Colorado-Plateau

Dead Horse State Park im Colorado Plateau

Dead Horse State Park im Colorado Plateau

Bizarre Landschaften im Wilden Westen

Das Colorado-Plateau ist mit einer Fläche von 337.000 km² fast so groß wie Deutschland. Das wüstenhafte Gebiet erstreckt sich über vier Bundesstaaten und hat die Form einer flachen Schüssel, die vom Colorado River entwässert wird. Im Erdmittelalter wurde das Gebiet angehoben und durch Erosion wieder abgetragen. So entstanden die bizarren Landschaften und Canyons, die heute in acht glorreichen Nationalparks und zahlreichen National Monuments geschützt werden.



Sehenswürdigkeiten Colorado-Plateau


Abajo Peak

Blick über vier Staaten

Der mit 3465 Metern höchste Berg des Abajo Gebirges wird von einem National Forest im Südosten Utahs umgeben. Vom Gipfel aus kann man den Vier-Staaten-Punkt, an dem sich Utah, Arizona, New Mexico und Colorado treffen, sehen. Von Monticello aus führt eine Straße zum Gipfel.


Angels Landing Trail

Hoch über dem Zion-Tal

Der Wanderweg im Zion National Park gehört zu Recht zu den bekanntesten in den USA. Er beginnt an der Bushaltestelle The Grotto und ist zunächst recht harmlos. Dann aber steigt der Pfad an und wird immer grandioser. Die etwas ausgesetzteren Passagen sind mit Ketten gesichert. (Hin und zurück: 13 Kilometer, 4:30 Stunden, auf und ab: 810 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Animas Mountain Trail

Tolle Aussicht von Durangos Hausberg

Der knapp 2.500 Meter hohe Animas Mountain ist der Hausberg von Durango und bietet eine tolle Sicht über die Stadt und ihr Hinterland. Auf den Berg führen zahllose Rundwanderwege, die man miteinander kombinieren kann. Im ersten Abschnitt ist der Weg recht steil. Dann führt er wesentlich flacher nach Norden, allerdings muss man da auf Jogger und Mountainbiker Acht geben. (HIn und zurück: 9 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 450 Meter) 

Umfulana Route:
www.komoot.de


Arches National Park

Rostrot schimmernde Natursteinbögen

Nirgendwo auf der Welt gibt es eine höhere Konzentration von natürlichen Steinbögen (arches) als in dem über 300 km² großen Nationalpark wenige Kilometer nördlich von Moab. Die rostrot schimmernden Monumente aus Sandstein entstanden in Jahrmillionen durch Verwitterung und Erosion. Der Prozess ist noch nicht abgeschlossen; alte Bögen fallen zusammen, dafür entstehen andere neu. Vom Visitor's Center aus geht ein 30 Kilometer langer Scenic Drive durch den Park, der an den meisten Bögen vorbeiführt. Mehrere Wanderwege führen durch den Park, die man wegen der Hitze und der Beleuchtung am besten abends oder morgens begeht.


Black Canyon of the Gunnision

El Dorado für Bergsportler und Wanderer

Der kleine Ort Crested Butte im bewaldeten Bergland der Rocky Mountains ist ein El Dorado für Sportler und Wanderer. Sommer wie Winter wird hier viel geboten. Es herrscht eine lockere, eine Art „Aussteiger“ Atmosphäre und die kleinen Geschäfte, Cafes, Restaurants und Bars auf der Hauptstraße laden zum verweilen ein. Ca. 50 Kilometer von Crested Butte entfernt liegt der Black Canyon National Park. Vielleicht nicht so imposant und groß wie der Grand Canyon, doch dafür um so schöner, denn dieser ist relativ unbekannt und nicht so überlaufen. Dieser Abstecher lohnt sich. Der 6.700 km² große Nationalpark im Westen von Colorado schützt die Schlucht des Gunnison Rivers, der ein Nebenfluss des Colorado River ist. Der Black Canyon ist mit über 550 Metern extrem tief und schmal, so dass kaum Sonnenlicht hineinfällt und die zum Teil mit interessanten Maserungen versehenen Felswände dunkel bis schwarz erscheinen. In der Talsohle donnert ein Wildwasserbach so steil und gewaltig bergab, dass sein Tosen noch am Canyonrand zu hören ist. Nordöstlich schließt sich die Hochgebirgswelt des Gunnison National Forest an, wo man im Sommer durch kühle Wälder wandern und im Winter Skifahren kann.


