Arizona

Land der Kakteen: Arizona

Land der Kakteen: Arizona

Kakteen und Pumas in der „Arida Zona“

Mit knapp 300.000 Quadratkilometern ist Arizona im Südwesten der USA fast so groß wie Deutschland, hat aber nur sechs Millionen Einwohner. Der Colorado River bildet die Westgrenze der Bundesstaates; im Süden liegt Mexiko. Es herrscht trockenes Wüsten- und Halbwüstenklima in der Arida Zona (spanisch für „trockene Zone“). Im Durchschnitt fallen nur 100 bis 500 Millimeter Regen pro Jahr. Die Stadt Yuma gehört mit 4.000 Sonnenstunden jährlich zu den sonnigsten Orten der Welt. Kakteen, Palmlilien und Mesquite-Bäume prägen die Pflanzenwelt. Zu den größten Tieren gehören Hirsche und Wapiti, Gabelböcke und Dickhornschafe. In abgelegenen Gebieten leben noch Bären und Raubtiere wie Pumas´oder Dachse. In der Sonorawüste gibt es die größte Vielfalt von Echsen, Spinnen und Schlangen.



Sehenswürdigkeiten Arizona


Canyon de Chelly

Spuren altindianischer Kultur in bizarrer Felsenlandschaft

Der Canyon mit roten Felswänden, der über 300 Meter tief in die flache Steppenlandschaft eingegraben ist, gehört zu den weniger besuchten Naturwundern des Südwestens. Dabei gibt es auch hier bizarre Felsformationen, allen voran den Spider Rock, eine durch Erosion entstandene Felsnadel von fast 230 Metern Höhe. Wer auf der Ausflugsstraße durch den Park fährt, kann zudem Spuren altindianischer Kultur entdecken, etwa Grubenhäuser oder Felsenbehausungen, die sich wie Adlernester in die Nischen kauern.


Flagstaff

Tor zum Grand Canyon

Die 70.000-Einwohner-Stadt in Arizona wird als Tor zum Grand Canyon bezeichnet. Zur südlichen Abbruchkante sind es knapp 80 Meilen, sodass man den Canyon in einem Tagesausflug besichtigen kann. Darüber hinaus gibt es in Flagstaff selbst einiges zu sehen. Der historische Ort liegt an der legendären Route 66, die in den 1920iger Jahren angelegt wurde. Damals schossen viele Hotels und Tankstellen aus dem Boden. Wegen ihrer Höhenlage auf 2.100 Metern ist die Stadt auch Wintersportgebiet. Etwas nördlich erheben sich die San Francisco Mountains mit dem Humphrey Peak (3.854 m). Ein Sessellift führt auf den höchsten Berg Arizonas. 30 Meilen nordöstlich liegt das Wupatki Reservat mit über 1.000 Wohnruinen der altindianischen Sinagua-Kultur. Acht Meilen weiter östlich beginnt der Walnut Canyon mit einer einzigartigen Ansammlung von in den Hang gearbeiteten Felsenbehausungen.

Nähere Informationen:
www.flagstaff.com


Hualapai Mountain Park

Bewaldeter Gebirgszug mit artenreicher Tierwelt

Der über 1.700 Meter hohe Gebirgszug ist nach den Hualapai benannt, was in der Sprache der Mojave-Indianer „Männer der hohen Kiefern“ bedeutet. Tatsächlich ist das Gebirge in den höheren Regionen bewaldet und Heimat für Elche, Hirsche, Füchse und Stinktiere. Daneben gibt es Sing- und Greifvögel wie Falken oder Eulen. Mehrere Wanderwege zwischen sechs und zehn Meilen Länge erschließen den Mountain Park von der Park Ranger Station aus.


Lake Mead

Größter künstliche See in den USA

Der 1936 fertiggestellte Damm staut den Colorado River im Black Canyon auf. Mit 170 Kilometern Länge, einer Tiefe von bis zu 150 Metern und 640 Quadratkilometern Oberfläche ist er der größte künstliche See in den USA. Er dient der Trinkwasserversorgung, der Stromerzeugung und der Bewässerung von Feldern in Arizona, Nevada und Kalifornien. In der Nähe der Hover-Staumauer gibt es eine Recreation Area, wo viele Arten von Wassersport möglich sind.


