Anja Joachim | Kanada
Juli 2009
Unsere Reise nach Kanada begann in Vancouver bei ungewöhlicher Sommerhitze, die uns aber in unserem wunderbaren B& B in Capilano mit einem absoluten Verwöhnprogramm versüsst wurde – ein sagenhaftes Frühstück, sehr nette Betreuung und eine wunderschöne Umgebung. Sehenwert: der Capilano Canyon mit einer Lachsfarm. das Aquarium von Vacnouver und Granville Island. Unser Weg führte uns dann zum Whistler in das weltbekannte Skigebiet (bei 30 Grad natürlich ohne Schnee, dafür aber mit schönen Wanderwegen und Badeseen) mit einem urigen B&B diekt in den Bergen. Vom Whistler fuhren wir eine lange Strecke über Kamloops nach Clearwater; ausgedehnte Waldbrände hatten eine kahle Landschaft hinterlassen und die Luft war voller Rauch. Löschhelikopter flogen über unsere Köpfe, wir verliessen die Gegend fluchtartig in einem von der Polizei begleiteten Konvoi in Richtung Osten – auch das kann Abenteuer in Kanada bedeuten!
In Clearwater machten wir zwei Tage Station, um den Wells Grey Provincial Park zu erkunden. Die Gegend ist wunderschön und wenig besucht, da sie sehr abgelegen ist im Vergleich zu Jasper oder Banff. Auf dem Clearwater Lake kann man ungestört paddeln und sieht mit etwas Glück zahlreiche Tiere wie Eistaucher (auch auf der 1-Dollar-Münze abgebildet), Hirsche und Schwarzbären. Tip: Unbedingt etwas gegen Mücken mitnehmen!!
Die Fahrt nach Jasper führte uns direkt in die Rockies, wunderbare Vegetation und spektakuläre Landschaften! Am Highway waren regelmäßig Wapitis und Dickhornschafe zu sehen. In Jasper sollte man unbedingt einen Ausflug zum Maligne Lake machen, der eingebettet in eine hochalpine Gletscherlandschaft wunderschöne Photomotive bietet. In Jasper übernachteten wir in der Overlander Lodge, dem einzigen Hotel auf unserer Reise, und waren ein wenig enttäuscht vom „Massenbetrieb“, da wir von unseren heimeligen B&Bs sehr verwöhnt waren! Das Hotel hat zwar eine schöne Aussicht auf die Rockies, liegt aber direkt am Highway und ist damit alles andere als ruhig.
Auf dem „Rücken“ der Rockies ging es über den Icefield Parkway nach Banff, das Icefield besteht aus einer Reihe von Gletschern, die z.B. am Columbia Icefield Center auch von Nahem zu besichtigen sind; die großen Gletscher speisen reissende jadegrüne Flüsse, die sich in spektakulären Wasserfällen in die Tiefe stürzen, z. B. der Athabasca River.
In Banff, einem beschaulichen Ort, in dem alle Strassen Tiernamen tragen, wohnten wir wiederum in einem tollen B&B mit Hirschen im Vorgarten. Auch Banff bot, ebenso wie Jasper, viele Ausflugsmöglichkeiten in die Rockies, so dass die zwei Übernachtungen dort eigentlich zu kurz waren! Empfehlenswert: Eine Fahrt auf dem Bow River Parkway bei Dämmerung (wenn die Tiere aus dem Wald kommen, sind sie dort leicht zu sehen).
Die kurze Strecke nach Calagary führt aus den Rockies in die Ebenen von Alberta mit riesigen Weideflächen, wo zukünftige Steaks sich am Gras laben.
Fazit: Die Unterkünfte waren hervorragend, die Route hat alles geboten, was man in so kurzer Zeit sehen und erleben kann und bot ein abwechslungsreiches Programm. Unsere B&B-"Eltern" versorgten uns nicht nur mit phantastischem Frühstück, sondern auch mit weiteren Informationen zur Ausflugsplanung.
Ein perfekter Trip, und höffentlich nicht der letzte nach Westkanada (und mit Umfulana?). Vielen Dank!