Bryce Canyon National Park

Farbige Felspyramiden im natürlichen Amphitheater

Der Park im Südwesten von Utah umgibt ein hufeisenförmiges Felsengebirge mit farbigen Felspyramiden und einer Abbruchkante, die wie ein natürliches Amphitheater wirkt. 1850 kamen mit den Mormonen die ersten Europäer, um das Gebiet zu erkunden. Einer von ihnen war der Zimmermann Ebenezer Bryce von der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzen Tage, nach dem der Canyon benannt wurde. Eine 30 Kilometer lange Panoramastraße führt durch den Park, auf der man nach zwei Kilometern zum Visitor Center gelangt. Von der Plattform hat man den besten Überblick über den gesamten Canyon. Eine ganz andere Welt eröffnet sich in der Talsohle, durch die ein Wanderweg führt.

Nähere Informationen:
www.brycecanyon.com


Canyon de Chelly

Spuren altindianischer Kultur in bizarrer Felsenlandschaft

Der Canyon mit roten Felswänden, der über 300 Meter tief in die flache Steppenlandschaft eingegraben ist, gehört zu den weniger besuchten Naturwundern des Südwestens. Dabei gibt es auch hier bizarre Felsformationen, allen voran den Spider Rock, eine durch Erosion entstandene Felsnadel von fast 230 Metern Höhe. Wer auf der Ausflugsstraße durch den Park fährt, kann zudem Spuren altindianischer Kultur entdecken, etwa Grubenhäuser oder Felsenbehausungen, die sich wie Adlernester in die Nischen kauern.


Canyonlands National Park

Bunte Wildnis aus Felsgestein

Bevor der Nationalpark 1964 gegründet wurde, wagten sich nur Indianer, Cowboys oder Forscher auf Flussbooten in die raue Felsenwüste im Südosten von Utah. Noch immer sind weite Teile der Canyonlands unberührt. Die meisten Straßen sind nicht asphaltiert. Zwei große Schluchten bilden den Kern des Areals, das über 1.300 Quadratkilometer groß ist. Der Green River und der Colorado River haben sie in Millionen von Jahren gegraben. Im Norden befindet sich Island in the Sky, im Westen der Maze und im Osten der Needles-Distrikt. Jede der drei Landschaften besticht durch ihre eigene Schönheit.

Zur Website:
www.nps.gov


Capitol Reef National Park

Wandern zwischen Tafelbergen und natürlichen Kaminen

Der Nationalpark wurde 1971 eingerichtet und ist heute fast 1.000 km² groß. Kern des Schutzgebietes ist eine geologische Formation mit bunt aufgeschichteten Felsen, Kaminen und steilen Tafelbergen. Da der Park zu den weniger bekannten im Südwesten der USA gehört, kann man auf den Wanderwegen besonders gut die Stille und Einsamkeit erfahren, die über den amerikanischen Wüsten liegt. Die meisten Straßen im Park sind ungeteert und daher für den Mietwagen ungeeignet. Empfehlenswert ist auf geteerter Strecke eine Fahrt auf dem Utah Hwy 24 am Fremont River und der Scenic Drive. Auskunft über mögliche Aktivitäten gibt das Visitor's Center am Hwy 24 oder in Torrey.


Chaco Culture National Historical Park

Altindianische Überreste in abgelegenem Canyon

Der abgelegene und unwirtliche Canyon im Nordwesten New Mexicos war zwischen 900 und 1200 das geistige Zentrum der Pueblo-Indianer New Mexicos und der Hopi Arizonas. In einer 15 Kilometer langen Mulde auf einer steppenhaften Hochfläche finden sich die Überreste der altindianischen Kulturen. Die Bauten aus Sandstein verjüngen sich nach oben und stehen an Straßen, die nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet sind. Die Baumeister verfügten offenbar über ein beachtliches geometrisches und astronomisches Wissen. 1987 wurde der National Historical Park zum Welterbe der UNESCO erklärt. Im gut organisierten Touristen Informationsbüro „Gateway Park“ findet man nicht nur das Visitor Center mit Informationen zur Umgebung, sondern auch ein Museum. Es finden dort Kunstausstellungen, Fotowettbewerbe, Verkauf von Art´s & Craft´s der Native Americans(Kunst & Handarbeiten der Indigene Völker) und andere Highlights über das Jahr verteilt statt. Ab hier führt auch eine Straße zu den Hauptsehenswürdigkeiten des Canyons.


