Olaf Pick | Neuseeland
Dezember 2008
Die Reise durch Neuseeland startet in Christchurch am 15. Dezember 2008 und endete in Auckland am 8. Januar 2009. Während der ersten 2 Drittel erkundeten wir die Südinsel, die wir zunächst Richtung Dunedin befuhren, bevor es über Fjordland mit seinen traumhaften, einsamen Fjordlandschaften nach Wanaka ging. Dort erwarteten uns riesige Seen voll von klarem Gebirgswasser, auf denen jede Form von Wassersport möglich war. Umringt war diese Landschaft von 3.000m hohen Bergen, auf denen trotz der sommerlichen Temperaturen im Tal Schnee lag. Im Rahmen eines Helikopterausfluges liess sich die ganze Gegend erkunden. Hier sei erwähnt, dass die Eindrücke an dieser Stelle (insbesondere der Rob Roy Glacier) spektakulärer sind als etwas weiter nördlich im für seine Gletscher wesentlich bekannteren Fox Glacier.
Nach den bis dahin schon sehr eindrucksvollen Naturschauspielen ging es wieder an die Küste, diesmal allerdings an die rauhe Westküste, wo wir Weihnachten in einem zauberhaften B&B (the Rocks in Punakaiki) verbrachten.
Danach folgten ein Besuch im Abel-Tasman-Park und zwei sehr erholsame Tage im wunderschönen und sehr luxuriösen Bay of many Coves Resort. Hier konnten wir uns hervorragend erholen von den bis dahin zurückgelegten Kilometern und die Vogelwelt sowie den Ankerplatz von Captn. Cook erkunden.
Bevor die Reise auf der Nordinsel fortgesetzt wurde, machten wir noch einen Abstecher nach Kaikura. Egal ob es die Walbeobachtung, das Schwimmen mit Delfinen oder die hervorragende und indviduelle Begegnung mit der Kultur der Maori gewesen ist, Kaikura ist auf jeden Fall einen Abstecher wert.
Zum Jahreswechsel setzten wir dann von Picton nach Wellington über, wo uns ein neuer Mietwagen und die „windy City“ erwartete. Die Stadt macht ihrem Namen alle Ehre, für meinen Geschmack allerdings mit etwas zuviel Wind. Dafür ist ein Besuch im „Te Papa“ Museum absolut lohnend, da man hier einerseits der Witterung entgeht aber andererseits in ein interaktives Museum eintaucht, wo man sehr authentisch einen tiefen Einblick in die neuseeländische Geschichte und Kultur bekommt.
Anschliessend an Wellington kam Napier, eine sehr nette kleine Stadt mit einer vollständig aus dem Art-Deco-Stil stammenden Hausarchitektur. Man hat das Gefühl, in einer Filmkulisse zu stehen. Ein lohnenswerter Abstecher, bevor es dann ins Landesinnere nach Roturua ging. Der „Herr der Ringe“ lässt grüssen, so eindrucksvoll ist die Vulkanlandschaft. Selbst der ständige Schwefelgeruch in der Luft passt hier hin. Allerdings sollte man die Touristenorte Roturua und Taupo meiden und die kleineren Attraktionen (Geysirfelder, heiße Bäche etc) aufsuchen.
Nach diesem intensiven Kontakt mit der Vulkanlandschaft konnten wir uns die letzten 2 Tage auf der malerischen Coromandelhalbinsel erholen. Hier empfängt einen ein subtropisches Klima in einer Landschaft, die an eine Mischung aus Gardasee, Voralpenland und karibischen Stränden erinnert.
Von Auckland aus (eine sehr schöne und interessante Stadt, unbedingt mehr als nur einen Abend einplanen) ging es dann via Sydney wieder zurück in das winterliche Deutschland, wo uns morgen um 5.00h auf dem Frankfurter Flughafen minus 14 C Grad erwarteten – immerhin 40 C Grad Temperaturunterschied.
Stellvertretend für alle Gastgeber in den wunderschönen B&B Häusern möchte ich drei besonders hervorheben: Barbara und ihr Mann, die uns in ihrem fantastischen Haus oberhalb von Christchurch sehr warm und herzlich empfangen haben, Pam und Peter, die in Wanaka das mit Abstand perfekteste B&B betreiben (z.
B. Freiuftwhirlpool unter dem Sternenhimmel oder das Angebot, die Gäste zum Essen in den Ort zu fahren und auch wieder abzuholen) und Eva und Roland von The Rocks Homestay aus Punakaiki, die neben einem fantastischen Haus auf Stelzen über den Bäumen mit Blick auf den Ozean auch sehr liebe und zuvorkommende Gastgeber gewesen sind.
Wir sind sicherlich nicht das letzte Mal in Neuseeland gewesen, die Art, das Land von B&B zu B&B zu bereisen, hat uns jedenfalls sehr gut gefallen und brachte uns mit vielen freundlichen und hilfsbereiten Menschen zusammen.