Rundreise ab Budapest: Zwischen Ungarns Bergen und der Tiefebene

Rundreise ab Budapest

Zwischen Ungarns Bergen und der Tiefebene

Eine europäische Metropole, die Wildnis der Karpaten, das Weinland von Tokaj, die Puszta und ein Binnenmeer: Jede Station der Reise stellt eine neue Seite des Landes vor.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Buda­pest

Buda­pest

19 km | 31 Minuten
A

Budapest

Burgviertel und Cafés in der Donaumetropole

Die Donau­me­tro­pole gehört zu den schönsten Städten Europas. Seit ihrer Gründung im 2. Jahr­hun­dert nach Chr.

durch die Römer haben Magyaren, Hunnen, Türken und Habsburger ihre Spuren hinter­lassen. Links des Flusses erhebt sich Buda, das mittel­alter­liche Burgviertel mit verwin­kelten Gassen, Fischer­ba­stei, Matthi­as­kirche und Burg­pa­last. Auf der anderen Seite liegt Pest, das vitale Geschäftsviertel mit tradi­tionellen Caféhäusern und der Váci utca, der schönsten Einkaufst­straße Ungarns. Im 20. Jahr­hun­dert schrieb die unga­ri­sche Haupt­stadt zweimal Welt­ge­schichte: mit dem Aufstand 1956, der von den Sowjets blutig niederge­schlagen wur­de und der poli­ti­schen Neuo­ri­en­tie­rung 1989, die den Fall des Eisernen Vorhangs vorbe­rei­tete.

Zu Gast in einem Künstlerhotel in Pest

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Erbaut wur­de das präch­tige Anwesen 1896 vom Arzt und Pionier der Heilkunst, Dr. Vilmos Tauffer, der es als Residenz, Büro und Praxis zugleich nutzte.

Das Haus über­stand den Zweiten Welt­krieg und den unga­ri­schen Aufstand, der 1956 nur wenige Häuser entfernt losbrach. 2009 wur­de es von den Erwerbern unter Mithilfe ihrer künst­le­risch veranlagten Freunde zu einem Hotel umge­staltet. Heute ist es eine seltene Perle unter den Hotels in Buda­pest. Von der Lage nahe dem Zentrum von Pest über den Stil des Hauses bis hin zum unaufge­regten und freund­li­chen Personal ist alles außergewöhn­lich. Jedes Zimmer ist ein kleines Kunst­werk für sich.

Führung (OPTIONAL)

Stadtführung Budapest (3 Stunden, deutsch)

Die Stadt­füh­rung beginnt am Hotel, wo Sie von Ihrem privaten Führer abge­holt werden, der die Tour individuell nach Ihren Wüns­chen zusam­men­stellt.

Gemeinsam mit ihm geht es beispiels­weise zu Fuß durch das Burgviertel Buda und und im klima­ti­sierten Van durch Pest. Die schönsten Brücken der Stadt, das Natio­nalmuseum, das Juden­viertel mit der größten Synagoge Europas, der Elisa­be­th­platz und das Geschäfts­viertel mit Natio­nalbank, ehema­ligem Börsen­pa­last und Parla­mentsgebäude – alle diese Sehens­wür­digkeiten können einge­baut werden. Abschließend ist eine Fahrt in den Stadt­park mit dem größten Heilbad Europas, dem Széchenyi Bad, vorge­sehen.

Donauknie

Roman­ti­scher Fluss­ab­schnitt nörd­lich von Buda­pest
Rund 30 Kilometer nörd­lich von Buda­pest bahnt sich die Donau mit einem fast rechtwin­klingen Knick ihren Weg durch das Gebirge von Visegrád. Wegen seiner herr­li­chen Natur, seiner ausge­dehnten Wälder und der histo­ri­schen Städte am Ufer ist dieser Fluss­ab­schnitt besonders beliebt – nicht nur unter Naher­ho­lungs­ur­lau­bern aus der Haupt­stadt. Man kann auf der Straße 11 oder 2 am Fluss entlangfahren und für den Rückweg auf der 10 durch das Pilis Gebirge fahren.

