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Costa de la Luz bei Vejer
Costa de la Luz bei Vejer – ©Ulf Baumgärtner
Bodegas Tio Pepe, Jerez
Bodegas Tio Pepe, Jerez – ©Ulf Baumgärtner
Hazienda bei Jerez
Hazienda bei Jerez – ©Ulf Baumgärtner
Kathedrale, Jerez
Kathedrale, Jerez – ©Ulf Baumgärtner

Ulf Baumgärtner | Spanien

Februar 2007

Liebe Frau Janisch,

meine Frau und ich sind seit 1 Woche wieder zurück aus Andalusien und waren begeistert. Überall Orangen und Zitronen – und das im Februar. Unsere Reise führte durch den Westen, von Sevilla über Ronda und Vejer de la Frontera bis Jerez, jede einzelne Station absolut sehenswert. Je nach Gegend (in den Bergen oder am Mittelmeer/Atlantik) hatten wir Tagestemperaturen zwischen 15 und 25 °C.
Das Hotel in Sevilla war sehr zentral in der Altstadt, nur 5 min zu Fuß zur Kathedrale/Giralda und diversen Tapabars. Das Auto wurde (gegen Gebühr) vom Hotelservice in einer Tiefgarage geparkt.
Hier ist wichtig zu erwähnen: Autofahren in spanischen Altstädten ist anders als in Deutschland! Auf der Suche nach dem Hotel in Sevilla (schwer zu finden trotz einiger Schilder) sind wir mit den Reifen rechts und links gleichzeitig am Bürgersteig geschabt; und das mit einem Peugeot 307, keinem 7er BMW o.ä. Ich bilde mir zumindest ein, einigermaßen gut fahren zu können, fühlte meine Pulsfrequenz aber mehrmals ordentlich steigen...
Von dort ging es nach Ronda in den Bergen, die Route war wenig spektakulär. Die Unterkunft (ehemalige Ölmühle) war toll, aus einem Marmorblock gefräste Waschbecken, nette Betreuung. Anfahrt über einen Feldweg mit Schlaglöchern, die es in sich haben (s. Beschreibung voriger Reiseteilnehmer). Die Gegend dort oben zu erkunden, war großartig; die weißen Dörfer an den Berghängen, Ziegen und Schafe, Olivenhaine. Grazalema war urig und fast leer (anders ist es wohl in der Hochsaison). Die tollsten Lederwaren gibt es in Ubrique, insbesondere Taschen und Gürtel in allen Variationen.
Unsere nächste Station war Vejer in der Nähe der Küste südlich von Cadiz. Absolute Empfehlung: NICHT den direkten Weg nehmen, sondern über die neu ausgebaute Landstraße (keine engen Serpentinen) von Ronda südlich nach Algeciras/Gibraltar hinunterfahren.
Zu Beginn ist die Gegend wie eine Mondlandschaft (gelbl-bräunl. Geröllberge) und wird dann immer grüner und lieblicher mit blühenden Kirschbäumen und Mandarinenplantagen. Auf den Felsen von Gibraltar kann man hinauffahren (Gebühr) und wird mit einem tollen Ausblick nach Marokko, über die Mittelmeerbucht bis Marbella und Richtung Atlantik bis Tarifa belohnt. Dazu machen die Affen einigen Fez und viele Schiffe sind „unten“ unterwegs wie Spielzeuge. Mehrere Stunden sollte man dafür einplanen, evtl. kommt etwas Wartezeit am Grenzübergang dazu (bei uns bei der Rückfahrt nach Spanien ca. 45 min).
In Vejer (arabisches Flair, weiße Altstadt auf einem Plateau) waren wir dann recht fix, das Hotel „Haus des Kalifen“ war ein uriges verwinkeltes Gebäude, sehr gepflegt und im arabischen Stil eingerichtet. Das Restaurant dort ist spitze und nicht teuer!
In Jerez (letzte Station) waren wir im „Bellas Artes“ direkt gegenüber der alten Kathedrale. Bodegastour mit Sherryprobe war obligatorisch und auch sehr gut; außerdem haben wir eine Hazienda mit Andalusierzucht (Pferde) besucht. Achtung: Es wird in Jerez munter abgeschleppt...

Alles in allem nahezu Bestnote. Tolle Gegend, auch im Februar, oder vielleicht sogar besonders dann – keine Massen von (anderen) Touristen.
Den Osten mit Cordoba und Granada werden wir auch noch heimsuchen....