26.01.2009

Vietnamreise von Gabriele R.

Vietnam Reise vom 02.11.08 bis zum 21.11.08

In der Vergangenheit habe ich meine Reisen nach Asien selbst organisiert, damals war es mir möglich fünf bis sechs Wochen dort zu verweilen. Nunmehr hatte ich nur knapp drei Wochen Zeit, daher war ich auf der Suche nach einem Reiseveranstalter, der mir teilweise die Reise organisiert und ich einen Teil vor Ort selbst organisieren konnte. Auch wollte ich keinesfalls an einer Gruppenreise teilnehmen.

Bei meiner Internetsuche fand ich Umfulana und im Nachhinein war dies ein Glücksfall, zumal dies meine erste organisierte Reise war.

Mein Erstkontakt zu Umfulana stellte ich telefonisch her und schilderte kurz meine Vorstellung. Der Reiseveranstalter sollte für mich und meine drei Freunde gute Flugverbindungen und ein Hotel in Hanoi heraussuchen, Vorschläge für Sapa und der Halong Bay unterbreiten. Via Mail erhielt ich von Frau Wixforth, von Umfulana, in einem sehr anschaulichen Prospekt eine individuelle Reiseplanung. Diese war mit Bildern und Beschreibungen in einer Art und Weise geschildert, dass wir uns konkret die Reise vorstellen konnten und buchten und bereuten es nicht. Alles stimmte und alles war „ontime“. Eine so gut geplante Reise hätte ich trotz meiner Erfahrungen nicht bewerkstelligen können.

Bei meiner letzten Reise nach Vietnam war die Ankunft schrecklich. Völlig übermüdet in Hanoi ankommend, galt es zunächst, das Heer der Taxifahrer abzuwehren und eine vernünftige Unterkunft zu finden. Aber jetzt völlig entspannend schlenderten wir zu unserem Fahrer, der lächelnd ein Schild mit meinem Namen hochhielt. Er fuhr uns den weiten Weg vom Flughafen zum Hotel in die Altstadt. Es war früher Abend, dunkel und in der Altstadt tobte der Verkehr, der für uns Europäer chaotisch verwirrend und auch erschreckend ist. Mitten in dem Gewusel hielt der Fahrer an und lud uns vor unserem Hotel ab. Gleich kam ein Hotelangestellter und geleitete uns in die Lobby. Dort war es angenehm ruhig, alles war für uns vorbereitet. Unser Hotelzimmer entsprach dem Prospekt und unseren Vorstellungen, es war wunderschön, ruhig sauber mit einem super Badezimmer. Wir hatten uns ruhige Zimmer gewünscht, daher gab es nur ein Fenster zum Hof. Dafür hat das Hotel eine Dachterrasse von der die Altstadt uns zu Füßen lag, auch der Hoan- Kiem-See. Es war eine Freude von oben dem Treiben in den engen Straßen zu beobachten. Das Frühstück in dem Hotel war für vietnamesische Verhältnisse gut und die Angestellten waren sehr bemüht alles mundgerecht zu kredenzen. Aufgrund der zentralen Lage des Hotels konnten wir unsere Altstadtbummel immer wieder kurz unterbrechen um uns zu erholen und die Einkäufe in den Zimmern abzuladen. Nach drei Tagen Hanoi stand unser Fahrer pünktlich morgens vor dem Hotel und fuhr uns zur Halong Bay. Dort angekommen wurden wir wieder erwartet. Der Kooperationspartner von Umfulana hatte Mitarbeiter vor Ort der uns zu dem Anleger unser Dschunke brachte. Die Dschunke war ein Traum und blieb es bis zu letzt. Leider hatten wir nur zwei Tage und eine Nacht gebucht, wir hätten es dort noch lange ausgehalten!!! Nach einem Begrüßungsgetränk und Vorstellung der Mitreisenden (insgesamt nur 8) und der Crew bestaunten wir unsere Kajüten, selbstverständlich mit eigener Dusche. Es waren tolle Fahrten durch die Schönheiten der Halong Bay und gekrönt wurde dies nur noch durch ein mehrgängiges Menü. Wir sind uns einig, dies war das beste Essen auf der Reise. Wehmütig traten wir am nächsten Tag die Rückreise nach Hanoi an, wobei selbstverständlich „unser Fahrer“ schon auf uns wartete und uns in das Büro des Umfulana-Partners brachte. Dort konnten wir unser Gepäck zur Aufbewahrung abgeben, da wir spät am Abend zum Bahnhof wollten. Da nur ein Teil der Reise organsiert war, wollten wir den Rest, nach dem Abstecher nach Sapa, organisieren. Die Mitarbeiterin des Büros, Tracy, stand uns mit Rat und Tat zur Seite. Unser Wunsch war nach Saigon zu fliegen und dann auf die Insel Phu-Quoc, da wir zum Schluss Strand und Meer wollten. Obwohl wir uns eine Unterkunft ausgesucht hatten, mit der Umfulanas Partner vor Ort keine Kooperation hatte telefonierte Tracy mit dem Resort und buchte für uns. Dort verlangten sie Vorkasse. Aber auch dass war kein Problem, Tracy übernahm auch diese Überweisungsformalitäten. Jedoch mussten wir feststellen, dass es nunmehr teurer war. Wir hätten bessere Konditionen erhalten können, hätten wir dies vorab über Umfulana gebucht. Es war uns schon vorher aufgefallen, dass die Dschunkentour durch unsere Vorbuchung günstiger war, als die der anderen Mitreisenden die erst in Hanoi buchten. Zurückkommend zur Dschunkentour sei bemerkt, es lohnt sich wirklich nicht auf eigene Faust eine Halong Bay Tour selbst vor Ort zu buchen. Die Gefahr auf einem Boot eine anstrengende und schlussendlich teure Erfahrung zu erhalten, ist mehr als wahrscheinlich.