Visegrád

Festung mit könig­li­cher Aussicht
Vieségrad ist die schönste Stadt am Donauknie. Sie liegt an einer Fluss­schlinge im Schatten der mäch­tigen Königs­ruine aus dem 14. Jahr­hun­dert. Oben von der Zitadelle aus hat man einen großar­tigen Blick auf die Donau und ihre Umge­bung. Bereits die Römer unter­hielten hier eine Burg, die Teil ihrer Grenzbe­fes­tigung war und nach ihrem Abzug verfiel. Erst nach dem Hunnensturm wur­de die Festung neu errichtet. Ihr präch­tigster Teil ist die Königsburg aus dem 14. Jahr­hun­dert. Doch auch sie wur­de in den Türken­kriegen zerstört. Was danach noch übrig war, ließ der Habsburger Kaiser Leopold sprengen.

Ober­halb von Zebe­gény

Aussichtswande­rung am Donauknie
Fluss­abwärts von Zebe­geny macht die Donau einen Bogen um fast 180 Grad nach links. Dort beginnt die idylli­sche Land­schaft am Donauknie. Der Rundweg führt von Zebe­gény auf Wald­wegen sachte bergan – immer höher und immer parallel zur Donau. Von oben kann man schließ­lich die Donau in drei verschiedenen Rich­tungen sehen: nach Osten, Süden und Westen. Der Wanderweg bietet die für Ungarn seltene Gelegen­heit, durch einen dichten Wald einen Höhenrü­cken zu über­schreiten. (Hin und zurück: 18,6 Kilometer, 5:30 Stunden, auf und ab: 560 Meter)

Mietwagenannahme

Anbieter: Sunny Cars GmbH
Vermieter: Budget
Fahrzeug: Ford Focus o.ä. (CDMR)
Station: Buda­pest Ferhihegy 2 Flughafen (Desk at Airport)

Von Buda­pest nach Eger

147 km | 2:30 h
Die Strecke führt durch die Ausläufer der Karpaten am höchsten Berg Ungarns vorbei. Wer den Kékes (1014 m) besteigt, wird mit einer grandiosen Aussicht bis weit in das unga­ri­sche Tief­land belohnt.

Kékes

Höchster Berg Ungarns
Der „bläu­liche Berg“ (Kekes heißt bläu­lich) ist mit knapp über 1000 Metern Höhe der höchste Berg Ungarns und ein beliebtes Ziel für Wanderer und Ski-Lang­läufer. Der Berg ist mit dem Auto zu errei­chen. Oben steht ein Bergsa­na­to­rium und daneben ein Fern­sehturm. Wer lieber zu Fuß geht, vom Luftku­rort Mátraháza ist die Spitze des Kékes über einen Wanderweg gut zu errei­chen (hin und zurück: 6,5 Kilometer, 2:00 Stunden, auf und ab: 320 Meter).
B

Bükk-Gebirge

Waldgebirge in Ungarns Norden

Das Karstgebirge ist mit einer Höhe von fast tausend Metern das höchste Gebirge Ungarns Der Name Bükk leitet sich vom unga­ri­schen Wort für Buche ab, der dort vorherr­schenden Baumart.

Das Bükk ist Ungarns größtes zusam­men­hän­gendes Waldgebiet und umfasst ungefähr 100.000 Hektar. Der mittlere Bereich des Mittelgebirges hat seit 1977 den Status eines Natio­nalparks. Wo sich die Täler Szinva und Garadna treffen liegt der Ort Lillafüred mit dem höchsten  Was­serfall des Landes.

In einem Gasthaus unter der Burg

2 Nächte | 1x Apartment | Bed & Breakfast

Das moderne Gäste­haus liegt im histo­ri­schen Kern von Eger an der Burg, wo im 16. Jahr­hun­dert der türki­sche Vormarsch aufge­halten wur­de.

Das Anwesen, das von Senator Hotel betrieben wird, hat einen stillen Innenhof und zwei Apart­ments, von denen aus man einen schönen Blick über die Dächer der Altstadt hat. Fahr­räder werden aus­ge­liehen.

