Sierra Nevada

Über 4000 Meter hoch: Sierra Nevada am Mount Whitney

Über 4000 Meter hoch: Sierra Nevada am Mount Whitney

Gewaltige Wetterscheide zwischen Kalifornien und Nevada

Das „verschneite Gebirge“ erstreckt sich über 650 Kilometer in Nord-Süd-Richtung und bildet die Grenze zwischen Kalifornien und Nevada. Der Mount Whitney, ist mit 4.421 Höhenmetern der höchste Gipfel der USA außerhalb Alaskas. Von Westen steigt das Gebirge sanft an, während es nach Osten zum Great Basin hin jäh abfällt. Die Felsabbrüche dort gehören zu den steilsten und dramatischsten der Welt. Das Hochgebirge ist zudem ein gewaltige Wetterscheide, die den vom Pazifik kommenden Winden fast alle Feuchtigkeit nimmt. So ist auch das Klima von extremen Unterschieden bestimmt. Im Osten erstrecken sich Wüsten und das Death Valley, während auf den Gipfeln arktisches Klima herrscht.



Sehenswürdigkeiten Sierra Nevada


Mammoth Lakes

Wandern zwischen Baumskeletten am Horseshoe Lake

Die Stadt im Tal des Mammoth Creek liegt am Rand der Long Valley Caldera oberhalb des Owens Valley an der Ostflanke der Sierra Nevada. Mammoth Lakes war ursprünglich eine Bergbausiedlung und ist heute ein beliebter Wintersportort. Im Sommer tummeln sich in der Gegend vor allem Bergwanderer und Mountainbiker. Hoch über dem Ort liegen mehrere Seen, die teilweise über Wasserfälle miteinander verbunden und im Sommer für abgehärtete Naturen auch zum Baden geeignet sind. Um den Horseshoe Lake stehen Baumskelette, die wie Gespenster wirken – eine Folge anhaltender vulkanischer Aktivität. Der See läßt sich leicht zu Fuß umrunden. Es gibt mehrere Wanderwege in die Umgebung. Im Mammoth Visitor Center/Ranger Station, kurz vor dem östlichen Ortseingang an der 203, erhält man Wanderkarten.


Devils Postpile National Monument

„Scheiterhaufen des Teufels“

Ein geologisches Wunder ist das Devils Postpile National Monument, übersetzt „Scheiterhaufen des Teufels“. Das Basalt-Kliff geht auf einen Lava-Strom zurück, der bei einem Vulkanausbruch vor rund 100.000 Jahren etwa 3 Kilometer oberhalb des heutigen Gebietes austrat. Er floss in ein tiefes Becken und kühlte darin langsam aus. So ist die sechseckige Form der Säulen zu erklären.  Zu den 20 Meter hohen Basaltsäulen führt ein Shuttlebus und ein kurzen Wanderweg bis zur oberen Kante.


Alabama Hills

Felsbögen als Westernkulisse

Die Gebirgsregion im Osten Kaliforniens ist berühmt für die orangefarbenen Granitfelsbögen, die in vielen Western als Kulisse dienten. Sie sind durch kurze Wanderungen zu erreichen, die von zwei Loops ausgehen. Die beliebtesten Steinbögen sind der Mobius Arch, der Lathe Arch, der Eye of Alabama und der Whitney Portal Arch. Ausgangsort der meisten Wege und Straßen in die Alabama Hills ist die kalifornische Ortschaft Lone Pine. Ein Visitor Centre informiert über die Geologie und die Filmgeschichte.


Mariposa Grove

Größte Wald mit Riesenmammutbäumen im Yosemite Park

Im Yeosemite Park befinden sich insgesamt drei Haine mit Riesenmammutbäumen (Sequoiadendron giganteum), von denen der größte der Mariposa Grove mit 200 Exemplaren ist. Der immergrüne Riesenmammutbaum (im englischen: redwood) erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 95 Metern und einen Stammdurchmesser von bis zu 17 Metern. Im Allgemeinen betragen die Brusthöhendurchmesser (in 1,30 Meter Höhe) von alten Bäumen 3 bis 6 Meter, im Maximum über 8 Meter. Der Baum bildet eine hohe, schmal kegelförmige Krone aus, wobei die Stämme im Alter bis auf 50 Meter astfrei sein können. Die ältesten Exemplare sind über 2560, vielleicht auch bis zu 3900 Jahre alt.