Colorado National Monument

Eldorado für Fotografen

Das vergleichsweise wenig besuchte Schutzgebiet in der Halbwüste besticht durch bizarre Felsen, die Frost, Wind, Regen und Hitze über Jahrmillionen geformt haben. Durch Mineraleinlagerungen leuchtet der Sandstein ein warmen Farben, besonders bei Sonnenauf- und -untergang. Einen Einblick in die Wunderwelt bekommt man auf dem 23 Meilen langen Rim Rock Drive, der am Canyonrand von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt führt. Er beginnt vier Kilometer von Fruita am Westeingang und endet am Osteingang sechs Kilometer vor Grand Junction.


Dead Horse Point State Park

Aussicht über den Colorado River

Der knapp 22 Quadratkilometer große State Park hat an seiner südlichen Spitze eine besondere Aussichtsstelle. Aus 1731 Metern Höhe blickt man auf den über 600 Meter tiefer gelegenen Colorado River, der an dieser Stelle eine 180°-Kehre macht. Der State Park ist über die SR 313 von Moab erreichbar. Es gibt ein Visitor Center und einen Campingplatz. 

Im 19. Jahrhundert nutzten Cowboys und Pferdediebe das vorstehende Hochplateau als natürliche Koppel zur Selektion von Pferden. Die schwachen Tiere wurden zurückgelassen und sind häufig verdurstet. Wasserknappheit prägt auch die Pflanzenwelt. Die Büsche haben kleine Blätter, um die Verdunstung zu reduzieren. Andere haben ihre Blätter mit einer Wachsschicht überzogen. Die Tiere in dieser Gegend sind überwiegend nachtaktiv.

Zur Website:
stateparks.utah.gov


Durango

Mit dem Dampfzug nach Silverton

Der 15.000-Einwohner-Ort in Colorado wurde 1880 von einer Eisenbahngesellschaft gegründet, um eine Verbindung nach Silverton zu schaffen, wo Silber abgebaut wurde. Wer heute nach Durango kommt, macht gleichzeitig eine Zeitreise ins 19. Jahrhundert. Der historische Ortskern ist schön restauriert. Ein Muss ist die dreistündige Fahrt mit dem Dampfzug nach Silverton, die durch eine idyllische Bergwelt mit Schluchten und Wasserfällen führt. Wer nicht ganz so früh aufstehen will, nimmt für die Hinfahrt den Bus und fährt von Silverton mit dem Zug zurück.


El Malpais National Monument

Wandern zwischen erloschenen Vulkanen

Das erkaltete Lavafeld mit erloschenen Vulkanen und Lavaströmen, die die Landschaft zerklüftet haben, bietet einen bizarren Anblick. Zugänge zu den Sehenswürdigkeiten des Monuments sind über Nebenstraßen und insbesondere über den Highway 117 möglich, an dem auch eine Rangerstation liegt. Von dort kommt man auch zu den Sandstone Bluffs, wo man die beste Aussicht über El Malpais hat. Der einzige Pfad durch das Lavafeld ist der elf Kilometer lange Zuni-Acoma Trail. Der Indianerpfad verband die Pueblos der Zuni und Acoma.


Farmington

Spanische Einwanderer und amerikanische Farmer

Die 41.000-Einwohner-Stadt in New Mexico geht auf spanische Einwanderer am Ende des 18. Jahrhunderts zurück. Hundert Jahre später gründeten Farmer die Siedlung „Farmingtown“, was später zu Farmington wurde. Besonders interessant ist der Farmington Historic Downtown Commercial District. 62 historische Gebäude verteilen sich auf acht Häuserblocks zwischen der Main Street und dem Broadway. 

