Washington DC

Imperialer Glanz: Capitol in Washington

Imperialer Glanz: Capitol in Washington

Imperiale Regierungsarchitektur am Potomac

Im Gegensatz zu anderen amerikanischen Metropolen weist der Regierungssitz der USA keine Skyline auf. Stattdessen gibt es breite Bürgersteige, viel Grün und eine Regierungsarchitektur, deren imperialer Glanz dem Anspruch, Weltmacht zu sein, gerecht wird. Nebenbei beheimatet die knapp 600.000-Einwohner-Stadt am Potomac Fluss neben erstklassigen (zum größten Teil kostenfreien!) Museen noch die Weltbank und den internationalen Währungsfond. Die größten Sehenswürdigkeiten aber sind das strahlend weiße Capitol, in dem Repräsentantenhaus und Senat untergebracht sind und das Weiße Haus. Der Amts- und Wohnsitz des Präsidenten wurde 1791 errichtet.
Die Stadt hat ein sehr gutes öffentliches Verkehrssystem. Alle Sehenswürdigkeiten sind zu Fuß, per Metrobus, Metrorail, Circularbus oder Taxi zu erreichen.



Sehenswürdigkeiten Washington DC


Botanic Garden

Das bereits die frühen amerikanischen Kongressabgeordneten Sinn für natürliche Schönheit hatten, beweist der Botoniische Garten von 1850, der bis heute unter der aufsicht des Kongresses steht. Der großartige Glaskuppelbau ist vor allem im Winter und an schwülen Sommertagen ein Ruhepunkt für erschöpfte Mall-Touristen. Unter der Kuppel befindet sich ein Miniaturregenwald. Sehenswert sind auch der Orchideengarten und die Brunnenhöfe hinter dem Eingang. 

Zur Website:
www.usbg.gov


Kapitol

Politische und geographische Mitte Washingtons

Der Sitz der amerikanischen Kongresses sollte als politischer Mittelpunkt der Nation auf der geografische Mittelpunkt Washingtons werden. Der mächtige weiße Kuppelbau auf seinem Hügel sollte die Stadt überragen und gleichzeitig anmutig wirken, weshalb es von einem schönen Park eingerahmt wird. Während die repräsentative Seite gen Westen zur Mall zeigt, befindet sich der Haupteingang auf der Ostseite. Massive Bronzetüren zeigen Episoden aus dem Leben des Kolumbus. Sie führen in die Rotunde, einen fast 60 Meter hohen Kuppelsaal, geschmückt mit Gemälden, die Ereignisse der amerikanischen Geschichte wiedergeben. Das Sternenbanner auf dem Dach zeigt an, ob Haus oder Senat gerade tagen. Die „Washington Post“ veröffentlicht an Sitzungstagen die Tagesordnung in ihrer Rubrik „Today in Congress“.

Zur Website:
www.visitthecapitol.gov


Library of Congress

Größte Bibliothek der Welt

Mit rund 113 Millionen Büchern, Manuskripten, Bildern, Landkarten, Noten und Instrumenten in 850 (!) Kilometer Regalen ist dies die größte Bibliothek der Welt. Sie ist für jedermann zugänglich. Sehenswert ist besonders das im italienischen Renaissancestil gehaltene Hauptgebäude, das Jefferson Building, mit seinen reichen Wandmalereien, Mosaiken und Statuen, der marmornen Great Hall und dem Main Reading Room, überdacht von einer fast 50 m hohen Kuppel. Die Bücherei veranstaltet kostenlose Konzerte und Lesungen. Auch eine preiswerte Cafeteria ist angeschlossen. Als Souvenir kann man sich kostenlos gegen Vorlage eines Ausweises eine Lesekarte anfertigen lassen. 

