Sierra Nevada

Über 4000 Meter hoch: Sierra Nevada am Mount Whitney

Über 4000 Meter hoch: Sierra Nevada am Mount Whitney

Gewaltige Wetterscheide zwischen Kalifornien und Nevada

Das „verschneite Gebirge“ erstreckt sich über 650 Kilometer in Nord-Süd-Richtung und bildet die Grenze zwischen Kalifornien und Nevada. Der Mount Whitney, ist mit 4.421 Höhenmetern der höchste Gipfel der USA außerhalb Alaskas. Von Westen steigt das Gebirge sanft an, während es nach Osten zum Great Basin hin jäh abfällt. Die Felsabbrüche dort gehören zu den steilsten und dramatischsten der Welt. Das Hochgebirge ist zudem ein gewaltige Wetterscheide, die den vom Pazifik kommenden Winden fast alle Feuchtigkeit nimmt. So ist auch das Klima von extremen Unterschieden bestimmt. Im Osten erstrecken sich Wüsten und das Death Valley, während auf den Gipfeln arktisches Klima herrscht.



Sehenswürdigkeiten Sierra Nevada


Alabama Hills

Felsbögen als Westernkulisse

Die Gebirgsregion im Osten Kaliforniens ist berühmt für die orangefarbenen Granitfelsbögen, die in vielen Western als Kulisse dienten. Sie sind durch kurze Wanderungen zu erreichen, die von zwei Loops ausgehen. Die beliebtesten Steinbögen sind der Mobius Arch, der Lathe Arch, der Eye of Alabama und der Whitney Portal Arch. Ausgangsort der meisten Wege und Straßen in die Alabama Hills ist die kalifornische Ortschaft Lone Pine. Ein Visitor Centre informiert über die Geologie und die Filmgeschichte.


Barker Ranch

Letztes Versteck einer mörderischen Sekte

Die Ranch war das letzte Versteck von Charles Manson. Er hielt sich dort mit seiner Sekte, der sogenannten Manson Family, auf, nachdem diese brutale Morde in Los Angeles begangen hatte. Die Mitglieder der Sekte wurden bei zwei Razzien am 10. Oktober bzw. 12. Oktober 1969 in der Ranch festgenommen. Die Ranch gehört heute dem National Park Service und steht leer und ist nur über unbefestigte Sand- und Schotterpisten zu erreichen.


Bodie

Geisterstadt zwischen Kalifornien und Alabama

In der Goldgräberstadt östlich von San Fancisco gab es während der Blütezeit nach 1859 65 Saloons, ein Rotlichtviertel, ein Chinesenviertel mit einem taoistischen Tempel und einer Opiumhöhle, eine Eisenbahn, mehrere Zeitungen, sieben Brauereien und Kirchen verschiedener Religionen. Nach den Boom-Jahren warf die Mine kaum noch Profit ab, auch weil der Goldpreis stark gefallen war. Nachdem Bodie sonst keine Einnahmequellen zu bieten hatte, ging die Bevölkerungszahl bald rapide zurück und wurde in den 1930er Jahren aufgegeben. Dank der geringen Luftfeuchtigkeit blieben Gebäude, Gerätschaften und Autos relativ gut erhalten. Das Ensemble gilt heute als besterhaltene Geisterstadt der USA.

Nähere Informationen:
www.bodie.com


Devils Postpile National Monument

„Scheiterhaufen des Teufels“

Ein geologisches Wunder ist das Devils Postpile National Monument, übersetzt „Scheiterhaufen des Teufels“. Das Basalt-Kliff geht auf einen Lava-Strom zurück, der bei einem Vulkanausbruch vor rund 100.000 Jahren etwa 3 Kilometer oberhalb des heutigen Gebietes austrat. Er floss in ein tiefes Becken und kühlte darin langsam aus. So ist die sechseckige Form der Säulen zu erklären.  Zu den 20 Meter hohen Basaltsäulen führt ein Shuttlebus und ein kurzen Wanderweg bis zur oberen Kante.