Eger

Barock- und Bäder­stadt am Fuß des Bükk-Gebirges
Die schöne Barock­stadt am Fuß des Bükk-Gebirges verfügt über Heilbäder, die sich aus radio­ak­tiven Quellen speisen. Ihre Blüte erlebte die Stadt nach Ende der türki­schen Besatzung im 18. Jahr­hun­dert, in der das heutige Stadt­bild entstand. Bekannt ist die 50.000-Einwohner-Stadt durch die großen Wein­anbau­gebiete in der Umge­bung, die neben anderen Weinsorten auch den bekannten Rotwein Erlauer Stierblut (Egri bikavér) hervor­bringen. In der Altstadt gibt es zahlreiche Wein­stuben und tradi­tionelle, teils unter­irdi­sche, Wein­keller.  Eger gilt als Tor zu Nordungarn, das im Gegen­satz zum Rest des Landes gebirgig ist.

Barát-réti tanösvény

Natur­lehrpfad bei Eger
Der Natur­lehrpfad Barát-réti beginnt am Ufer des Sees am nord­öst­li­chen Rand des Dorfs Felsőtárkány am Lehr- und Besuchs­zentrum. Er umrundet den Macska, mit 478 Metern Höhe einer der höheren Erhe­bungen des Bükk-Gebirges. Hin geht des durch das Page-Tal auf gelb markiertem Wanderweg. Zurück geht es an einem steileren Hang mit Felsklippen. (hin und zurück: 7,3 Kilometer, 2:15, auf und ab 220 Meter)

Von Eger nach Tarcal

109 km | 2:30 h
Eine der schönsten Straßen Ungarns windet sich durch das male­ri­sche Bükk-Gebirge von Eger nach Miskolc, der drittgrößten Stadt Ungarns, über der maje­s­tä­tisch die Ruine Diosgyör thront. Danach fährt man durch lieb­liche Hügel­landschaft ins Wein­gebiet von Tokaj.

Lillafüred

Märc­henschloss im Bükk-Gebirge
Der Luftku­rort im Bükk-Gebirge liegt an einem künst­li­chen See, an dessen Ufern sich ein kleines Märc­henschloss erhebt. Es handelt sich um ein Hotel aus den 1930iger Jahren, das während des Sozialismus als Gewerkschafts­heim genutzt wur­de. Der terras­sen­artig ange­legte Garten geht in einen Wild­park über. Von dort kann man zu Fuß zu einer Tropf­steinhöhle gehen, der István-Höhle.

Höhlenschwimmbad Miskolc

SPA Bad am Bükk Gebirge
Unter­halb des Natio­nalparks Bükk liegt bei Miskolc ein Mine­r­al­wasser-Höhlen­thermalbad. Seit 70.000 Jahren ist die Quelle schon besiedelt. 1100 bauten die Benediktiner ein Kloster vor der Therme und schufen eines der ältesten SPA-Bäder der Welt. Die Aerosole der Höhlenluft und das Mine­ralthermal­wasser mit einer Austritts­tempe­ratur von 36 Grad (PH7) ziehen Kurgäste aus aller Welt an. Massagen werden ange­boten, außerdem kann man Segeln, Tauchen oder Fischen.

Miskolc

Groß­stadt im Schatten einer mäch­tigen Festung
Die nach einer adligen Familie benannte Sied­lung an den Ausläufern des Bükk-Gebirges erhielt ihr Stadt­recht 1365 als Lohn für mili­täri­sche Unter­stützung der Königs. Gleichzeitig ließ Karl I. die mäch­tige Diósgyőrer Burg renovieren. Nach der Befreiung von der Türken­herr­schaft erwachte Miskolc aus seinem Dornrö­sc­henschlaf. Im 18. und 19. Jahr­hun­dert entstanden die wich­tigsten Gebäude der Stadt: das Rathaus, ein Theater und die Synagoge. Die mittel­alter­liche Burg ist jedoch noch immer die Haupt­at­trak­tion der Stadt, in dem etwa 160.000 Menschen leben.

