Arizona

Land der Kakteen: Arizona

Land der Kakteen: Arizona

Kakteen und Pumas in der „Arida Zona“

Mit knapp 300.000 Quadratkilometern ist Arizona im Südwesten der USA fast so groß wie Deutschland, hat aber nur sechs Millionen Einwohner. Der Colorado River bildet die Westgrenze der Bundesstaates; im Süden liegt Mexiko. Es herrscht trockenes Wüsten- und Halbwüstenklima in der Arida Zona (spanisch für „trockene Zone“). Im Durchschnitt fallen nur 100 bis 500 Millimeter Regen pro Jahr. Die Stadt Yuma gehört mit 4.000 Sonnenstunden jährlich zu den sonnigsten Orten der Welt. Kakteen, Palmlilien und Mesquite-Bäume prägen die Pflanzenwelt. Zu den größten Tieren gehören Hirsche und Wapiti, Gabelböcke und Dickhornschafe. In abgelegenen Gebieten leben noch Bären und Raubtiere wie Pumas´oder Dachse. In der Sonorawüste gibt es die größte Vielfalt von Echsen, Spinnen und Schlangen.



Sehenswürdigkeiten Arizona


Agua Fria National Monument

Echsen und Ruinen im Schutzgebiet

Das knapp 300 Quadratkilometer große Schutzgebiet in der semiariden Halbwüste bewahrt ein Siedlungsgebiet der prähistorischen Anasazi- oder Sinagua-Kultur. Im Canyon des Agua Fria Rivers, der zwischen zwei Tafelbergen liegt, lebten zwischen 1250 und 1450 mehrere tausend Menschen. Aufgrund einer langen Dürre und der Übernutzung der Böden wurden die Siedlungen geräumt. Bisher wurden über 450 Ruinen entdeckt. Die Pflanzenwelt ist von Kakteen geprägt, die der 50 Zentimeter langen Gila-Echse Schutz bieten. Am Fluss wächst eine Galeriewald mit Platanen und Pappeln. Aus dem angrenzenden Wald kommen sporadisch Wapitis und Schwarzbären in das Schutzgebiet.


Phoenix

Grüne Stadt in der Wüste Arizona

Die Hauptstadt von Arizona hat heute über 1,6 Millionen Einwohner – in der Region leben mehr als 4 Millionen Menschen. Dabei sind die ersten weißen Pioniere erst um 1860 in das Valley of the Sun eingewandert. Vorher lebten die altindianischen Hohokam an den Ufern des häufig ausgetrockneten Salt River. Dank des Roosevelt Damms und eines ausgeklügelten Bewässerungssystem ergrünt heute die Wüste in und um Phoenix, sodass Wein und Südfrüchte mit über 140 Golfplätzen konkurrieren. Wegen des ganzjährig warmen und trockenen Klimas haben sich viele Pensionäre angesiedelt. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist das Heard Museum, das Kunst und Kultur des Indianer ausstellt.


Montezuma Castle National Monument

Felsenbehausung der Sinagua-Indianer

Die Felsenbehausung aus dem 12. Jahrhundert gehört zu den am besten erhaltenen historischen Gebäuden Nordamerikas. Der von Sinagua-Indianern erbaute Komplex besteht aus 20 Räumen, die sich über fünf Etagen in eine Felsnische einpassen. Die Ruinen liegen an den Hängen des Beaver Creek und sind nur über Leitern zu erreichen. Als erste Europäer wurden die Spanier auf die Behausungen aufmerksam. Sie hielten sie irrtümlich für ein Aztekenschloss. Die Sinagua-Indianer lebten vom Ackerbau. Zum Schutz vor feindlichen Stämmen legten sie ihre Wohnungen in den Felswänden an. Warum die Behausung verlassen wurde, ist nach wie vor ein Rätsel. Vielleicht wurden die Sinagua von anderen Stämmen aus der Region verdrängt oder eine lang anhaltende Dürreperiode zwang die Bewohner zur Abwanderung.