Donner Memorial State Park

Arktische Landschaften und ein Pionierdrama

1846 brach eine Pioniertruppe unter der Führung von Georg Donner auf, um eine neue Route über die Sierra Nevada zu finden. Wegen des schlechten Terrains verzögerte sich die Expedition bis in den Winter. Anfang Dezember schließlich schneiten die Planwagen auf Passhöhe vollends ein. Erst Mitte Februar war an ein Weiterkommen zu denken. Von den 87 Pionieren überlebten nur 48, und das auch nur, weil sie sich von den Leichen der Verstorbenen ernährten. Im Donner Memorial State Park informiert das Emigrant Trail Museum über diese furchtbarste Tragödie der amerikanischen Westwanderung. Gleich nebenan verläuft die Interstate 80, über die man heute in wenigen Stunden zu jeder Jahreszeit den Pazifik erreichen kann.

Zur Website:
www.roadsideamerica.com


El Capitan

Tausend Meter hoher Monolith

Der tausend Meter hohe, monolithische Granitfelsen erreicht eine Gipfelhöhe von 2.307 Metern. Wie ein gewaltiger Turm ragt er über dem Tal auf und gehört zu den am meisten besuchten Naturdenkmälern im Yosemite Park. Bergsteiger und Bergkletterer können ihn auf mehreren Wegen von verschiedener Schwierigkeit zu jeder Jahreszeit besteigen. 


Four-Mile-Trail

Wanderung zum Glacier Point

Wer die knapp tausend Höhenmeter vom Yosemite-Tal aufsteigt, kommt nach vier Meilen zum Glacier Point, einem der schönsten Aussichtspunkte über die Sierra Nevada. Ständiger Begleiter und alles überragender Blickfang ist der Half Dome, ein Granitberg, der vom Eis gesprengt wurde. (auf und ab: 6 Stunden, 14,5 Kilometer, auf und ab 1030 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Fresno Flats Historic Village and Park

Szenen aus der Pionierzeit

Das Freilichtmuseum zeigt den Pionieralltag am Fuß der Sierra Nevada im 19. Jahrhundert. Mehrere Häuser aus dieser Epoche sind dazu in einen friedlichen Park an einem Bach transportiert worden. Innen finden sich jede Menge Gegenstände – von Küchengeräten bis zu Druckermaschinen. Im Besucherzentrum erhält man Broschüren oder kann eine geführte Tour buchen.

Zur Website:
www.fresnoflatsmuseum.org


Glacier Point

Großartiger Blick über die Sierra Nevada

Der viel besuchte Aussichtspunkt bietet einen wundervollen Ausblick auf den Half Dome und das Yosemite-Tal mit den Yosemite Falls und dem Nevada Fall. Besonders zum Sonnenuntergang wird die schier endlose Berglandschaft in ein magisches Licht getaucht. Die schnell folgende Dunkelheit wird durch kein künstliches Licht gestört, so dass in mondlosen Nächten zahllose Sterne zum Greifen nah scheinen. Vom Parkplatz zum eigentlichen Glacier Point führt ein kurzer Wanderweg. 


Hidden Valley

Verlassene Minen und Blumenteppiche im Frühjahr

Das Tal liegt in einer abgelegenen Gegend auf der westlichen Seite der Cottonwood Mountains oberhalb des Racetrack-Tals. Eine Vielzahl von alten, verlassenen Minen befindet sich verstreut über das gesamte Tal. Das ausgetrocknete Tal, mit im Sommer wenig Vegetation, kann sich im Winter zu einer schneebedeckten Landschaft verwandeln und im Frühjahr mit einem Blumenmeer überraschen.


