Mississippi River

Schwüle Schwermut, sprühende Lebensfreude: Mississippi

Schwüle Schwermut, sprühende Lebensfreude: Mississippi

Mythos der USA

Der längste Fluss der USA benötigt mehr als 3.700 Kilometer, um von seinem klaren Lake Itasca im nördlichen Minnesota bis zu seiner trüb-trägen Mündung in den Golf von Mexiko zu fließen. Dazwischen durchquert der Mississippi fast die ganze USA von Nord nach Süd. Kein Wunder, dass er zum Mythos und Sinnbild der USA geworden ist. Er hat die Fratze der Sklaverei gesehen und den Glanz der Südstaatenzeit. Er hat die ersten Blues-Klänge gehört und die Musiker zum Jazz inspiriert. Tom Sawyer und Huckleberry Finn verwickelte er in tausend Abenteuer. Der Mississippi erweckt Lebenslust und Schwermut zugleich.



Sehenswürdigkeiten Mississippi River


Baton Rouge

Landeshauptstadt von Lousiana

Franzosen waren die ersten Europäer, die in diese Gegend vordrangen, wie man dem Namen entnehmen kann. Im frühen 19. Jahrhundert wurde die Stadt durch den Handel mit Dampfschiffen reich. Im 20. Jahrhundert wurde Petrochemie angesiedelt. Der jüngste Bauboom wird allerdings durch den Wegzug vieler Menschen aus der New-Orleans-Area befeuert. Freunden der Rockmusik ist der Ort durch ein Lied von Kris Kristofferson bekannt, das in Janis Joplins Version zum Nummer-eins-Hit wurde. Der Text von Me and Bobby McGee beginnt mit den Worten „Busted flat in Baton Rouge“ (Abgebrannt in Baton Rouge).


Beale Street

Heimat des Blues

Die drei Kilometer lange Straße vom Mississippi bis zur East Street gilt als die „Heimat des Blues“. Sie wurde 1841 errichtet. Nach dem Bürgerkrieg siedelten in dieser Gegend vor allem Afroamerikaner. Hier gab es mit Robert Church den ersten schwarzen Millionär der USA. Anfang des 20. Jahrhunderts war die Beale Street ein Vergnügungszentrum mit Spielhöllen, Saloons, Prostitution und Kriminalität. Die Straße war aber auch das Zentrum der schwarzen Musik der USA. 1912 komponierte W. C. Handy hier seinen ersten erfolgreichen Blues, den Memphis Blues und später den Beale Street Blues. Von den 1920er bis in die 1940er Jahre spielten Blues- und Jazzgrößen wie Louis Armstrong, Muddy Waters, Albert King, Memphis Minnie, B. B. King in der Beale Street. Heute gibt es unter anderem ein Hard Rock Cafe, Silky O'Sullivan's, B. B. King's Blues Club, das FedExForum und das Kaufhaus A. Schwab's im Stil der frühen Jahre. Zum Gedenken an Handy wurde der „W.C. Handy Park“ eingerichtet.


Clarksdale

Heimat des Blues

Das 20.000-Einwohner-Städtchen im sogenannten Mississippi-Delta gilt es die Heimat des Blues. Aus Clarksdale und Umgebung kommen so bekannte Bluesmusiker wie John Lee Hooker, Muddy Waters, Eddie Boyd, Big Jack Johnson und Sam Cooke. Im Delta Blues Museum gibt es eine umfassende Sammlung von Erinnerungsstücken rund um den Blues. Auch Kunst, die sich mit dem Blues befasst ist, ausgestellt. Robert Johnson soll in Clarksdale seine Seele an den Teufel verkauft haben, um den wahren Blues spielen zu können – so hat er es in seinem Stück Crossroads beschrieben. Der Schauspieler Morgan Freeman lebt in Clarksdale und betreibt dort gemeinsam mit Geschäftspartnern den Blues-Club „Ground Zero“. An der Kreuzung, an der Johnson den Teufel getroffen haben soll, liegt seit 1937 Abe’s Barbecue, eines der legendären Restaurants des Südstaaten-Barbecue.