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Pinal Peak

Markanter Gipfel mit weiter Aussicht

Der Gipfel des Pinal-Gebirges ist 2400 Meter hoch und überragt seine Umgebung um mehr als 1000 Meter. Das Gebirge ist bewaldet. Oben stehen zahlreiche Funktürme, zu denen ein gute Straße von Globe aus führt. Am Gebirge gibt es mehre Wanderwege mit schöner Aussicht unds einen Campingplatz.


Flagstaff

Tor zum Grand Canyon

Die 70.000-Einwohner-Stadt in Arizona wird als Tor zum Grand Canyon bezeichnet. Zur südlichen Abbruchkante sind es knapp 80 Meilen, sodass man den Canyon in einem Tagesausflug besichtigen kann. Darüber hinaus gibt es in Flagstaff selbst einiges zu sehen. Der historische Ort liegt an der legendären Route 66, die in den 1920iger Jahren angelegt wurde. Damals schossen viele Hotels und Tankstellen aus dem Boden. Wegen ihrer Höhenlage auf 2.100 Metern ist die Stadt auch Wintersportgebiet. Etwas nördlich erheben sich die San Francisco Mountains mit dem Humphrey Peak (3.854 m). Ein Sessellift führt auf den höchsten Berg Arizonas. 30 Meilen nordöstlich liegt das Wupatki Reservat mit über 1.000 Wohnruinen der altindianischen Sinagua-Kultur. Acht Meilen weiter östlich beginnt der Walnut Canyon mit einer einzigartigen Ansammlung von in den Hang gearbeiteten Felsenbehausungen.

www.flagstaff.com


Williams

Faszination der Route 66

Die 3000-Einwohner-Stadt im Coconino County westlich von Flagstaff liegt an der historischen Route 66. Nach Norden biegt die Arizona State Route 64 zum Grand Canyon ab. Wer die Faszination der Route 66 verstehen will, ist hier richtig: Viele alte Gebäude stehen noch, darunter Motels, Bars und Restaurants. Der Bahnhof im Ortszentrum ist Ausgangspunkt der ganzjährig verkehrenden Grand Canyon Railway zum Südrand des Grand Canyons. Im Sommer werden auch Dampfloks eingesetzt.


Homolovi Ruins State Park

Archäologische Fundstätte der Anasazi

Der knapp 20 Quadratkilometer große Park wurde zur Erhaltung der archäologischen Stätten der Anasazi gegründet. Bereits zwischen 1200 und 1400 lebten in der kargen Landschaft der Stamm der Hisatsinom. Der Pueblo soll bis zu 1200 Räume umfasst haben und wurde wahrscheinlich wegen einer Flutkatastrophe aufgegeben. Homolovi ist ein Wort aus der Uto-aztekischen Sprache, die die Hopi gesprochen haben. Es bedeutet „Platz der kleinen Hügel“.


Hualapai Mountain Park

Bewaldeter Gebirgszug mit artenreicher Tierwelt

Der über 1.700 Meter hohe Gebirgszug ist nach den Hualapai benannt, was in der Sprache der Mojave-Indianer „Männer der hohen Kiefern“ bedeutet. Tatsächlich ist das Gebirge in den höheren Regionen bewaldet und Heimat für Elche, Hirsche, Füchse und Stinktiere. Daneben gibt es Sing- und Greifvögel wie Falken oder Eulen. Mehrere Wanderwege zwischen sechs und zehn Meilen Länge erschließen den Mountain Park von der Park Ranger Station aus.


Route 66

2451 Meilen lange Legende von Chicago nach Santa Monica

Die legendäre Straße war ursprünglich 2451 Meilen (3944 Kilometer) lang und verband Chicago im Osten mit Santa Monica  in Kalifornien. Sie war ab 1926 eine der ersten durchgehend befestigten Straßenverbindungen zur  Westküste. Längst ist die kurvenreiche, einspurige Landstraße den Highways gewichen, so dass die Route 66 nicht mehr durchgehend befahrbar ist. Der verbliebenen Teilstücke, besonders das zwischen King man und Seligman, sind zu einem Anziehungspunkt für Nostalgiker geworden.


