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Three Rondavels im Blyde-River-Canyon
Three Rondavels im Blyde-River-Canyon – ©Franz Bolduan
Stausee im Blyde-River-Canyon
Stausee im Blyde-River-Canyon – ©Franz Bolduan
Giraffen im Mhaya Game Resort in Swaziland
Giraffen im Mhaya Game Resort in Swaziland – ©Franz Bolduan
Nashörner im Hluluwe-Park
Nashörner im Hluluwe-Park – ©Franz Bolduan
Heiße Quellen bei Herrmannsburg
Heiße Quellen bei Herrmannsburg – ©Franz Bolduan
Drakensberge, Amphitheater
Drakensberge, Amphitheater – ©Franz Bolduan
Graaff Reinet, Rathaus
Graaff Reinet, Rathaus – ©Franz Bolduan
Camps Bay mit 12 Aposteln
Camps Bay mit 12 Aposteln – ©Franz Bolduan
Seilbahn auf den Tafelberg
Seilbahn auf den Tafelberg – ©Franz Bolduan

Franz Bolduan | Südafrika

November 2007

Vom 6.11. – 27.11.2007

Ein ausdrücklicher Dank an UMFULANA, die uns die Reise ganz großartig und mit großer Kompetenz organisiert haben. Die Quartiere waren ausnahmslos einzigartig, sauber, mit einer ganz persönlichen Atmosphäre. Wir haben uns überall sofort wohl gefühlt. Auch der Mietwagen war hervorragend. Mit den Wegbeschreibungen fanden wir uns gut zurecht.
Wir werden Sie gerne weiterempfehlen und werden auch selbst wieder bei Ihnen buchen!

Hier nun der Reisebericht im Einzelnen:

Mittwoch, 07.11.2007

Nach 12 Stunden Flug, der recht angenehm verläuft, landen wir nach herrlichem Blick auf die Küste von Namibia und Südafrika, mit auflaufenden Wellen und schließlich Kapstadt mit dem Tafelberg, pünktlich bei Morgengrauen in Kapstadt. Die Zeit bis zum Anschlussflug, die wir auf Grund der Unsicherheit großzügig bemessen hatten, verbringen wir auf den Flughäfen (national und international), wo wir uns gleich mit einem Reiseatlas ausstatten und unsere Traveller-Schecks wechseln, was mit einer Riesen-Bürokratie verbunden ist. Der Anschlussflug nach Jo’burg, der 2 Stunden dauert, ist sehr turbulent, vor allem über den Wüstengebieten. Die Übernahme des Mietwagens, ein Nissan, verläuft reibungslos: der Wagen ist fast neu, hat erst ca. 1500 km drauf. Auch das Linksfahren ist kein Problem. Die Verkehrsdichte nimmt mit Entfernung von der Stadt schnell ab. Allein die Beschilderung macht uns anfangs Probleme, so dass wir zunächst kilometerweit zwar auf der richtigen Autobahn, aber in die falsche Richtung fahren. Diese „Ehrenrunde“ kostet uns ca. 1 Stunde zusätzlich. Die Fahrt von ca. 450 km nach der fast durchwachten Nacht stellt natürlich erhöhte Anforderungen. Erst die letzten 50 km sind landschaftlich interessant, wo es dann auch schon neblig wird. Wir sind dann froh, als der Ort in Sicht ist, wo unser Quartier sein sollte. Die letzten km Lehmstraße mit vielen Schlaglöchern in der Dämmerung empfinden wir zunächst als eine Zumutung, später gewöhnen wir uns an solche Zufahrten. Der Straßenzustand der Nationalstraßen und auch der Seitenstraßen überrascht uns positiv, obwohl man auch immer wieder besonders tiefen Schlaglöchern ausweichen muss.
Unser Quartier ist gleich das absolute Paradies. Nach einem sehr freundlichen Empfang fühlen wir uns dort sofort wohl. Das Zimmer ist riesig und luxuriös, ebenso das Badezimmer. Besonders genoss ich die Düfte in dem tropischen Garten.

