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Büffelherde
Büffelherde – ©Heike Baust
Leopard
Leopard – ©Heike Baust
Löwe am Wasserloch
Löwe am Wasserloch – ©Heike Baust
Giraffe im Hluhluwe Park
Giraffe im Hluhluwe Park – ©Heike Baust
Strand von Salt Rock
Strand von Salt Rock – ©Heike Baust
Unterkunft am Addo Park
Unterkunft am Addo Park – ©Heike Baust
Elefantenherde im Addo Elephant Park
Elefantenherde im Addo Elephant Park – ©Heike Baust
Aussicht vom The Plettenberg
Aussicht vom The Plettenberg – ©Heike Baust
Picknick in Vergelegen
Picknick in Vergelegen – ©Heike Baust

Heike Baust | Südafrika

Oktober 2007

Sehr geehrter Herr Garstka,

erst einmal recht herzlichen Dank für die guten Tipps, und letztendlich für die Buchung unserer Südafrika-Rundreise.

Nachfolgend unser Reisebericht:

Flug mit der BA von Düsseldorf über London nach Johannesburg
Bis auf den verspäteten Abflug in London verlief alles unproblematisch, ebenso wie die spätere Übernahme des Fahrzeugs bei Avis. Geben wollte man uns einen Subaru, gefragt haben wir nach einem Nissan X-Trail, und auch ohne Zögern erhalten.

Sabie (2 ÜN)
Die sympathischen Inhaber Felix und Ute machten uns den Einstieg mit all ihren hilfreichen Tipps zu Ausflügen und interessanten Haltepunkten für die spätere Weiterfahrt sehr einfach. Der Tagesausflug zu diversen Wasserfällen und zu den verschiedensten Sehenswürdigkeiten am Blyde River Canyon war sehr schön, die Goldgräberstadt Pilgrim’s Rest eher sehr touristisch. Sehr wahrscheinlich, weil wir bis dahin noch keine Erfahrung mit Straßenverkäufern, Parkplatzanweisern und Autowäschern hatten, konnten wir Pilgrim’s Rest nicht so recht genießen, denn hier hatten wir direkt alle auf einmal, und zwar äußerst aufdringlich.

Sabi Sand Game Reserve (2 ÜN)
Die letzten Kilometer dorthin waren schon sehr abenteuerlich, aber wenn man sich genau an die Wegbeschreibung hält, erreicht man eine traumhaft schöne Lodge, direkt an einem großen Wasserloch gelegen. Hier stimmte einfach alles: die Unterkunft, die Angestellten, das Essen, die „Game Drives“ und zufällig auch noch das Wetter.
Die „Big Five“ waren alle zu sehen. Unser großes Glück war zudem, dass kurz zuvor in der Nähe unserer Lodge ein Büffel verendet war, so dass Leoparden, Löwen, Hyänen und schlussendlich massenhaft Geier angezogen wurden.

Malelane (2 ÜN)
Wir wollten keinen unnötigen Zeitdruck, deswegen haben wir noch in Ruhe den Morgen-„Drive“ mitgenommen, und sind dann nach dem Frühstück „außerhalb“ des Kruger Nationalparks in den Süden gefahren. Man muss bei der Berechnung der Reisezeit einfach bedenken, dass man im Kruger Nationalpark nur sehr langsam fahren darf und der Weg vom Sabi Sand Game Reserve in den Kruger Nationalpark ebenfalls einiges an Zeit beansprucht.
Die letzten 30 Kilometer zu unserer Unterkunft waren ebenfalls sehr anspruchsvoll, wir waren froh einen Geländewagen gemietet zu haben, aber es hat sich auch hier gelohnt: eine idyllische Anlage, mitten in einem Bergregenwald. Auch hier waren der Service und das Essen sehr gut.
Leider machte der Wald seinem Namen alle Ehre: Kaum waren wir angekommen, regnete es „wie aus Eimern“. Und es hörte auch erst kurz vor unserer Abreise wieder auf. Kurz entschlossen buchten wir eine „Hot Stone“-Massage, absolut zu empfehlen!

