New Mexico

Sensationelle Landschaften: Tent Rocks in New Mexico

Sensationelle Landschaften: Tent Rocks in New Mexico

Sensationelle Landschaften und Städte im Pueblo Stil

Der fünftgrößte Bundesstaat der USA liegt auf einer extrem trockenen Hochebene, die jedoch alles andere als uniform ist. Das liegt daran, dass New Mexico ein Übergangsland zwischen sehr unterschiedlichen geologischen Zonen ist. Von Osten her steigt das Land langsam aus der Prairie an. Der Südwesten gehört zur Chihuahua-Wüste, die als größte aller nordamerikanischen Wüsten weit nach Mexiko hineinreicht. Im Norden und Nordosten breiten sich das Colorado-Plateau und die Rocky Mountains aus. Längst vor der Ankunft der Europäer siedelten Indianerstämme am Rio Grande und im Hinterland. Trotz Hitze und Trockenheit hat New Mexico sensationelle Landschaften und ein paar interessante Städte zu bieten, deren Pueblo Baustil, sich wohltuend vom Einheitsbild nordamerikanischer Städte abhebt.



Sehenswürdigkeiten New Mexico


Bosque del Apache National Wildlife Refuge

Vogelparadies am Rio Grande

Der Name des Naturreservats bezieht sich auf die Zeit, als die Apachen noch regelmäßig ihre Zelte im Auenwald am Rio Grande aufgeschlagen haben. Den Kern bildet ein 15 Quadratkilometer große Feuchtgebiet. Es wird von einem viel größeren Wildnis-Gebiet umgeben, das aus der Steppe am Fuß der Chupadera Berge besteht. Eingerichtet wurde das Reservat als Vogelschutzgebiet. Tatsächlich sind mehr als 370 Vogelarten registriert. Viele von ihnen sind Zugvögel, die hier überwintern. Durch das Reservat führt eine 20 Kilometer lange Panoramastraße. Am Besucherzentrum beginnen mehrere kurze Wanderwege.


Santa Fe

Hauptstadt von Neu Mexiko im Pueblo-Baustil

Die Hauptstadt von Neu Mexiko auf 2.000 Metern Höhe hat ein angenehmes Klima und eine grandiose Umgebung. Sie wird von dramatischen, 3.000 Meter hohen Bergen überragt. Als die Spanier im 16. Jahrhundert eine Siedlung errichteten, gab es bereits seit 400 Jahren eine Indianersiedlung. Die Pilgerväter landeten mit der Mayflower erst zehn Jahre später an der Ostküste, so dass La Villa Real de la Santa Fé de San Francisco de Asís die älteste Kirche der USA besitzt. Heute hat sich eine bedeutende Kunstszene angesiedelt, was sich in über 200 Galerien niederschlägt. Da bereits früh der indianisch inspirierte Pueblo-Baustil vorgeschrieben wurde, ist das Stadtbild in den USA einzigartig. 


El Malpais National Monument

Wandern zwischen erloschenen Vulkanen

Das erkaltete Lavafeld mit erloschenen Vulkanen und Lavaströmen, die die Landschaft zerklüftet haben, bietet einen bizarren Anblick. Zugänge zu den Sehenswürdigkeiten des Monuments sind über Nebenstraßen und insbesondere über den Highway 117 möglich, an dem auch eine Rangerstation liegt. Von dort kommt man auch zu den Sandstone Bluffs, wo man die beste Aussicht über El Malpais hat. Der einzige Pfad durch das Lavafeld ist der elf Kilometer lange Zuni-Acoma Trail. Der Indianerpfad verband die Pueblos der Zuni und Acoma.


White Sands National Monument

Gigantische Sanddünen auf einem Gipsfeld

Das Naturschutzgebiet im Norden der Chihuahua-Wüste umfasst ein über 700 Quadratkilometer großes Gipsfeld, auf dem sich eine riesige Düne gebildet hat. Die leuchtend weißen Dünen verändern sich ständig: sie wachsen, verändern ihre Form und stürzen wieder in sich zusammen. Sie sind immer in Bewegung. Angetrieben von starken Südwestwinden begräbt der Sand alles unter sich, was sich auf seinem Weg befindet. Eine Dünenstraße führt vom Besucherzentrum in die Wunderwelt. Schaukästen entlang der Route erläutern die Geologie. Von manchen Haltepunkten aus kann man die Dünen zu Fuß zu erkunden. Der Alkali Flat Trail verläuft 3,5 Kilometer durch die Dünen und endet am Bett des ausgestrockneten Sees. Wer zu Fuß geht, muss Wasser mitnehmen.