De Soto National Forest

Wandern und Kanu fahren

Der Nationalforst im südlichen Teil des US-Bundesstaates Mississippi bedeckt eine Fläche von 1.600 Quadratkilometern, wovon 190 als Wildnis ausgewiesen sind. Seltene Orchideen, Frösche und Schildkröten gedeihen und leben in dem subtropischen Wald. Auf dem Black Creek kann man Kanu fahren. Zwei Wanderwege führen durch den Park mit insgesamt fast 100 Kilometern Länge: der Black Creek Trail und der Tuxachanie Trail,


Memphis

Klassische Südstaaten-Metropole am Mississippi

Die klassische Südstaaten-Metropole ist die größte Stadt im US-Bundesstaat Tennessee und County-Sitz des Shelby County. Sie liegt im äußersten Südwesten Tennessees am Ostufer des Mississippi River und hat etwa 650.000 Einwohner. Wie bei vielen anderen Städten des Südens liegt die Blütezeit vor dem Bürgerkrieg. In jüngster Zeit verdankt sie ihren wirtschaftlichen Aufschwung vor allem der Transportfirma FedEx, die mit Abstand größter Arbeitgeber der Stadt ist. Die Stadt ist ein wichtiger Ort sowohl für die Entwicklung des Blues und des Souls als auch für die des Rock 'n Rolls. Elvis Presley lebte in Memphis; viele Größen der Rockmusik begannen ihre Karriere dort. Die Beale Street ist eines der Zentren des Blues.


Natchez

Älteste Stadt in Mississippi

Die 20.000-Einwohner-Stadt am Mississippi 270 Meilen nördlich seiner Mündung bei New Orleans ist die älteste Stadt im Bundesstaat Mississippi und war zeitweilig auch seine Hauptstadt. Ihre Blüte erlebte Natchez Anfang des 19. Jahrhunderts als Umschlagplatz für Baumwolle, wovon bis heute prächtige Residenzen rund um das House on Ellicott's Hill zeugen. Natchez ist auch das südliche Ende der Natchez Trace Parkway, einer zum National Scenic Byway erklärten Straße, die einem 8.000 Jahre alten Indianerpfad bis in das über 700 Kilometer nördlich gelegene Nashville/Tennessee folgt.


Natchez Trace Parkway

Auf einem Indianerpfad von Mississippi nach Tennessee

Zwischen Natchez und dem 700 Kilometer nördlich liegenden Nashville gibt es eine Autoroute, die einem alten Indianerpfad folgt. Rechts und links der Straße befinden sich viele Schilder, die auf Sehenswürdigkeiten und Spuren einer untergegangenen Kultur hinweisen. Parallel zur Straße verläuft ein Fernwanderweg ziemlich genau auf der alten Route. Die Indianer nutzen sie um den Bisons zu folgen, die zwischen Weiden am Mississippi und dem Cumberland Plateau wechselten, wo sie im mineralischen Gestein Salz fanden.

Route:
goo.gl


Plantagen am Mississippi

Glanz und Elend zwischen New Orleans und Baton Rouge

Wie eine Perlenkette säumen historische Plantagen mit stattlichen Herrenhäusern das Ufer des Mississippi in Louisiana zwischen New Orleans und Baton Rouge. Sie laden die Besucher zu einer Zeitreise in den Süden der USA ein, wo Glanz und Elend dicht beieinander wohnten. Die Geschichte der amerikanischen Südstaaten ist untrennbar mit dem Sezessionkrieg (1861-1865) und der Sklaverei verbunden – und das bis heute. Auf den herrschaftlichen Plantagen Louisianas ist dies auch heute noch so deutlich spürbar wie an kaum einem anderen Ort.


Poverty Point

Von der präkolumbischen Anlage zum Welterbe

Zwar gibt es nicht allzu viel Spektakuläres zu sehen. Dass der archäologische Fundort dennoch in den Rang eines Weltkulturerbes erhoben wurde, liegt an der besonderen Vergangenheit. Poverty Point ist eine 160 Hektar große Anlage über einem Hang am Rande der Mississippiebene. Sie ist die größte aus präkolumbischer Zeit. Vermutlich wurde sie bereits zwischen dem 18. und 10. Jahrhundert vor Christus von Jägern, Sammlern und Fischern errichtet. die Anlage wurde erst in den 1950er Jahren aufgrund von Luftbildern entdeckt. Im Zentrum der Ringe steht ein kleines Besucherzentrum mit Museum, von dem aus täglich Führungen angeboten werden.

Mehr Info:
www.povertypoint.us




Weitere Sehenswürdigkeiten Mississippi River




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