschen obdachlos wurden.

Danach wur­de Szeged nach euro­päi­schem Vorbild mit breiten Alleen und begrünten Plätzen neu aufge­baut. Dass die Stadt nahe der serbi­schen Grenze einen fröh­li­chen und vitalen Eindruck macht, liegt an den fast 40.000 Studenten. Über 2.000 Sonnen­stunden pro Jahr haben der Stadt den Beinamen „Stadt des Sonnen­scheins“ beschert. Acht Kilometer nörd­lich gibt es bei Kiskundo­ro­zsma einen netten Badesee mit soda­hal­tigem Wasser.

Zu Gast in einem Hotel am Dom

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Das 4-Sterne-Hotel befindet sich in der Nach­bar­schaft des Szegeder Doms, so dass alle Sehens­wür­digkeiten der Altstadt zu Fuß zu errei­chen sind.

Es hat 15 Zimmer und wird von seiner Besitzerin sehr persön­lich geführt. Eine Hotelga­rage steht zur Verfügung.

Theis­ufer bei Szeged

Auf einem Euro­päi­schen Fernwanderweg

Die euro­päi­schen Lang­stre­cken-Wander­wege sind gekennzeichnete Fußwege, die durch mindes­tens drei Länder führen und länger als 600 Kilometer sind. Der Wanderweg E7 verbindet den Atlantik mit dem Schwarzen Meer über Portugal, Spanien, Andorra, Italien, Slowe­nien, Ungarn und Rumänien. In Ungarn führt er entlang der Blauen Tour durch Südtransdanubien, dann in der Tief­ebene bis nach Minds­zent. Diese Teile­tappe führt an der Theis entlang bis zu ihrer Mündung die Maros bei Szeged. (hin: 9,8 Kilometer, 2:30 Stunden, auf und ab: 10 Meter)

Von Szeged nach Köveskál

319 km | 4:00 h
Die Route führt durch die flache, südunga­ri­sche Provinz vorbei an der Bugac-Puszta, die zum Natio­nal­park Kiskunság gehört. Wildblumen, Moor­senken und Schilfge­biete prägen die Steppen­landschaft im Park.

Opusz­taszer

Frei­lichtmuseum mit Monu­men­tal­ge­mälde

Im Natur­schutzgebiet von Pusz­taszer mit Hainen, Wiesen und Flüssen  liegt Opusz­taszer, wo einst die sieben Stam­mes­häupt­linge der Ungarn unter Fürst Arpád eine Natio­nalver­samm­lung abhielten. Heute ist hier ein Frei­lichtmuseu und das Arpad-Denkmal. Es wur­de erst 1987 gebaut und enthält ein Monu­men­tal­ge­mälde von 1896, in dem die unga­ri­sche Geschichte natio­na­lis­tisch verklärt wird. Im Frei­lichtmuseum werden die verschiedenen Vari­anten der bäuer­li­chen Kultur und die typi­schen Szenen des öffent­li­chen Lebens der Umge­bung aus dem 18. Jahr­hun­dert gezeigt. Zu sehen sind eine Schule, ein Gehöft mit Stall, Schuppen, Getrei­de­spei­cher sowie Wein und Nutzgarten.

Kecs­kemet

Jugend­stil und Marillenschnaps

Die Stadt liegt im fruchtbaren Land zwischen Donau und Theiß zwischen Gemüsefel­dern, Wein­gär­ten­ und Obstwiesen. Berühmt ist die 100.000-Einwohner-Stadt vor allem für ihre herausra­genden Jugend­stilhäuser rund um das Rathaus und die große Kirche. Sie zeugen von vergan­genem Reichtum, der bis in die Türkenzeit zurück­reicht. Der Ziegenbock im Wappen ist auf den Namen der Stadt zurückzu­führen, der auf deutsch soviel wie „Ziegen­gang“ bedeutet. Nach dem Abend­essen sollte man unbedingt den Marillenschnaps Ba­rack Pálinka probieren.