Zur Website:
www.loc.gov


National Mall

Grünfläche und Hauptachse der Stadt

Die National Mall ist eine über drei Kilometer lange Grünfläche zwischen dem Lincoln Memorial und dem Kapitol. Sie wird von Museen, Denkmälern und Regierungsgebäuden gesäumt. Auf der Mall herrscht immer ein buntes Treiben. Hier pulsiert das Leben der Stadt. Dabei erkennt man schnell das Doppelgesicht Washingtons: die ruhige Beschaulichkeit einer Provinzstadt auf der einen Seite und die Vielfalt einer Weltmetropole auf der anderen. In Parks und Gärten kann man joggen, angeln und spazieren gehen, oft gar nicht weit entfernt von Plätzen voller Leben und Trubel. Auch an Restaurants, Kneipen und Cafés herrscht  kein Mangel. Dazu gibt es über 150 Denkmäler und mehr als 50 Museen.


Supreme Court

Oberster Gerichtshof der USA

Der Oberste Gericht der USA entscheidet darüber, ob Aktionen des Präsidenten, des Kongresses und der Bundesstaaten verfassungsgemäß sind oder nicht. Die Urteile sind endgültig, können nur vom Supreme Court selber aufgehoben werden. Von den 6500 Eingaben im Jahr werden letztlich nur 100 vor diesem hohen Gericht verhandelt. Die Sitzungen mit ihren vielfältigen Ritualen sind für die Öffentlichkeit zugänglich. Besucher betreten den korinthischen Marmorpalast durch den Haupteingang an der 1st St. Eine Stunde vorher sollte man kommen! In der sitzungsfreien Zeit gibt es Führungen durch den Gerichtssaal mit seinen Marmorsäulen und schweren burgunderfarbenen Samtvorhängen. Außerdem informieren Ausstellungen und ein 20-minütiger Film.

Zur Website:
www.supremecourt.gov


United States Holocaust Memorial Museum

Größte Dokumentation der Judenvernichtung

Das Museum ist die weltweit größte Dokumentation des Holocaust und seiner Opfer. Ein Güterwagen, der Juden ins Konzentrationslager transportierte, Kopfsteinpflaster aus den Ghettos, Habseligkeiten, die die Häftlinge auf dem Weg in den Tod verloren, ausgetretene Schuhe, eine zerrissene Puppe, Tausende von Fotos und Ausweisen, deren Besitzer umgebracht wurden. Besucher erhalten einen sehr persönlichen Blick auf die Leidenswege der Verfolgten.

Zur Website:
www.ushmm.org


White House

Bescheidener Säulenbau als Zentrale der Macht

Der eher bescheidene Säulenbau von 1817 ist die Zentrale der Macht der USA. Hier wohnen alle Präsidenten seit George Washington. Im West Wing, dem Westflügel, arbeitet der Stab des Präsidenten; dort befindet sich auch das berühmte Oval Office, das Arbeitszimmer des Präsidenten. Im Weißen Haus werden Staatsgäste empfangen und zuweilen auch untergebracht. Nach dem 11. September 2001 sind Besichtigungen nur noch für US-Bürger nach Anmeldung bei einem Senator möglich. Besucher aus dem Ausland können versuchen, eins der raren kostenlosen Tickets für die traditionelle Garden Tour im Frühjahr und Herbst oder für die Easter Egg Roll im Garten des White House zu bekommen. Im Visitor Center gibt es Broschüren, Ausstellungen und Videos.

Zur Website:
www.whitehouse.gov


World War II Memorial

Jüngstes und größtes Kriegsdenkmal

Eingeweiht im Mai 2004, erinnert das jüngste und größte Kriegsdenkmal auf der Mall an die Opfer im Kampf gegen Nazideutschland. Die zentrale Lage zwischen Washington Monument und Lincoln Memorial unterstreicht noch die Bedeutung. Gemeißelte Tafeln stellen verschiedene Kriegsszenen dar. Diese wurden von Ray Kaskey realisiert. Eine Mauer, die „Freedom Wall“, mit 4048 Sternen ehrt die getöteten Soldaten. Jeder Stern steht für 100 im Krieg getötete Amerikaner. Vor der Wand steht: „Here we mark the price of freedom“

Zur Website:
www.nps.gov

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