Kern River

Kajakfahren und Wandern durch wildromantische Schluchten

Der Kern River ist der einzig größere Fluss, der die Sierra Nevada nach Süden hin entwässert. Gespeist vom Schmelzwasser am Mount Whitney durchfließt er wildromantische Canyons in den Bergen. Besonders grandios sind die Schluchten unterhalb des Isabella Damms, die zum Wandern, Rafting (von Mitte April bis Mitte August möglich) und Kajakfahren geeignet sind.


Mammoth Lakes

Wandern zwischen Baumskeletten am Horseshoe Lake

Die Stadt im Tal des Mammoth Creek liegt am Rand der Long Valley Caldera oberhalb des Owens Valley an der Ostflanke der Sierra Nevada. Mammoth Lakes war ursprünglich eine Bergbausiedlung und ist heute ein beliebter Wintersportort. Im Sommer tummeln sich in der Gegend vor allem Bergwanderer und Mountainbiker. Hoch über dem Ort liegen mehrere Seen, die teilweise über Wasserfälle miteinander verbunden und im Sommer für abgehärtete Naturen auch zum Baden geeignet sind. Um den Horseshoe Lake stehen Baumskelette, die wie Gespenster wirken – eine Folge anhaltender vulkanischer Aktivität. Der See läßt sich leicht zu Fuß umrunden. Es gibt mehrere Wanderwege in die Umgebung. Im Mammoth Visitor Center/Ranger Station, kurz vor dem östlichen Ortseingang an der 203, erhält man Wanderkarten.


Mariposa

Goldrausch-Stadt am Yosemite Park

Die kalifornische Kleinstadt mit über 2.000 Einwohnern trägt den spanischen Namen für Schmetterlinge,  was daher rührt, dass erste Zuwanderer Monarchfalter haben überwintern sehen. Mariposa liegt auf einer Höhe von 594 Metern in den ersten Ausläufern der Sierra Nevada. Der Ort liegt 40 Meilen südwestlich des Yosemite National Park. Die Stadt wurde als Minenarbeiterlager gegründet. Sie war der südlichste Teil der „gold chain“ (Goldkette) während des gold rush in Kalifornien.


Mariposa Grove

Hain mit Riesenmammutbäumen

Im Park befinden sich insgesamt drei Haine mit Riesenmammutbäumen (Sequoiadendron giganteum). Größter Hain ist der Mariposa Grove mit 200 Exemplaren. Der immergrüne Riesenmammutbaum (im englischen: Redwood)  erreicht eine Höhe von bis zu 95 Meter und einen Stammdurchmesser von bis zu 17 Metern. Im Allgemeinen betragen die Brusthöhendurchmesser (in 1,30 Meter Höhe) von alten Bäumen 3 bis 6 Meter, im Maximum über 8 Meter. Der Baum bildet eine hohe, schmal kegelförmige Krone aus, wobei die Stämme im Alter bis auf 50 Meter astfrei sein können. Die ältesten Exemplare sind über 2000 Jahre alt.


Mono-Inyo Craters

Erstarrte Lavablasen

Die Mono-Inyo Craters bilden eine etwa 30 Kilometer lange Kette vulkanischer Aschenkegel, Lavadome und Lavaströme zwischen dem Mono Lake im Norden und der Long Valley Caldera im Süden. Entstanden sind sie vor 600 Jahren, als ein Gang mit dickflüssiger Lava an die Eroberfläche gelangte. Als die gewaltigen Blubberblasen in den Kratern erkalteten, sind merkwürdige, domartige Kuppen entstanden.


Red Rock Canyon State Park

Wandern durch eine romantische Felslandschaft

Vierzig Kilometer nordöstlich von Mojave durchquert der Highway 14 eine Landschaft mit roten Felsen, die man schon vom Auto aus bewundern kann. Wer aussteigt, kann auf einem der vielen Wanderwege in den Canyon gehen, von den manche während der Brutsaison von Raubvögeln zwischen Februar und Mai gesperrt sind. Der Park dient in erster Linie dem Schutz der geologischen Formationen und paläontologischen Fundstätten. Aber auch Hollywood hat diese Szenerien für etliche Filmsequenzen genutzt.
Nach niederschlagsreichen Wintern kann auch hier die Wüste blühen und die Landschaft zwischen den rötlichen Felsen mit zusätzlichen Farben bereichern.