Velencer See

Wärmster See Europas

Der See auf halber Strecke zwischen Buda­pest und dem Balaton ist mit der drittgrößte in Ungarn. Dabei ist er durch­schnitt­lich nur 1,60 Meter tief. Wie die meisten Steppen­seen hat er kaum Zuflüsse, sondern ist auf Regen angewiesen. Es kommt daher vor, dass es ganz austrocknet. So muss er 1843 trocken gelegen haben, als die Husaren ein Manöver auf dem Seegrund abge­halten haben. Auch heute ist der Velencer See auf künst­liche Wasserzu­fuhr angewiesen. Dafür gilt er als wärmster Europas, mit Wasser­tempe­raturen bis 28 °C erwärmt. Süd-, Ost- und Nord­o­st­ufer bieten viele Bademög­lichkeiten. Die Touris­mus­zentren sind die Orte Velence, Gárdony und Agárd.

H

Plattensee

Badeurlaub am größten Steppensee Europas

Der knapp 600 Quad­ratki­lometer große Plat­tensee ist der bedeu­ten­dste Steppensee Mittel­eu­ropas.

Seine Ober­fläche ist größer als die des Bodensee. Dafür beträgt die durch­schnitt­liche Tiefe nicht mehr als 3,25 Meter, weshalb die Wasser­tempe­ratur im Sommer bis auf über 30°C steigt. Während das Südufer weitge­hend flach ist, erheben sich im Norden Berge vulka­ni­schen Ursprungs, an deren Hängen Wein ange­baut wird. Die Strände, die Heilbäder und Thermalquellen um den See ziehen Bade­tou­risten an.

Zu Gast in einem ehemaligen Offizierskasino

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

An der Nord­seite des Plat­ten­sees liegt das Káli-Becken, eine Land­schaft von faszi­nierender Schönheit, die 1984 zum Natur­schutzgebiet erklärt wur­de. In einem medi­ter­ranen Klima mit über 2000 Sonnen­stunden pro Jahr wachsen Rosmarin, Lavendel und Mandelbäume. An den wenigen Dörfern scheinen die letzten 200 Jahre fast spurlos vorbeigegangen zu sein.

Inmitten dieser vom Tourismus weitge­hend verschonten Land­schaft liegt, etwas abseits vom See, das char­mante Gästehaus, dessen histo­ri­scher Kern auf ein Offi­ziers­kasino der k.u.k.-Zeit zurückgeht. Komfor­table Zimmer, ein guter Wein­keller und eine einfallsreiche Küche, die vom haus­ei­genen Gewürzgarten profi­tiert, machen den Aufent­halt ange­nehm und erholsam. Kutschfahrten und Ausritte werden ange­boten, ebenso Fahrräder, mit denen man die stille Land­schaft auf kleinen Straßen und Alleen erkunden kann. Im großen Garten befindet sich ein Schwimmbad.

Tihany

Blumen­insel im Plat­tensee

Tihany war ursprünglich eine Insel im Balaton. Heute ragt sie als 12 km lange, von Schilf umge­bene Halb­insel in den See hinein. Im Frühjahr, wenn die Mandelbäume blühen, und im Sommer zur Laven­delblüte wirkt sie geradezu medi­terran. Mittel­punkt ist Tihany mit seiner Benedikti­ner­abtei von 1055. Der histo­ri­sche Orts­kern des ehema­ligen Fischerdorfes ist heute ein Frei­lichtmuseum.

Heviz

Größter natür­li­cher Thermalsee Europas

Der tradi­ti­ons­reiche Kurort fünf Kilometer nordwest­lich vom Plat­tensee hat sich um einen Thermalsee herum entwi­ckelt, das als größter natür­li­cher Warm­wass­ersee Europas gilt. Er wird durch eine Quelle aus einem Krater in 38 Metern Tiefe gespeist, die mit 410 Litern pro Sekunde so ergiebig ist, dass sich das Wasser im See inner­halb von 48 Stunden voll­ständig austauscht. Die Wasser­tempe­raturen betragen im Sommer 33°C bis 36°C und im Winter 23°C – 25°C. Heute lebt der 4.500 Einwohner zähl­ende Ort vom Kur- und Bade­tou­rismus.

