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Blick auf den Doubtful Sound
Blick auf den Doubtful Sound – ©Regine Thomas
Catlins
Catlins – ©Regine Thomas
Champaign Pool Wai O Tapu
Champaign Pool Wai O Tapu – ©Regine Thomas
Flug über Gletscher
Flug über Gletscher – ©Regine Thomas
Goldgräberruine
Goldgräberruine – ©Regine Thomas
Kapelle am Lake Tekapo
Kapelle am Lake Tekapo – ©Regine Thomas
Küste: Cathetral Cove
Küste: Cathetral Cove – ©Regine Thomas
Nugget Point
Nugget Point – ©Regine Thomas
Tongariro Crossing
Tongariro Crossing – ©Regine Thomas

Regine Thomas | Neuseeland

Januar 2008

Liebe Umfulanas!
Herzlichen Glückwunsch zum Neuseeland Award – den haben Sie wirklich verdient!
Hier endlich der versprochene Bericht.
Wir hatten ja in Christchurch schon mit Frau Bonnemann gesprochen.

Wir waren insgesamt 6 Wochen unterwegs und in Neuseeland über 4 Wochen. Unsere Eindrücke sind vielfältig und unvergesslich und es ist unmöglich zu sagen, wo es am schönsten war. Viele Leute behaupten, dass die Südinsel schöner ist – uns haben beide gleich gut gefallen. Im Süden ist die Landschaft nur noch wilder. Wir fanden es gut, erst den Norden und dann den Süden zu sehen.

Da wir sozusagen „Wiederholungstäter“ bei Umfulana sind, hat uns nicht überrascht, dass die Reiseroute perfekt war und die B&Bs vom Allerfeinsten. Besser als sonst waren hier noch die Wegbeschreibungen – perfekt! Unser großes Glück war, dass wir im Januar/Februar 2008 den schönsten Sommer aller Zeiten in Neuseeland hatten.

Übrigens war unser Zwischenstop in Los Angeles nicht so furchtbar, wie uns vorher weisgemacht wurde. Klar muss man bei der Immigration warten, wenn 3 Jumbos gleichzeitig ankommen. Die Koffer zu holen und wieder abzugeben war vollkommen unkompliziert und die Wartezeit haben wir sehr angenehm in der wunderbaren Air New Zealand Lounge verbracht.

Wir haben in Auckland angefangen und waren froh, dass wir abgeholt wurden. Allein hätten wir den Weg nach Devonport nach der langen Reise doch ziemlich schrecklich gefunden.
Das B&B liegt toll und 2 Nächte sind gut, dann hat man für die Weiterreise das Jetlag überwunden. Auckland selbst ist eigentlich nicht so interessant.

Bay of Islands – wunderbare Landschaft und gute Möglichkeit, die Geschichte des Landes kennenzulernen.
Sommerresidenz bei Kerikeri – schöner Garten, abwechlungsreiches Frühstück und reizende Gastgeber.

Waipoua – Forest
Wir sowohl das Dinner als auch den Kauri-Walk gebucht. Das ist schwierig unter einen Hut zu bringen.
Wir mussten durch den Wald hindurchfahren, um zur Lodge zu kommen und dann wieder zurück. So blieb uns nichts anderes übrig, als das köstliche Essen in uns hineinstopfen, um rechtzeitig zum Walk an der vereinbarten Stelle zu sein, schade. Auch für die netten Waipua-Girls nicht befriedigend. Das Dinner ist im Verhältnis zu anderen wirklich guten Restaurants sehr teuer.

Sehr empfehlenswert – auf dem Weg in den Süden einen Stop beim Kauri-Museum einlegen – das verdichtet die Eindrücke vom Kauriwalk und man lernt viel über Land und Leute.

Auf Coromandel waren wir in Tairua in einem Lehmziegelhaus im Rewarewa-Tal – und haben ewig gefrühstückt, weil wir so viel mit den Gastgebern geschwätzt haben. Natürlich bekamen wir wieder wunderbare Tips, wie den, zum Hot Water Beach zu gehen. Total witzig.