Donnerstag, 08.11.2007

Nach einem herrlichen Frühstück fahren wir gemütlich zum Blyde River Canyon. Auf Anraten unserer Gastgeber, da das Wetter nicht stabil ist, fahren wir gleich zum Highlight, den Three Rondavells. Um eine Rundfahrt zu machen, da die Gegend landschaftlich interessant ist, nehmen wir eine andere Strecke als Hinfahrt. Da wir jedoch noch nicht an die Beschilderung gewöhnt sind, fahren wir zu weit und landen schließlich fast in Hoedspruit am Kruger-NP, ca. 70 km zu weit. Immerhin haben wir auf die Art den Abel-Erasmus-Pass gesehen, der auch landschaftlich sehr sehenswert ist. Auf dem Rückweg finden wir die Abzweigung zu der Straße durch den NP und klappern nacheinander die Highlights ab: die three Rondawells, den Lowveld Viewpoint, Bourke’s Luck Potholes, und God’s Window. Obwohl das Wetter durchwachsen ist, haben wir Glück mit der Sicht, mussten allerdings die Potholes im Regen machen. Das letzte Highlight, den Pinnacle, machen wir nach einer Rast im berühmten Pfannkuchen-Restaurant in Graskop. Da ziehen inzwischen schon die Nebelschwaden hoch, was dem Ganzen auch eine eigentümliche Stimmung verleiht. Zum Glück gibt es dort kein Tor wie bei den anderen Sehenswürdigkeiten, wo wir zum Teil recht knapp dran sind, da um 17 Uhr das Tor geschlossen wird.
Auf Grund einer falschen bzw. fehlenden Beschilderung haben wir in Hazyview Schwierigkeiten, im Dunkeln die Abzweigung nach Kiepersol zu unserer Lodge zu finden. Nach zweimal Fragen an Tankstellen finden wir es dann und kommen gerade noch rechtzeitig zum Abendessen.
Das Essen ist lecker und preiswert: 3 Gänge ca. 15 Euro. Auch der Wein ist gut.

Freitag, 09.11.2007

Heute fahren wir schon in den Kruger-Nationalpark. Im Kruger-NP gibt es am Eingang gleich zwei Zebras, später natürlich Unmengen von Antilopen. Sonst sehen wir erst mal nicht viel, entdecken aber später ca. 6 oder 7 Nilpferde im Fluss, die richtig schön aktiv sind. Auch ein riesiges Krokodil liegt faul auf einer Sandbank. Dann sehen wir noch einen einsamen Elefanten und ein Nashorn.
In der Hütte im Skukuza-Camp, wo wir zu Mittag essen, sind unter dem Reetdach Dutzende von Flughunden, die von der Decke hängen. Im Park sehe ich außerdem einen Nashornvogel, hoch oben auf einem Baum.
Der Rückweg durch das andere Tor (Numbi-Gate) erweist sich als wesentlich kürzer zu unserem Quartier.
Den Abend verbringen wir wieder gemütlich in der Country-Lodge.

Samstag, 10.11.2007

An diesem Tag beziehen wir unsere Hütte im Skukuza-Camp. Obwohl das Camp ein bisschen verpönt ist, weil es das größte im Kruger-NP ist, fühlen wir uns dort wohl. Die Hütte ist rund und gut ausgestattet, der Kühlschrank im Freien mit einem kleinen Tisch und Stühlen.
Bei unserer Pirschfahrt sehen wir außer unzähligen Antilopen und Warzenschweinen auch Wasserbüffel, eine Affenhorde, ein Nashorn, was plötzlich mitten auf der Straße vor uns steht, und eine ganze Elefantenherde. Ganz viele Autos, die im Pulk auf der Straße stehen, kündigen einen Leoparden an, den ich dann auch einige Male durch die Bäume sehen kann: er läuft hin und her. Später sind das Highlight zwei Geparden, die genau neben der Straße sind und sich durch uns nicht stören lassen. In der Dämmerung wollen sie wohl auf Antilopen Jagd machen. Der eine lauert dann genau vor unserem Auto. Abends, bei einem Spaziergang am Fluß, entdecken wir ein Krokodil, was gerade einen riesigen Fisch verspeist.
Unser Abendessen nehmen wir auf einer Bank mit Blick auf den Fluß ein.

