Washington State

Sehnsuchtsort für Naturromantiker: Washington State

Sehnsuchtsort für Naturromantiker: Washington State

Naturromantik und Gourmet-Gastronomie

Zugegeben: oft hängt Nebel über dem Staat im äußersten Nordwesten der USA und Regen ist geläufiger als Sonnenschein. Doch wer einen Sinn für Naturromantik hat, kann jede Menge entdecken: Inseln, Vulkane, stille Seen und Fjorde, geheimnisvolle Regenwälder und in manchen Gegenden pulsierende Städte und sogar gute Weine. Im Yakima Valley scheint im Sommer nämlich die Sonne oft mehr als 17 Stunden am Tag, was Urlauber und Reben gleichermaßen freut. Wein und fangfrisches Sea Food haben dazu beigetragen, dass Washington sich zu einem Land für Gourmets entwickelt. Aber vor allem fasziniert die Natur. An der 4800 Kilometer langen Küste wird Wassersport in jeglicher Form angeboten. Das Gebirge im Hinterland ist ein Paradies für Wanderer und Outdoorsport.



Sehenswürdigkeiten Washington State


Glasmuseum von Tacoma

Interaktives Glaskunstatelier mit Brücke aus Glas

Das spektakuläre, von Arthur Erickson entworfene Gebäude aus dem Jahr 2002 ist dem berühmten Sohn der Stadt, Dale Chihuly, gewidmet. Ein 27 Meter hoher Edelstahlkegel, inspiriert von traditionellen Sägewerksbrennern, enthält ein interaktives Glaskunstatelier. Der Bau erhebt sich über einen Kanal und hat eine Dachterrasse. Besonders sehenswert ist die Glasbrücke, die das Gebäude mit dem Tacoma Art Museum verbindet.

www.museumofglass.org


Mount St. Helens

Aktiver Vulkan im Naturschutzgebiet

Der aktive Vulkan im Skamania County im Süden des US-Bundesstaates Washington erreicht eine Höhe von 2549 Metern. Er gehört zur Kaskadenkette, einem vulkanischen Gebirgszug, der sich entlang der Westküste Nordamerikas erstreckt und einen Teil des pazifischen Feuerrings darstellt. Der Mount St. Helens weist wie alle Vulkane des pazifischen Feuerrings eine besonders große Explosionsenergie auf. Bei seinem letzten Ausbruch am 18. Mai 1980 wurde ein großes Areal verwüstet, das daraufhin unter Naturschutz gestellt wurde und sich seither zusehends regeneriert. Wildblumen wachsen auf Ascheebenen und die Hochlagen werden langsam von der Vegetation zurückerobert.


Mount St. Helens Visitor Center

Informationen über einen verheerenden Vulkanausbruch

Einige Jahre nach dem gewaltigen Ausbruch des Mount Helens in den 1980iger Jahren wurde ein Besucherzentrum errichtet, das zwar 30 Kilometer vom Vulkan entfernt ist, dafür aber nahe am Highway liegt und einen schönen Blick auf Mount Helens hat. Es dokumentiert die Eruption und ihre Wirkung auf das Ökosystem von Washington State. Es gibt ein begehbares Modell des Vulkans mit seinem Innenleben und einen Seismograpfen. Über das Gelände führt ein kurzer Naturlehrpfad.

parks.state.wa.us/245/Mount-St-Helens


Columbia River Gorge

130 Kilometer lange Schlucht mit donnernden Wasserfällen

Der fast 2.000 Kilometer lange Columbia River ist der wasserreichste Fluss Nordamerikas, der in den Pazifik mündet. Besonders schön ist der 130 Kilometer lange Abschnitt, wo er durch einen tiefen Canyon donnert. Über 70 Wasserfälle gibt es in der Schlucht, allen voran die Bridal Veil Falls am Milepost 28. Kurze Wanderwege führen durch die dichte Vegetation zu imposanten Aussichtspunkten. Das Bradford Island Visitor Center, das mitten im Fluss liegt, informiert über Sehenswertes und Aktivitäten in der Schlucht.


Hood River

Ausgangsbasis für die Columbia River Gorge

Die Kleinstadt mit 6.000 Einwohnern liegt in der Kaskadenkette direkt am Steilufer der Columbia River Gorge. Der Ort ist eine gute Ausgangsbasis, um die Naturwunder der Schlucht zu erkunden. Von Hood River aus führt eine mautpflichtige Zugbrücke über den Columbia-River nach White Salmon im Bundesstaat Washington. Wenige Meter östlich befindet sich eine Marina.


Portland

Grün-liberale Szene am Columbia River

Die 500.000-Einwohner-Stadt am Columbia-River hat in den USA ein liberales und grünes Image. So hat eine Bürgerinitiative einen schönen alten Platz, den Pioneer Courthouse Square, vor der Verschandelung durch Bürohäuser bewahren können. Der Platz ist heute Treffpunkt der alternativen Szene, wo Straßenkünstler und Musiker auftreten. Mehr als in anderen Städten gibt es öffentliche Parks und Gärten, in denen sich das Leben abspielt und Konzerte stattfinden. Größte Attraktion ist das Portland Pose Festival, das seit über hundert Jahren im Juni stattfindet.


