Eriesee

Leuchtturm am Eriesee

Leuchtturm am Eriesee

Mischwälder, Weinbau und interessante Städte

Unter den Great Lakes ist der Eriesee mit einer Fläche von über 25.000 Quadratkilometern nur der zweitkleinste. Er liegt südlich des Huronsees und südwestlich des Ontariosees, mit dem er durch die Niagarafälle verbunden ist. Sowohl auf der kanadischen als auch auf der US-amerikanischen Seite des Sees wird Weinbau betrieben. Das natürliche Umland des Sees ist allerdings eher von sommergrünen Mischwäldern geprägt, die in National- und Naturparks noch erhalten sind.



Sehenswürdigkeiten Eriesee


Rock and Roll Hall of Fame

Von Elvis Presley bis Britney Spears

Alles begann mit einem DJ aus Cleveland. In seiner nächtlichen Radiosendung, The Moondog, prägte Alan Freed den Begriff Rock ‚n‘ Roll. 30 Jahre später errichtete der Stararchitekt am Ufer des Eriesees die Rock and Roll Hall of Fame, wo man auf sechs Etagen den Stars von Elvis Presley bis Britney Spears begegnet. Jedes Jahr wird ein neuer Musiker aufgenommen. Darüber bestimmt ein Komitee, dessen Entscheidungen oft heiß diskutiert werden.

www.rockhall.com


Cleveland

Coole City am Lake Erie

1796 kam ein gewisser Moses Cleveland an den Eriesee, um das Land für Städteplanungen zu kartographieren. Doch erst mit dem Anschluss an Kanalsysteme und die Eisenbahn setzte eine Entwicklung ein. Mitte des 19. Jahrhunderts gründete John D. Rockefeller die Standard Oil Company in Cleveland und machte damit ein Vermögen. Scharen von Arbeitern kamen, um in seinen Fabriken zu schuften. 1930 war Cleveland auf knapp eine Millionen Einwohner zur fünftgrößten Stadt der USA angewachsen. Heute wohnen hier nur noch knapp 500.000. Schuld daran waren die Deindustrialisierung, die schlechte Bildung und ethnische Konflikte. Seit den 1980er Jahren hat jedoch eine Gegenbewegung eingesetzt. Man sieht es an der ehemals heruntergekommenen Waterfront, die sich zu einem coolen Zentrum entwickelt hat.


Detroit

Autostadt am Eriesee

Die Stadt am Eriesee an der Grenze zu Kanada ist ein Spiegel der amerikanischen Geschichte. 1850 hatte Detroit 20.000 Einwohner. Als der visionäre Unternehmer, Henry Ford, mit der industriellen Autofertigung begann, wuchs die Stadt in wenigen Jahrzehnten auf 300.000 Einwohner und hatte Mitte des 20. Jahrhunderts fast zwei Millionen Einwohner, Seither ist die Bevölkerung auf weniger als die Hälfte gesunken. Über 80% der Bewohner sind Afro-Amerikaner, die meist in der Downtown wohnen, während die nördlichen Vororte fast ausschließlich von Weißen bewohnt sind. Besonders sehenswert ist das Henry-Ford-Museum, wo es rund um amerikanische Auto alles zu sehen gibt. Die zweite Sehenswürdigkeit ist der Henry Ford Estate. Durch die ehemalige Villa von Henry Ford mit 56 Zimmern werden täglich Führungen angeboten.


Niagara Falls

Tosendes, donnerndes Weltwunder

Die Wasserfälle, die der Niagara River unterhalb des Eriesees bildet, gehören zu den größten Naturwundern der Erde. Seine gewaltigen Wassermassen stürzen mit donnerndem Getöse zunächst über eine 58 Meter höhe Staumauer und zwängen sich anschließend durch eine enge Schlucht zum Ontariosee.
Am besten besichtigt man den vor 12.000 Jahren während der letzten Eiszeit geformten Wasserfall von der kanadischen Seite. Bei sonnigem Wetter sorgt dort die aufschäumende Gischt über den Fallbecken für einen großartigen Regenbogen.
Die Besichtigung, die gut einen Tag dauern kann, sollte am Visitor Centre beginnen, das direkt oberhalb der Fälle liegt. Mit einem Aussichts-Fahrstuhl gelangt man von dort abwärts zu einem gut gesicherten Fußweg, der ein Stück flussabwärts führt.
Ebenfalls sehr beeindruckend sind die beiden Aussichtstürme mit Restaurant, die einen überwältigenden Blick eröffnen. Unterhalb der Fälle gibt es eine Bootsanlegestelle, wo Spezialboote mit starken Motoren zu Rundtouren unterhalb der Horseshoe-Falls aufbrechen. Für die 40-minütige Rundfahrt werden den Passagieren Regenjacken angeboten.




Reisebeispiele Eriesee

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