Oregon

Einsam und romantisch: Küstenstraße 101 in Oregon

Einsam und romantisch: Küstenstraße 101 in Oregon

Wildromantische Küsten, fruchtbare Täler, schneebedeckte Vulkane

Mit über 250.000 Quadratkilometern ist Oregon größer als Großbritannien, hat aber nur 3,5 Millionen Einwohner. Und doch hat der Bundesstaat im Nordwesten der USA ein Menge zu bieten: eine stark zergliederte, wildromantische Küste, dahinter ein fruchtbares breites Tal und schließlich die vulkanischen Berge im Hinterland, die bis in den Frühsommer schneebedeckt sind. Vor allem die 570 Kilometer lange Pazifikküste ist ein Paradies für Individualreisende. Kein Ort hat mehr als 10.000 Einwohner. Massentourismus gibt es so gut wie nicht.

Zur Website:
www.traveloregon.com



Sehenswürdigkeiten Oregon


Albany (Oregon)

Verkehrsknotenpunkt zwischen Oregon und Kalifornien

Mit knapp über 50.000 Einwohnern ist die Stadt im Willamette Valley die elftgrößte in Oregon. Bevor die Pioniere, Walter und Thomas Monteith, die Gegend 1847 erreichten, war sie 5000 Jahre lang die Heimat der Kalapuya-Indianer. Beide stammten aus Albany in New York und nannten die Gegend nach ihrer Heimat. 1849 bauten sie das erste Holzhaus weit und breit. Das Monteith House steht noch heute und ist ein öffentliches Museum. Ab 1860 wurde Albany Station für Kutschen, die von Portland nach Sacramento unterwegs waren. 1871 kam die Eisenbahn.


Astoria–Megler Brücke

Längste Brücke in Stahlgitterbauweise

Bevor der Columbia River in den Pazifik mündet, weitet er sich zu einem über sechs Kilometer breiten Mündungstrichter. 23 Kilometer landeinwärts wird er von der zweispurigen Astoria – Megler Brücke überspannt. Sie ist über 6,5 Kilometer lang und 60 Meter hoch. Damit ist sie die längste Brücke Nordamerikas in Stahlgitterbauweise.


Bend

Provinzstadt in der Hochwüste von Oregon

Der Name leitet sich von dem weiten „Bogen“ ab, den der Fluss Deschutes um die Stadt mit gut 60.000 Einwohnern macht. Bend ist die größte Stadt in der Hochwüste von Oregon. Zwar fallen in der High Desert, auf Great Sandy Desert genannt, nur 380 Millimeter Regen pro Jahr, aber die Vegetation gleicht eher einer Steppe oder einem Buschland. Südlich der Stadt liegt das Newberry National Volcanic Monument, ein Naturschutzgebiet rund um einen der größten Schildvulkane der Kaskadenkette. In der Umgebung leben der Gabelbock, der Kojote, der Maultierhirsch, der Eselhase und der Puma. Das High Desert Museum ist ein Regionalmuseum zur Kultur, Geschichte und Natur der Oregon High Desert mit ausgedehnten Tiergehegen.


Cape Blanco

Westlichster Punkt des USA-Festlands

Der Landvorsprung an der Südwestküste von Oregon ist der westlichste Punkt der Vereinigten Staaten (außer Hawaai und Alaska). Seit 1870 markiert ein Leuchtturm das 61 Meter hohe, das heute vom Cape Blanco State Park umgeben wird. Ein kurzer Wanderweg führt vom Süden zur Mündung des Elk Rivers, wo der Strand immer wieder von Klippen und Felsnadeln unterbrochen wird. Der Leuchtturm kann besichtigt werden. Ausritte durch den Park werden angeboten.


Crater Lake National Park

Tiefblauer Kratersee

Der zauberhafte Kratersee im Südwesten Oregons ist das Resultat einer gewaltigen Explosion vor 7.000 Jahren. Heute ist der tiefblaue See umgeben von Lavaklippen, die eine Höhe von über 2.700 Meter erreichen. Die Rim Road auf dem Kraterrand führt  zu vielen schönen Aussichtspunkten. Angeln und Schwimmen sind erlaubt. Bootstouren zur Wizard Island, dem Vulkankegel inmitten des Sees, werden angeboten. Zahlreiche Wanderwege führen durch den Park.


Dee Wright Observatory Trail

Spaziergang durch eine Mondlandschaft

Wer auf dem Old Mckenzie Highway im Süden von Mount Washington fährt, sollte an den Lavafeldern östlich vom Pass aussteigen und einen kleinen Spaziergang auf dem Lava Trail Loop machen, der einen tollen Ausblick auf die Vulkane der Umgebung freigibt. Am Wegesrand sind Informationstafeln zur Entstehung der Landschaft aufgebaut. (hin und zurück: 1,6 Kilometer, 0:30 Minuten, auf und ab 20 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Ecola State Park

Zwischen Urwald und Pazifikküste

Der Park erstreckt sich 14 Kilometer entlang der Pazifikküste. Im Süden gibt es zwei Sandstrände mit vielen Gezeitentümpeln, den Crescent und den Indian Beach, wo man spazieren oder surfen kann. Im Hinterland wächst dichter Regenwald mit alten Sitka-Fichten und Tannen, der Wapitis und andere Hirschen Heimat bietet. Auf den Felsen vor Ecola Point leben Seelöwen und zahlreiche Meeresvögel. Durch den Park führen der Oregon Coast Trail und kürzere Wanderwegel. Der Clatsop Loop Trail ist ein vier Kilometer langer, teils steiler Rundweg, der durch den Urwald auf die Spitze des Tillamook Head führt, wo man im Frühjahr den Grauwalen bei ihrer Wanderung zusehen kann.