Aber weiter: Wir hatten über Umfulana die Anreise nach Sapa gebucht. Also wurden wir wieder von „unserem Fahrer“ vor dem Büro abgeholt und zum Bahnhof gefahren, dort brachte uns ein Guide im stockdunkeln über die Gleise zu unserem Zug und fast bis zum Abteil. Wir hätten allein weder das Gleis noch den Zug gefunden. Das Schlafabteil war bedingt bequem, aber tagsüber möchte ich die Fahrt nicht machen, wenn man nur so wenig Zeit hat wie wir. Die Abfahrt war abends 22.00 Uhr, in aller Herrgottsfrühe morgens um 4.00 Uhr kamen wir Lao Cai an. Der dortige Guide stand parat mit einem Lächeln und einem Schild, so dass wir auch dort den Heerscharen von Anbietenden entkamen. Unser Guide brachte uns erst einmal in ein Restaurant zum Frühstücken, was auch schon gebucht war. Trotzdem konnten wir selbst wählen, was wir wollten. Der Guide stellte, wie alle Mitarbeiter der Partneragentur von Umfulana, in einem sehr guten Englisch die Tour vor. Und dann ging es ab, über Straßen, die eigentlich keine waren, in die Berge zu den Märkten der Bergvölker. Hierbei war festzustellen, dass auch die Fahrer gut ausgebildet sind. Aufgrund der früheren Unwetter waren die Straßen teilweise schlecht passierbar, trotzdem blieb das Fahrzeug nicht im Schlamm stecken wie andere und wir kamen heil an. Das Treiben auf den Märkten ist beeindruckend und mithilfe des Guide haben wir nicht den vollen Touristenpreis für die Souvenirs bezahlt. Am frühen Abend gelangten wir zu unserem Hotel, auch dies entsprach dem vereinbartem und das beste Frühstück hatte (selbstgemachtes Brot und Pancakes, lecker). Es war sehr entspannend, sich um nichts zu kümmern und zu genießen. Sapa quirlig und voller Touristen, jedoch ganz anders und doch so wie erwartet. Jedenfalls ein Muss, wie der Markt in einem Dorf, dort waren wir ohne andere Touristen. Für mich sehr beeindruckend, obwohl für uns kaum was zum einkaufen in Frage kam. Aber dies störte niemanden, denn teilweise waren wir die Attraktion, wenn man von den gegrillten Hunden absieht und den andere Feilgebotenen. Die nächsten Nächte verbrachten wir in einer Eco-Lodge. Wieder ein Traum, dorthin wäre ich allein nicht hingekommen. 18 km von Sapa entfernt, fernab von dem Kommen und Gehen der anderen Touristen, ein Kleinod. Hier wird der sog. sanfte Tourismus gelebt. Unser Guide erzählte von den Schwierigkeiten der Bergvölker, die traditionsbedingt ihren Kindern keine Ausbildung zukommen lassen. In der Lodge erhalten sie eine Ausbildung und der Service ist gut. Die jungen Menschen sind sehr freundlich wenngleich zurückhaltend. Und die schönen Bungalows tun ihr übriges, damit man sich einfach wohlfühlt und die Zeit dort war ebenfalls eindeutig zu kurz. Der Guide brachte uns zum Zug und dann ging es ab in den Süden.

Dieses war meine/unsere erste fremdorganisierte Reise und ich habe es in vollen Zügen genossen und ob ich all die Kleinode gefunden hätte, ist mehr als fraglich. Vielen Dank an alle.



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