Astoria–Megler Brücke

Längste Brücke in Stahlgitterbauweise

Bevor der Columbia River in den Pazifik mündet, weitet er sich zu einem über sechs Kilometer breiten Mündungstrichter. 23 Kilometer landeinwärts wird er von der zweispurigen Astoria – Megler Brücke überspannt. Sie ist über 6,5 Kilometer lang und 60 Meter hoch. Damit ist sie die längste Brücke Nordamerikas in Stahlgitterbauweise.


Port Townsend

Historisches Städtchen auf der Olympia Halbinsel

Das 9000-Einwohner Städtchen im Nordosten der Halbinsel Olympia hat eine denkmalgeschützte Altstadt mit putzigen Häusern aus viktorianischer Zeit. Zentrum des Ortes ist die Water Street mit Cafés, Geschäften und Restaurants. Neben dem Tourismus haben sich biele Bootsbauer angesiedelt. 

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Ecola State Park

Zwischen Urwald und Pazifikküste

Der Park erstreckt sich 14 Kilometer entlang der Pazifikküste. Im Süden gibt es zwei Sandstrände mit vielen Gezeitentümpeln, den Crescent und den Indian Beach, wo man spazieren oder surfen kann. Im Hinterland wächst dichter Regenwald mit alten Sitka-Fichten und Tannen, der Wapitis und andere Hirschen Heimat bietet. Auf den Felsen vor Ecola Point leben Seelöwen und zahlreiche Meeresvögel. Durch den Park führen der Oregon Coast Trail und kürzere Wanderwegel. Der Clatsop Loop Trail ist ein vier Kilometer langer, teils steiler Rundweg, der durch den Urwald auf die Spitze des Tillamook Head führt, wo man im Frühjahr den Grauwalen bei ihrer Wanderung zusehen kann.


Whale Watching in Victoria

Jagende Orcas

Ein Bootsausflug zur Walbeobachtung gehört zu den eindrucksvollsten Erlebnissen in Victoria. Vor der Küste des südlichen Vancouver Islands leben über 80 residente Orcas, die wegen ihrer mächtigen Rückenflosse (bis zu 1,8 m hoch) auch Großer Schwertwal oder Mörderwal genannt werden. Die zur Gattung der Delfine gehörenden Tiere können bis zu acht Metern lang und neun Tonnen schwer werden. Sie können bis zu 15 Minuten lang tauchen und erreichen eine Geschwindigkeit von 55 km/h. Mit etwas Glück kann man die Orcas beim Jagen beobachten. Dazu schließen sie sich in kleinen Gruppen unter der Führung eines weiblichen Tiers zusammen. Ihre Methoden variieren dabei beträchtlich: Fischschwärme werden durch das Ausstoßen von Luftblasen am Weiterschwimmen gehindert, Heringe mit einem Schlag der Fluke betäubt, während Delfine oder Wale zunächst bis zur Erschöpfung gejagt und dann erlegt werden.
In Victoria gibt es zahlreiche Anbieter die zur Walbeobachtung einladen. Am besten wendet man sich am Vorabend an die Gastgeber, die bei der Auswahl und der Buchung behilflich sind.


East Sooke Regional Park

Küstenwanderung durch dramatische Landschaften

Der Park liegt im Süden von Vancouver Island auf einer Halbinsel, die in die Strait of Juan de Fuca hineinragt. Durch die teilweise dramatische Landschaft führt ein Küstenwanderweg, der etwa drei Stunden dauert. Festes Schuhwerk ist erforderlich.

www.eastsookepark.com


Victoria

Pelzjäger und Orca-Wale

Ursprünglich eine Siedlung von Pelzjägern wurde Victoria 1868 unter Queen Victoria Hauptstadt der damaligen Kronkolonie British Columbia. Die Gründerjahre waren turbulent. Als südlichster Hafen von Westkanada fielen Goldsucher in das Städtchen ein. Ihnen folgten die Holzfäller, die die Wälder der Umgebung rodeten. Ein Bauboom setzte ein, der nach dem Goldfieber endete, jedoch ein entzückendes Städtchen im viktorianischen Stil zurückließ. In der Folgezeit verlor Victoria gegenüber dem benachbarten Vancouver an Bedeutung, was wahrscheinlich der einzige Grund ist, warum der historische Stadtkern am Naturhafen erhalten blieb und heute mit gepflegten Parks die Hauptattraktion der 300.000-Einwohner-Stadt darstellt. Victoria ist ebenfalls bekannt für das ‚Royal British Colombia Museum‘ und seine gute Lage für Whale-Watching. Wer Orcas (Killer-Wale) sehen möchte, kann hier sein Glück versuchen.


North Cascades National Park

Menschenleeres Hochgebirge

Der Nationalpark im Norden der USA umfasst mehr als 2040 Quadratkilometer zwischen Washington und Kanada. Er schützt die nördlichen Kaskaden, ein alpine Landschaft mit mehr als 300 Gletschern, die am Goode Mountain mit über 2.800 Metern ihren höchsten Punkt erreicht. Hemlocktannen und Riesenlebensbäume wachsen in den feuchten Tälern im Westen -oft vom Wind zerzaust. Bären, Wölfe, Pumas und Falken tragen zum Artenreichtum der Wildnis bei. Die Hochlagen sind vom Menschen nahezu unbeeinflusst.  Abseits der  National Recreation Areas ist der Park nicht erschlossen, weshalb er zu den am wenigsten besuchten in den Vereinigten Staaten gehört.




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