Mekong Delta

Zahllose Kanäle: Mekong Delta

Zahllose Kanäle: Mekong Delta

Der 4.350 km lange Fluss (zum Vergleich: der Rhein ist 1320 km lang) entspringt in Tibet auf einer Höhe von 5.200 m Höhe. Mit 1300 Fischarten, darunter mit Riesenfischen, wie dem Mekong-Riesenwels, dem größten bekannten Süßwasserfisch der Erde, der Riesenbarbe oder dem Siamesischen Riesenkarpfen (Cathlocarpio siamensis) und außerdem mit zahllosen Vogel- und Reptilienarten gehört er zu den fünf artenreichsten Flüssen der Welt. Etwa die Hälfte seiner Länge fließt er durch China, wo acht große Talsperren (!) geplant sind. Danach bildet er für 200 km die Grenze zwischen Birma und Laos. Am Zufluss des Ruak – dem Dreiländereck von Birma, Thailand und Laos – beginnt der Unterlauf mit einer tiefen Schlucht und mehreren Stromschnellen. Nach den Sambor-Wasserfällen durchfließt der jetzt schiffbare Mekong flachere Gefilde und bildet die fruchtbare Lebensader der intensiv genutzten Landschaft nördlich von Phnom Penh.

In Vietnam angekommen, hat der Strom bereits eine Breite von mehreren Kilometern. Aus den zwei Zwillingsflüssen werden acht, die schließlich das Delta von über 70.000 km² bilden. Die abgelagerten Schwebstoffe färben das Wasser gelbbraun und sind sehr fruchtbar. So ist das von zahllosen Kanälen durchzogene Gebiet die Reiskammer Vietnams und relativ dicht besiedelt. Wegen des schlammigen Untergrunds gibt es fast keine Straßen und bisher nur eine einzige Brücke. Der Verkehr spielt sich zu Wasser ab. Sehenswert sind die schwimmenden Märkte, wo Handel ausschließlich auf Schiffen betrieben wird. Der südlichste Teil des Deltas ist Sumpfgebiet und nur auf dem Wasserweg zu erkunden.

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