Colorado-Plateau

Dead Horse State Park im Colorado Plateau

Dead Horse State Park im Colorado Plateau

Bizarre Landschaften im Wilden Westen

Das Colorado-Plateau ist mit einer Fläche von 337.000 km² fast so groß wie Deutschland. Das wüstenhafte Gebiet erstreckt sich über vier Bundesstaaten und hat die Form einer flachen Schüssel, die vom Colorado River entwässert wird. Im Erdmittelalter wurde das Gebiet angehoben und durch Erosion wieder abgetragen. So entstanden die bizarren Landschaften und Canyons, die heute in acht glorreichen Nationalparks und zahlreichen National Monuments geschützt werden.



Sehenswürdigkeiten Colorado-Plateau


Abajo Peak

Blick über vier Staaten

Der mit 3465 Metern höchste Berg des Abajo Gebirges wird von einem National Forest im Südosten Utahs umgeben. Vom Gipfel aus kann man den Vier-Staaten-Punkt, an dem sich Utah, Arizona, New Mexico und Colorado treffen, sehen. Von Monticello aus führt eine Straße zum Gipfel.


Lowry Pueblo Ruins

Prähistorische Indianersiedlung

In den 1930iger Jahren wurden die Überreste einer prähistorischen Pueblo-Siedlung in den Canyons of the Ancients entdeckt und in den 1960iger Jahren rekonstruiert. Heute schätzt man, dass das Dorf schon um 1060 nach Christus verlassen wurde. Zuvor gab es in dem runden Gebäude 40 Zimmer, die Platz für knapp hundert Personen boten.


Arches National Park

Rostrot schimmernde Natursteinbögen

Nirgendwo auf der Welt gibt es eine höhere Konzentration von natürlichen Steinbögen (arches) als in dem über 300 km² großen Nationalpark wenige Kilometer nördlich von Moab. Die rostrot schimmernden Monumente aus Sandstein entstanden in Jahrmillionen durch Verwitterung und Erosion. Der Prozess ist noch nicht abgeschlossen; alte Bögen fallen zusammen, dafür entstehen andere neu. Vom Visitor's Center aus geht ein 30 Kilometer langer Scenic Drive durch den Park, der an den meisten Bögen vorbeiführt. Mehrere Wanderwege führen durch den Park, die man wegen der Hitze und der Beleuchtung am besten abends oder morgens begeht.


Mesa Verde

Prähistorische Indianersiedlungen unter überhängenden Felsen

Der „grüne Tisch“ rund 400 Kilometer südwestlich von Denver ist der einzige Nationalpark in den USA, der zum Schutz archäologischer Stätten eingerichtet wurde. Am Fuß des zerklüfteten und bewaldeten Tafelbergs befinden sich die Ruinen von Indianersiedlungen. Die bis zu 800 Jahre alten Wohnkomplexe unter überhängenden Felswänden wurden im Lauf der Zeit immer weiter verfeinert. Hervorragende Bewässerungssysteme machten Bohnen- und Maisanbau möglich. Die Frauen entwickelten sich zu ausgezeichneten Töpfer- und Korbflechterinnen. Längst vor dem Eintreffen der Europäer wurden die Siedlungen jedoch verlassen, vermutlich wegen einer jahrzehntelangen Dürre im 13. Jahrhundert. Vom Visitor´s Center im Park fährt ein Shuttle Bus zu den Siedlungen.


Capitol Reef National Park

Wandern zwischen Tafelbergen und natürlichen Kaminen

Der Nationalpark wurde 1971 eingerichtet und ist heute fast 1.000 km² groß. Kern des Schutzgebietes ist eine geologische Formation mit bunt aufgeschichteten Felsen, Kaminen und steilen Tafelbergen. Da der Park zu den weniger bekannten im Südwesten der USA gehört, kann man auf den Wanderwegen besonders gut die Stille und Einsamkeit erfahren, die über den amerikanischen Wüsten liegt. Die meisten Straßen im Park sind ungeteert und daher für den Mietwagen ungeeignet. Empfehlenswert ist auf geteerter Strecke eine Fahrt auf dem Utah Hwy 24 am Fremont River und der Scenic Drive. Auskunft über mögliche Aktivitäten gibt das Visitor's Center am Hwy 24 oder in Torrey.


Hell´s Backbone Grill & Farm

Eco-Food am Anasazi Museum

Wer auf dem Highway 12 unterwegs ist, dem empfehlen wir das „Hell´s Backbone Grill & Farm“ Restaurant. Das Wall Street Journal war bereits zu Gast und begeistert. Von Frühstück über Mittag bis hin zum Abendessen werden nur frische und ökologisch angebaute Zutaten meist aus eigener Produktion angeboten. Eine Reservierung für Abends wird empfohlen. 

www.hellsbackbonegrill.com


Hole-in-the-Rock Road

Durch das unwirklich schöne Hinterland von Escalante

Die fast 100 Kilometer lange Sandpiste die bei Escalante führt durch das unwirklich schöne Hinterland fast bis zum Lake Powell. Da die Befahrbarkeit dieser Piste stark wetterabhängig ist, wird die Nutzung seitens der Mietwagenfirmen untersagt. Im Ort und im Visitor Center jedoch gibt es die Möglichkeit, geführte Touren zu buchen. Sehenswert sind unter anderem die Slot Canyons. Sie ähneln dem Antelope Canyon bei Page, sind jedoch nicht so überlaufen, da sie unzugänglicher sind. Besucherzentren befinden sich in Escalante, Cannonville und Kanab.