Bala­ton­füred

Bedeu­ten­dster Badeort am Balaton

Der Kurort am Nord­ufer des Balaton ist weit über Ungarn hinaus bekannt für seine Mine­r­alquelle und sein mildes Klima. Der Kurbe­trieb begann bereits im 18. Jahr­hun­dert. Zwischen 1825 und 1848 wur­de der Ort unter den reform­o­ri­en­tierten Natio­na­listen Ungarns beliebt. Aus dieser Zeit stammen auch die meisten Villen und Gebäude der Altstadt. Heute ist Bala­ton­füred der größte Badeort am See mit schöner Ufer­pro­me­nade, Segelclubs, Boutiquen und Restau­rants.

Auf den Badac­sony

Pa­no­ra­ma­blick über den Plat­tensee

Der Badac­sony ist einer der schönsten Berge Ungarns. An den Hängen des vulka­ni­schen Berges mit senk­rechten Basalt­säulen wird heute Wein ange­baut. Oben kann man vom Aussichts­punkt Kisfa­ludy bei schönem Wetter das ganze Panorama des Plat­ten­sees betrachten. (hin und zurück: 10,8 Kilometer, 4 Stunden, auf und ab: 350 Meter)

Am Ufer der Halb­insel

Wande­rung über Tihany

Die Route führt an den Sehens­wür­digkeiten von Tihany entlang. Das Haupt­stück ist die natur­be­las­sene Südwest­küste. In der zweiten Hälfte geht es wieder nach Norden an einem kleinen See vorbei bis in die Stadt Tihany. In der Sommer­hitze kann es unan­ge­nehm werden, da es unter­wegs kaum Schatten gibt. Teilweise ist der Weg mit einem Natur­lehrpfad iden­tisch. (hin: 12,5 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab 330 Meter)

Von Köveskál nach Röjtökmuzsaj

115 km | 2:00 h
I

Sopron

Mittelalterliches Stadtbild an der Grenze zu Österreich

Die Stadt mit dem deut­schen Namen Ödenburg liegt südwest­lich vom Neusiedler See und ist zu drei Seiten von Öster­reich umschlossen.

Kaum eine andere unga­ri­sche Stadt hat ihr mittel­alter­lich-baro­ckes Stadt­bild so gut bewahren können, wofür ihr 1972 der Euro­pa­preis für Denkmal­schutz verliehen wur­de. Alle Häuser inner­halb der mittel­alter­li­chen Stadt­mauer stehen unter Denkmal­schutz. Sie wurden meist schon im frühen Mittel­alter gebaut, im Lauf der Jahrhunderte jedoch beständig verändert und umge­baut. So findet man roma­ni­sche Fenster, goti­sche Sitz­ni­schen, Renais­sanceloggien und baro­cken Fassaden­schmuck.

Zu Gast im Schlosshotel von Szidonia

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts stand hier nur ein einsames Jagdhaus in einem großen Wald. Um 1750 wur­de mit der Anlage des Schlosses im klas­sizis­tisch-roman­ti­schen Stil begonnen, die später zu den schönsten Europas zählen sollte.

Im Park steht eine kleine Brücke, die die Familie Thyssen dem dama­ligen Eigen­tümer, Baron von Berg gestiftet hat. Nach dem 2. Welt­krieg wur­de das Anwesen 40 Jahre lang als Kinderfe­ri­en­heim genutzt. Seit 1999 ist das Schloss das Zentrum einer großzügigen Hotel­anlage mit erstklas­sigem Restau­rant und Well­ness­be­trieb.

Neusiedler See

Wasser, Weite, Weinfluren

Wasser, Weite, Weinfluren: Der Neusiedler See ist ein Para­dies für Wassersportler und einzig­ar­tiges Natur­re­servat. Geografen bezeichnen ihn als Steppensee, von denen es in Europa nur ganz wenige gibt (zum Beispiel den Plat­tensee). Der Neusiedler See ist der größte See Öster­reichs und hat keinen Abfluss. Ein großer Schilfgürtel umgibt ihn. Wegen seiner geringen Tiefe erwärmt er sich im Sommer bis auf fast 30 Grad. Seine einzig­ar­tige Fauna und Flora wird durch zwei Natio­nalparks und die Ernen­nung zum Welterbe der UNESCO geschützt.