Nähere Informationen:
www.farmingtonnm.org


Fishlake National Forest

Mit dem Mountain Bike durch den Espenwald

Der 6.000 Quadratkilometer große Staatswald schützt große Bestände mit Espenwald. In seinem östlichen Teil liegt der Fish Lake und die Fish Lake-Johnson Valley Area , wo es Möglichkeiten zum Wandern und zum Mountain Bike Fahren rund um verschiedene Talsperren gibt. 


Flagstaff

Tor zum Grand Canyon

Die 70.000-Einwohner-Stadt in Arizona wird als Tor zum Grand Canyon bezeichnet. Zur südlichen Abbruchkante sind es knapp 80 Meilen, sodass man den Canyon in einem Tagesausflug besichtigen kann. Darüber hinaus gibt es in Flagstaff selbst einiges zu sehen. Der historische Ort liegt an der legendären Route 66, die in den 1920iger Jahren angelegt wurde. Damals schossen viele Hotels und Tankstellen aus dem Boden. Wegen ihrer Höhenlage auf 2.100 Metern ist die Stadt auch Wintersportgebiet. Etwas nördlich erheben sich die San Francisco Mountains mit dem Humphrey Peak (3.854 m). Ein Sessellift führt auf den höchsten Berg Arizonas. 30 Meilen nordöstlich liegt das Wupatki Reservat mit über 1.000 Wohnruinen der altindianischen Sinagua-Kultur. Acht Meilen weiter östlich beginnt der Walnut Canyon mit einer einzigartigen Ansammlung von in den Hang gearbeiteten Felsenbehausungen.

Nähere Informationen:
www.flagstaff.com


Gallup (New Mexico)

Blüte der amerikanischen Western

In der Region um Gallup wurden in der Blütezeit des amerikanischen Western zahlreiche Filme gedreht. Das El Rancho Hotel an der historischen Route 66 hatte damals zahlreiche Stars zu Gast, unter anderem John Wayne, Katharine Hepburn, Spencer Tracy, Errol Flynn, Kirk Douglas, Gregory Peck, Humphrey Bogart und viele andere. Auch die US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower und Ronald Reagan waren im El Rancho zu Gast. Jedes Zimmer ist nach einem berühmten Hotelgast benannt. Die Hotelhalle des im historischen Originalzustand erhaltenen Hauses, zieren zahlreiche Bilder mit Originalunterschriften alter Hollywoodgrößen. Das Hotel ist in die Liste nationaler Sehenswürdigkeiten der USA eingetragen und steht unter Denkmalschutz.


Grand Junction

Eldorado für Fotografen

Die  54.000-Einwohner-Stadt an der Mündung des Gunnison Rivers in den Colorado River erfreut sich wegen ihrer Höhenlage eines milden Klimas, in dem Obst und Wein gedeihen. Der Ort ist eine gute Basis, um West-Colorado oder Ost-Utah zu erkunden. Wanderer, Extremkletterer, Mountainbiker und Wildwasserfahrer kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Der Kokopelli Trail, ein 220 Kilometer langer Wanderweg, führt von Grand Junction durch eine phantastische Landschaft bis nach Moab. In diesem Gebiet leben heute Mustangs, wie man die wild lebenden Nachfahren entlaufener Hauspferde in Amerika nennt.


Grand Staircase

Wunderwelt aus buntem Sandstein

Das fast 8.000 Quadratkilometer große Naturschutzgebiet ist das größte seiner Art in den USA und liegt in einer der einsamsten Gegenden Amerikas. Das Besondere sind die bunt gebänderten Stufen, die zu einer „Großen Treppe“ übereinander geschichtet sind. Beklemmend eng sind die Schluchten, die der Escalante River und seine Nebenflüsse in das bunte Gestein gegraben haben. Ein Scenic Trail führt durch den wilden Casto Canyon. 


Hanksville

Mormonen und Banditenort in der Halbwüste

Der Ort  im östlichen Wayne County liegt am San RAfael Swell, die als bizarrer Felsrücken aus der Halbwüste aufragt. Seinen Namen hat Hanksville von dem mormonischen Pionier Ebenezer Hanks, der sich hier 1885 mit seinen Frauen niederließ. Wenig später nutzte ein anderer Mormone den Ort als sein logistisches Zentrum: der Bank- und Eisenbahnräuber Butch Cassidy, dessen „wilder Haufen“ Vorlage für einen Western mit Robert Redford wurde. Heute lebt Hanksville vom Tourismus in den umliegenden Nationalparks und bietet ein paar Einkaufsmöglichkeiten.