Route


Durango

Mit dem Dampfzug nach Silverton

Der 15.000-Einwohner-Ort in Colorado wurde 1880 von einer Eisenbahngesellschaft gegründet, um eine Verbindung nach Silverton zu schaffen, wo Silber abgebaut wurde. Wer heute nach Durango kommt, macht gleichzeitig eine Zeitreise ins 19. Jahrhundert. Der historische Ortskern ist schön restauriert. Ein Muss ist die dreistündige Fahrt mit dem Dampfzug nach Silverton, die durch eine idyllische Bergwelt mit Schluchten und Wasserfällen führt. Wer nicht ganz so früh aufstehen will, nimmt für die Hinfahrt den Bus und fährt von Silverton mit dem Zug zurück.


Farmington

Spanische Einwanderer und amerikanische Farmer

Die 41.000-Einwohner-Stadt in New Mexico geht auf spanische Einwanderer am Ende des 18. Jahrhunderts zurück. Hundert Jahre später gründeten Farmer die Siedlung „Farmingtown“, was später zu Farmington wurde. Besonders interessant ist der Farmington Historic Downtown Commercial District. 62 historische Gebäude verteilen sich auf acht Häuserblocks zwischen der Main Street und dem Broadway. 

www.farmingtonnm.org


Canyon de Chelly

Spuren altindianischer Kultur in bizarrer Felsenlandschaft

Der Canyon mit roten Felswänden, der über 300 Meter tief in die flache Steppenlandschaft eingegraben ist, gehört zu den weniger besuchten Naturwundern des Südwestens. Dabei gibt es auch hier bizarre Felsformationen, allen voran den Spider Rock, eine durch Erosion entstandene Felsnadel von fast 230 Metern Höhe. Wer auf der Ausflugsstraße durch den Park fährt, kann zudem Spuren altindianischer Kultur entdecken, etwa Grubenhäuser oder Felsenbehausungen, die sich wie Adlernester in die Nischen kauern.


Grand Staircase

Wunderwelt aus buntem Sandstein

Das fast 8.000 Quadratkilometer große Naturschutzgebiet ist das größte seiner Art in den USA und liegt in einer der einsamsten Gegenden Amerikas. Das Besondere sind die bunt gebänderten Stufen, die zu einer „Großen Treppe“ übereinander geschichtet sind. Beklemmend eng sind Schluchten, die der Escalante River und seine Nebenflüsse in das bunte Gestein gegraben haben. Ein Scenic Trail führt durch den wilden Casto Canyon. 


Colorado National Monument

Eldorado für Fotografen

Das vergleichsweise wenig besuchte Schutzgebiet in der Halbwüste besticht durch bizarre Felsen, die Frost, Wind, Regen und Hitze über Jahrmillionen geformt haben. Durch Mineraleinlagerungen leuchtet der Sandstein ein warmen Farben, besonders bei Sonnenauf- und -untergang. Einen Einblick in die Wunderwelt bekommt man auf dem 23 Meilen langen Rim Rock Drive, der am Canyonrand von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt führt. Er beginnt vier Kilometer von Fruita am Westeingang und endet am Osteingang sechs Kilometer vor Grand Junction.


Silverton

Denkmalgeschützte Silberstadt mit

Die Stadt im San Juan County wurde nach Silberfunden in den 1870er Jahren gegründet. Rund zehn Jahre später wurde der Ort an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Danach verödete die Silberstadt. Heute kommen Besucher hauptsächlich wegen der Durango and Silverton Narrow Gauge Railroad, der dampfgetriebenen Schmalspureisenbahn. Der Kern von Silverton um die Blair Street steht heut unter Denkmalschutz.

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Grand Junction

Eldorado für Fotografen

Die  54.000-Einwohner-Stadt an der Mündung des Gunnison Rivers in den Colorado River erfreut sich wegen ihrer Höhenlage eines milden Klimas, in dem Obst und Wein gedeihen. Der Ort ist eine gute Basis, um West-Colorado oder Ost-Utah zu erkunden. Wanderer, Extremkletterer, Mountainbiker und Wildwasserfahrer kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Der Kokopelli Trail, ein 220 Kilometer langer Wanderweg, führt von Grand Junction durch eine phantastische Landschaft bis nach Moab. In diesem Gebiet leben heute Mustangs, wie man die wild lebenden Nachfahren entlaufener Hauspferde in Amerika nennt.