Szeleta-Höhle

Wande­rung nach Lillafüred
Die Wande­rung führt in das Tal bei Lillafüred, wo ein Schlosshotel an einem See steht, in der nahen Umge­bung sind mehrere Höhlen zu besich­tigen. In der Szeleta Höhle hat man sogar mensch­liche Fossile aus der Altstein­zeit gefunden. Die Höhlen des Aggteleker- und slowa­ki­schen Karsts gehören zum Welt­natur- und Kultur­erbes. (hin und zurück 11,4 Kilometer, 2:30 Stunden, auf und ab: 950 Meter)
C

Tokaj

Weinbaugebiet an Theiß und Brodog

Die Klein­stadt am Zusam­menfluss von Theiß und Bodrog ist Mittel­punkt eines der bekann­testen Weinbau­gebiete Europas.

Geschützt von den Tokajer Bergen wachsen auf 5000 Hektar vulka­ni­schen Bodens die bekann­testen Weiß- und Süßweine Ungarns. In der hübschen Altstadt stehen noch ein paar histo­ri­sche Gebäude. Einen Besuch lohnt der Rákóczi-Keller mit seinen unter­irdi­schen Gängen mit einer Gesamtlänge von 1,5 Kilome­tern. Man kann ihn in Zusam­menhang mit einer Wein­probe besich­tigen.

Zu Gast im Schlosshotel Gróf Degenfeld

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Schloss liegt im male­ri­schen Tarcal, dem Zentrum des Wein­gebiets von Tokaj, und gehört heute wieder der deutsch-unga­ri­schen Familie des Grafen von Degenfeld, die es 2003 zu einem der schönsten Hotels in Ungarn umge­stalten ließ.

Mit 20 antik einge­rich­teten Gäst­ezimmern hat es eine persön­liche Atmo­sphäre und einen liebens­wür­digen Service, der zuweilen an die k.u.k Monar­chie erin­nert. Zum Schloss gehört ferner ein Schwimmbad, eine Sauna, ein Fitnessraum, Tennis­plätze, ein Restau­rant mit Wein­keller, eine Bibliothek und Fahr­radver­leih. Schloss Degenfeld gehört zu den Luxury Hotels of the World

Tarcal

Wein­dorf mit Aussichtsberg
Das 3.000-Einwohner Dorf west­lich von Tokaj lebt vor allem vom Wein­anbau. In einem Rákóczi-Keller ist ein kleines Weinmuseum unter­ge­bracht. Keller­be­sich­tigungen und Wein­proben werden ange­boten. Geöffnet vom 05. März bis 15. Oktober Mo-So 10.00 – 18.00 Uhr.
Eine schöne Aussicht hat man vom Tokaji-hegy, dem 512 Meter hohen Hausberg von Tarcal. Eine Straße führt hinauf.

Von Tarcal nach Szarvas

246 km | 4:00 h

Die Strecke führt durch die Fluss­landschaft der Theiß, einem der großen Vogel­pa­ra­diese Europas.

West­lich von Tiszafüred ist sie zu einem großen, flachen See aufge­staut, in dessen flachen Seiten­armen Seerosen blühen und Schwarzstörche und Reiher nisten. Es lohnt sich ein Abste­cher in die Hortobaby-Puszta.

Hortobagy

Schwarz­störche und Adler, Ziehbrunnen und tradi­tionelle Gehöfte
West­lich von Debrecen dehnt sich die Hortobagy-Puszta aus, die früher ein Über­schwem­mungs­gebiet der Theiß war. Weithin sichtbare Ziehbrunnen und Gehöfte, Rinder und Schafe bestimmen die einzig­ar­tige Land­schaft, die 1973 zum Natio­nal­park und 1999 zum Welt­kultur­erbe erklärt wur­de. Inzwi­schen sind wieder Schwarz­störche, Falken und Adler heimisch. Durch den Park führen einige Wander­wege und ein Radweg. Fahr­räder können am Eingang aus­ge­liehen werden. Unter­wegs kann man Rast in einem der Landgast­häuser (Csardas) machen.
Geogra­fisch gilt die Puszta als west­li­cher Ausläufer der eura­si­schen Steppen­landschaft. Im Sommer kann es sehr heiß und im Winter bitterkalt werden. Nach Trocken­heit kann es zu Staub­stürmen kommen, nach ergiebigen Regen­fällen auch zu Über­schwem­mungen ganzer Land­s­triche, aus denen dann die Gehöfte wie Inseln aus einem Meer herausragen.