Sonntag, 11.11.2007

Auf der Fahrt aus dem Kruger-NP haben wir die Route nach Süden am Fluß entlang und sehen noch etliche Tiere, darunter einen ganzen Teich voller Nilpferde, Büffel, ein Gnu, eine Giraffe. Schließlich verlassen wir den Park durch das Crocodile-Bridge-Gate und fahren knapp an der Grenze zu Mozambique entlang nach Swaziland. Der Grenzübertritt kostet ca. 5 Euro und macht keine Probleme. Die wenigen Asphaltstraßen sind zwar schlecht ausgeschildert, aber man findet sich auf Grund der Karte zurecht.
Beim Treffpunkt zum Game Reserve warten schon ein paar Autos mit Touristenpaaren, und vor der vereinbarten Zeit um 16 Uhr kommt schon der (diesmal schwarze) Reiseleiter und registriert uns. Um 16 Uhr werden wir im Konvoi in den Nationalpark geschickt, wo man immer wieder Tore öffnen und schließen muss. Schließlich werden an einem Haus die Autos geparkt und die Übernachtungstaschen zum Transport abgestellt. Wir selbst machen erst mal eine Pirschfahrt im Landrover. Wir sehen eine Elefantenherde und Nashörner. Auch Giraffen und eine giftgrüne Schlange. Die Ranger sind alle schwarz und sehr gut aufgelegt.
Die offene Hütte im Bush Camp ist toll und gibt ein richtiges Romantik-Feeling. Unsere heißt „Warthog“ (Warzenschwein). Sie ist super ausgestattet und von den Nachbarn kriegt man nichts mit, weil die so weit weg sind. Alles ist gut die ganze Nacht mit Petroleum-Lampen ausgeleuchtet, weil es keinen Strom gibt.
Abends gibt es Buffet (Kudu-Stew) auf einem Sandplatz am Feuer, und später Trommeln und Tänze: jeweils eine Gruppe Frauen und eine Gruppe Männer.

Montag, 12.11.2007

Wir werden geweckt mit einer Tasse Tee, sind aber schon vorher wach. Es geht früh raus, weil es wieder eine Pirschfahrt gibt. Diesmal sehen wir viele Giraffen, und sogar ein Spitzmaulnashorn, die sehr selten sind.
Danach gibt es Frühstücksbuffet, schön in der Sonne.
Schließlich werden wir mit Jeeps wieder zu unseren Autos gebracht.
Wir fahren nach Süden aus Swaziland raus. Auch die Ausfahrt aus dem Land ist problemlos, allerdings werden wir das Geld, was wir aus dem Automaten geholt haben, nicht so einfach los. Wir fahren nach Richards Bay, wo wir schließlich eine Wechselstube finden.
Anschließend finden wir unser Quartier, das Country House, eine ehemalige Zuckerrohrfarm bei Felixton. Sie hat einen riesigen Park drumherum und ist wunderschön ausgestattet. Unser Zimmer hat auch wieder ein riesiges Badezimmer mit Parkett, und ist liebevoll eingerichtet. Der Empfang ist sehr freundlich. Die Leute sind aus Schottland eingewandert, was man an der toll ausgestatteten Whisky-Bar erkennen kann. Auch den Weinkeller kriegen wir gezeigt. Das Abendessen ist fantastisch: der Koch referiert minutenlang über die Zubereitung, bevor es dann Essen gibt. Es ist ein Genie!
Leider ist das Wetter nicht gut genug, um den Swimmingpool zu nutzen. Die Woche zuvor soll es viel geregnet haben.

Dienstag, 13.11.2007

Wir machen einen Ausflug in den Hluluwe-Umfolozi-Park, der älteste NP Südafrikas. Die Anreise ist recht weit, so dass wir erst in der Mittagshitze dort ankommen und nicht so viele Tiere sehen. Dafür ist der Park landschaftlich sehr schön mit vielen Hügeln und Aussichtspunkten. Wir schaffen allerdings nur den Hluluwe-Park, rasten bei der Hilltop-Lodge und sehen schöne Vögel (Geier) kreisen. Später sehen wir noch viele Nashörner, Zebras und Gnus, und beim Herausfahren aus dem Park einen Elefanten, der gerade auf der Nationalstraße zwischen den Parks spazieren geht.
Abendessen gibt es wieder bei dem genialen Koch im Country House, diesmal bei Kerzenschein wegen Stromausfall, was aber ganz romantisch ist.