Reno

„The Biggest Little City In The World“

Um 1850 ließen sich die ersten europäischen Siedler auf dem Gebiet der heutigen Stadt nieder. Sie lebten von den Durchreisenden nach Kalifornien. Als die transamerikanische Eisenbahnlinie entlang des alten Siedlerpfades gebaut wurde, wurde Reno 1869 offiziell zur Stadt. Mit der Legalisierung des Glücksspiels in Nevada 1931 begann ein regelrechter Boom. Glücksspiel ist bis heute ihr wichtigster Wirtschaftszweig, allerdings eine Nummer kleiner als in Las Vegas. Daher stammt auch die ironische Selbstbezeichnung als „The Biggest Little City In The World“.


Smith Lake Trail

Spaziergang zu einem Bergsee

Die kurze Wanderung führt um den Smith Lake, einem idyllischen See in einem dichten Bergwald. Er liegt im Plumas National Forest, einem kaum berührten Landstrich mit fast 5.000 Quadratkilometern. (hin und zurück: 5,3 Kilometer, 1:30 Stunden, auf und ab: 210 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Stanislaus National Forest

Wandern und Kajafahren am Stanislaus River

Der knapp 4.000 Quadratkilometer große Staatswald wurde bereits 1897 ins Leben gerufen, um die Wälder rungs um den Stanislaus River zu schützen. 78 Seen und über 1.300 Kilometer Flüsse und Bäche ziehen heute zahlreiche Kurzurlauber aus San Francisco an. Kajakfahren und White Water Rafting sind ebenso möglich wie Wandern. Allerdings wurde der Park 2013 vom Rim Fire verwüstet, dem drittgrößten Brand in der Geschichte Kaliforniens.

Mehr Info:
www.fs.usda.gov


Yosemite Falls

740 m hohe Kaskaden

Der Park ist für seine große Anzahl von Wasserfällen bekannt. An den steil abfallenden Klippen, Vorsprüngen und Hangtälern stürzen sie donnernd in die Tiefe, besonders in den Monaten April, Mai und Juni während der Schneeschmelze. Danach bilden sie sich nur bei Regen aus und verschwinden bei Trockenheit sofort wieder. Die Yosemite Falls gehören mit einer Gesamthöhe von 739 m zu den höchsten der Welt. Diese sind unterteilt in Upper Falls (435 m), Middle Cascades (206 m) und Lower Falls (98 m).


Yosemite National Park

Schwarzbären und Adler in grandiosem Hochgebirge

Der über 3.000 Quadratkilometer große Nationalpark liegt an den Westhängen der Sierra Nevada rund 300 Kilometer östlich von San Francisco. Imposante Wasserfälle, senkrecht aufragende Granitfelsen, Bergseen und Schneefelder ziehen Jahr für Jahr viele Besucher an. Schwarzbären, Adler und zahlreiche Reptilien finden hier ihren größten zusammenhängenden Lebensraum. 1984 wurde der Park zum Welterbe der UNESCO erklärt.
Bitte beachten: Ab 2015 bis Frühling 2018 ist der Mariposa Grove (Giant Sequoias) im Yosemite Park geschlossen. Alternativ können die weiter westlich im Park gelegenen Merced Grove und Toulumne Grove besucht werden. Oder Nelder Grove etwas südlich des Parks.  
Hintergrund der Schließung sind Bauarbeiten an der Infrastruktur, die dem im Sommer enormen Besucherandrang nicht mehr gewachsen war. Um die Natur zu schonen, werden Tram Tour, Straßen und der Gift Shop gänzlich entfernt.




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