Land der Amish People

Leben wie im 17. Jahrhundert: Amish People

Leben wie im 17. Jahrhundert: Amish People

Eine Zeitreise in eine andere Welt

Die etwa 5.000 Amish People stammen von Einwanderen aus der Pfalz und der deutschen Schweiz ab. Sie waren Anhänger des Jakob Amman. Der Schneider aus dem Schweizerischen Simmental predigte einen strengen protestantischen Glauben. Weil sie die Kindertaufe ablehnten, wurden sie in Deutschland verfolgt und wanderten nach Amerika aus. Ihre Nachfahren leben bis heute nach einer strengen Gemeinderegel und in abgeschlossenen Lebensgemeinschaften. Sie leben bedingungslos gewaltfrei und lehnen den Gebrauch von Waffen ab. Die Mitgliedschaft in der Gemeinde ist freiwillig. So wird den Jugendlichen freigestellt, andere Lebensweisen auszuprobieren. Erst wenn sie sich für die Gemeinschaft entscheiden, werden sie getauft und ohne weitere Bedingung aufgenommen. Ihr Lebensstil ist einfach. Die Farmen werden bis heute von den Familien bewirtschaftet. Einige besonders strenge Gruppen lehnen alle neuen Techniken ab und müssen ohne Strom und Maschinen auskommen. Im Einzelnen gibt es natürlich Meinungsunterschiede, so zum Beispiel in der heiß diskutierten Frage, ob Telefonieren erlaubt sei.



Sehenswürdigkeiten Land der Amish People


Landis Valley Museum

Freilichtmuseum zum deutschen Erbe Pennsylvanias

Das von den Gebrüdern Landis errichtete Museum in Lancaster widmet sich als Freilichtmuseum dem deutschen Erbe der Agrarregion. Alte Farmen wurden wiederaufgebaut, so dass ein Dorf im Stil des 18. Jahrhunderts entstanden ist. Man erfährt viel über alte Pflanzen, Schafschur und Viehzucht, aber auch über den Erfindungsreichtum der Bewohner, die den Conestog Wagon, einen Lastwagen für sechs Pferde, und das Pennsylvania Longrifle entwickelt haben.

www.landisvalleymuseum.org


Bird-in-Hand

Amisches Dorf im Lancaster County

„Bird-in-Hand iss en glee Schtettel in Lengeschder Kaundi, Pennsilfaani. Der Naame geht zrick zu en Hotel, ass en Schild ghadde hot iwwer der vedderscht Portsch, wu en Voggel in en Hand ghockt hot.“ (Wikipedia-Eintrag in deitsch zu Bird-in-Hand). 1715 erreichten Quäker und Mennoniten aus der Schweiz das Stammesgebiet der Shawnee und Susquehannock. Sie errichteten ein Hotel, ein Versammlungshaus und eine Schule, die bis heute steht. 1955 wurde in New York das Musical Plain and Fancy aufgeführt, das in Bird-in-Hand spielte. Das Dorf wurde als Amish Village bekannt und populär. Heute gibt es einen Amischen Bauernmarkt und Angebote für Kutschfahrten in die Umgebung.


Ephrata

Klostergründung eines deutschen Emigranten

Nordöstlich von Lancaster erinnern mittelalterlich wirkende Gebäude an die erste Klostergemeinschaft in den USA. Sie wurde von einem deutschen Emigranten, dem Pietisten und Wiedertäufer Johann Conrad Beissel, gegründet. Innerhalb des Ephrata Klosters gab es mehrere Mühlen, eine Zimmerei und eine Gerberei. Auch eine deutsche Schule wurde gegründet. Die Klosterdruckerei von 1742 ist die älteste in den USA. Die Gemeindemitglieder führten ein fast klösterliches Leben, die sich mit dem geschriebenen Wort, der Musik und der Spiritualität beschäftigten. 

www.ephratacloister.org




Reisebeispiele Land der Amish People

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