Bho Hoong

Gelebte, uralte Tradition: Einwohner von Bho Hoong

Gelebte, uralte Tradition: Einwohner von Bho Hoong

Gelebte Tradition einer ethnischen Minderheit

Mit Ende des Vietnam-Krieges zog die ethnische Minderheit der Co Tu aus dem zerstörten Hochland nahe der Grenze zu Laos in die vielversprechende Region am Kon Fluss. Das Dorf und seine Einwohner fügen sich auf eine Art und Weise in die raue Landschaft ein, wie es nur einem zähen Bergvolk möglich ist. Das Dorf zählt inzwischen etwa 315 Einwohner. Ihr Leben und das ihrer Vorfahren wurde seit jeher von den Jahreszeiten bestimmt. Traditionelle Landwirtschaft, vor allem der Anbau von Reis und Gemüse, geben den Tagesablauf vor. Die uralte Tradition des Webens ist weit verbreitet, so auch die Geisterverehrung, Tätowierungen und die Jagd mit Armbrust und Giftpfeilen. Ihre Art zu Jagen hat ihnen den Namen Geister des Waldes eingebracht. 



Sehenswürdigkeiten Bho Hoong


Bach Ma National Park

Der Park 45 Kilometer südöstlich von Hué und 85 km nordwestlich von Hoi An bildet das Kernstück des letzten geschlossenen Waldgebiets in Zentralvietnam. Der 1991 gegründete Park ist 22.000 Hektaren groß und beheimatet verschiedene Vegetationszonen von der Küstenebene bis zum fast 1500 Meter hohen Gipfel des Bach-Ma-Berges.

Die Franzosen gründeten bereits in den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts auf dem Gipfelplateau einen kleinen Sommerkurort für Kolonialbeamte. Während des Vietnamkrieges bauten die Amerikaner auf dem Gipfel einen Hubschrauberlandeplatz, um von dort die Küstenebene zu kontrollieren. Schützengräben und ein verfallenes, von Fledermäusen bewohntes Tunnelsystem sind noch heute erkennbar.

Im Park gibt es eine für Indochina große Artenvielfalt: mehr als 1400 Pflanzen-, 330 Vogel- und 50 Säugetierarten sind registriert, darunter der seltene Perlenpfau oder der Silberfasan.

Mehrere Wanderpfade führen durch den Park, die mit festem Schuhwerk leicht zu bewältigen sind. Vom höchsten Punkt des Berges hat man bei gutem Wetter einen sensationellen Rundblick. Sehenswert ist der 200 m hohe Rhododendron-Wasserfall, zu dem eine Treppe mit 689 Stufen führt.

Am Parkeingang und auf dem Gipfelplateau gibt es Rasthäuser. Einige der Kolonialgebäude im Park wurden stilvoll renoviert.


My Son

Als im Jahre 1885 französische Soldaten auf einem Patrouillengang in dem von grünen Hügeln umgebenen Tal von My Son auf die Tempelruinen stießen, ahnten sie nicht, dass sie das wichtigste kulturelle und religiöse Zentrum der Cham entdeckt hatten. 20 km von ihrer Hauptstadt Simhapura entfernt, errichteten hier ab dem 4. Jh. die Herrscher von Champa fast ein halbes Jahrhundert lang Heiligtümer. My Son wurde unter König Bhadravarman im späten 4. Jh. zum religiösen Mittelpunkt und blieb es bis ins 13. Jh. Dies ist die längste Entwicklungsperiode für ein Baudenkmal in Südostasien. In My Son gedachten die Champa ihrer Vorfahren, die nach ihrer Einäscherung in Sanktuarien beigesetzt wurden. Und hier hielten sie vor allem Opferrituale ab für den obersten hinduistischen Gott Shiva, den Herrn aller irdischer Schöpfung sowie auch deren Vernichtung, unter dessen Obhut ihr Reich und ihre Dynastie standen. My Son war für Champa die Entsprechung der bedeutenden Städte der anderen indisch beeinflussten Kulturen Südostasiens: Angkor (Kambodscha), Pagan (Burma), Ayuthaya (Thailand) und Borobodur (Java).

Der Vietnamkrieg verwüstete und entvölkerte die Umgebung von My Son in langen schweren Kämpfen. Die Vietnamesen hielten My Son für einen geeigneten Stützpunkt, als Antwort darauf bombardierten die Amerikaner die Baudenkmäler. Als 1980 vietnamesische und polnische Restauratoren in My Son ihre Arbeit aufnahmen, waren nur noch 20 von 70 Tempelruinen in einigermaßen gutem Zustand, sie hatten in den vergangenen Jahrhunderten Plünderungen durch Chinesen, Khmer und Vietnamesen und den Vietnamkrieg überstanden. Um sie vor weiterem Verfall zu schützen, wurde die Tempelstadt My Son 1999 von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes der Menschheit aufgenommen.

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