Debrecen

Zentrum des unga­ri­schen Prote­s­tan­tismus
Die zweitgrößte Stadt Ungarns nach Buda­pest liegt ganz im Osten war ein Zentrum der Rinderzucht und des Handwerks. Im 16. Jahr­hun­dert lag sie zwischen den Einflusszonen von Habsburg, Siegenbürgen und des Osama­ni­schen Reiches. So siedelten sich viele Prote­s­tanten an. Bald wur­de die Stadt das Zentrum des Prote­s­tan­tismus in Ungarn. Wahrzei­chen der Stadt ist die Große Reformierte Kirche von 1819. Das libe­rale Klima ermög­lichte ein Univer­sität, an der heute 25.000 Studenten einge­schrieben sind.
D

Puszta

Einöde zwischen Donau und Theiß

Puszta nennt man jene öde, vege­ta­ti­ons­arme Ebene zwischen Donau und Theiß, die als west­li­cher Ausläufer der eura­si­schen Steppe gilt.

Der Name leitet sich vom altslawi­schen Wort „pust“ ab, was so viel wie „öde“, „wüst“, „leer“ bedeutet. In diesem Sinne kann die Ablei­tung „Puszta“ mit „Einöde“, „Wüste“, „unfruchtbares“, „brachliegendes“, „verlas­senes“ oder „unbebautes Land“ über­setzt werden. Der Begriff kam auf, als sich die Bevöl­ke­rung während der Türken­herr­schaft in die Städte zurückzog und das Land verö­dete. 
Später wurden wieder einzelne Hofstellen gegründet, die zuerst wegen der regelmäßigen Überflu­tungen nur temporär bewirt­schaftet wurden. Als die Theiß im 19. Jahr­hun­dert kanali­siert wur­de, hörten die Über­schwem­mungen auf, was zu einer Verkar­s­tung der Böden führte. Heute wird mit Kunst­dünger wieder groß­flächig Land­wirt­schaft betrieben, wovon bis zum Horizont reichende Sonnenblu­menfelder zeugen. Ursprüng­lich ist die Puszta nur noch an wenigen Stellen, z.B. im Hortobágy Natio­nal­park oder in kleineren Gebieten um die Theiß.

Zu Gast in einem Wellnesshotel an der Köros

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Well­ness-Hotel liegt an der male­ri­schen Köros und hat einen Wasserzugang mit Bademög­lichkeit. Der 2007 eröffne­tete Komplex im asia­ti­schen Stil hat ein schönes Restau­rant mit Winter­garten.

Die Zimmer blicken entweder zum Fluss oder in die Park­anlage. Der Spa-Betrieb umfasst ein Schwimmbad, eine Sauna, eine Infra­rotkabine und verschiedene Anwendungs­mög­lichkeiten und Thera­pien.

Szarvas

Landschafts­park am Fluss Körös
Die verschlafene Klein­stadt liegt in der Unga­ri­schen Tief­ebene an einem Altarm des Flusses Körös. Bedeu­tung gewann sie als Marktfle­cken an der Land­straße zwischen Kecs­kemét und der rumä­ni­schen Grenze. Unter der Türken­herr­schaft wur­de jedoch der ganze Land­strich entvöl­kert, so dass Szarvas erlosch. Erst 1722 wur­de die Stadt wiederbelebt – durch evangeli­sche Slowaken, die Maria Theresia ansiedeln ließ. Noch heute wird in der Stadt Slowa­kisch gespro­chen. Haupt­at­trak­tion ist jedoch das Arboretum, ein 85 Hektar großer Landschafts­park mit über 1600 Baum­arten aus aller Welt. Er wur­de im 19. Jahr­hun­dert nach dem Vorbild von Schönbrunn ange­legt.