Hell´s Backbone Grill & Farm

Eco-Food am Anasazi Museum

Wer auf dem Highway 12 unterwegs ist, dem empfehlen wir das „Hell´s Backbone Grill & Farm“ Restaurant. Das Wall Street Journal war bereits zu Gast und begeistert. Von Frühstück über Mittag bis hin zum Abendessen werden nur frische und ökologisch angebaute Zutaten meist aus eigener Produktion angeboten. Eine Reservierung für Abends wird empfohlen. 

Nähere Informationen:
www.hellsbackbonegrill.com


Hole-in-the-Rock Road

Durch das unwirklich schöne Hinterland von Escalante

Die fast 100 Kilometer lange Sandpiste die bei Escalante führt durch das unwirklich schöne Hinterland fast bis zum Lake Powell. Da die Befahrbarkeit dieser Piste stark wetterabhängig ist, wird die Nutzung seitens der Mietwagenfirmen untersagt. Im Ort und im Visitor Center jedoch gibt es die Möglichkeit, geführte Touren zu buchen. Sehenswert sind unter anderem die Slot Canyons. Sie ähneln dem Antelope Canyon bei Page, sind jedoch nicht so überlaufen, da sie unzugänglicher sind. Besucherzentren befinden sich in Escalante, Cannonville und Kanab.

Route:
goo.gl


Homolovi Ruins State Park

Archäologische Fundstätte der Anasazi

Der knapp 20 Quadratkilometer große Park wurde zur Erhaltung der archäologischen Stätten der Anasazi gegründet. Bereits zwischen 1200 und 1400 lebten in der kargen Landschaft der Stamm der Hisatsinom. Der Pueblo soll bis zu 1200 Räume umfasst haben und wurde wahrscheinlich wegen einer Flutkatastrophe aufgegeben. Homolovi ist ein Wort aus der Uto-aztekischen Sprache, die die Hopi gesprochen haben. Es bedeutet „Platz der kleinen Hügel“.


Little Colorado River

Aussichtspunkt über den kleinen Colorado

Der Kleine Colorado ist ein Nebenfluss des Colorado Rivers. Er hat eine Länge von über 500 Kilometern und entwässert ene Wüste namens Painted Desert. Dann fließt er durch das Gebiet der Navajo Nation, bis er nördlich von Flagstaff in den Colorado River mündet. Auf dem Weg dorthin hat er eine Schlucht gegraben, die sich vom Grand Canyon deutlich unterschiedet. Trotz ihrer erstaunlichen Tiefe ist sie eng. Die Wände sind fast farblos und wirken unheimlich und bedrohlich. Vom Highway 64 aus kann man einen Aussichtspunkt erreichen, an dem es Baänke und befestigte Geländer gibt.


Lowry Pueblo Ruins

Prähistorische Indianersiedlung

In den 1930iger Jahren wurden die Überreste einer prähistorischen Pueblo-Siedlung in den Canyons of the Ancients entdeckt und in den 1960iger Jahren rekonstruiert. Heute schätzt man, dass das Dorf schon um 1060 nach Christus verlassen wurde. Zuvor gab es in dem runden Gebäude 40 Zimmer, die Platz für knapp hundert Personen boten.


Mesa Verde

Prähistorische Indianersiedlungen unter überhängenden Felsen

Der „grüne Tisch“ rund 400 Kilometer südwestlich von Denver ist der einzige Nationalpark in den USA, der zum Schutz archäologischer Stätten eingerichtet wurde. Am Fuß des zerklüfteten und bewaldeten Tafelbergs befinden sich die Ruinen von Indianersiedlungen. Die bis zu 800 Jahre alten Wohnkomplexe unter überhängenden Felswänden wurden im Lauf der Zeit immer weiter verfeinert. Hervorragende Bewässerungssysteme machten Bohnen- und Maisanbau möglich. Die Frauen entwickelten sich zu ausgezeichneten Töpfer- und Korbflechterinnen. Längst vor dem Eintreffen der Europäer wurden die Siedlungen jedoch verlassen, vermutlich wegen einer jahrzehntelangen Dürre im 13. Jahrhundert. Vom Visitor´s Center im Park fährt ein Shuttle Bus zu den Siedlungen.