Petrified-Forest-Nationalpark

Von Wind und Wetter zerfurchte Landschaft

Der 900 Quadratkilometer große Park schützt einen Teil des Colorado Plateaus und der Painted Desert. In dem Gebiet wurde verkieseltes Holz gefunden – daher der Name. Erosion durch Wind und Wetter haben eine grandiose Landschaft geformt, die vor allem bei Sonnenuntergang Farbspiele von außerirdischer Schönheit präsentiert. Felszeichnungen und Reste von Siedlungen deuten darauf hin, dass die Gegend schon vor über 2000 Jahren bewohnt war. Durch den Stein-Wald sind zahlreiche kurze Lehrpfade angelegt worden. Für ausgedehnte Wanderungen eignet sich der Park wegen der schattenlosen Hitze kaum.


Phoenix

Grüne Stadt in der Wüste Arizona

Die Hauptstadt von Arizona hat heute über 1,6 Millionen Einwohner – in der Region leben mehr als 4 Millionen Menschen. Dabei sind die ersten weißen Pioniere erst um 1860 in das Valley of the Sun eingewandert. Vorher lebten die altindianischen Hohokam an den Ufern des häufig ausgetrockneten Salt River. Dank des Roosevelt Damms und eines ausgeklügelten Bewässerungssystem ergrünt heute die Wüste in und um Phoenix, sodass Wein und Südfrüchte mit über 140 Golfplätzen konkurrieren. Wegen des ganzjährig warmen und trockenen Klimas haben sich viele Pensionäre angesiedelt. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist das Heard Museum, das Kunst und Kultur des Indianer ausstellt.


Pinal Peak

Markanter Gipfel mit weiter Aussicht

Der Gipfel des Pinal-Gebirges ist 2400 Meter hoch und überragt seine Umgebung um mehr als 1000 Meter. Das Gebirge ist bewaldet. Oben stehen zahlreiche Funktürme, zu denen ein gute Straße von Globe aus führt. Am Gebirge gibt es mehre Wanderwege mit schöner Aussicht unds einen Campingplatz.


Tucson

Geschichtsträchtiger Ort in der Sonora-Wüste

Die von knapp 2,900 Meter hohen Gebirgsketten besiedelte Hochebene  war bereits um 12.000 v. Chr. von sogenannten Paläo-Indianern besiedelt. Nahe dem heutigen Stadtzentrum wurden Reste eines Dorfes gefunden, das hier etwa 1000 v. Chr. stand. Zwischen 1200 v. Chr. und 150 n. Chr. wurde die Gegend um Tucson landwirtschaftlich genutzt. Die Stadt gehört damit zu den am längsten fortwährend besiedelten Orten der USA. Die ersten Europäer waren spanische Missionare, die die San Xavier del Bac gründeten. Später gehörte Tucson zu Mexiko und kam erst 1853 zu den USA. Nach dem Zweiten Weltkrieg ließen sich hier viele ehemalige Soldaten nieder und mit dem Aufkommen von Klimaanlagen zogen immer mehr Menschen nach Tucson.  Das Arizona-Sonora Desert Museum im Nordwesten der Stadt ist ein Zoo und Botanischer Garten. Es beherbergt nahezu alle Pflanzen und Tiere, die in der Sonora-Wüste vorkommen.


Williams

Faszination der Route 66

Die 3000-Einwohner-Stadt im Coconino County westlich von Flagstaff liegt an der historischen Route 66. Nach Norden biegt die Arizona State Route 64 zum Grand Canyon ab. Wer die Faszination der Route 66 verstehen will, ist hier richtig: Viele alte Gebäude stehen noch, darunter Motels, Bars und Restaurants. Der Bahnhof im Ortszentrum ist Ausgangspunkt der ganzjährig verkehrenden Grand Canyon Railway zum Südrand des Grand Canyons. Im Sommer werden auch Dampfloks eingesetzt.




Weitere Sehenswürdigkeiten Arizona




Reisebeispiele Arizona

Nach Oben