Tisza­kürti Arboretum

Landschafts­park an der Theiss
Der 17 Hektar große Park entstand Mitte des 19. Jahrhunderts, als die Theiss eingedeicht und begra­digt wur­de. Auf dem ehema­ligen Sumpfge­lände konnte der Besitzer, Graf Bolza, ein Jagdhaus errichten. Später wur­de Land dazuge­kauft und der Park auf 60 Hektar erwei­tert. Seit 2001 ist die Park­anlage ein Natur­schutzgebiet, durch das ein paar schöne Wander- und Spazier­wege führen.

Von Szarvas nach Szeged

90 km | 2:00 h

Die Strecke führt über Orosháza und Hódmezövásárhely über die Theiß nach Szeged.

Es lohnt sich eine kleine Stadt­be­sich­tigung in Orosháza und ein Besuch des Heilbades Gyopárosfürdö bei Oroshaza. In Hódmezövásárhely gibt es ein span­nendes Museum zur Geschichte des Kommu­nismus in Ungarn (mitten im Ort, ein mit Stahl verklei­detes Gebäude).

E

Szeged

Sonnige Studentenstadt an der serbischen Grenze

Das Zentrum Südwes­t­ungarns verdankt sein geschlos­senes Stadt­bild dem Theiß-Hoch­wasser von 1879, als fast 6.000 Häuser einstürzten und 60.000 Menschen obdachlos wurden.

Danach wur­de Szeged nach euro­päi­schem Vorbild mit breiten Alleen und begrünten Plätzen neu aufge­baut. Dass die Stadt nahe der serbi­schen Grenze einen fröh­li­chen und vitalen Eindruck macht, liegt an den fast 40.000 Studenten. Über 2.000 Sonnen­stunden pro Jahr haben der Stadt den Beinamen „Stadt des Sonnen­scheins“ beschert. Acht Kilometer nörd­lich gibt es bei Kiskundo­ro­zsma einen netten Badesee mit soda­hal­tigem Wasser.

Zu Gast in einem Hotel am Dom

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Das 4-Sterne-Hotel befindet sich in der Nach­bar­schaft des Szegeder Doms, so dass alle Sehens­wür­digkeiten der Altstadt zu Fuß zu errei­chen sind.

Es hat 15 Zimmer und wird von seiner Besitzerin sehr persön­lich geführt. Eine Hotelga­rage steht zur Verfügung.

Theis­ufer bei Szeged

Auf einem Euro­päi­schen Fernwanderweg
Die euro­päi­schen Lang­stre­cken-Wander­wege sind gekennzeichnete Fußwege, die durch mindes­tens drei Länder führen und länger als 600 Kilometer sind. Der Wanderweg E7 verbindet den Atlantik mit dem Schwarzen Meer über Portugal, Spanien, Andorra, Italien, Slowe­nien, Ungarn und Rumänien. In Ungarn führt er entlang der Blauen Tour durch Südtransdanubien, dann in der Tief­ebene bis nach Minds­zent. Diese Teile­tappe führt an der Theis entlang bis zu ihrer Mündung die Maros bei Szeged. (hin: 9,8 Kilometer, 2:30 Stunden, auf und ab: 10 Meter)

Von Szeged nach Bala­ton­füred

293 km | 3:30 h
Die Route führt durch die flache, südunga­ri­sche Provinz vorbei an der Bugac-Puszta, die zum Natio­nal­park Kiskunság gehört. Wildblumen, Moor­senken und Schilfge­biete prägen die Steppen­landschaft im Park.

