Death Valley

Ort der Extreme: Death Valley

Ort der Extreme: Death Valley

Ort der Extreme von unbeschreiblicher Schönheit

Seinen Namen erhielt das Tal, als sich 1849 zwei Wagentrecks mit etwa 100 Ochsenwagen darin verirrten und wochenlang keinen Ausweg mehr fanden. Nach und nach mussten die Ochsen geschlachtet und die Wagen zu Brennholz verarbeitet werden. Mit letzter Kraft schaffte die Gruppe den Ausweg über den Wingate Pass. Dort drehte sich eine Frau um und rief dem schaurigen Tal ein „Goodbye, Death Valley“ hinterher.
Der drei Millionen Jahre alte Grabeneinbruch ist ein Ort der Extreme. Im Sommer steigt die Temperatur täglich auf weit über 40°C und ist durch das umliegende Gebirge meist windstill. Der tiefste Punkt, Badwater Basin, liegt 86 Meter unter dem Meeresspiegel. Im Jahr fällt weniger als 30 mm Niederschlag, da sich die feuchte Meeresluft des Pazifik an den Hängen der vorgelagerten Sierra Nevada abregnet. Dafür entschädigt das Tal mit unbeschreiblicher Schönheit: Die Sonnenauf- und -untergänge, der Blick von Dante's View hinab zum tiefsten Punkt des Tales oder Devils Golf Course, eine Ebene voll bizarrer Salzkristalle machen das Tal des Todes zu einem Paradies für Landschaftsfotographen.



Sehenswürdigkeiten Death Valley


Badwater

Tiefster Punkt Nordamerikas

Die Senke im Death Valley ist mit 85,5 Metern unter dem Meeresspiegel der tiefste Punkt Nordamerikas. Sie ist mit einem Salzwassertümpel angefüllt, der klägliche Rest eines vorzeitlichen Sees. Im Becken trotzen Tiere und Pflanzen den extremen Bedingungen, darunter Wasserinsekten und die Badwater-Schnecke. In der Umgebung, die nicht ständig von Wasser bedeckt ist, bildet die Salzkruste sechseckige Strukturen aus. Manchmal fluten heftige Regengüsse die Senke mit einer dünnen Schicht Wasser, die jedoch nie lange bleibt. Das liegt an der Verdunstungsmenge von 3.810 Millimetern pro Jahr, der höchsten in den USA. Ihr steht nur ein Niederschlag von 48 Millimetern gegenüber.


Dante’s View

Aussicht über eine Höllenlandschaft

Oberhalb des Death Valley liegt der 1669 Meter hohe Aussichtspunkt in den Black Mountains. Er ist nach dem italienischen Renaissance-Dichter benannt, der in seiner Göttlichen Komödie einen Blick in die Hölle geworfen hat. Von dort kann man den zentralen Teil des Death Valley überblicken. Die Aussicht reicht vom 3.366 Meter hohen Telescope Peak bis zum Badwater Basin, das 85 Meter unter dem Meerespiegel liegt. Das Tal erstreckt sich von links (Süden) nach rechts (Norden); in seiner Mitte erkennt man einen ausgetrockneten Salzsee.


Rhyolite

Ruinen aus der Goldgräberzeit

Nordöstlich von Death Valley stehen noch Ruinen aus der Goldgräberzeit. Rhyolite wurde 1904 nach einem Goldfund gegründet und wuchs innerhalb kürzester Zeit auf über 10 000 Einwohner. In der zeitweilig die drittgrößten Stadt Nevadas gab es drei Eisenbahnlinien, eine Telegraphenstation, ein Elektrizitätswerk, drei Zeitungen, 50 Goldminen, eine Oper, eine Symphonie, drei Krankenhäuser, ein öffentliches Schwimmbad, 19 Hotels, 18 Drugstores sowie 53 Saloons. Um 1914 waren die Goldvorkommen ausgebeutet. Der Niedergang der Stadt erfolgte so schnell wie ihr Aufstieg. Im Jahr 1919 schloss das Postamt von Rhyolite, und der letzte Einwohner, der Postbedienstete, verließ die Stadt. Heute ist die Geisterstadt ein Open Air Museum, das nur noch von Touristen aufgesucht wird.


Hidden Valley

Verlassene Minen und Blumenteppiche im Frühjahr

Das Tal liegt in einer abgelegenen Gegend auf der westlichen Seite der Cottonwood Mountains oberhalb des Racetrack-Tals. Eine Vielzahl von alten, verlassenen Minen befindet sich verstreut über das gesamte Tal. Das ausgetrocknete Tal, mit im Sommer wenig Vegetation, kann sich im Winter zu einer schneebedeckten Landschaft verwandeln und im Frühjahr mit einem Blumenmeer überraschen.


Barker Ranch

Letztes Versteck einer mörderischen Sekte

Die Ranch war das letzte Versteck von Charles Manson. Er hielt sich dort mit seiner Sekte, der sogenannten Manson Family, auf, nachdem diese brutale Morde in Los Angeles begangen hatte. Die Mitglieder der Sekte wurden bei zwei Razzien am 10. Oktober bzw. 12. Oktober 1969 in der Ranch festgenommen. Die Ranch gehört heute dem National Park Service und steht leer und ist nur über unbefestigte Sand- und Schotterpisten zu erreichen.


Nopah Range Wilderness

Wüstensynfonie aus Trockenbergen und Kakteen

Das Wildnisgebiet ist Teil des Nopa Range, das bis zu 1950 Meter hoch aufragt. Besucher werden beeindruckt von einer wahren Wüstensynfonie aus trockenen Bergen, Sandhügeln, Pfannen. Darin wachsen Kakteen und Yuccapflanzen. Wildesel, Wüstenschildkröten und Schafe nähren sich von trockenem Gestrüpp, das nach den seltenen Regenfällen ein Hauch von Gruß annimmt. Manchmal sieht man Steinadler und Präriefalken ihre Kreise ziehen




Reisebeispiele Death Valley

Nach Oben