Montezuma Castle National Monument

Felsenbehausung der Sinagua-Indianer

Die Felsenbehausung aus dem 12. Jahrhundert gehört zu den am besten erhaltenen historischen Gebäuden Nordamerikas. Der von Sinagua-Indianern erbaute Komplex besteht aus 20 Räumen, die sich über fünf Etagen in eine Felsnische einpassen. Die Ruinen liegen an den Hängen des Beaver Creek und sind nur über Leitern zu erreichen. Als erste Europäer wurden die Spanier auf die Behausungen aufmerksam. Sie hielten sie irrtümlich für ein Aztekenschloss. Die Sinagua-Indianer lebten vom Ackerbau. Zum Schutz vor feindlichen Stämmen legten sie ihre Wohnungen in den Felswänden an. Warum die Behausung verlassen wurde, ist nach wie vor ein Rätsel. Vielleicht wurden die Sinagua von anderen Stämmen aus der Region verdrängt oder eine lang anhaltende Dürreperiode zwang die Bewohner zur Abwanderung.

Mehr Info:
www.nps.gov


Petroglyph Point Trail

Ruinen und Felsgravuren in spektakulärer Landschaft

Eine der schönsten Wanderungen im Mesa Verde Park führt in einer moderaten Schleife zu schönen Aussichten, Ruinen und Felszeichnungen. Die Route wird vom Park als anstrengend bezeichnet, ist aber ohne Probleme zu machen. Zwar gibt es im ersten Teil ist felsiges Terrain und beim Erreichen des Gipfels eine leichte Kletterei, dafür ist der Rückweg flach und bequem. Die Petroglyphen, wie man die prähistorischen Felsgravuren nennt, sind leicht zu entdecken und werden in der zweiten Hälfte zahlreicher. (hin und zurück: 2:00 Stunden, 6,6 Kilometer, auf und ab 70 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Red Butte

Heiliger Berg mit Blick auf den Grand Canyon

Der 2232 Meter hohe, freistehende Berg im Kaibab National Forest im Coconino County gilt den Havasupai-Indianern als heilige Stätte. An der Westseite des Berges gibt es einen Weg auf den Gipfel. Von dort aus kann man die Nordkante des Grand Canyon sehen. 


Silverton

Denkmalgeschützte Silberstadt mit

Die Stadt im San Juan County wurde nach Silberfunden in den 1870er Jahren gegründet. Rund zehn Jahre später wurde der Ort an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Danach verödete die Silberstadt. Heute kommen Besucher hauptsächlich wegen der Durango and Silverton Narrow Gauge Railroad, der dampfgetriebenen Schmalspureisenbahn. Der Kern von Silverton um die Blair Street steht heut unter Denkmalschutz.

Mehr Info:
www.silvertoncolorado.com


Tuba City Dinosaur Track

Spazierweg entlang von Dinosaurierspuren

Die Dinosaurierspuren bei Tuba City wurden Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckt und gehören bis heute zu den bekanntesten ihrer Art. Sie wurden vor etwa 200 Millionen Jahren von verschiedenartigen Dinosauriern geprägt, die offenbar alle Fleischfresser waren. Ein 300 Meter langer Weg führt an Hunderten von Spuren vorbei. Oft bieten sich am Straßenrand Führer an. Angeblich schwanken jedoch die Preise und die Qualität der Erklärungen erheblich. Davon abgesehen ist die Landschaft am Fuß des Hamblin Ridges beeindruckend – ebenso wie die Vorstellung, über den gleichen Boden zu laufen die Dinosaurier. 


