Pennsylvania

Könnte auch Deutschland sein: Herbst in Pennsylvania

Könnte auch Deutschland sein: Herbst in Pennsylvania

Heimat der Amish People

Anfang des 19. Jahrhunderts wurde in Pennsylvania vorwiegend deutsch gesprochen wurde. Glaubensflüchtlinge aus Deutschland zog es in den „großen Wald von Admiral Penn“, der mit einer Deutschen verheiratet war. Ihr gemeinsamer Sohn gründete später den Staat „Penn-Sylvania“ (Silva = Wald). William war selbst Quäker und ordnete daher Religionsfreiheit in seinem Staat an. Noch heute wird dort das Pennsylvania-Dutch gesprochen. „Dutch“ meint allerdings nicht „holländisch“, sondern ist eine Verballhornung von „deutsch“. Wer Hochdeutsch spricht und sich anstrengt, kann es noch ganz gut verstehen.



Sehenswürdigkeiten Pennsylvania


Harrisburg (Pennsylvania)

Von Herris Ferry zum Atomunfall

Mitte des 18. Jahrhunderts unterhielt ein Mann namens Herri eine Fähre über den Susquehanna River, den längsten Fluss an der Ostküste. Als 1785 eine Stadt gegründet wurde, wurde aus der Siedlung „Herris Ferry“ Harrisburg. Knapp 30 Jahre später wurde die Stadt zur Hauptstadt von Pennsylvania. Weltweit bekannt wurde sie 1979 durch einen Unfall im nahegelegenen Atomkraftwerk Three Mile Island. Es kam zu einer Teil-Kernschmelze. Block 2 des AKW schrammte nur knapp an einem Super-GAU vorbei. Der Meiler ist bis heute nicht betretbar.


Pocono Mountains

Wasser, Wälder, Wildnis

Das Mittelgebirge mit sanften Hügeln, dichten Wäldern und glitzernden Seen liegt zwischen dem Delaware River im Osten und dem Lehigh Fluss im Westen. Es war von den Paupack-Indianern besiedelt, bevor 1659 Niederländer als erste Europäer eine Siedlung gründeten. Später kamen deutsche und englische Auswanderer hinzu. Während des Zweiten Weltkrieges verbrachte viele frisch vermählte Soldaten mit ihren Ehefrauen ihre Hochzeitsreise in der Bilderbuchlandschaft, die nicht weit von New York City, New Jersey oder Philadelphia liegt. Seit dieser Zeit entwickelte sich das Gebiet zu einem Tourismusmagnet.


Bethlehem, Pennsylvania

Christkindlmarkt und Böhmische Brüder

Die Stadt im Osten von Pennsylvania erhielt ihren Namen am Heiligen Abend 1741 von dem deutschen Pietisten Nikolaus Ludwig von Zinzendorf. Er war der Hauptort der Herrnhuter Brüdergemeine in Nordamerika, einer Glaubensbewegung, die von von den Böhmischen Brüdern aus Deutschland abstammte. Die Architektur in der Church Street wirkt bis heute deutsch. Dort wird im Dezember ein Christkindlmarkt abgehalten. Im Moravian Museum liegt eine Nürnberger Bibel von 1652.

Nähere Informationen:
www.bethlehempa.org


Southern Alleghenies

Eisenbahngeschichte in abwechslungsreicher Landschaft

Das Name ist einer Indianersprache entlehnt und bedeutet vermutlich „endlos“. Schier endlosch sind die Berge der Alleghenies im Süden Pennsylvanias. Die Landschaft ist lieblich, romantisch und abwechslungsreich. In den Southern Alleghenies gibt es dichte Wälder und Farmen, sanfte Hügel und die höchsten Berge des Bundesstaats. Hier, am Fuß der Appalachen, wurde Eisenbahngeschichte geschrieben. Besonders Altoona ist untrennbar mit dem Aufstieg und dem Niedergang der Eisenbahn verbunden.


Ulysses

Wohnstadt am Cayuga Lake

Die 5000-Einwohner-Stadt am Cayuga Lake im Nordwesten des Tompkins County wurde 1790 von Robert Harpur gegründet, der offensichtlich ein Verehrer von Homer war. Eine Nachbarsiedlung nannte er Ithaca  - nach der Heimat des Odysseus. Auf dem Stadtgebiet liegen die Taughannock Falls, ein 66 Meter hoher Wasserfall, um den ein großer Park mit schönen Wegen und einem Badestrand am Cayuga Lake angelegt wurde. 


Philadelphia

Oststaatentradtion und weltstädtisches Flair

Die Stadt, die die Bruderliebe im Namen trägt, bietet eine Mischung aus alten Oststaaten-Traditionen und weltstädtischem Flair. 1638 kamen mit den Schweden die ersten Europäer, die sich mit dem einheimischen Stamm friedlich arrangierten. 1684 wurde die Stadt von William Penn gegründet, der sie zu einem Zufluchtsort religiös Verfolgter machen wollte. Bald stieg Philadelphia zum wichtigsten Hafen an der Ostküste auf. Heute ist sie die zweitgrößte Stadt an der Ostküste und die fünftgrößte der USA. Eine besonderes Nationalheiligtum ist der Liberty Bell Pavilion in der Old City. Die Freiheitsglocke erklang bei der Verlesung der Unabhängigkeitserklärung am 8. Juli 1776.


Cayuga Lake

Der Moränensee, der am Ende der letzten Eiszeit entstand, gehört zu den Finger Lakes im Staat New York. Seine Seeoberfläche beträgt knapp 170 Quadratkilometer. Der Wasserpegel wird heute durch eine Schleuse am nördlichen Ende des Sees geregelt. Über den Cayuga-Seneca Kanal und den Eriekanal ist er mit dem Ontariosee verbunden. Zusätzlich ist er durch den Cayuga-Seneca Kanal mit dem westlich gelegenen Seneca Lake verbunden. Vor Einbruch des Winters, wird der Wasserpegel des Sees auf ein Minimum herabgesetzt, um Raum für die im Frühjahr auftretenden Hochwasser zu schaffen. Das nördliche Gebiet des Sees ist geprägt durch seichtes Schwemmland und Schlick, ein bedeutender Rastplatz für Zugvögel, der durch das Montezuma National Wildlife Refuge geschützt wird. 


Seneca Lake

Weinanbau am größten See der Finger Lakes

Der größte unter den Finger Lakes hat eine Wasseroberläche von über 170 Quadratkilometer und ist bis zu 135 Meter tief. Er entstand während der letzen Eiszeit, als ein gigantischer Gletscher das Seebecken aushobelte, immense Mengen Schutt vor sich her schob und schließlich mit seinem Schmelzwasser den See füllte. Wegen seiner großen Tiefe wurde der Seneca Lake zum Testen von U-Booten benutzt. Der Name des Sees rührt vom Indianerstamm der Seneca her. Am Nordende liegt die Kleinstadt Geneva. Am südlichen Seeende befindet sich der Ort Watkins Glen. Aufgrund des milden Makroklimas am See wird an seinen Ufern Wein angebaut. Im Seneca Lake AVA-Weinbaugebiet gibt es über 50 Weinbetriebe.




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