Von Röjtökmuzsaj nach Linz

269 km | 3:30 h

Schloss Ester­házy

Wo Haydn seine Sinfo­nien aufführte

Das barocke Fürs­tenresidenz der Familie Ester­házy ist eines schönsten Schlösser Öster­reichs. Bereits im 13. Jahr­hun­dert stand hier eine goti­sche Burg. Der histo­ri­sche Fest­saal des Schlosses ist als Haydn­saal bekannt und wird oft als Konzert­saal verwendet. Joseph Haydn stand im 18. Jahr­hun­dert dreißig Jahre lang als Kapell­meister im Dienst des Fürs­ten­hofes und hatte in dieser Funk­tion Hunderte Musik­stücke zur sofor­tigen Auffüh­rung bei Repräsenta­ti­ons­anlässen des Fürsten zu kompo­nieren. Der Schloss­park wird zu den garten­ar­chitek­to­nisch inter­essan­testen Denkmälern Öster­reichs gerechnet.

J

Linz

Barockhäuser und Renaissancehöfe im Zentrum der Donaustadt

Die Haupt­stadt Ober­öst­er­reichs liegt zu beiden Seiten der Donau. Mittel­punkt der 2.000 Jahre alten Stadt ist der Haupt­platz, der von Barockhäusern und Renais­sancehöfen gesäumt ist.

Ihr Image als staubige Indu­s­trie­stadt hat die 200.000-Einwohner-Stadt inzwi­schen abge­legt. Dazu haben Umwelt­maß­nahmen bei der Stahl­pro­duk­tion und jede Menge neuer Kultu­r­in­i­tia­tiven beige­tragen. 2009 war Linz Kultur­haupt­stadt Europas.

Im Herzen von Linz

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Das Gebäude im Zentrum von Linz dient seit dem 15. Jahr­hun­dert als Gast­haus. Das Hotel bietet alle modernen Annehm­lichkeiten in histo­ri­scher Umge­bung.

Die renovierten Zimmer verfügen über Parkettböden, Klima­anlage und kostenfreies WLAN. Das rustikale haus­ei­gene Restau­rant ist auf authen­ti­sche öster­rei­chi­sche Küche speziali­siert, die mit regio­nalen Weinen harmo­niert. Trotz aller modernen Annehm­lichkeiten wur­de besondere Sorgfalt darauf verwendet, den ursprüng­l­i­chen Charme und die tradi­tionelle öster­rei­chi­sche Gastfreundschaft zu bewahren, die das Gast­haus seit seiner Eröff­nung vor mehr als 600 Jahren prägen.

KZ Maut­hausen

Größtes Konzent­ra­ti­ons­lager in Öster­reich

Das größte Konzent­ra­ti­ons­lager in Öster­reich stand östlich von Linz in Maut­hausen. Bereits zehn Tage nach der Annek­tion Öster­reichs an Nazi-Deutsch­land wur­de es 1938 in Betrieb genommen. Es gehörte zur Kategorie III, wo Menschen durch Zwangs­arbeit ermordet werden sollten. Ab 1942 gab es ein Lagerbordell, in dem Frauen, die als asozial galten, zur Prosti­tu­tion gezwungen wurden. Im Februar 1945 unter­nahmen etwa 500 sowje­ti­sche Offi­ziere gemeinsam einen Flucht­ver­such aus dem Todes­block 20; fast alle wurden bei der darauf folgenden drei­wöchigen Treibjagd ermordet. Nur elf über­lebten, weil sie von der Bevöl­ke­rung versteckt wurden. Bis zu seiner Befreiung durch die US-Armee im Jahr 1945 sind über 120.000 Menschen in den Steinbrüchen der Umge­bung verendet. Auf dem Gelände des ehema­ligen Konzent­ra­ti­ons­la­gers ist eine Mahn- und Gedenk­stätte einge­richtet.

Von Linz nach Hause

22 Tage
ab 2.219,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: April–Oktober

Die Preise können je nach Saison variieren.
Ihre Beratung
Barbara Harbecke

Tel.: +49 (0)2268 92298-72

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