Fresno Flats Historic Village and Park

Szenen aus der Pionierzeit

Das Freilichtmuseum zeigt den Pionieralltag am Fuß der Sierra Nevada im 19. Jahrhundert. Mehrere Häuser aus dieser Epoche sind dazu in einen friedlichen Park an einem Bach transportiert worden. Innen finden sich jede Menge Gegenstände – von Küchengeräten bis zu Druckermaschinen. Im Besucherzentrum erhält man Broschüren oder kann eine geführte Tour buchen.

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Mariposa

Goldrausch-Stadt am Yosemite Park

Die kalifornische Kleinstadt mit über 2.000 Einwohnern trägt den spanischen Namen für Schmetterlinge,  was daher rührt, dass erste Zuwanderer Monarchfalter haben überwintern sehen. Mariposa liegt auf einer Höhe von 594 Metern in den ersten Ausläufern der Sierra Nevada. Der Ort liegt 40 Meilen südwestlich des Yosemite National Park. Die Stadt wurde als Minenarbeiterlager gegründet. Sie war der südlichste Teil der „gold chain“ (Goldkette) während des gold rush in Kalifornien.


Fresno Art Museum

Von präkolumbianischer Kunst bis zur Moderne

Das Kunstmuseum ist die Hauptattraktion in der landwirtschaftlich geprägten Stadt Fresno. Es enthält Kunstwerke aus Mexiko aus der Zeit vor Kolumbus sowie Kleidung und Textilien der Anden-Bewohner. Daneben gibt es wechselnde Ausstellungen.

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Kalifornisches Längstal

Amerikas Fruchtgarten

Das California Central Valley zieht sich im Hinterland parallel zur Pazifiküste von nördlich von Sacramento bis fast nach Los Angeles. Das 600 Kilometer lange und 80 Kilometer breite Tal ist von allen Seiten von Gebirgen umgeben. Wegen seiner warmen Sommer wird es der Fruchtgarten Amerikas genannt. Obst, Gemüse, Wein, Datteln und Mandeln wachsen hier, allerdings ausschließlich mit künstlicher Bewässerung, die zu sinkendem und versalzendem Grundwasser führt. In kalten Wintern muss zudem geheizt werden, was den Fruchtgarten zu einem der größten Energie- und Wasserverbraucher der Erde macht.


Kern River

Kajakfahren und Wandern durch wildromantische Schluchten

Der Kern River ist der einzig größere Fluss, der die Sierra Nevada nach Süden hin entwässert. Gespeist vom Schmelzwasser am Mount Whitney durchfließt er wildromantische Canyons in den Bergen. Besonders grandios sind die Schluchten unterhalb des Isabella Damms, die zum Wandern, Rafting (von Mitte April bis Mitte August möglich) und Kajakfahren geeignet sind.


Red Rock Canyon State Park

Wandern durch eine romantische Felslandschaft

Vierzig Kilometer nordöstlich von Mojave durchquert der Highway 14 eine Landschaft mit roten Felsen, die man schon vom Auto aus bewundern kann. Wer aussteigt, kann auf einem der vielen Wanderwege in den Canyon gehen, von den manche während der Brutsaison von Raubvögeln zwischen Februar und Mai gesperrt sind. Der Park dient in erster Linie dem Schutz der geologischen Formationen und paläontologischen Fundstätten. Aber auch Hollywood hat diese Szenerien für etliche Filmsequenzen genutzt.
Nach niederschlagsreichen Wintern kann auch hier die Wüste blühen und die Landschaft zwischen den rötlichen Felsen mit zusätzlichen Farben bereichern.




Weitere Sehenswürdigkeiten Sierra Nevada




Reisebeispiele Sierra Nevada

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