Unser spezieller Weg führte zur Waitomo Cave und wir wohnten auf dem Weg in einem Landhaus bei Hamilton. In einer eigentlich langweiligen Farmgegend. Es war ein unvergesslicher Nachmittag und Abend.
Wir wurden von Gloria und Clyde wie lang erwartete Freunde empfangen, saßen stundenlang zusammen, haben viele Flaschen geleert und ein gutes gemeinsames Abendessen genossen. Nach nur einer Nacht fiel der Abschied richtig schwer.

Überhaupt ist es empfehlenstwert, wenn möglich Dinner im Haus zu buchen. Dadurch hatten wir viele sehr nette Abende. Solche Kontakte kann man auf einer normalen Urlaubsreise nicht zu den Kiwis bekommen.

Rotorua
Ein wunderschönes Haus – die Villa mit Anneke und John. Toller Blick beim 3 Sterne- Frühstück und wieder schöne Gespräche und gute Tipps.
Bei uns hat es in der Stadt gar nicht nach Schwefel gestunken!
Die Geysire und Blubber sind einmalig und uns hat der Mauri-Abend mit Hangi und anschließendem Nightwalk sehr gut gefallen. Sogar mehrere Kiwis konnten wir in aller Ruhe sehen.
Wir hatten auf Anraten die Combo bei Mitai gebucht – ein Familienunternehmen.

Auf dem Weg zum Lake Taupo haben wir noch Wai-O-Taupo besucht, wie ein Blick ins Erdinnere. Für uns eins der beeindruckendsten Erlebnisse der Reise.

Ohakune
Ein sehr nettes B&B mit riesigen Zimmern, eine tolle Gegend. Bernd hat das Tongrariro-crossing gemacht bei herrlichstem Sonnenschein.
Wir hatten in der Zwischenzeit nicht so viel Glück, weil uns auf einem einsamen Parkplatz das Auto aufgebrochen wurde. Das Fenster wurde eingeschlagen uns alles was drin war, geklaut. Laut unserer Gastgeberin Diana, die uns die Tour empfohlen hatte, ist sowas noch nie passiert.
Sie war jedenfalls sehr hilfsbereit, im Gegensatz zur Polizei, die wir erst nach Stunden zu Gesicht bekamen. Auch Avis war hervorragend, wir bekamen im nächstmöglichenStützpunkt ohne viel Bürokratie ein neues Auto.

Villa bei Waikanae
Wieder so eine tolle Unterkunft – ein ganzes Haus mit einem Million-Dollar-View und reizenden Hosts.

Eco-Retreat in den Marlborough Sounds
Das steht ja alles schon in der Beschreibung, schön dass sie so genau war. Ein traumhafter, besonderer Ort mit phantastischen, interessanten Gastgebern. Wir waren begeistert von Judes Küche und Rog's Fotos.

B&B zwischen Nelson & Abel Tasman NP
Hier hat uns die Lage sehr gut gefallen, mit dem Rundherum-Blick. Und der Abel Tasman-Park ist natürlich der Hit.

Westküste
Die war so spannend, eine herrliche Fahrt bei schönstem Wetter.
Die Country Lodge bei Hokitika: gutes Dinner und sehr interessante Geschichten über die Maoris. Hat uns sehr gefallen, obwohl wir total müde waren.

Die Gletscher
Wir hatten wieder so tolles Wetter und haben deshalb einen spontanen Helikopter-Flug gemacht – ein lohnendes, unvergessliches Erlebnis.
Die Cottages sind zwar ein bisschen einfach und ohne „Betreuung“, aber dafür liegen sie phantastisch. Morgens den Sonnenaufgang über den Bergen und dem Gletscher zu sehen, dafür nimmt man auch ein frugales Frühstück in Kauf.