Uncompahgre Peak

Höchster Berg des San-Juan-Gebirges

Der mit 4361 Metern höchste Berg des San-Juan-Gebirges bietet von oben eine weite Aussicht über die karge Bergwelt Colorados. Der Gipfelbereich ist plateauförmig und erhebt sich 500 Meter über die umgebenden ausgedehnten Täler. Die Abhänge sind nicht sonderlich steil, einzig am Nordhang droht eine 210 Meter hohe Klippe. Die anspruchsvolle Wanderung beginnt im Südosten und geht auf dem Forstweg 239 durch den Uncompahgre National Forest, bevor er sich zum Gipfel windet. (hin und zurück: 5 Stunden, 11,9 Kilometer, auf und ab: 800 Meter)

Umfulana Route


Bryce Canyon National Park

Farbige Felspyramiden im natürlichen Amphitheater

Der Park im Südwesten von Utah umgibt ein hufeisenförmiges Felsengebirge mit farbigen Felspyramiden und einer Abbruchkante, die wie ein natürliches Amphitheater wirkt. 1850 kamen mit den Mormonen die ersten Europäer, um das Gebiet zu erkunden. Einer von ihnen war der Zimmermann Ebenezer Bryce von der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzen Tage, nach dem der Canyon benannt wurde. Eine 30 Kilometer lange Panoramastraße führt durch den Park, auf der man nach zwei Kilometern zum Visitor Center gelangt. Von der Plattform hat man den besten Überblick über den gesamten Canyon. Eine ganz andere Welt eröffnet sich in der Talsohle, durch die ein Wanderweg führt.

www.brycecanyon.com


Chaco Culture National Historical Park

Altindianische Überreste in abgelegenem Canyon

Der abgelegene und unwirtliche Canyon im Nordwesten New Mexicos war zwischen 900 und 1200 das geistige Zentrum der Pueblo-Indianer New Mexicos und der Hopi Arizonas. In einer 15 Kilometer langen Mulde auf einer steppenhaften Hochfläche finden sich die Überreste der altindianischen Kulturen. Die Bauten aus Sandstein verjüngen sich nach oben und stehen an Straßen, die nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet sind. Die Baumeister verfügten offenbar über ein beachtliches geometrisches und astronomisches Wissen. 1987 wurde der National Historical Park zum Welterbe der UNESCO erklärt. Im gut organisierten Touristen Informationsbüro „Gateway Park“ findet man nicht nur das Visitor Center mit Informationen zur Umgebung, sondern auch ein Museum. Es finden dort Kunstausstellungen, Fotowettbewerbe, Verkauf von Art´s & Craft´s der Native Americans(Kunst & Handarbeiten der Indigene Völker) und andere Highlights über das Jahr verteilt statt. Ab hier führt auch eine Straße zu den Hauptsehenswürdigkeiten des Canyons.


Fishlake National Forest

Mit dem Mountain Bike durch den Espenwald

Der 6.000 Quadratkilometer große Staatswald schützt große Bestände mit Espenwald. In seinem östlichen Teil liegt der Fish Lake und die Fish Lake-Johnson Valley Area , wo es Möglichkeiten zum Wandern und zum Mountain Bike Fahren rund um verschiedene Talsperren gibt. 


Angels Landing Trail

Hoch über dem Zion-Tal

Der Wanderweg im Zion National Park gehört zu Recht zu den bekanntesten in den USA. Er beginnt an der Bushaltestelle The Grotto und ist zunächst recht harmlos. Dann aber steigt der Pfad an und wird immer grandioser. Die etwas ausgesetzteren Passagen sind mit Ketten gesichert. (Hin und zurück: 13 Kilometer, 4:30 Stunden, auf und ab: 810 Meter)

Umfulana Route


Zion National Park

Reißender Fluss in grandiosem Canyon

Der Zion National Park bewahrt eine grandiose Canyonlandschaft, die von zwei reißenden Flüssen im Lauf von Jahrmillionen geschaffen wurde. Zum Sonnenuntergang wird die gewaltige Szenerie in ein magisches Licht getaucht. Das Gebirge wurde von den Mormonen nach dem Berg benannt, auf dem die Stadt Jerusalem gegründet ist. Vom Zion erwarten die Mormonen die baldige Wiederkunft Christi. Auskunft über Aktivitäten gibt das Visitor Center am Parkeingang. Shuttle-Busse fahren in den autofreien und gut besuchten Park.


Petrified-Forest-Nationalpark

Von Wind und Wetter zerfurchte Landschaft

Der 900 Quadratkilometer große Park schützt einen Teil des Colorado Plateaus und der Painted Desert. In dem Gebiet wurde verkieseltes Holz gefunden – daher der Name. Erosion durch Wind und Wetter haben eine grandiose Landschaft geformt, die vor allem bei Sonnenuntergang Farbspiele von außerirdischer Schönheit präsentiert. Felszeichnungen und Reste von Siedlungen deuten darauf hin, dass die Gegend schon vor über 2000 Jahren bewohnt war. Durch den Stein-Wald sind zahlreiche kurze Lehrpfade angelegt worden. Für ausgedehnte Wanderungen eignet sich der Park wegen der schattenlosen Hitze kaum.




Weitere Sehenswürdigkeiten Colorado-Plateau




Reisebeispiele Colorado-Plateau

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