Grete Kloss-Geilert | Neuseeland
Januar 2010
Sehr geehrte Frau Hellack,
ein bißchen ist es schon her, dass wir von unserer 5 wöchigen Reise nach Neuseeland zurückgekehrt sind. Zuallererst möchten wir ihnen herzlich danken für die perfekte Organisation der Reise. Die Unterlagen haben uns schon eine Vorfreude spüren lassen, und die Karten beziehungsweise die Beschreibungen zu den Unterkünften waren noch besser als ein Jahr zuvor. Diesmal sind wir im neuseeländischen Sommer auf beiden Inseln gewesen, eine Reisezeit, die sich als perfekt erwiesen hat, denn auf der Nordinsel blühten noch die Pohutokawa – und auf der Südinsel schon die Ratabäume. Die Berhänge leuchteten rot. Aber erst der Reihe nach,wieder einmal hatten sie die Unterkünfte hervorragend ausgesucht. Die Gastgeber waren alle sehr freundlich und die Frühstücke ein Gedicht.
Als ein plus verzeichnen wir, das wir überwiegend 2-3Tage pro Unterkunft gewählt hatten, so konnten wir die Umgebung der einzelnen Stationen ausführlich erkunden.
Sehr gut hat es uns gefallen, dass wir am Flughafen abgeholt wurden und die Unterkunft im ruhigen Vorort Devenport hatten. Drei Nächte zum Eingwöhnen und den Jetlag zu überwinden waren gerade richtig, zumal es im Umkreis von Auckland will zu sehen gibt wie z.B. den Piha Strand.
Coromandel wieder mir drei Nächten in der Lodge am Strand von Whitianga war wundervoll. Auf der Terrasse mit Blick auf den Strand frühstücken, dann dort am menschenleeren Strand spazierengehen, zu anderen Traumstränden, wie New Chums beach wandern war fantastisch. Aber Achtung, bei dem letzgenannten Strand muss man einen Fluß durchqueren, welches nur bei Ebbe möglich ist. Auch kleinere Wanderungen zu Kauribäumen haben wir unternommen.
In der Villa nahe Roturua wurden wir von Anneke und John verwöhnt. Wir unterhielten uns am Abend so gut, dass die Zeit wie im Fluge verging.
Der Tip im Hotel Chateau Tongariro zu übernachten war goldrichtig. Bei fantastischem Wetter wanderten wir von dort zu den beiden Tama Lakes, eine gute Alternative zum überlaufenem Tongariro Crossing, zumal man auch keinen Transport benötigt.
Wäre der Urlaub nicht beschränkt, hätten wir noch länger im Strandhaus nahe New Plymouth weilen können. Die tolle Lage beeindruckte und David und Nuala waren so herzlich. Wieder war uns das Glück hold, so dass wir bei perfekter Sicht am Taranaki wandern konnten.
Im B&B in Ruby Bay bei Marion und Peter haben wir uns wieder sehr wohl gefühlt, besonders der Plausch am Abend mit ihnen und den andeern Gästen war sehr anregend. Da dort viele deutsche Gäste weilten, unterhielt sich die eine Partie in Englisch und die andere in Deutsch. Diesmal war das Wetter uns nicht ganz holt, so dass wir zum Teil bei Regen im Abel Tasman Park wanderten. Der Regenwald sah so sehr malerisch aus und machte seinem Namen alle Ehre.
Einen Wehmutstropfen gab es auf der Südinsel in der Country Lodge bei Hokitika. Falls man kein Hundenarr ist, empfielt sich diese Unterkunft nicht, da ein Hund sogar in der Lage war, unsere Zimmertür zu öffnen und herein zu spazieren, man konnte sich nicht bewegen, ohne von einem Hund belästigt zu werden.
Sehr wohl gefühlt haben wir uns im Arts-and-Crafts-Haus. Die Wanderungen zu den Gletschern St. Josef und Fox waren ein Muß. Am Abreisetag war Bernie uns noch behilflich einen Hubschrauberflug zum Mount Cook zu organisieren. Sie ließ nicht locker und beim 4. Telefonat bekamen wir eine Zusage.
Von Wanaka unternahmen wir eine Wanderung zum Rob Roy Gletscher, fantastisch mit einem Wehmutstropfen, die Sandfliegen, deren Opfer mein Mann wurde. Gut, dass Anne Krankenschwester ist. Sie verarztete die entzündeten Stiche meines Mannes. Die Lage der Pension am Clutha River war toll. Wir saßen abends auf der Terasse, hörten den Fluß rauschen und ließen es uns gut gehen.
Eine Übernachtungskreuzfahrt mit der Milford Mariner gehörte mit zu den Highlights der Reise, einmal die Berge bei Sommenschein gesehen und am nächsten Morgen bei Regen tausend Wasserfälle, die von den Bergen stürzten.
Besonders hervorheben möchte ich das B&B auf der Otago Halbinsel in Portobello auf der Otago Halbinsel. Wir haben uns mit den Gastgebern so gut verstanden, dass wir zusammen Wein tranken und alte Schellack Schallplaten hörten. Die Otagohalbinsel ist einen etwas längeren Aufenthalt wert. Zum einen ist es das Albatross Centrum, zum anderen die Gelbaugenpinguine, die es lohnt anzuschauen. Die gesamte Halbinsel ist sehr malerisch mit den langen Stränden, z.T. lagen Seelöwen dort und dem Larnach Castle zum Entspannen.
Twitzel als als Stop lohnt nur wegen der Wanderung ins Hooker Valley zum Mount Cook. Das B. u. B. in TWizel war annehmbar, dass wir allerdings die Frühstückszeit vorgeschrieben bekamen fand ich nicht angemessen.
Von Christchurch haben wir die Rückreise mit dem Zug unternommen, die Größe der Inseln erfuhren wir so gut. Der letzte Höhepunkt war die Whale watch tour in Kaikoura, auf der wir 5 Pottwale beobachten konnten. Die Pension im Herzen von Kaikoura lag oberhalb des Ortes mit einem super Blick auf Meer und die Berge, den wir beim Frühstück auf dem Balkon genossen.
Wieder sehr schön war die Villa mit Stadtblick in Wellington. Dieses Haus lag netter als die Mount Victoria Homestay auf der Hinreise.
Nach einer Nacht im kleinen Hotel in Ponsonby in Auckland galt es Abschied nehmen. Die Gastgeber waren so nett, dass sie uns anboten, in ihrem privaten Bad noch vor Abflug spät am Abend zu duschen.
Insgesamt war diese Reise noch eine Steigerung gegenüber der Ersten,
wegen der vielen lieben Menschen, die wir treffen durften, herzliche Gastlichkeit, fantastische Natur und viel Glück mit dem Wetter und und...
Herzliche Grüsse
Grete Kloss-Geilert und Peter Geilert