Silke Otremba | Neuseeland
November 2007
Wir möchten uns auf diesem Wege für eine ganz besonders schöne und außergewöhnliche Reise bedanken!!!
Die 19 Tage in Neuseeland waren viel zu kurz- aber wir bekamen einen Eindruck von diesem wunderbaren Land.
Die Unterkünfte waren wie immer bei UMFULANA einzigartig und besonders, die Gastgeber sehr nett- man fühlte sich wie in einer Familie aufgenommen...
Nach der langwierigen Anreise über Dubai begannen unsere Neuseeland-Reise in Christchurch- Brian und Barbara besitzen ein tolles Haus und diese Unterkunft war eine mit dem imposantesten Ausblick über die Bucht von Christchurch. Wir machten in Christchurch das übliche „Touri-Progamm“, Stadtrundfahrt mit der alten Tram, mit der Gondel auf Mt.Cavendish und erstes Shopping...Die alten Gebäude der Universität von Canterbury und in der Innenstadt beeindruckten uns sehr und zeugten von britischer Vergangenheit.
Danach ließen wir die Menschenmassen hinter uns und begaben uns auf die Reise durch die wilde Südinsel. Zuerst stoppten wir in Lake Tekapo, wo die Schweizer Gastgeber einige gute Tips zum Wandern abseits der Touristenströme hatten. Die wilden Lupinen blühten in allen Farben und strahlten mit dem türkisblauen See um die Wette.
Weiter ging es danach nach Queenstown- dort hat der Tourimus Einzug gehalten, aber in dem fabulösen B&B mit dem Pudel „Boodie“ bekam man von dem Trubel nichts mit und konnte einen phatastischen Blick über die Seen und Berge geniessen.
Die Fahrt mit dem alten Dampfschiff „TTS Earnslaw“ war besonders lohnenswert- wir waren bei der „Walters Peak Heritage Tour“ dabei und gottseidank nur 6 Teilnehmer, so dass wir das süße Kleinod der früheren Schafstation beinahe für uns hatten. Die Führerin war eine Nachfahrin der schottischen Familie, die diese gegründet hatte und sie hatte viele Insider-Details zu berichten. Empfehlenswert ist auch ein Abstecher zu den Vinyards/Weinfarmen von Gibbston Valley, Weinprobe und Käse sind dort nicht zu verachten...
Als nächstes ging es durch die zerklüfteten Berge über die „Crowns Range“ nach Wanaka. In der Karstlandschaft wurde einiges für „Herr der Ringe“ gedreht und wir genossen einen herrlichen Ausritt auf Western-Pferden durch die mit blühendem wildem Ginster bewachsenen Berge. In Cardrona war gerade eine „Vintage Fair“ und sämtliche (etwa 50) Einwohner der Gegend waren dort und genossen Lamm vom Grill und selbstgebackenen Kuchen und wanderten in Anzügen und Kleidern des frühen 19.Jahrhunderts über den kleinen Handwerkermarkt.
Am Ufer des Clutha River bei Wanaka wohnten wir in einem zauberhaften „Puppenhaus“, anders kann man das „Riversong“ kaum beschreiben. Sehr idyllisch! Schweren Herzens mußten wir diesen schöne unterkunft verlassen, es ging weiter zu den Gletschern „Fox“ und „Franz Joseph“. Wer kann schon davon berichten, an einem Tag durch wildesten Urwald mit Riesenfarnen (bei Fox Glacier) und an einem Gletscher gewandert zu sein? Besser wurde es noch auf der Weiterfahrt, wo wir eine Urwaldwanderung zum „Monro Beach“ machten (wir haben leider nur einen einzigen schwimmenden Pinguin gesehen- die anderen hatten sich versteckt...) und am „Ship Creek“ Strand picknickten, dort sollen die Strandszenen von „Das Piano“ gedreht worden sein. Unser B&B bei Greymouth sorgte wieder für begeisterte Sprachlosigkeit aufgrund der Lage mit Blick über die wilde Küste. Ein kleiner Kieselpfad führte zu dem Strand aus lauter rundgeschliffenen Steinen, unter denen sich auch manchmal Jade findet...Das Abendessen genossen wir bei unseren Gastgebern zusammen mit einem amerikanischen Paar, danach war der spektakuläre Sonnenuntergang am Strand zu bewundern...
