Frank Mazander | Neuseeland
November 2008
Liebes Umfulana-Team, sehr geehrte Frau Hellack,
zunächst möchten wir uns ganz herzlich bei Ihnen für die hervorrangende Planung und Vorbereitung der Reise bedanken. Die Gastgeber waren durchweg sehr nett, und bei der Planung und Organisation von Ausflügen und Restaurant-Besuchen sehr hilfreich. Den Hinweis, dass meine Frau gegen Daunen allergisch ist, haben Sie ja netterweise an alle gebuchten B&B's weitergegeben. Die Gastgeber waren dementsprechend vorbereitet. Ein B&B war schöner als das andere. Wir haben (fast) alle auf Grund Ihrer tollen Beschreibung auf Anhieb gefunden. Hier und da gab es kleinere Probleme, die einfach dem Wandel der Zeit zuzuschreiben, oder unterschiedlichen Interpretationen des geschriebenen Wortes zuzuschreiben sind.
In Auckland besorgen wir uns zunächst eine Prepaid-Karte von Vodafone (es gibt dort wohl nur Vodafone), um bei Bedarf mit den vorgebuchten B&B's in Kontakt treten zu können. Hin und wieder ist dies auch erforderlich, weil die Landschaft einfach so schön und die Tage um diese Jahreszeit (November) so lang sind, sodass wir häufig erst gegen 20:00 Uhr unser Ziel erreichen.
Absolut empfehlenswert ist Driving Creek Railway bei Coromandel Town. Für 10 NZ$ fährt man 1h mit einer abenteuerlichen Schmalspurbahn durch den Urwald auf einen Hügel mit toller Aussicht.
Ein absoluter Flopp ist der Besuch von Kiwifruit Country in Te Puke. Man zahlt 20 NZ$ für eine halbstündige langweilige und nicht sonderlich informative Rundfahrt.
Erste Schwierigkeiten mit der Wegbeschreibung haben wir auf dem Weg zur Unterkunft bei Ohakune. Die in der Beschreibung angegebene Webb-Motor-Lodge gibt es zwar noch, sie hat aber vor ein paar Wochen einen neuen Anstrich bekommen, wobei das Logo überpinselt wurde. Die Tankstelle gegenüber konnte uns dann behilflich sein. [Anmerkung von Umfulana: Wegbeschreibung wurde aktualisiert]
Auf dem Weg von Richmond nach Greymouth machen wir den von Umfulana empfohlenen Abstecher zum Cape Foulwind und der Seehundkolonie. Der Umweg von 32km lohnt sich wirklich. Kurz nach dem Abstecher beunruhigt uns dann am SH6 das Hinweisschild, dass es auf den nächsten 87km keine Tankstelle gibt. Damit haben wir nicht gerechnet, denn auf der Karte liegen auf dem Weg noch ein paar Ortschaften. Dummerweise befindet sich das besagte Hinweisschild nicht an einer Tankstelle, sodass wir nur weiterfahren und hoffen können. Bis zur nächsten Tankstelle sind es dann tatsächlich 100km. Sie liegt in Greymouth. Die Tankstelle davor gibt es nicht mehr. Unterwegs treffen wir noch mehr Leute, denen es so erging wie uns, und die es ebenfalls mit dem letzten Tropfen Sprit noch bis zur Tankstelle geschafft haben. Ein entsprechender Hinweis in den Umfulana-Unterlagen wäre sicher sehr nützlich. [Anmerkung von Umfulana: Hinweis wurde in Streckenbeschreibung aufgenommen]
Die Pancake Rocks sollte man unbedingt +/- 1,5h rund um den Fluthöhepunkt besuchen, da man nur dann die tollen Blow Holes auch blasen sehen kann.
Mit der Beschreibung zum B&B in Queenstown haben wir leichte Schwierigkeiten (andere nicht), aber vielleicht ist es doch hilfreich zu erfahren, was uns verwirrt hat. Die Beschreibung „Verlassen Sie SH 6 über den grossen Kreisverkehr und folgen Sie den Schildern Richtung Queenstown City Centre“ lies mich vermuten, dass sich der Kreisverkehr in Queenstown befindet – sonst würde ja ein Hinweis auf „City Centre“ wenig Sinn machen. Der besagte Kreisverkehr befindet sich aber tatsächlich kurz hinter dem Ortsschild Frankton. Und auf dem Schild steht auch nicht „Queenstown City Centre“ sonder nur „Queenstown“ – [Anmerkung von Umfulana: ‚City Centre‘ wurde inzwischen aus der Wegbeschreibung entfernt]. Der in den Unterlagen beschrieben Wechsel von SH6 auf SH6a ist hier entsprechend ausgeschildert, wurde von mir aber übersehen.
Das Navigationsproblem lag vielleicht auch daran, dass ich noch ganz unter dem Eindruck unserer Reifenpanne stand. Auf dem Parkplatz der Bungy-Station von A.J.Hackett an der SH6 vor Queenstown haben wir einen Platten. Es gibt ein Reserverad und Werkzeug, leere Fächer, aber keinen Wagenheber. Jemand von der Bungy-Station ist so nett uns zu helfen. Die Frau vom Avis-Schalter in Queenstown dagegen ist eine völlige Fehlbesetzung. Sie sagte, das sei unser Problem und wir müssten für den Schaden aufkommen. Dass unsere Max Cover 0NZ$ Selbstbeteiligung vorsieht, wollte sie nicht verstehen, auch nicht als wir Ihr die original AVIS-Unterlagen aus NZ vorlegten und mit dem Finger auf die entsprechende Spalte und den Eintrag 0NZ zeigten. Einen Wagenheber kann auch sie im Auto nicht finden. Auch ein neues Auto kann sie uns nicht geben. (Wofür gibt es dann den AVIS-Schalter??) Die einzige Hilfestellung die wir von Ihr erhalten, ist eine grobe Angabe, wo wir Firestone finden können.
Der Reifen ist leider nicht zu reparieren. So muss ein neuer her, was insgesamt ca. 1,5h dauert. Zumindest konnte der Firestone-Mann das Wagenheber-Problem lösen. Der istnämlich in einem Fach hinter dem Rücklicht (sieht aus wie eine Service-Klappe) versteckt – was auch im Handbuchsteht.
Am Flughafen bekommen wir bei der Wagenrückgabe das Geld für den neuen Reifen erstatt, natürlich in NZ-Dollar. Was für ein Glück, dass wir am Flughafen in Christchurch noch in das Antarctic-Center wollen. Absolut sehenswert. Und die übrigen NZ-Dollar werden bestimmt nicht schlecht. Wir kommen wieder!!!