Zululand – nördlich des Hluhluwe Umfolozi Parks (2 ÜN)
Der kürzeste Weg führt durch Swaziland, das dafür benötigte Visum wurde zügig an der Grenze ausgestellt.
Eine völlig andere Vegetation erwartete uns in dieser traumhaft, auf einer Berganhöhe gelegenen Game Lodge: viel Bäume und dichtes Buschwerk. Die „Big Five“ standen hier nicht im Vordergrund (Löwen gibt es in dieser Gegend nicht, Leoparden wurden schon lange nicht mehr gesehen!), aber wir haben trotzdem viele andere Tiere gesehen und vieles über die dortige Flora erfahren. Uns gefiel das, aber verständlicherweise enttäuscht waren Touristen („keine“ Umfulana-Kunden!), die diese Game Lodge als einzige Game Lodge während ihrer Rundreise gebucht hatten.
Lohnenswert war der Ausflug in den angrenzenden Hluhluwe Umfolozi Park, den wir separat gebucht hatten. Die Vegetation war hier wieder anders, insofern konnten wir zum ersten Mal Giraffen beobachten. Man kann diesen Park auch eigenständig erkunden, wir würden jedoch generell empfehlen einen Ranger zu buchen, denn wir alleine hätten höchstens die Hälfte der Tiere entdeckt. Außerdem haben wir so auch immer viel über die Tiere und nebenbei auch viel über die Menschen und das Land erfahren können.
Aufgrund der Aktivitäten hatten wir leider nicht so viel Zeit die Lodge zu genießen, im Nachhinein wären wir gerne 1 Tag länger dort geblieben, um in der Hängematte auf unserer Terrasse oder am Pool einfach mal zu relaxen.

Salt Rock – Dolphin Coast am Indischen Ozean (2 ÜN)
Ian und Jenny waren sehr nette Gastgeber, die Unterkunft und das Frühstück waren für ein B&B in Ordnung. Leider ist in Salt Rock aus unserer Sicht „tote Hose“, wenn man von dem schönen Strand absieht. Zur Delphin-Beobachtung per Boot musste man ca. 20 Minuten nach Umhlanga fahren (leider war an dem besagten Tag Ruhetag, was man jedoch erst erfährt, wenn man vor dem Büro des Veranstalters steht!), das Highlight war dann in Umhlanga (eher für die Frauen als für die Männer!) das angeblich größte Einkaufszentrum Südafrikas.
Im Nachhinein wäre St. Lucia vielleicht die bessere Alternative gewesen, zumindest haben wir von anderen Reisenden sehr viel Positives darüber gehört.

Flug mit der SAA von Durban nach Port Elizabeth
Übergabe des Fahrzeugs in Durban – Flug – Übernahme des Fahrzeugs in Port Elizabeth: alles prima geklappt! Wir haben uns dort auf einen Subaru eingelassen. Unsere Meinung: Für 4 Personen ist der Nissan X-Trail geeigneter! Aber man muss halt danach fragen…

Addo (2 ÜN)
Aus unserer Sicht die beste Unterkunft! Die Gästezimmer waren ein Traum, das Frühstück und das Abendessen unbeschreiblich. Wer jedoch in den Genuss einer Massage oder anderen Wellness-Behandlung kommen möchte, muss dies bereits lange im Voraus buchen, am besten direkt von zu Hause per Email.
Der von der Lodge organisierte Ausflug in den Addo Elephant Park (inklusive Picknick-Korb) hat sich definitiv gelohnt, natürlich wegen der vielen Elefanten, die man aus nächster Nähe beobachten kann, aber auch wegen des hervorragenden Rangers. Man kann auch hier mit dem eigenen PKW in den Park fahren, aber ohne die passenden Erzählungen und Erläuterungen ist es nach unserer Meinung nicht so viel wert.

Plettenberg (3 ÜN)
Das „The Plettenberg“ war uns von Freunden empfohlen worden, und nicht zuletzt wegen der spektakulären Lage war es eine gute Adresse. Positiv: Ein kostenloser Upgrade bescherte uns Zimmer mit Meerblick. Negativ: Wir waren in dem hoteleigenen Restaurant zweimal essen. Während man die Qualität des Essens als hervorragend bezeichnen kann, muss man den Service eher mit mäßig beurteilen (Weißweingläser zum Rotwein, Hauptspeise kam vor dem Wein,…), was wir auch entsprechend vor Ort kritisierten. Alles im allen laufen zwar sehr viele Angestellte im Restaurantbereich herum (sowohl beim Frühstück als auch beim Abendessen), aber alles wirkte sehr unkoordiniert und uneffektiv.

Unternehmen kann man in dieser Gegend sehr viel (vor allem für Wanderfreunde geeignet!), wir hätten auch gut-und-gerne noch ein-zwei Tage länger bleiben können. Tipp: Whale-Watching-Tour mindestens 4 Tage vorher telefonisch buchen, z.B. bei Africa Ocean Safaris.