Ein besonderes Highlight war Ruby Bay und der nahegelegene „Abel Tasman Nationalpark“. Das Haus (in dem wir nicht nur ein sehr geräumiges Schlafzimmer hatten, sondern auch über ein Ankleide- und ein Wohnzimmer verfügten) lag mit einem schönen Blick über Weinberge und die Bucht von Nelson inmitten von Rosen- und Obstgärten. Wir fühlten uns so wohl, dass wir gar nicht mehr abreisen wollten. Im Nationalpark waren wir kajaken und sahen sogar ein gerade geborenes Seehundbaby!
Der Abschied von dem B&B fiel schwer, nach einem leckeren Frühstück mit selbstgemachter Marmelade und Früchten aus dem Garten fuhren wir die kurvige Strecke nach Picton. Leider hatte sich das Wetter etwas verschlechtert und die Überfahrt nach Wellington war etwas rauher. Aber Wellington begrüßte uns wieder mit Sonnenschein und dem üblichen Wind, der der Stadt den Namen „The windy city“ einbrachte. Nach sovielen einsamen Orten war der dichte Stadtverkehr und die Hochhäuser für uns noch etwas gewöhnungsbedürftig. Aber wieder einmal hatten wir eine tolle Unterkunft außerhalb der Stadt in Plimmerton- abends genossen wir Selbstgekochtes´und neuseeländischen Wein auf der Terrasse des Appartements direkt am Wasser, während Wellington Fußballer „David Beckham“ feierte. Natürlich gehörte zum Programm ein Ausflug mit der Zahradbahn auf den Berg, die Parlamentsgebäude und auch das Nationalmuseum „Te Papa“ dazu.
Als nächste Station gelangten wir zum Tongariro Nationalpark- leider konnte man aufgrund der dichten Wolken die Spitzen der Vulkane nicht erblicken, doch davon ließen wir uns nicht entmutigen und wanderten durch die wilde Landschaft. Die Besitzer der Wildfarm züchteten Rehe und wir durften abends ein delikates Wildmahl mit ausgezeichneten Weinen geniessen. Wir sahen ein gerade geborenes Rehkitz, welches die ersten Schitte auf wackeligen Beinen versuchte. Da es das erste Kitz des Jahres war und wir es entdeckt hatten wurde es von den Besitzern kurzerhand auf meinen Namen „Silke“ getauft!
Sehr früh am Morgen ging es weiter nach Roturura, wiederum eine völlig andere Landschaft. Die Lodge am Rotorua See war zwar sehr schön gelegen, aber leider hatten wir dort wohl das letzte übriggebliebene Zimmer in einem kleinen Anbau bekommen. Das war die einzige Unterkunft, die uns nicht so gefiel- das Zimmer war sehr klein (mehr als das Bett passte nicht rein) und war ziemlich muffig und staubig, so dass wir ganz froh waren, in Roturura viel unterwegs zu sein. Wir klapperten die üblichen geothermischen Felder in Te Puia, Wai-o-tapu etc. ab und abends nahmen wir an einem traditionell auf dem Vulkangrill gekochten Mahl (Hangi) in dem Maori-Dorf „Mitai“ teil. Danach war ein Nachtspaziergang mit Kiwi-Sichtung der Abschlß des Abends.
Die Coromandel-Halbinsel begrüßte uns leider mit einem Sturmtief und Regen. Da das Wetter so verregnet war, legten wir 2 ruhige Tage mit Lesen und Postkarten-Schreiben ein, in einer Regenpause konnten wir doch noch einen kurzen Strandspaziergang mit Bad in der Brandung machen. Beim Baden in selbstgebuddelten Pools am „Hot Water Beach“ störte das Wasser von oben auch nicht ;-)
Die letzten 2 Tage in Auckland vergingen wie im Fluge und der Abschied von Neuseeland fiel und recht schwer und wir schworen uns: Wir kommen wieder!!!