First Street Rapids Trail

Wandern und Baden am Deschutes River

Der Weg führt am Deschutes River südlich der Stadt Bend entlang – vom River Bend Park bis zum Central Oregan Canal. Er ist gut ausgebaut und folgt dem Flussufer. An manchen Stellen kann man sogar baden. Zurück geht es auf der anderen Seite des Flusses. (hin und zurück: 7,1 Kilometer, 2 Stunden, auf und ab: 66 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Floras Lake State Park

Abgelegener See im Küstenwald

Der Park liegt abgelegen im Küstenwald von Oregon. Von der US101 führt eine schmale Straße durch die Lagunen- und Wiesenlandschaft zum Floras Lake, einem Süßwassersee hinter der Küste. An seinem Ufer gibt es nur einen Campingplatz und ein kleines Gästehaus. Von dort kann man zum Strand wandern, der vor allem unter Surfern ein Geheimtipp ist. Einen schönen Blick auf den Ozean hat man vom Blacklock Point

Mehr Info:
www.americansouthwest.net


Grants Pass

Von der Holzfällersiedlung zur Stadt des Outdoor Tourismus

Die Stadt im Süden Oregons war im 19. Jahrhundert gegründet und nach General Grant benannt, einem General im Amerikansichen Bürgerkrieg. Ursprünglich war sie eine Holzfällersiedlung. Als der Kahlschlag gestoppt wurde, verloren viele ihren Job. Heute ist der Tourismus der Hauptarbeitgeber. Die Schlucht des Rogue Rivers, die von bewaldeten Bergen umgeben ist, zieht Wassersportler und Wanderer an. Neben einem historischen Stadtkern bietet Grants Pass kleinstadttypische Einkaufsmöglichkeiten sowie zahlreiche Restaurants und Imbisse. 

Nähere Informationen:
www.travelgrantspass.com


Hood River

Ausgangsbasis für die Columbia River Gorge

Die Kleinstadt mit 6.000 Einwohnern liegt in der Kaskadenkette direkt am Steilufer der Columbia River Gorge. Der Ort ist eine gute Ausgangsbasis, um die Naturwunder der Schlucht zu erkunden. Von Hood River aus führt eine mautpflichtige Zugbrücke über den Columbia-River nach White Salmon im Bundesstaat Washington. Wenige Meter östlich befindet sich eine Marina.


Lake of the Woods

Spaziergang am Seeufer

Der knapp fünf Quadratkilometer große Lake of the Woods liegt auf halber Strecke an der Panoramaoroute zwischen Ashlands und dem Upper Klamath Lake. Wer sich unterwegs ein wenig die Beine vertreten will, kann einen hübschen Spaziergang am Seeufer machen und durch den Wald zurückkehren. (Hin und zurück: 9,9 Kilometer, 2 Stunden, auf und ab: 60 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Mount Jefferson

Eisriese in der Kaskadenkette

Der weithin sichtbare Vulkan der Kaskadenkette ist mit 3199 Meter der zweithöchste Berg im US-Bundesstaat Oregon. Er ist stark zerklüftet und hat mehrere Gletscher. Auf der Wetseite liegt das Naturschutzgebiet  Mount Jefferson Wilderness, im Osten die Warm Springs Indian Reservation.Die Besteigung des Gipfels ist technisch sehr anspruchsvoll aufgrund der steilen, eisverkrusteten Felsen. Die letzte größere Eruptionsphase des Mount Jefferson selbst liegt ungefähr 15.000 Jahre zurück. Seitdem hat sich die vulkanische Aktivität nach Süden verlagert.


Oregon Dunes National Recreation Area

Artenvielfalt an der Küste zwischen Coos Bay und Florence

Zwischen Coos Bay und Florence erstreckt sich an der Pazifikküste ein 50 Kilometer langes Dünengebiet mit Erhebungen  bis zu 150 Meter. Dieser einzigartige Küstenabschnitt besteht aus urzeitlichem Sand, der im Lauf von Millionen Jahren durch Wellen und Wind geformt wurde. Botaniker haben im Dünengürtel über 400 verschiedene Pflanzenarten registriert. In den Dünen leben 426 Tierarten, darunter viele Singvögel, deren Artenvielfalt viel größer ist als in den Wäldern hinter der Küste. Das Besucherzentrum des National Recreation Area befindet sich in Reedsport. Vor allem im südlichen Bereich des National Recreation Area können die Dünen zu Fuß erkundet werden.