Haast
Wirklich eine etwas gottverlassene Gegend. Man sollte darauf hinweisen, vor dem Einchecken in der Pension bei Haast essen zu gehen, sonst muss man wieder 10 km zurück fahren. Die Chefin läßt sich anmerken, dass sie keine Lust mehr hat, ein B&B zu führen.
Der Hit: wir bekamen beim Abendessen im Pub in Haast den Tip, eine Jetboatfahrt hier zu machen und nicht in Queenstown. Wir sind auf dem Waiatomo River gefahren und es war nicht nur ein Bootabenteuer, sondern auch ein Naturerlebnis. Wir sind ca 3 Stunden unterwegs gewesen, auf dem Fluss mit rasender Fahrt und Halt auf einer einsamen Insel, auf dem Meer und auf einem Creek. Dort sind wir in langsamer Fahrt durch den Urwald „geschwebt“, so kam es uns vor, wegen der Spiegelung und es hätte uns nicht gewundert, wenn ein Saurier um die Ecke gekommen wäre. Dazu viele interessante Erklärungen, währenddessen uns leider die Sandfliegen überfallen haben. Obwohl wir uns mit einheimischen Produkten eingeschmiert hatten. Bei mir haben sich die Stiche entzündet und ich hatte noch wochenlang davon.
Später habe ich mir ein noch stärkeres Mittel gekauft, dabei hat sich allerdings fast die Haut abgelöst und es machte einen ziemlich schlapp.

Queenstown
Das Haus am See war wieder total nett, mit tollem Essen und supernetten Gastgebern. Unser Zimmer war zwar nicht so doll, klein und dunkel, aber der Blick vom Esstisch war wunderschön.
Und zu sehen gibt es genug, auch wenn man nicht zu dem Bungeespringern gehört. Eine Winetasting-Tour lohnt sich, leider machen die wineries schon um 17 Uhr zu.

Fjorde
Da unsere Unterkunft in Richtung Milford-Sound lag, konnten wir den am Nachmittag bewundern und am nächsten Tag den Ausflug in den Doubtful Sound machen.
Bei herrlichstem Sonnenschein, das wurde uns schon langsam unheimlich.

Catlins
Erst fragten wir uns, ob sich der Umweg tief in den Süden für eine Nacht wohl rentiert. Ja, es war eine tolle Fahrt, endlich schlechtes Wetter und wir haben Delphine, Robben und Pinguine gesehen. Auf der Schaffarm konnten wir leider das Scheren nicht angucken, weil die Schafe nass waren...

Dunedin
Richtig schlechtes Wetter und gerade deshalb flogen die Albatrosse!
Landhaus auf der Otago Halbinsel – sehr schön, tolle Gastgeber. Chris hat uns sogar zum Abendessen gefahren und abgeholt!
Empfehlenswert: das Aquarium der Uni. Nicht empfehlenswert: die Pinguin-Outdoor-Tour mit Offroad-Fahrzeugen. Man wird in winzige Kisten gezwängt, fährt wie blöd durch den Dreck und sieht kaum was. Jedenfalls war es bei uns so. In Dunedin Dudelsackpfeiffer im Regen – da fühlt man sich wie in Schottland.

Lake Tekapo
Wieder so ein Umweg, bei dem wir dachten: lohnt sich das, wären wir nicht besser woanders einen Tag mehr geblieben?
Nein – es war genau richtig. Ein magischer Ort, ein Highlight der Reise – wieder bei strahlendem Wetter. Seen von dieser Farbe hatten wir noch nie gesehen. Das Apartment war sehr komfortabel. Leider wurde verlangt, dass man das Haus geputzt um 10 Uhr verlässt. Wenn man nur eine Nacht da ist und erst am Abend ankommt, ist das doof und dann kommt die „Gastgeberin“ tatsächlich um Punkt 10 an und will uns raus schmeißen. Sehr unfreundlich.

Christchurch
Hat uns als Stadt am besten gefallen. Die Antarktis-Ausstellung im Canterbury-Museum ist wirklich sehenswert – und umsonst. Der botanische Garten und die Läden und Kneipen im alten Unigebäude – da kann man gut einen Tag verbringen. Ich hätte ein B&B in der Stadt vorgezogen, nach Sumner raus ist doch ein Stück Weg.
Vor dem Abflug lohnt sich auch ein Besuch im Antarctic-Center am Flughafen, mit Schneesturm und Pinguinen, eine Ergänzung zu den geschichtlichen Hintergründen im Canterbury-Museum.

Mai 2008
Nina Thomas
Bernd Kliebhan
Betae Jung