Petrified-Forest-Nationalpark

Von Wind und Wetter zerfurchte Landschaft

Der 900 Quadratkilometer große Park schützt einen Teil des Colorado Plateaus und der Painted Desert. In dem Gebiet wurde verkieseltes Holz gefunden – daher der Name. Erosion durch Wind und Wetter haben eine grandiose Landschaft geformt, die vor allem bei Sonnenuntergang Farbspiele von außerirdischer Schönheit präsentiert. Felszeichnungen und Reste von Siedlungen deuten darauf hin, dass die Gegend schon vor über 2000 Jahren bewohnt war. Durch den Stein-Wald sind zahlreiche kurze Lehrpfade angelegt worden. Für ausgedehnte Wanderungen eignet sich der Park wegen der schattenlosen Hitze kaum.


Oatman

Von der Goldgräberstadt zu Touristenattraktion

Die ehemalige Goldgräberstadt in den Black Mountains ist heute ein beliebter Treffpunkt für Biker und Abenteurer aus aller Welt. In den 1970er Jahren wurde als Konkurrenz zu Las Vegas am untersten Grenzzipfel von Nevada die Spielerstadt Laughlin gegründet, die eine große Zahl neuer Besucher nach Oatman brachte. Mit der Route 66-Nostalgie wurde Oatman ein touristischer Anziehungspunkt. Von Kingman kommend, führt eines der schönsten Teilstücke der „Mother Road“ über den verschlungenen Sitgreaves-Pass vorbei an „Ed´s Camp“ nach Oatman. Wilde Esel, „Burros“ genannt, laufen in der Stadt frei umher. Sie stammen von Lasteseln ab, die von ihren Besitzern einst freigelassen wurden, nachdem sie nicht mehr gebraucht wurden. Verschiedene Attraktionen werden angeboten, von Oldtimer-Rallyes bis hin zu vorgetäuschten Schießereien in Wild-West-Manier und gespielten Postkutschen-Überfällen.

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Grand Canyon Skywalk

Schwindelerregender Spaziergang über der Schlucht

Die Besucherattraktion liegt im Indianerreservat Grand Canyon West außerhalb des Grand-Canyon-Nationalparks. Eine hufeisenfömige Plattform aus Stahlträgern mit Glasboden ragt 22 Meter über den Abgrund hinaus. Unter sich sieht man 1.100 Meter tiefer die Talsohle des Canyons. Das Spezialglas wurde von einer Firma aus Köln geliefert. Auf dem „Balkon“ dürfen sich gleichzeitig 120 Personen aufhalten. Jeder muss einen Überschuh aus Filz anziehen, um ein Zerkratzen des Glasbodens zu verhindern. Fotografieren ist verboten. Kameras und Handys, aber auch Handtaschen und Rucksäcke müssen in einem Schließfach hinterlegt werden. Unter den Indianern ist das Bauprojekt umstritten, da nach Meinung der Gegner der heilige Berg damit entweiht werde. 


Chiricahua National Monument

Bizarre Felsentürme, die die Phantasie anregen

Am Übergang von der Chihuahua- zur Sonorawüste stehen bizarre Felstürme, die aus gewaltigen Vulkanausbrüchen vor rund 27 Millionen Jahren hervorgegangen sind. Das umliegende Land wurde mit eine 600 Meter dicken Schicht aus Asche und Sand bedeckt, die im Laufe der Jahrtausende zu Tuffstein wurde. Durch Erdverschiebungen kam es zu Brüchen und Anhebungen. Wasser und Wind spülten weichere Materialien aus und formten eine Felsenlandschaft, die die Phantasie anregt. Ein Fels heißt Camel Rock, ein anderer Duck on the Rock, zwei weitere The Kissing Rocks. Am Besucherzentrum beginnt der Bonita Canyon Drive, der zum Massai Point führt.




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