Zur Website:
www.stateparks.com


Pamelia Lake Trail

Bergsee am Fuß der Mount Jefferson

Die Wanderung führt durch den Willamette National Forest am Fuß des schneebedeckten Mount Jefferson. Sanft führt der Weg durch einen dichten, alten Wald am Wildbach entlang zum See. Dort hat man einen wunderbaren Blick auf den Mount Jefferson. (Hin und zurück: 6,8 Kilometer, 2 Stunden, auf und ab: 247 Meter).

Umfulana Route:
www.komoot.de


Portland

Grün-liberale Szene am Columbia River

Die 500.000-Einwohner-Stadt am Columbia-River hat in den USA ein liberales und grünes Image. So hat eine Bürgerinitiative einen schönen alten Platz, den Pioneer Courthouse Square, vor der Verschandelung durch Bürohäuser bewahren können. Der Platz ist heute Treffpunkt der alternativen Szene, wo Straßenkünstler und Musiker auftreten. Mehr als in anderen Städten gibt es öffentliche Parks und Gärten, in denen sich das Leben abspielt und Konzerte stattfinden. Größte Attraktion ist das Portland Pose Festival, das seit über hundert Jahren im Juni stattfindet.


Powell's City of Books

Mekka für Bibliophile

Seit der Gründung im Jahr 1971 hat sich Powell’s von einem schlichten Laden zu einem Wahrzeichen Portlands und einem Mekka für Bibliophilie gemausert. Powell’s City of Books ist weniger eine Buchhandlung als eine ganze Bücherstadt. Sie erstreckt sich über einen kompletten Häuserblock und bietet in 3500 verschiedenen Bereichen mehr als 1,5 Millionen Bücher zum Verkauf an. Im ladeneigenen Coffee Shop kann man bei einem Cappucino schmökern oder  das weltweit größte unabhänige Antiquariat durchstöbern.


The Watchman Peak Trail

Zum Aussichtspunkt am Crater Lake

Der kurze Weg führt zu einem schönen Aussichstpunkt über den Crater Lake und seine Umgebung. Oben steht der Watchman, ein Turm zu Beobachtung von Waldbränden. Im den Saison werden sogar geführte Nachtwanderungen dorthin angeboten. (hin und zurück: 2,9 Kilometer, 0:45 Stunden, auf und ab 130 Meter)


Toothpick Trail to Catwalk Trail Loop

Auf den Hausberg von Ashland

Die einfache Rundwanderung führt auf den Hausberg von Ashland. Auf der Westeite des Hauptkamms ist die Bewaldung weniger dicht, so dass sich schöne Ausblick über das unberührte Tal auftun. (Hin und zurück: 7,6 Kilometer, 2:30 Stunden, auf und ab 415 Meter)


Umpqua River

Wilderness Area am fischreichen Fluss

Der etwa 178 Kilometer lange Umpqua River ist einer der größeren Flüsse an der Küste von Oregon. Er entsteht nordwestlich von Roseburg aus dem North und dem South Umpaqua River. Der North Umpqua River mit seinem kristallklaren Wasser entspringt dem acht Hektar großen, auf 1853 m Höhe gelegenen Maidu Lake in der Mount Thielsen Wilderness, nördlich des Crater Lake. 1984 wurde die Boulder Creek Wilderness, ein Urwaldgebiet am North Umpqua River, als 7729 Hektar große Wilderness Area ausgewiesen. 1988 wurde ein 54 Kilometer langer Abschnitt des North Umpqua Rivers zwischen der Mündung des Rock Creek bis Soda Springs zum Wild and Scenic River mit Erholungsfunktion erklärt. Im Fluss gibt es Königslachse, Barsche, Forellen und Stör.


Upper Klamath Lake

Überrest eines prähistorischen Riesensees

Der 32 Kilometer lange und knapp 13 Kilometer breite Süßwassersee ist der letzt Überrest von Lake Modoc, der vor vielen zehntausend Jahren das Große Becken (Great Basin) bedeckte. Heute ist das Hochland Halbwüste. Hauptzufluss des Upper Klamath Lake ist der Williamson River. Das Wasser fließt in den Klamath River im Süden ab. Nach Norden hin befindet sich ein kleiner Kanal in Richtung Agency Lake. Am Nordufer liegt auch das Upper Klamath National Wildlife Refuge.


Zumwalt Park

Spaziergang am Ufer des Fern Ridge Reservoirs

Wer sich unterwegs ein wenig die Beine vertreten will, kann einen Spaziergang durch den Zumalt Park machen. Er liegt auf einer Halbinsel im Fern Ridge Reservoir und ist ein Naherholungsgebiet für die Bewohner von Eugene, der nach Portland zweitgrößten Stadt in Oregon. Der Park wird von einem Verein in Ordnung gehalten. Am Seeufer trifft man auf Hundebesitzer und Jogger. (hin und zurück: 2,3 Kilometer, O:45 Minuten, auf und ab: 2 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de




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