Dr. Peter Bartels | Neuseeland
Dezember 2008
Liebe Frau Hellack, liebes Umfulana-Team,
dies ist der Reisebericht zu unserer Neuseeland-Südinsel-Reise vom 28.12.2008 bis zum 19.01.2009. Die kurze Zusammenfassung vorne weg: auch unsere dritte Umfulana-Reise in Folge war wieder ein voller Erfolg. Die Reise war perfekt gebucht, alle Unterkünfte waren sehr schön (weitere Details unten) und alle Hosts wieder ausgesprochen liebenswert. Wir haben uns rundum wohl gefühlt und hatten diesmal auch mit dem Wetter zumindest mehr Glück als während der beiden vorherigen Reisen... Wir würden jederzeit wieder mit Umfulana reisen!! Nun zu unseren Tips und Beschreibungen im Detail:
1.) Wir sind diesmal bewußt mit Singapore Airlines geflogen, um möglichst genau in der Mitte der Reisestrecke einen Stop-over einzulegen. Wir waren über diese Entscheidung sehr froh und empfehlen den Stop-over allen, die nicht 24h non-stop im Flugzeug sitzen mögen. Singapore Airlines war neben Emirates die bisher beste Fluglinie, mit der wir gereist sind. Ordentliches Essen, relativ viel Platz zum Sitzen, moderne Bordelektronik (Filme volles on-demand-Programm) und sehr sauber. Zu Singapur: Gern wären wir auch noch einen weiteren Tag dort geblieben, um weitere Einblicke in die sehr schöne und saubere Stadt zu gewinnen. Wer im Interconti absteigt, bucht damit 5*-Luxus pur – ohne weitere Worte.
2.) Christchurch/Haus auf Scarborough Hill:
Sehr nette Gastgeber, sehr schönes, gepflegtes B&B mit herrlichem Blick auf den Pacific. Tolles Frühstück!
3.) Kaikoura/B&B mit Panoramablick:
Ruhige Lage mit schönem Meerblick. Trotzdem in wenigen Minuten zu Fuß in ‚der City‘ bzw. bei Kaikoura Whale Watching. Geselliges Frühstück mit anderen Gästen. Angenehm geräumige Appartments. Wir haben die Wale aus dem Heli beguckt, waren aber nicht sehr überzeugt davon und empfehlen daher das Whale watching per Boot, mit dem Nachteil, daß Seekrankheit während der Fahrt scheinbar sehr oft vorkommt. Dafür mehr Zeit und schönere Fotos, da man den Walen viel näher kommt!
4.) Queen Charlotte Sound/Bay of Many Coves Resort:
Tolles 5*-Resort in einmalig schöner Lage. Maximal ca. 20-30 Gäste in der Anlage. Wer Luxus und Ruhe genießen will, ist hier richtig. Wunderschöne, geräumige Appartments mit voll ausgestatteter Küche. Frisch zubereitetes/gebackenes Frühstück. Excellente Küche! Alles zum entsprechenden Preis. Nachteil: Der ehemals vorhandene Resort-Shop existiert nicht mehr, so daß man selbst Getränke oder Lunch-Packs im Restaurant kaufen muß. Wer sich nicht gänzlich an das Resort binden möchte, sollte sich einige Vorräte aus Picton mitbringen! Empfehlung: Lookout Walk vom Resort, allerdings SEHR steil und anstrengend. Wird aber mit tollem Blick über den Sound belohnt.
5.) Franz Josef Glacier/Ferienwohnung am Gletscher:
Wir haben hier nur kurz übernachtet und waren zufrieden. Für mehr Stil, Gemütlichkeit und Charme mit ganz lieben Hosts empfehlen wir allerdings uneingeschränkt das Arts-and-Crafts-Haus für Gäste, die länger als eine Nacht bleiben! Empfehlung: Heli-Hiking. Wenn das Wetter mitspielt, einmalige Erfahrung für Flachland-Touristen (wie uns)!
6.) Manapouri/B&B bei Te Anau:
Toll gelegenes B&B direkt am Lake Manapouri. Start der Doubtful Sound Tour in unmittelbarer Nähe. Janice ist eine sehr sympathische Gastgeberin und man genießt beim Frühstück den Blick auf den See. Empfehlung: Kepler Track ab Rainbow Reach. Wer abends mehr Trubel mag, sollte eher im 20km entfernten Te Anau übernachten. Dort befinden sich auch Banken und Einkaufsmöglichkeiten. Und: Die Sound-Touren (Doubtful-/Milford-) lieber direkt vor Ort buchen. Man bezahlt viel Geld und wir hatten zweimal NUR Regen (... dann ist NICHTS zu sehen außer Wasserfälle).