Mittwoch, 14.11.2007

Nun geht es an der Pazifik-Küste (die man aber selten sieht) entlang bis Durban, wo wir ins Landesinnere abzweigen. Die Straße ist spektakulär, auf Höhenrücken mit Blick in alle Richtungen, und geht ständig bergauf. Da es hier oft neblig ist, sind wir froh, so früh dran zu sein. Problemlos finden wir dann unser nächstes Quartier bei Quanta in Herrmannsburg, der Nachfahrin (4. Generation) von deutschen protestantischen Missionaren aus der Lüneburger Heide. Gleich nebenan ist eine Fabrik, die Pflanzengerbstoffe herstellt, und doch etwas abschreckend aussieht, aber im Haus Morgentau kriegt man davon nicht viel mit. Das Haus ist ganz international eingerichtet: unser hübsches Zimmer ist z.B. ägyptisch geschmückt. Wir sind die einzigen Gäste. Quanta empfiehlt uns noch eine Fahrt in einen Canyon zu heißen Quellen. Die Landschaft ist erstaunlich! Quanta kommt, um sich noch mit uns zu unterhalten und erzählt sehr interessant von ihren Vorfahren. Sie gibt mir das Tagebuch ihrer Vorfahrin zu lesen, u.a. mit der Überfahrt von Deutschland.

Donnerstag, 15.11.2007

Quanta hat uns eine Besichtigung im Museum von Herrmannsburg bei der deutschen Schule organisiert. Man kann sich richtig vorstellen, wie die Missionare damals ins Zululand gekommen sind.
Die Weiterfahrt in Richtung Drakensberge ist auch sehr schön. Besonders abends, als wir dann Richtung Amphitheater fahren. Die Hütten des Thendele Camps liegen tatsächlich mitten im NP und jede hat Blick auf das Amphitheater. Sie sind groß, mit Fernsehen, und riesigen Fenstern.
Abends gibt es dann Wetterleuchten und dann ein heftiges Gewitter, so dass es sogar durchs Reetdach regnet bzw. unter der Tür durch spritzt.

Freitag, 16.11.2007

Am nächsten Tag ist es erst mal bewölkt, so dass wir uns auf einen gemütlichen Tag in der Hütte einstellen. Wir nutzen ihn zum Karten schreiben. Als der Zimmerservice kommt, kommt auch die Pavian-Herde, und der Pavian-Boss muss mit Gewalt vertrieben werden, als er einen Abfallsack klauen will.
Später kommt die Sonne raus, und wir machen einen zweistündigen Spaziergang zu den Tigerfalls, einer schöner, ebener Weg mit Aussicht in die Ebene. Der Nationalpark „nördliche Drakensberge“ ist ein sehr schönes Wanderrevier.

Samstag, 17.11.2007

Wir checken aus und fahren Richtung Norden. Die Straße beginnt schon spektakulär mit einem Pass, führt später um einen großen Stausee herum, und dann durch tolle Landschaft mit riesigen Sandstein-Formationen, unter anderem das Golden Gate, was aber nur einer von vielen tollen Felsen ist. Sie durchquert ein oder zwei Nationalparks. Oft gibt es Pappeln an Flussläufen zu sehen.
Wir rufen von unterwegs an, um bei der Lodge unser Kommen anzukündigen. Die Lodge hat einen schönen Garten und Zimmer mit riesig hohen Decken. Der Ort Ladybrand bietet nicht viel Spektakuläres, so dass wir uns auf essen gehen beschränken (Restaurant-Empfehlung von der Irin, die die Arbutus-Lodge leitet, und später selbst dort auftaucht).

