Hoi An

Weltkulturerbe: Schmelztiegel Hoi An

Weltkulturerbe: Schmelztiegel Hoi An

Die Küstenstadt mit chinesischem Flair war vom 16.-19. Jahrhundert eine bedeutende Hafenstadt, in der sich Chinesen, Holländer und Japaner niedergelassen haben. In den Jahrhunderten sind ihre kulturellen Einflüsse mit den Einheimischen zu einer harmonischen Einheit verschmolzen, weshalb die Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde. Seit der französischen Kolonialherrschaft ist Da Nang die wichtigere Handelsstadt, sodass in Hoi An vieles erhalten blieb. Die Sehenswürdigkeiten liegen auf engem Raum und sind zu Fuß erreichbar.



Sehenswürdigkeiten Hoi An


Restaurant: Streets International

Hier erhalten Straßenkinder und benachteiligte Jugendliche eine Ausbildung in der Gastronomie.

www.streetsinternational.org


My Son

Als im Jahre 1885 französische Soldaten auf einem Patrouillengang in dem von grünen Hügeln umgebenen Tal von My Son auf die Tempelruinen stießen, ahnten sie nicht, dass sie das wichtigste kulturelle und religiöse Zentrum der Cham entdeckt hatten. 20 km von ihrer Hauptstadt Simhapura entfernt, errichteten hier ab dem 4. Jh. die Herrscher von Champa fast ein halbes Jahrhundert lang Heiligtümer. My Son wurde unter König Bhadravarman im späten 4. Jh. zum religiösen Mittelpunkt und blieb es bis ins 13. Jh. Dies ist die längste Entwicklungsperiode für ein Baudenkmal in Südostasien. In My Son gedachten die Champa ihrer Vorfahren, die nach ihrer Einäscherung in Sanktuarien beigesetzt wurden. Und hier hielten sie vor allem Opferrituale ab für den obersten hinduistischen Gott Shiva, den Herrn aller irdischer Schöpfung sowie auch deren Vernichtung, unter dessen Obhut ihr Reich und ihre Dynastie standen. My Son war für Champa die Entsprechung der bedeutenden Städte der anderen indisch beeinflussten Kulturen Südostasiens: Angkor (Kambodscha), Pagan (Burma), Ayuthaya (Thailand) und Borobodur (Java).

Der Vietnamkrieg verwüstete und entvölkerte die Umgebung von My Son in langen schweren Kämpfen. Die Vietnamesen hielten My Son für einen geeigneten Stützpunkt, als Antwort darauf bombardierten die Amerikaner die Baudenkmäler. Als 1980 vietnamesische und polnische Restauratoren in My Son ihre Arbeit aufnahmen, waren nur noch 20 von 70 Tempelruinen in einigermaßen gutem Zustand, sie hatten in den vergangenen Jahrhunderten Plünderungen durch Chinesen, Khmer und Vietnamesen und den Vietnamkrieg überstanden. Um sie vor weiterem Verfall zu schützen, wurde die Tempelstadt My Son 1999 von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes der Menschheit aufgenommen.




Reisebeispiele Hoi An

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