Bull of the Woods Trail

Auf den höchsten Berg Neu-Mexikos

Der Weg führt auf den höchsten Berg Neu-Mexikos, den 4014 Meter hohen Mount Wheeler. Für seine Höhe ist er relativ einfach zu bewältigen. Einzig die dünne Luft macht zu schaffen. Dickhornschafe auf dem Weg und ein schöner Blick über die Cristo Mountains lohnen aber die Mühe. (Hin und zurück 3 Stunden, 9,5 Kilometer, auf und ab 610 Meter)

Umfulana Route


Chaco Culture National Historical Park

Altindianische Überreste in abgelegenem Canyon

Der abgelegene und unwirtliche Canyon im Nordwesten New Mexicos war zwischen 900 und 1200 das geistige Zentrum der Pueblo-Indianer New Mexicos und der Hopi Arizonas. In einer 15 Kilometer langen Mulde auf einer steppenhaften Hochfläche finden sich die Überreste der altindianischen Kulturen. Die Bauten aus Sandstein verjüngen sich nach oben und stehen an Straßen, die nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet sind. Die Baumeister verfügten offenbar über ein beachtliches geometrisches und astronomisches Wissen. 1987 wurde der National Historical Park zum Welterbe der UNESCO erklärt. Im gut organisierten Touristen Informationsbüro „Gateway Park“ findet man nicht nur das Visitor Center mit Informationen zur Umgebung, sondern auch ein Museum. Es finden dort Kunstausstellungen, Fotowettbewerbe, Verkauf von Art´s & Craft´s der Native Americans(Kunst & Handarbeiten der Indigene Völker) und andere Highlights über das Jahr verteilt statt. Ab hier führt auch eine Straße zu den Hauptsehenswürdigkeiten des Canyons.


Las Cruces

Zweitgrößte Stadt New Mexicos am Fuß der Organ Mountains

Die mit knapp 100.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt von New Mexico liegt auf 1.200 Höhenmetern am Fuß der Organ Mountains, die die Silhouette der Stadt prägen. 1598 kamen die ersten Siedler an; die enorme Hitze und Trockenheit der Chihuahua-Wüste und Angriffe der Apachen, die ihr Territorium verteidigten, kosteten allerdings viele von ihnen das Leben. Nach einem Angriff markierten die überlebenden Siedler die Gräber der Toten mit Kreuzen, was der Stadt ihren Namen eingetragen hat. In der Umgebung wird extrem scharfer Chili angebaut. Im nahen Militärstützpunkt werden Raketen stationiert, was zum Aufschwung der Stadt beigetragen hat.


Farmington

Spanische Einwanderer und amerikanische Farmer

Die 41.000-Einwohner-Stadt in New Mexico geht auf spanische Einwanderer am Ende des 18. Jahrhunderts zurück. Hundert Jahre später gründeten Farmer die Siedlung „Farmingtown“, was später zu Farmington wurde. Besonders interessant ist der Farmington Historic Downtown Commercial District. 62 historische Gebäude verteilen sich auf acht Häuserblocks zwischen der Main Street und dem Broadway. 

www.farmingtonnm.org


Alamosa

Startpunkt der Rio Grande Scenic Railroad

Die Kleinstadt ist aufgrund ihrer Nähe zum Great Sand Dunes National Park ein idealer Ausgangspunkt für Besucher der Region. Sie wurde im Mai 1878 durch die Denver und Rio Grande Railroad gegründet und entwickelte sich schnell zu einem wichtigen Eisenbahnzentrum mit Einrichtungen für den Frachtumschlag sowie Ausbau des verbliebenen Schmalspurnetzes. Heute startet hier die historische Eisenbahn der Rio Grande Scenic Railroad und führt hauptsächlich Besucher durch das San Luis Valley und die Sangre de Cristo Mountains nach La Veta. Etwas weiter südlich, in Antonito fährt zudem die Cumbres & Toltec Scenic Railroad, die Besucher bis nach Chama in New Mexico bringt.




Reisebeispiele New Mexico

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