Sonntag, 18.11.2007

Frühstück zusammen mit einem netten südafrikanischen Paar. Er spricht sogar deutsch, da er aus Namibia kommt. Sie interessieren sich sehr für unsere Reise.
Heute haben wir den längsten Fahrtag: 550 km durch Halbwüste, über Wepener, Zastron, Aliwal North, Burgersdorp und Middelburg bis Graaf Reinet. Der Empfang in der historischen Villa in Graaf Reinet, bei Roy und Marieta, ist sehr herzlich. Wir kosten den Swimmingpool aus, machen Bekanntschaft mit einem britischen Paar, die gerade aus der Kalahari kommen, und machen dann noch eine Runde zum Sonnenuntergang in den nahen Nationalpark zum „Valley of the Desolation“. Schon die Fahrt dort hoch bietet schöne Blicke auf einen Stausee und den Ort Graaf Reinet. Wir begegnen einer Horde Meerkatzen. Oben ist dann das Tal spektakulär, wir machen einen kleinen Spaziergang.

Montag, 19.11.2007

Nach dem Frühstück müssen wir leider schon wieder weiter. Heute kommen wir an die Gardenroute nach Knysna. Unterwegs halten wir mal zum Essen und landen in einem hübschen Restaurant mit Antiquitätenladen. Die Route ist heute wieder abwechslungsreicher. Wir durchqueren mehrere Gebirge – vor allem der letzte Pass ist spektakulär – und landen in einer total anderen Welt. Hier ist eine „weiße“, fast europäische Atmosphäre, während wir auf der bisherigen Reise oft den ganzen Tag nur Schwarze gesehen haben. Auch der Verkehr ist plötzlich so dicht, wie wir es von Deutschland gewöhnt sind. Die Straße führt schön am Meer entlang. In Knysna beziehen wir unser Quartier bei den vor 7 Jahren ausgewanderten Deutschen Joachim und Kathrin. Unser „Chalet“ ist schon toll auf Stelzen an den Hang gebaut, man kommt sich vor wie im Dschungel. Aber erst die Einrichtung! Echt toll!

Dienstag, 20.11.2007

Der Zug von George nach Knysna ist leider nach einem Erdrutsch außer Betrieb, ebenso wie die Hängebrücke am Otter-Trail. Nichtsdestotrotz machen wir einen Ausflug zum Tsitsikamma-NP. Dort landen wir dann am Meer, wo herrliche einsame Strände zum Spaziergang einladen. Auf dem Rückweg machen wir einen Abstecher zu den Heads, das Felsentor am Eingang zur Knysna-Lagune. Abends laufen wir zur kleinen Waterfront von Knysna, wo schöne Geschäfte sind. Besonders ein Laden mit Straußenfedern und –leder hat es mir angetan, aber auch ein Künstler mit Metall-Tieren: Geckos und Fische, die er sogar als Lampen macht. Selbst in Kapstadt habe ich solche Läden nicht mehr gesehen. Da die Lodge ein bisschen außerhalb liegt, und uns die Straße auf dem Hinweg recht gefährlich erschien, fahren wir mit dem Taxi zurück (Tipp von Joachim).

Mittwoch, 21.11.2007

Nun geht es über Oudtshoorn, dem Zentrum der Staußenzucht, nach Swellendam. Unterwegs sehen wir viele Straußenfarmen, eine Besichtigung lockt uns jedoch nicht. Wir fahren der angekündigten Regenfront entgegen und kommen nach spektakulären Gebirgsstrecken in Swellendam im strömenden Regen an. Die Gastgeber empfangen uns jedoch besonders herzlich und entschuldigen sich fast für das Wetter. Wir machen es uns für die Nacht gemütlich, gehen nur noch essen in einem empfohlenen Land-Restaurant. Da unser Zimmer sehr schön ist, ebenso wie die Gemeinschaftsräume, empfinden wir es nicht schlimm, dass wir nicht viel unternehmen können.

Donnerstag, 22.11.2007

Bei heftigem Regen und einen Blick auf den angeschwollenen Fluss frühstücken wir gemütlich, mit schönem Blick auf die Vögel im Garten. Bei der Weiterfahrt Richtung Kapstadt klart es schließlich wieder auf. In St. James bei Muizenberg kommen wir schließlich bei schönem Wetter an, beziehen unser Zimmer mit grandiosem Seeblick bei Pat im Guest House, und machen auf ihren Rat hin einen Spaziergang an der Seepromenade an der False Bay. Den tollen Blick bezahlt man leider mit einer etwas größeren Geräuschkulisse, da zwischen dem Haus und dem Meer eine relativ belebte Straße liegt. Da wir es inzwischen gar nicht mehr erwarten können, nach Kapstadt zu kommen, fahren wir abends noch zu Waterfront, um dort zu essen.