Opusz­taszer

Frei­lichtmuseum mit Monu­men­tal­ge­mälde
Im Natur­schutzgebiet von Pusz­taszer mit Hainen, Wiesen und Flüssen  liegt Opusz­taszer, wo einst die sieben Stam­mes­häupt­linge der Ungarn unter Fürst Arpád eine Natio­nalver­samm­lung abhielten. Heute ist hier ein Frei­lichtmuseu und das Arpad-Denkmal. Es wur­de erst 1987 gebaut und enthält ein Monu­men­tal­ge­mälde von 1896, in dem die unga­ri­sche Geschichte natio­na­lis­tisch verklärt wird. Im Frei­lichtmuseum werden die verschiedenen Vari­anten der bäuer­li­chen Kultur und die typi­schen Szenen des öffent­li­chen Lebens der Umge­bung aus dem 18. Jahr­hun­dert gezeigt. Zu sehen sind eine Schule, ein Gehöft mit Stall, Schuppen, Getrei­de­spei­cher sowie Wein und Nutzgarten.

Kecs­kemet

Jugend­stil und Marillenschnaps
Die Stadt liegt im fruchtbaren Land zwischen Donau und Theiß zwischen Gemüsefel­dern, Wein­gär­ten­ und Obstwiesen. Berühmt ist die 100.000-Einwohner-Stadt vor allem für ihre herausra­genden Jugend­stilhäuser rund um das Rathaus und die große Kirche. Sie zeugen von vergan­genem Reichtum, der bis in die Türkenzeit zurück­reicht. Der Ziegenbock im Wappen ist auf den Namen der Stadt zurückzu­führen, der auf deutsch soviel wie „Ziegen­gang“ bedeutet. Nach dem Abend­essen sollte man unbedingt den Marillenschnaps Ba­rack Pálinka probieren.

Velencer See

Wärmster See Europas
Der See auf halber Strecke zwischen Buda­pest und dem Balaton ist mit der drittgrößte in Ungarn. Dabei ist er durch­schnitt­lich nur 1,60 Meter tief. Wie die meisten Steppen­seen hat er kaum Zuflüsse, sondern ist auf Regen angewiesen. Es kommt daher vor, dass es ganz austrocknet. So muss er 1843 trocken gelegen haben, als die Husaren ein Manöver auf dem Seegrund abge­halten haben. Auch heute ist der Velencer See auf künst­liche Wasserzu­fuhr angewiesen. Dafür gilt er als wärmster Europas, mit Wasser­tempe­raturen bis 28 °C erwärmt. Süd-, Ost- und Nord­o­st­ufer bieten viele Bademög­lichkeiten. Die Touris­mus­zentren sind die Orte Velence, Gárdony und Agárd.
F

Plattensee

Badeurlaub am größten Steppensee Europas

Der knapp 600 Quad­ratki­lometer große Plat­tensee ist der bedeu­ten­dste Steppensee Mittel­eu­ropas.

Seine Ober­fläche ist größer als die des Bodensee. Dafür beträgt die durch­schnitt­liche Tiefe nicht mehr als 3,25 Meter, weshalb die Wasser­tempe­ratur im Sommer bis auf über 30°C steigt. Während das Südufer weitge­hend flach ist, erheben sich im Norden Berge vulka­ni­schen Ursprungs, an deren Hängen Wein ange­baut wird. Die Strände, die Heilbäder und Thermalquellen um den See ziehen Bade­tou­risten an.

Zu Gast in einem alten Weingut bei Balatonfüred

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Weingut wur­de um die Wende vom 18. zum 19. Jahr­hun­dert von einer Adelsfa­milie gebaut, die es als Sommer­residenz benutzte.

Der Ort war gut ausge­sucht: das U-förmige Gebäude liegt am Fuße des Tamas-Bergs an der alten Römi­schen Straße, von wo man auf den 1800 Meter entfernten Plat­tensee und die Hügel­gruppe im Süden blickt. Bis 2007 wur­de das denkmalge­schützte Gut voll­ständig restau­riert. Das Ergebnis ist eine stil­volle Herberge mit gutem Wein­keller und kleinem Well­ness-Bereich. Um die Preise bewusst auch für heimi­sche Gäste attraktiv zu machen, gibt es nur jeden 3. Tag einen Zimmer­service. Die netten Gastgeber mit vielen hilf­rei­chen Tipps machen diesen Umstand aber wieder wett. Aufgrund des guten Preis-Leis­tungs-Verhält­nisses ist das Haus sehr beliebt und sollte frühzeitig gebucht werden.

