Thomas Berger | Neuseeland
Februar 2008
Schon sind wir wieder drei Wochen zurück von unserem grossen Urlaubstrip und in vielerlei Hinsicht hat einem der Alltag wieder ziemlich im „Griff“. Trotzdem – die Eindrücke unserer Rundreise sind uns immer noch äusserst präsent und wenn wir die verschiedenen Aufnahmen betrachten kommt noch so einiges mehr wieder in einem hoch.
Wir hatten einen sehr guten Flug nach Neuseeland. Lang wars trotzdem. Zum Glück haben wir noch einen zwischenstopp in HongKong eingeschaltet – einerseits kann man endlich wieder ein wenig „Bewegung“ tanken und andererseits bietet die Stadt doch einiges. Nachher flogen wir weiter nach Auckland. Judy iunserer Villa in Devenport hat uns phantastisch betreut. Zu meinem „piratenmässigen“ 4-Tagebart meinte sie aber, es sei an der Zeit, sich wieder unter die Zivilisation zu begeben!
Dass der Linksverkehr nicht unserer Erziehung entspricht haben wir schon bald gemerkt. Immer wenn man über die Strasse geht schaut man verkehrt. Zum Glück haben die Engel eine schützende Hand gehabt. Mehr als einmal war es eher knapp – aber wir haben es überlebt und jetzt sind wir ja wieder in heimatlichen Gefilden! Auch die erste Autofahrt nach Russel mit dem Linksverkehr war ziemlich anstrengend – die Konzentration war sehr hoch und am Abend waren wir entsprechend groggi – aber schon nach wenigen Tagen war die Unsicherheit weg.
Die Nordinsel ist sehr interessant. Da wir sehr gerne wandern, waren wir möglichst viel zu Fuss unterwegs. Aus unserer Sicht hat sich das sehr gelohnt, da wir sehr viel zu sehen bekamen – wunderbare ursprüngliche Wälder, praktisch verlassene Buchten und ab und zu interessante Begegnungen mit den wenigen Menschen die wir unterwegs trafen. Viele Wälder die wir durchwanderten liessen uns staunen. Die Natur ist hier schon unglaublich üppig. Eindrücklich war auch der Waipoua Forest mit seinem dichten Urwald und den grossen Kauri-Bäumen. Wir staunen immer wieder über diese riesigen Pflanzen (haben auch schon die Redwoods und Riesensequoias in Nordamerika gesehen) und sind aber immer auch traurig darüber, dass unsere Vorfahren derartigen Raubbau an den Wäldern betrieben haben. Dies konnten wir auch hier eindrücklich sehen (in der Natur und in den Museen) und nachlesen in den verschiedenen Büchern. Unterwegs begegnet man auch immer wieder grösseren abgeholzten Waldflächen, werden doch viele Wälder heute industriell genutzt. Leider sind diese Bilder für unser Auge ein wenig ungewohnt. Die Gegend um die Coromandel Peninsula mit ihren wunderbaren Buchten und Felsküsten aber auch im Landesinnere die vulkanische Gegend um Roturoa waren äusserst interessant. Vor allem das Waimangu Volcanic Valley ist „heiss“ zu empfehlen. Auch den Tongariro NP darf man nicht verpassen, auch wenn uns hier das Wetter nicht gerade geschont hat. In unserer Unterkunft in Whare Ora konnten wir uns aber wieder wunderbar trocknen lassen.
In Wellington konnten wir uns dann wieder einmal ein wenig unter die Menschen begeben. Die Stadt bietet für einmal etwas mehr als 100-Seelendörfchen mit relativ bescheidener Infrastruktur. Hier konnte wieder einmal etwas „Kultur und Stadtluft“ getankt werden, was für uns durchaus willkommen war.
Die Südinsel Neuseelands ist eine ganz andere Welt als die Nordinsel. Noch verlassener, noch wilder, noch.... Alle Eindrücke zu beschreiben ist schwierig. Wir waren auf jeden Fall begeistert. Ob in der Gegend von Nelson, an der West Coast, bei den Gletschern des Westland NP oder unten bei den Fiordlands mit dem Doubtful- und Milford Sound überall haben uns die Eindrücke und Stimmungen gepackt. Ob bei Regen oder Sonnenschein.
Das gesamte Reiseprogramm von Umfulana war bestens organisiert. Alles hat geklappt. Die Unterkünfte waren, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, absolut erstklassig und wir wurden immer sehr gut aufgenommen. Auch die Aufenthaltsdauer war meistens ideal auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten. Rückblickend kann man vielleicht sagen, dass es an einem Ort einmal ein Tag zu lange war und dafür an einem anderen Ort ein Tag zu kurz. Aber das ist rückblickend nicht wirklich wesentlich. Auf jeden Fall war die vor Ort Organisation immer erreichbar, wenn etwas nicht ganz klar war.
Wir möchten uns bei Umfulana nochmals herzlich bedanken für die erstklassige Ferienorganisation. Auch kann man eines sagen, wo immer wir in Neuseeland auf Umfulana zu sprechen kamen – die Kommentare der Einheimischen waren nur positiv.
Besten Dank
Rosmarie und Thomas Berger, Greifensee/Schweiz