Sierra Nevada

Über 4000 Meter hoch: Sierra Nevada am Mount Whitney

Über 4000 Meter hoch: Sierra Nevada am Mount Whitney

Gewaltige Wetterscheide zwischen Kalifornien und Nevada

Das „verschneite Gebirge“ erstreckt sich über 650 Kilometer in Nord-Süd-Richtung und bildet die Grenze zwischen Kalifornien und Nevada. Der Mount Whitney, ist mit 4.421 Höhenmetern der höchste Gipfel der USA außerhalb Alaskas. Von Westen steigt das Gebirge sanft an, während es nach Osten zum Great Basin hin jäh abfällt. Die Felsabbrüche dort gehören zu den steilsten und dramatischsten der Welt. Das Hochgebirge ist zudem ein gewaltige Wetterscheide, die den vom Pazifik kommenden Winden fast alle Feuchtigkeit nimmt. So ist auch das Klima von extremen Unterschieden bestimmt. Im Osten erstrecken sich Wüsten und das Death Valley, während auf den Gipfeln arktisches Klima herrscht.



Sehenswürdigkeiten Sierra Nevada


Devils Postpile National Monument

„Scheiterhaufen des Teufels“

Ein geologisches Wunder ist das Devils Postpile National Monument, übersetzt „Scheiterhaufen des Teufels“. Das Basalt-Kliff geht auf einen Lava-Strom zurück, der bei einem Vulkanausbruch vor rund 100.000 Jahren etwa 3 Kilometer oberhalb des heutigen Gebietes austrat. Er floss in ein tiefes Becken und kühlte darin langsam aus. So ist die sechseckige Form der Säulen zu erklären.  Zu den 20 Meter hohen Basaltsäulen führt ein Shuttlebus und ein kurzen Wanderweg bis zur oberen Kante.


El Capitan

Tausend Meter hoher Monolith

Der tausend Meter hohe, monolithische Granitfelsen erreicht eine Gipfelhöhe von 2.307 Metern. Wie ein gewaltiger Turm ragt er über dem Tal auf und gehört zu den am meisten besuchten Naturdenkmälern im Yosemite Park. Bergsteiger und Bergkletterer können ihn auf mehreren Wegen von verschiedener Schwierigkeit zu jeder Jahreszeit besteigen. 


Kern River

Kajakfahren und Wandern durch wildromantische Schluchten

Der Kern River ist der einzig größere Fluss, der die Sierra Nevada nach Süden hin entwässert. Gespeist vom Schmelzwasser am Mount Whitney durchfließt er wildromantische Canyons in den Bergen. Besonders grandios sind die Schluchten unterhalb des Isabella Damms, die zum Wandern, Rafting (von Mitte April bis Mitte August möglich) und Kajakfahren geeignet sind.


Mammoth Lakes

Wandern zwischen Baumskeletten am Horseshoe Lake

Die Stadt im Tal des Mammoth Creek liegt am Rand der Long Valley Caldera oberhalb des Owens Valley an der Ostflanke der Sierra Nevada. Mammoth Lakes war ursprünglich eine Bergbausiedlung und ist heute ein beliebter Wintersportort. Im Sommer tummeln sich in der Gegend vor allem Bergwanderer und Mountainbiker. Hoch über dem Ort liegen mehrere Seen, die teilweise über Wasserfälle miteinander verbunden und im Sommer für abgehärtete Naturen auch zum Baden geeignet sind. Um den Horseshoe Lake stehen Baumskelette, die wie Gespenster wirken – eine Folge anhaltender vulkanischer Aktivität. Der See läßt sich leicht zu Fuß umrunden. Es gibt mehrere Wanderwege in die Umgebung. Im Mammoth Visitor Center/Ranger Station, kurz vor dem östlichen Ortseingang an der 203, erhält man Wanderkarten.


Mariposa

Goldrausch-Stadt am Yosemite Park

Die kalifornische Kleinstadt mit über 2.000 Einwohnern trägt den spanischen Namen für Schmetterlinge,  was daher rührt, dass erste Zuwanderer Monarchfalter haben überwintern sehen. Mariposa liegt auf einer Höhe von 594 Metern in den ersten Ausläufern der Sierra Nevada. Der Ort liegt 40 Meilen südwestlich des Yosemite National Park. Die Stadt wurde als Minenarbeiterlager gegründet. Sie war der südlichste Teil der „gold chain“ (Goldkette) während des gold rush in Kalifornien.


Red Rock Canyon State Park

Wandern durch eine romantische Felslandschaft

Vierzig Kilometer nordöstlich von Mojave durchquert der Highway 14 eine Landschaft mit roten Felsen, die man schon vom Auto aus bewundern kann. Wer aussteigt, kann auf einem der vielen Wanderwege in den Canyon gehen, von den manche während der Brutsaison von Raubvögeln zwischen Februar und Mai gesperrt sind. Der Park dient in erster Linie dem Schutz der geologischen Formationen und paläontologischen Fundstätten. Aber auch Hollywood hat diese Szenerien für etliche Filmsequenzen genutzt.
Nach niederschlagsreichen Wintern kann auch hier die Wüste blühen und die Landschaft zwischen den rötlichen Felsen mit zusätzlichen Farben bereichern.


Yosemite Falls

740 m hohe Kaskaden

Der Park ist für seine große Anzahl von Wasserfällen bekannt. An den steil abfallenden Klippen, Vorsprüngen und Hangtälern stürzen sie donnernd in die Tiefe, besonders in den Monaten April, Mai und Juni während der Schneeschmelze. Danach bilden sie sich nur bei Regen aus und verschwinden bei Trockenheit sofort wieder. Die Yosemite Falls gehören mit einer Gesamthöhe von 739 m zu den höchsten der Welt. Diese sind unterteilt in Upper Falls (435 m), Middle Cascades (206 m) und Lower Falls (98 m).


Yosemite National Park

Schwarzbären und Adler in grandiosem Hochgebirge

Der über 3.000 Quadratkilometer große Nationalpark liegt an den Westhängen der Sierra Nevada rund 300 Kilometer östlich von San Francisco. Imposante Wasserfälle, senkrecht aufragende Granitfelsen, Bergseen und Schneefelder ziehen Jahr für Jahr viele Besucher an. Schwarzbären, Adler und zahlreiche Reptilien finden hier ihren größten zusammenhängenden Lebensraum. 1984 wurde der Park zum Welterbe der UNESCO erklärt.
Bitte beachten: Ab 2015 bis mindestens Ende 2017 ist der Mariposa Grove (Giant Sequoias) im Yosemite Park geschlossen. Alternativ können die weiter westlich im Park gelegenen Merced Grove und Toulumne Grove besucht werden. Oder Nelder Grove etwas südlich des Parks.  
Hintergrund der Schließung sind Bauarbeiten an der Infrastruktur, die dem im Sommer enormen Besucherandrang nicht mehr gewachsen war. Um die Natur zu schonen, werden Tram Tour, Straßen und der Gift Shop gänzlich entfernt.




Weitere Sehenswürdigkeiten Sierra Nevada




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