Tihany

Blumen­insel im Plat­tensee
Tihany war ursprünglich eine Insel im Balaton. Heute ragt sie als 12 km lange, von Schilf umge­bene Halb­insel in den See hinein. Im Frühjahr, wenn die Mandelbäume blühen, und im Sommer zur Laven­delblüte wirkt sie geradezu medi­terran. Mittel­punkt ist Tihany mit seiner Benedikti­ner­abtei von 1055. Der histo­ri­sche Orts­kern des ehema­ligen Fischerdorfes ist heute ein Frei­lichtmuseum.

Bala­ton­füred

Bedeu­ten­dster Badeort am Balaton
Der Kurort am Nord­ufer des Balaton ist weit über Ungarn hinaus bekannt für seine Mine­r­alquelle und sein mildes Klima. Der Kurbe­trieb begann bereits im 18. Jahr­hun­dert. Zwischen 1825 und 1848 wur­de der Ort unter den reform­o­ri­en­tierten Natio­na­listen Ungarns beliebt. Aus dieser Zeit stammen auch die meisten Villen und Gebäude der Altstadt. Heute ist Bala­ton­füred der größte Badeort am See mit schöner Ufer­pro­me­nade, Segelclubs, Boutiquen und Restau­rants.

Csopak

Wein- und Badeort am Balaton
Der Ort zwischen Alsöörs und Bala­ton­füred war ursprüng­lich ein Winzerdorf. Auch wenn heute noch Weinberge wachsen, hat sich das Dorf, seitdem es eine Schiffs­anlege­stelle hat, zu einem Badeort entwi­ckelt. Heute gibt es ein großes Strandbad mit Wasser­rut­sche und Liegewiese. Direkt daneben sprudelt die Heilquelle von Csopak.

Am Ufer der Halb­insel

Wande­rung über Tihany
Die Route führt an den Sehens­wür­digkeiten von Tihany entlang. Das Haupt­stück ist die natur­be­las­sene Südwest­küste. In der zweiten Hälfte geht es wieder nach Norden an einem kleinen See vorbei bis in die Stadt Tihany. In der Sommer­hitze kann es unan­ge­nehm werden, da es unter­wegs kaum Schatten gibt. Teilweise ist der Weg mit einem Natur­lehrpfad iden­tisch. (hin: 12,5 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab 330 Meter)

Auf den Badac­sony

Pa­no­ra­ma­blick über den Plat­tensee
Der Badac­sony ist einer der schönsten Berge Ungarns. An den Hängen des vulka­ni­schen Berges mit senk­rechten Basalt­säulen wird heute Wein ange­baut. Oben kann man vom Aussichts­punkt Kisfa­ludy bei schönem Wetter das ganze Panorama des Plat­ten­sees betrachten. (hin und zurück: 10,8 Kilometer, 4 Stunden, auf und ab: 350 Meter)

Von Balatonfüred nach Budapest

Mietwagenabgabe

Von Bala­ton­füred nach Buda­pest

156 km | 2:00 h
Auf halber Strecke liegt Székesfehérvár, die älteste Königsresidenz des Landes. In der Basilika wurden die unga­ri­schen Könige gekrönt und beige­setzt. Sehens­wert ist der Ruin­en­garten um die königliche Basilika.

Mietwagenabgabe

Station: Buda­pest Ferhihegy 2 Flughafen (Desk at Airport)

14 Tage
ab 1.199,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)
  • Umfulana Klimaspende

An- und Abreise: Flüge zum Selberbuchen finden Sie im Internet. Falls Sie mit der Bahn anreisen möchten, buchen wir gern das Ticket für Sie.
Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: April–Oktober

Die Preise können je nach Saison variieren.
Ihre Beratung
Barbara Harbecke

Tel.: +49 (0)2268 92298-72

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