Oudtshoorn – Zentrum der Straußenzucht (2 ÜN)
Alle waren am Ende derselben Meinung: Eine Straußenfarm zu besichtigen, war ganz nett, aber mehr auch nicht. Reizvoller war vielmehr ein Tagesausflug zu dem kleinen Städtchen Prince Albert, die Hinfahrt über den Swartbergpass und am Nachmittag zurück durch die Meiringspoort-Schlucht. Landschaftlich einfach nur schön!
Zur Unterkunft: Vielleicht lag es daran, dass wir zuvor durch das Woodall Country House und das The Plettenberg verwöhnt waren, aber nach unserer Meinung sind 5 Sterne, die für dieses Haus vergeben wurden, absolut zu hoch gegriffen. Sicherlich war die Lage gut, der Garten wunderschön angelegt, der Poolbereich sehr einladend, aber weder die Zimmer (wir hatten Suiten gebucht, einzig die Größe der Zimmer könnte den Name rechtfertigen!) noch das Essen konnten mit den zuvor genannten Unterkünften konkurrieren. Wir waren ein wenig enttäuscht…

Stellenbosch (3 ÜN)
Die Fahrt von Oudtshoorn nach Stellenbosch führte uns auf der R62 durch das Hinterland. Man könnte meinen, es wäre öde und langweilig, aber wir waren von dieser Strecke absolut angetan. Auf der Strecke liegt der hübsche Ort Montagu (war im Jahr 2002 „Village of the year“), nette Cafés laden zum Rasten ein.
Unsere Unterkunft „Rusthuiz“ war in Ordnung, aber mehr auch nicht. Es liegt an einer Zufahrtsstraße, wer „Ruhe“ sucht, ist hier falsch. Dafür hat man aber auch am Abend die Möglichkeit zu Fuß in das Zentrum zu gelangen (für den Fahrer ja auch mal ganz gut!).
Tipp: Ein Besuch des Weinguts Vergelegen in Somerset West. Es ist irgendwie anders als die anderen Weingüter, man kann gemütlich in den schön angelegten Gärten spazieren gehen, Massentourismus ist hier ein Fremdwort. Empfehlung: Wenn man dort an dem Picknick teilnehmen möchte, muss man es schon mehrere Wochen vorher anmelden (sehr idyllisch unter Bäumen, hat uns allen gut gefallen!).

Kapstadt (4 ÜN)
Es fällt uns schwer für dieses Hotel eine Empfehlung auszusprechen, oder jemandem abzuraten dieses Hotel zu buchen. Dazu muss man einfach wissen, dass wir keine Nachtmenschen sind, und irgendwann halt mal „Ruhe“ haben möchten.
Das Heritage Square, in dem sich auch dieses Hotel befindet, liegt mitten im Zentrum, und direkt nebenan befinden sich diverse Restaurants (u.a. das bei Touristen beliebte „Africa Café“) und Bars. Trotz der Doppelverglasung hört man Musik und auch, je nach Lage des Zimmers, den Straßenlärm.
Trotzdem: Es war das Hotel mit dem freundlichsten Personal, die Zimmer und vor allem die Badezimmer waren sehr schön, und letztendlich hatte die Lage des Hotels auch etwas Gutes: Man konnte vieles zu Fuß erreichen! Und wenn man am Abend an der Waterfront oder im Hafen essen war (unsere Restaurant-Empfehlung: Baia oder Panama Jack), kann man sich vom hoteleigenen Taxi abholen lassen. Ernst, der deutschstämmige Fahrer, hat uns an einem Vormittag durch die Stadt geführt, wir haben sehr viel Interessantes von ihm erfahren, nicht nur von der Stadt, sondern auch von dem Land und den Menschen.
Tipp: Wer unbedingt mit dem Schiff nach Robben Island fahren möchte, muss dies ebenfalls lange vorher buchen!
Und noch ein Tipp: Das Restaurant Codfather in Camps Bay (schönes Stadtviertel am Strand!), es gibt keine Speisekarte, sondern man bestellt direkt an einer Fischtheke, indem man auf eins der verführerisch ausgebreiteten Meerestiere zeigt.

Flug mit der BA von Kapstadt über London nach Düsseldorf
Übergabe des Fahrzeugs und Flüge: Problemlos und ohne Verspätungen.

Bevor wir den Reisebericht beenden, möchten wir noch grundsätzlich etwas zum viel diskutierten Thema „Sicherheit“ sagen, weil wir uns vorher deswegen auch ein bisschen verrückt gemacht haben.
Dass in Südafrika definitiv eine hohe Kriminalitätsrate herrscht, ist erwiesen. Sie konzentriert sich jedoch, bis auf wenige Ausnahmen, ebenso wie in vielen anderen Ländern, auf bestimmte Regionen bzw. Stadtviertel. Wenn man sich an die üblichen Sicherheitsmaßnahmen hält und bestimmte Stadtviertel, gerade nach Einbruch der Dunkelheit meidet, dann ist das Reisen völlig unproblematisch. Wir hatten wirklich keine einzige Situation, die uns gefährlich erschien.
Anfänglich unangenehm waren uns die vielen Straßenverkäufer, die teilweise recht aufdringlich ihre Ware feilboten. Letztendlich bestreiten sie jedoch damit ihren Lebensunterhalt, so muss man das einfach sehen.