Oregon

Einsam und romantisch: Küstenstraße 101 in Oregon

Einsam und romantisch: Küstenstraße 101 in Oregon

Wildromantische Küsten, fruchtbare Täler, schneebedeckte Vulkane

Mit über 250.000 Quadratkilometern ist Oregon größer als Großbritannien, hat aber nur 3,5 Millionen Einwohner. Und doch hat der Bundesstaat im Nordwesten der USA ein Menge zu bieten: eine stark zergliederte, wildromantische Küste, dahinter ein fruchtbares breites Tal und schließlich die vulkanischen Berge im Hinterland, die bis in den Frühsommer schneebedeckt sind. Vor allem die 570 Kilometer lange Pazifikküste ist ein Paradies für Individualreisende. Kein Ort hat mehr als 10.000 Einwohner. Massentourismus gibt es so gut wie nicht.

Zur Website:
www.oregon.gov



Sehenswürdigkeiten Oregon


Astoria–Megler Brücke

Längste Brücke in Stahlgitterbauweise

Bevor der Columbia River in den Pazifik mündet, weitet er sich zu einem über sechs Kilometer breiten Mündungstrichter. 23 Kilometer landeinwärts wird er von der zweispurigen Astoria – Megler Brücke überspannt. Sie ist über 6,5 Kilometer lang und 60 Meter hoch. Damit ist sie die längste Brücke Nordamerikas in Stahlgitterbauweise.


Bend

Provinzstadt in der Hochwüste von Oregon

Der Name leitet sich von dem weiten „Bogen“ ab, den der Fluss Deschutes um die Stadt mit gut 60.000 Einwohnern macht. Bend ist die größte Stadt in der Hochwüste von Oregon. Zwar fallen in der High Desert, auf Great Sandy Desert genannt, nur 380 Millimeter Regen pro Jahr, aber die Vegetation gleicht eher einer Steppe oder einem Buschland. Südlich der Stadt liegt das Newberry National Volcanic Monument, ein Naturschutzgebiet rund um einen der größten Schildvulkane der Kaskadenkette. In der Umgebung leben der Gabelbock, der Kojote, der Maultierhirsch, der Eselhase und der Puma. Das High Desert Museum ist ein Regionalmuseum zur Kultur, Geschichte und Natur der Oregon High Desert mit ausgedehnten Tiergehegen.


Cape Blanco

Westlichster Punkt des USA-Festlands

Der Landvorsprung an der Südwestküste von Oregon ist der westlichste Punkt der Vereinigten Staaten (außer Hawaai und Alaska). Seit 1870 markiert ein Leuchtturm das 61 Meter hohe, das heute vom Cape Blanco State Park umgeben wird. Ein kurzer Wanderweg führt vom Süden zur Mündung des Elk Rivers, wo der Strand immer wieder von Klippen und Felsnadeln unterbrochen wird. Der Leuchtturm kann besichtigt werden. Ausritte durch den Park werden angeboten.


Crater Lake National Park

Tiefblauer Kratersee

Der zauberhafte Kratersee im Südwesten Oregons ist das Resultat einer gewaltigen Explosion vor 7.000 Jahren. Heute ist der tiefblaue See umgeben von Lavaklippen, die eine Höhe von über 2.700 Meter erreichen. Die Rim Road auf dem Kraterrand führt  zu vielen schönen Aussichtspunkten. Angeln und Schwimmen sind erlaubt. Bootstouren zur Wizard Island, dem Vulkankegel inmitten des Sees, werden angeboten. Zahlreiche Wanderwege führen durch den Park.


Ecola State Park

Zwischen Urwald und Pazifikküste

Der Park erstreckt sich 14 Kilometer entlang der Pazifikküste. Im Süden gibt es zwei Sandstrände mit vielen Gezeitentümpeln, den Crescent und den Indian Beach, wo man spazieren oder surfen kann. Im Hinterland wächst dichter Regenwald mit alten Sitka-Fichten und Tannen, der Wapitis und andere Hirschen Heimat bietet. Auf den Felsen vor Ecola Point leben Seelöwen und zahlreiche Meeresvögel. Durch den Park führen der Oregon Coast Trail und kürzere Wanderwegel. Der Clatsop Loop Trail ist ein vier Kilometer langer, teils steiler Rundweg, der durch den Urwald auf die Spitze des Tillamook Head führt, wo man im Frühjahr den Grauwalen bei ihrer Wanderung zusehen kann.


Grants Pass

Von der Holzfällersiedlung zur Stadt des Outdoor Tourismus

Die Stadt im Süden Oregons war im 19. Jahrhundert gegründet und nach General Grant benannt, einem General im Amerikansichen Bürgerkrieg. Ursprünglich war sie eine Holzfällersiedlung. Als der Kahlschlag gestoppt wurde, verloren viele ihren Job. Heute ist der Tourismus der Hauptarbeitgeber. Die Schlucht des Rogue Rivers, die von bewaldeten Bergen umgeben ist, zieht Wassersportler und Wanderer an. Neben einem historischen Stadtkern bietet Grants Pass kleinstadttypische Einkaufsmöglichkeiten sowie zahlreiche Restaurants und Imbisse. 

Nähere Informationen:
www.travelgrantspass.com


Oregon Dunes National Recreation Area

Artenvielfalt an der Küste zwischen Coos Bay und Florence

Zwischen Coos Bay und Florence erstreckt sich an der Pazifikküste ein 50 Kilometer langes Dünengebiet mit Erhebungen  bis zu 150 Meter. Dieser einzigartige Küstenabschnitt besteht aus urzeitlichem Sand, der im Lauf von Millionen Jahren durch Wellen und Wind geformt wurde. Botaniker haben im Dünengürtel über 400 verschiedene Pflanzenarten registriert. In den Dünen leben 426 Tierarten, darunter viele Singvögel, deren Artenvielfalt viel größer ist als in den Wäldern hinter der Küste. Das Besucherzentrum des National Recreation Area befindet sich in Reedsport. Vor allem im südlichen Bereich des National Recreation Area können die Dünen zu Fuß erkundet werden.

Zur Website:
www.stateparks.com


Portland

Grün-liberale Szene am Columbia River

Die 500.000-Einwohner-Stadt am Columbia-River hat in den USA ein liberales und grünes Image. So hat eine Bürgerinitiative einen schönen alten Platz, den Pioneer Courthouse Square, vor der Verschandelung durch Bürohäuser bewahren können. Der Platz ist heute Treffpunkt der alternativen Szene, wo Straßenkünstler und Musiker auftreten. Mehr als in anderen Städten gibt es öffentliche Parks und Gärten, in denen sich das Leben abspielt und Konzerte stattfinden. Größte Attraktion ist das Portland Pose Festival, das seit über hundert Jahren im Juni stattfindet.




Weitere Sehenswürdigkeiten Oregon




Reisebeispiele Oregon

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