Uncompahgre Peak

Höchster Berg des San-Juan-Gebirges

Der mit 4361 Metern höchste Berg des San-Juan-Gebirges bietet von oben eine weite Aussicht über die karge Bergwelt Colorados. Der Gipfelbereich ist plateauförmig und erhebt sich 500 Meter über die umgebenden ausgedehnten Täler. Die Abhänge sind nicht sonderlich steil, einzig am Nordhang droht eine 210 Meter hohe Klippe. Die anspruchsvolle Wanderung beginnt im Südosten und geht auf dem Forstweg 239 durch den Uncompahgre National Forest, bevor er sich zum Gipfel windet. (hin und zurück: 5 Stunden, 11,9 Kilometer, auf und ab: 800 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Utah Lake

Attraktion für Wassersportler und Zugvögel

Der größte Süßwassersee des US-Bundesstaats Utah liegt südlich von Salt Lake City. Er hat eine Wasserfläche von 392 km², ist allerdings nur bis zu vier Meter tief. Über den Jordan River fließt er in den Großen Salzsee ab. Die sumpfigen Gebiete am Südzipfel des Sees und an der Mündung des Provo River ziehen im Frühjahr und Herbst zahllose Zugvögel an, darunter Pelikanen, Gänse und Reiher. Angler und Wassersportler nutzen den See, im Winter kommen viele zum Schlittschuhlaufen.


Vermilion Cliffs National Monument

Spektakuläre Fotomotive und Wüsteneinsamkeit

Das über 1000 Quadratkilometer große Schutzgebiet wurde 2000 von Präsident Bill Clinton eingerichtet. Hauptsehenswürdikgeit ist The Wave, eine wellenförmige Formation aus versteinerten Sanddünen im Nordwesten. Mit ihren geschwungenen Streifen in unterschiedlichsten Rottönen gehört das Naturdenkmal zu den spektakulärsten Fotomotiven in Arizona. Kaum weniger beeindruckend sind der Paria Canyon und die Buckskin Gulch, zwei enge Schluchten mit senkrechten Felswänden. An den schmalsten Stellen ist Buckskin Gulch nur unter einem Meter breit.


Virgin River Gorge

Panoramastrecke durch einen Canyon

Zwischen der Mojave Wüste und dem Colorado Plateau wird die Straßenführung des Interstate Highway 15 besonders dramatisch. Sie folgt dem Virgin River, der hier einen grandiosen Canyon gegraben hat. Die Highway verläuft durch die Schlucht und kreuzt mehrmals den Fluss. Dieser Straßenabschnitt gehört zu den aufwändigsten Autobahntrassen der USA. Wegen der engen Kurven des Canyons ist die Autobahn auch für ihre kniffligen Fahrbedingungen bekannt. Der Canyon ist bei Kletterern, Wanderern und Campern beliebt.


White House Ruin Trail

Kurzwanderung in den Canyon

Der Pfad führt durch die Klippen an der Südseite des Canyon de Chelly hinab in die Talsohle. Dabei überquert man den Chinle Wash, der allerdings nur selten Wasser führt. Auf der Talsohle kommt man schließlich zu der bekanntesten prähistorischen Wohnstätte des Cayon of the Chelly, einem doppelstöckigen Hauses. Der Weg ist breit und gut ausgebaut. (Hin und zurück: 4,3 Kilometer, 2 Stunden, auf und ab: 170 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Williams

Faszination der Route 66

Die 3000-Einwohner-Stadt im Coconino County westlich von Flagstaff liegt an der historischen Route 66. Nach Norden biegt die Arizona State Route 64 zum Grand Canyon ab. Wer die Faszination der Route 66 verstehen will, ist hier richtig: Viele alte Gebäude stehen noch, darunter Motels, Bars und Restaurants. Der Bahnhof im Ortszentrum ist Ausgangspunkt der ganzjährig verkehrenden Grand Canyon Railway zum Südrand des Grand Canyons. Im Sommer werden auch Dampfloks eingesetzt.


Zion National Park

Reißender Fluss in grandiosem Canyon

Der Zion National Park bewahrt eine grandiose Canyonlandschaft, die von zwei reißenden Flüssen im Lauf von Jahrmillionen geschaffen wurde. Zum Sonnenuntergang wird die gewaltige Szenerie in ein magisches Licht getaucht. Das Gebirge wurde von den Mormonen nach dem Berg benannt, auf dem die Stadt Jerusalem gegründet ist. Vom Zion erwarten die Mormonen die baldige Wiederkunft Christi. Auskunft über Aktivitäten gibt das Visitor Center am Parkeingang. Shuttle-Busse fahren in den autofreien und gut besuchten Park.




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