Prärie

Bisons und Kojoten, Mais und Weizen: Prärie

Bisons und Kojoten, Mais und Weizen: Prärie

Land der Bisons und Kojoten

Westlich der großen Seen beginnt eine riesenhafte Steppe die sich bis zu den Rockie Mountains ausdehnt. In Nord-Südausrichtung reicht sie vom Saskatchewan River im Norden Kanadas bis fast zum Golf von Mexiko. Mit über 2,7 Millionen Quadatkilometern ist sie fast zehnmal so groß wie Deutschland. Ihr Name stammt aus dem Französischen, wo „prairie“ soviel wie „Weide“ oder „Wiese“ bedeutet. Tatsächlich gibt es wegen der Trockenheit kaum Bäume. Bevor die Europäer kamen, weideten hier riesige Herden von Bisons, immer begleitet von Kojoten und Präriehunden. Nachdem die Bisons bis auf 15 (!) Exemplare ausgerottet waren, haben sie sich wieder auf eine halbe Million Tiere vermehrt. Der größte Teil der Prärie wird heute allerdings landwirtschaftlich genutzt. Wo künstliche Bewässerung möglich ist, wird Weizen oder Mais angebaut. 



Sehenswürdigkeiten Prärie


Devils Tower National Monument

Spiritueller Ort und Kletterparadies

Der Teufelsturm am Nordwestrand der Bear Lodge Mountains ist eine 385 Meter hohe Lavasäule, die zu einem Monolith erstarrt ist. Weithin sichtbar ragt er aus der Prärie heraus. Seine Form und seine schiere Masse haben seit jeher überirdisch auf Menschen gewirkt. Für die Indianer war er eine heilige Stätte. Die christlich Siedler sahen in ihm ein Werk des Teufels und Steven Spielberg machte den Turm mit seinem Film „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ weltbekannt. Heute ist er fest in der Hand von Free Climbern. Ein Besucherzentrum am Ende der Stichstraße informiert über Geologie und Wandermöglichkeiten.

www.nps.gov/deto/index.htm


Sheridan

Wildwest-Stadt zwischen Rockies und Prärie

Die Stadt liegt an der Stelle, wo die Prärie endet und die Rockies beginnen. Bis in die 1860iger Jahre war die Region das letzte Rückzugsgebiet der Sioux. Dann aber wurde die Eisenbahn gebaut und ein Goldrausch brachte tausende Glückssucher ins Land. Die Indianer verteigten ihre Jagdgründe zäh und überfielen zahlreiche Planwagen-Trekks. Die historische Altstadt im Schatten der Bighorn Mountains lässt Erinnerungen an die klassische Wildwest-Zeit aufkommen, z.B. das Historic Sheridan Inn, ein Hotel aus der Pionierzeit, oder im Saddlery Museum, das Pferdesattel und andere Alltagsgegenstände aus der Wildwestzeit ausstellt.


Black Hills

Präsidentenköpfe am Mount Rushmore

Der isolierte Gebirgszug zwischen Wyoming und South Dakota gilt den Lakota-Indianern als heiliges Land und Mittelpunkt der Erde, vermutlich weil die bis zu 900 Metern hohen Berge in der endlosen Ebene der Great Plains über weite Strecken Orientierung geben. Bekannteste Touristenattraktion in den Black Hills sind die vier Präsidentenköpfe, die im Mount Rushmore National Memorial eingemeißelt wurden. Dort beginnt der Peter Norbeck Scenic Byway, eine über hundert Kilometer lange Panoramastraße über die Black Hills.


Bighorn Mountains

Kaum besiedelte Ausläufer der Rockies

Der Gebirgszug östlich der Rocky Mountains verläuft in nordwest-südöstlicher Richtung im Norden des US-Bundesstaates Wyoming und im Süden von Montana. In der Länge haben die Bighorn Mountains eine Ausdehnung von etwa 120 km bei einer Breite von rund 50 km. Höchste Erhebung ist der Cloud Peak (4013 m). Das Gebirge ist nahezu unbesiedelt und kaum erschlossen. Im Süden quert der US-Highway US 16 die Berge und bindet das High Park-Skigebiet an. Im Norden verläuft der US 14 durch die Bighorn Mountains. Alle Straßen durch die Berge sind aufgrund ihrer touristischen Qualität als National Scenic Byway ausgewiesen.


Medicine Wheel

Heiliger Ort der Prärieindianer

In den Bighorn Mountains liegt unter anderem das Medicine Wheel, ein heiliger Ort verschiedener Völker der Prärieindianer. Es hat einen Durchmesser von ca. 23 m und 28 Speichen und wird auf zwischen 1400 und 1700 datiert. Es wurde 1969 als National Historic Landmark ausgewiesen und wird vom U.S. Forest Service betreut. In stilisierter Form wird das Medizinrad insbesondere von den Lakota als religiöses Symbol verwendet. 

Nach Oben