Wolfgang Henschke | Kroatien
Juni 2009
Sehr geehrter Herr Bach, vielen Dank für Ihre e-mail,
Deutschland hat uns wieder, und wir grüßen Sie Herr Bach ganz herzlich, und natürlich
Ihr Team
Nicht ganz unerfahren in Punkto Rundreise, sind wir auf das angenehmste überrascht worden, sei es die Zusammenstellung der Route oder die ausgesuchten Hotels, die so gar nichts gemein hatten mit den gewohnten Urlauberhotels.
Alles war (fast) bis auf das I-Tüpfelchen ausgefeilt, und gerne wollen wir etwas genauer von dieser Reise berichten.
Um Zeit für Verona zu gewinnen, hatten wir eine Übernachtung in Bayrischzell eingeplant.
Schon das erste Hotel war exquisit, und die Lage (obwohl im Zentrum) bestens gewählt.
Ans Schlafengehen dachten wir nicht, genossen einfach das Flair am und um den „Plaza Erbe“, bis die Lichter angingen.
Für den nächsten Tag hatten wir eine Tour nach Venedig geplant, was sich auch gelohnt hat.
Ein neuer Tag, ein neues Ziel – die „Villa Annette“ in der Rabacer Bucht auf der Halbinsel Istrien, einfach zauberhaft, schön, dass wir in hier drei Nächte bleiben konnten. In der modern eingerichteten Suite konnte man es aushalten, und die Küche war ausgesprochen gut. Die Labin, Pula und Rijeka, überall trafen wir auf Geschichte, eine wunderschöne Natur und traumhaftes klares blaues Wasser, das kann eben nur die Adria bieten.
Auf das nächste Ziel freuten wir uns auch schon, uns erwartete ein Palazzo auf der autofreien Insel Prvic. Hier wurden wir mit einem Problem konfrontiert, der 25.06. ist ein Staatsfeiertag, und an eben diesem ist der Fährverkehr eingestellt. Was tun? Freundlich wie die Menschen in Jugoslawien sind, wurde uns ein Wassertaxi organisiert. Wir gelangten also doch noch an diesem Abend auf die Insel, und der herzliche Empfang ließ uns alles vergessen.
Am folgenden Tag fuhren wir mit der Fähre nach Sibenik, denn wir wollten dieses schöne Städtchen nicht auslassen. Als Abendessen hatten wir uns „die“ Spezialität des Hauses bestellt, „ PEKA“ Octopus in Holzkohlengut gegart, muß zwei Stunden vorher bestellt werden, davon wird mein Mann ewig träumen. Als wir den bewachten Parkplatz nach zwei Tagen in Vodice verließen, wurde uns eine saftige Parkplatzgebühr abgenommen, 8 Kn/pro Stunde, da kam schon etwas zusammen. Wir fügen dies als einzuplanen an.
Dubrovnik war das nächste Ziel, natürlich nicht ohne einen Besuch der Stadt Split, das ist ein unbedingtes Muß.
In der „Villa Wolf“ mit den nur fünf Zimmern konnte man sich einfach nur wohlfühlen.
Wir bekamen freundliche Hinweise, wie und womit wir zur Altstadt gelangen konnten, und das klappte hervorragend. Die Zeit verging viel zu schnell, wir wollten einfach so viel wie möglich sehen.
Einen Tag später verließen wir Kroatien, und fuhren nach Bosnien. Die Neretwa und Mostar mit seiner legendären Brücke, sonst herrliche Landschaft und leider Zeugen von Kriegseinwirkungen. Das „Hotel Michele“ liegt in einer ansonsten schäbigen Gasse, in ihr hätten wir nie ein Hotel vermutet. Es war mit antiquierten Möbeln ausgestattet, ob es der Frühstücksraum oder unser riesiges Zimmer war, aber die Technik und Badausstattung vom Modernsten und Feinsten.
Im Basar von Sarajewo kann man sich glatt verlaufen, und es zu kaufen gibt es einfach alles.
Hier leben die verschiedensten Glaubensrichtungen nebeneinander und miteinander.
Aber auch Sarajewo gilt es zu verlassen, und wir steuern den Nationalpark „Plitwitzer Seen“ an. Das Landhaus „Ruhige Lage“ war allerdings nach der vorgegebenen Wegbeschreibung nicht leicht zu finden. Vom Grenzübergang „Bihac“ kommend in Richtung „Slunj“ fahren, bis an der linken Straßenseite ein Schild „Apartments Rooms“ mit Wegbeschreibung steht, dort links abbiegen (Bild im Anhang).
Nach bisher „nur Stadt und Geschichte“ zu sehen, hieß es jetzt Natur genießen, und ein Genuß war es absolut. Unsere nette Wirtin gab uns einen ausgesprochen guten Tipp für die Wanderung, für diesen waren wir ihr im Nachhinein sehr dankbar. Dieser Nationalpark ist einmalig schön, und das Landhaus hielt was es versprach.
Mit der Wanderung in den Beinen fuhren wir am nächsten Tag ab, in Richtung Ljubljana.
Auch hier erwartete uns ein edles Hotel.
Ich habe versucht, mich kurz zu fassen, aber so recht gelungen ist es mir wohl nicht, ich wollte aber auch nichts von all dem Schönen unerwähnt lassen.
Alles in Allem, die Fahrt an der Küste, auf einer Seite die Adria, auf der anderen Berge, an denen sich die Wolken türmten, war traumhaft. Begegnungen mit freundlichen und hilfsbereiten Menschen, ausgesuchte Hotels, Geschichte verschiedenster Epochen, dies alles sind Eindrücke, die wir wohl erst so nach und nach verarbeiten werden, und in einem Fotobuch festhalten.
Eines ist sicher, es war nicht unsere letzte Reise mit UMFULANA, und wir bedanken uns ganz herzlich für die Organisation.
Sonja und Wolfgang Henschke