7.) Catlins/Farm bei Fortrose:
Wunderschöne, große, alte Farm mit ganz eigenem Charakter und sehr herzlichen Gastgebern Ann und Bob. Liegt leider am ‚linken‘ Ende der touristischen Attraktionen. Bequemer wäre Curio Bay für Tagesausflüge. Wir haben unseren 2-tägigen Aufenthalt trotzdem SEHR genossen und wären gern noch einen weiteren Tag geblieben. Empfehlungen: Curio Bay (Petrified Forest), hier gibt's Pinguine (s. Foto), Waipapa Point, ggf. Slope Point. Auch Nugget Point im Norden war schön, erfordert aber langes Fahren auf Schotterpiste! Bei schönem Wetter unbedingt Cathedral Caves besuchen (Achtung: Zeit für Niedrigwasser erfragen!). Für unsere abendliches, leibliches Wohl hat jeweils das Niagara Falls Cafe gesorgt, was wir sehr empfehlen können. Exquisite Küche mit ganz eigenem, rustikalen Charme!
8.) Dunedin, Otago Peninsula/Cottage auf der Otago Halbinsel (Broad Bay):
Julz und Lutz sind absolut liebenswerte Gastgeber, die sich sehr kümmern! Das Cottage ist eigentlich kein Appartment, sondern ein ganzes, sehr komfortables Haus und so hat man dann enorm viel Platz und einen schönen Blick auf die Bucht. Empfehlungen: Spazierengehen zu The Pyramids (Okia). Pinguin-Touren: Umfulana hatte uns die Sunrise-Tour mit Hildegard an der Sandfly-Bay (max. 6 Pers.) gebucht. Es geht ca. 4:30 Uhr los! Vorteil: Sonnenaufgang in der Bay ist ein tolles Erlebnis – wir hatten auch das Glück, aus 10m Entfernung 2 ausgewachsene Seelöwen zu sehen. Nachteil: Die Pinguine sind sehr weit weg und somit kaum zu filmen oder zu fotografieren. Es gibt wohl noch ein 2. Unternehmen, die Ihren Unterstand direkt in der Pinguin-Kolonie haben (Lutz fragen) – diese Tour startet wohl nachmittags. Auch sehenswert: der Bahnhof in Dunedin (innen und außen!); genau gegenüber ist ein Kunsthandwerksshop (Koru). Hier ggf. nach Mitbringseln schauen.
9.) Twizel/B&B in Twizel:
Ebensfalls ganz liebe Gastgeber, die sich sehr bemühen und ihr B&B als Hobby betreiben. Als Ausgangspunkt für Mt. Cook-Touren gut geeignet, trotz der dann jeweils etwa 60 km weiten Strecke dorthin. Kostenintensivere Alternative: The Hermitage Hotel direkt am Mt. Cook. Empfehlungen: Glacier Explorer Tour auf dem Lake Tasman (buchbar im Visitor Center oder am Activity Desk im Hermitage; www.glacierexplorers.com). Dann der Hooker Valley Track!!! Und bei schönem Wetter ein Flug über die Alpen (diverse Angebote. Wir haben die Grand Traverse Tour mit Air Safari von Glentanner Park mitgemacht und waren begeistert). Wer die Blue Lakes oder Lake Tasman mit dem Mietwagen selbst ansteuern will, tut dies auf eigenes Risiko (kein Versicherungsschutz mehr!). Allerdings haben wir auf dem dortigen Parkplatz viele Mietwagen gesehen und die Strasse dorthin als nicht schlechter empfunden als z.B. zum Nugget Point oder Waipapa Point in den Catlins... Aber dieses Risiko muß jeder selbst abschätzen – wir haben uns für die Glacier-Exlorer-Tour s.o. entschieden. Eigentlich alle o.g. Unternehmungen erfordern mehr oder weniger schönes Wetter, was am Mt. Cook leider nicht immer gegeben ist. Hier braucht man ein wenig Glück...
Und damit war unsere zweite Neuseelandreise schon fast wieder zuende. Alles hat – wie bei Umfulana gewohnt – reibungslos und ohne Probleme geklappt. Alle Unterkünfte waren gewohnt schön in toller Lage. Wer kann, sollte ggf. etwas vor oder nach den neuseeländischen Ferien (Ende Dezember bis Mitte/Ende Januar) dorthin reisen – zumindest, wenn man wirklich Ruhe genießen will. Man merkt schon einen Unterschied zwischen Ende November und Anfang Januar, wenngleich es die Neuseeländer eigentlich alle ans Wasser (Seen und Badestrände) zieht, wo es dann voller als üblich ist. Von Überfüllung und Massentourismus ist Neuseeland aber immer noch weit entfernt. Was immer wieder überrascht ist die große Temperaturspanne, die man auch im Neuseeland-Sommer dort (Südinsel) erfährt – wir hatten Temperaturen zw. 10 und 33°C, haben also wieder von Sommer- bis Winterkleidung alles benötigt.
So, damit schließen wir diesen umfangreichen Bericht ab und bedanken uns nochmals bei Brinka für Ihre tolle Planung:-)
Herzliche Grüße aus Magdeburg senden Peter & Caro