Freitag, 23.11.2007

Heute ist schönes Wetter und wir erkunden die Kap-Halbinsel. Zunächst liegt die Pinguin-Station auf unserem Weg. Später fahren wir in den Nationalpark am Kap der guten Hoffnung und Cape Point, wo es natürlich einen regen Busverkehr gibt. Es ist schwierig, sich halbwegs ohne Touristen zu fotografieren. Dann an den zwölf Aposteln (Rückseite des Tafelbergs) und tollen Stränden vorbei, und wieder landen wir zum Abendessen an der Waterfront. Pat macht wirklich grandiose Programme, und versorgt einen vorbildlich mit Tipps und Plänen.

Samstag, 24.11.2007

Heute machen wir auf Anraten von Pat die Wine-Route, die wir eigentlich auslassen wollten. Wir haben es nicht bereut! Es ist ein traumhaft schöner Tag, und die Weingüter sind eine Welt für sich. Jedes einzelne schöne kapholländische Architektur, Restaurants, Parks und Gärten, zum Teil mit Seen, Kunst oder einem Geparden-Gehege. Der Luxus pur! Wir machen in einem Weinprobe, deutsch-sprachig, da die Kellnerin aus Namibia stammt, und genießen auch die tolle, alpine Kulisse. Ein rundum gelungener Tag, den wir – streng nach Pat’s Programm – am Boubergstrand mit Blick auf Kapstadt zum Sonnenuntergang ausklingen lassen.

Sonntag, 25.11.2007

Leider haben wir bis jetzt noch keine Wale gesehen, und so versuchen wir heute unser Glück. Jedoch auch heute lässt sich keiner blicken. Schließlich ist ausklingende Saison und die See recht unruhig. Dafür genießen wir die schöne Küstenstraße nach Hermanus.

Heute ziehen wir von St. James an der False Bay nach Green Point im Zentrum Kapstadts zu Barry und Mina ins Guest House. Das ist tatsächlich so originell wie beschrieben, eine Oase. Wir bekommen das grüne Zimmer und fühlen uns wieder sofort wohl. Wir machen gleich die Fahrt hoch zum Tafelberg. Zum Glück ist nach vier Tagen Pause wegen Sturm die Seilbahn wieder in Betrieb. Die Auffahrt ist grandios, mit einer sich drehenden Kabine und teilweise offenen Fenstern. Wir haben oben einen schönen Blick, und sehen die überfließenden Wolken, die schließlich bis zu uns kommen, bis sie uns mit Alarm zurückrufen. Aber nicht, ohne dort oben ausgiebig die Aussicht nach allen Seiten genossen zu haben, über die 12 Apostel, Robben Island und über Kapstadt.

Montag, 26.11.2007

Noch ein Tag, um ausgiebig die Innenstadt von Kapstadt zu erkunden. Die Straße zwischen den Museen, am Parlament vorbei, ist sehr schön gepflegt, eine Fußgängerzone wie ein Park. Das Kunstmuseum, die South African National Gallery, hat leider montags geschlossen, so gehen wir ins South African Museum. Die Wandmalereien sind toll präsentiert, man kommt sich tatsächlich vor wie in einer Höhle. Leider wird auch das Planetarium gerade renoviert. So haben wir noch Zeit für die afrikanischen Märkte in der Innenstadt, wo wir noch die letzten Souvenirs kaufen, und die Long Street.
Im Restaurant „African Cafè“ lassen wir den Tag ausklingen. Es ist voll mit Touristen aus aller Herren Länder, da es dort als Menue afrikanische Spezialitäten gibt.

Dienstag, 27.11.2007

Der Flug mit SAA ist tagsüber. Leider müssen wir sehr früh aufstehen, was uns allerdings keine Schwierigkeiten macht. Barry lässt es sich nicht nehmen, uns um 5 Uhr zu verabschieden. Nach unkomplizierter Fahrt zum Flughafen – in 20 Minuten, wir er gesagt hatte – geben wir den Mietwagen ab (problemlos).