Rita und Siegfried Domaschka | Südafrika
September 2008
Südafrika – 30 Tage von Johannesburg nach Kapstadt – Oktober 2008
Wir gehören zu den Jungen/Alten. Es war unsere Silberhochzeitsreise. Die Verunsicherung, ob es dass richtige Reiseziel sei, ob man dass nur zu zweit, ganz individuell machen könne, entstand im Vorfeld durch die Medienberichte im Frühjahr 2008 in Deutschland.
Reiseanbieter: Durch einen Tipp kamen wir auf die Internetseite von Umfulana.
Nachdem wir viele Reiseberichte gelesen hatten, ließen wir uns einen Reisevorschlag senden.
Die Reiseroute wurde durch persönliche Vorstellungen ergänzt.
Während der gesamten Vorbereitungszeit (½ Jahr) wurden alle unsere Fragen vom Umfulana-Team
kompetent per E-Mail oder per Telefon beantwortet.
Die ganze Reise verlief ohne Komplikationen. In den Gästehäusern hatte das Unternehmen Umfulana einen guten Ruf.
Im Einzelnen einige Anmerkungen:
Hin- und Rückflug von Frankfurt nach Johannesburg/Kapstadt -non stop – mit Lufthansa ohne Probleme.
In Johannesburg Übernahme des Mietwagens (Hyundai Accent, Automatikgetriebe) im Parkhaus gegenüber der Ankunftshalle, unkompliziert.
Etwas aufgeregt (alles neu, Linksverkehr), fanden wir im 2. Anlauf die richtige Autobahnausfahrt.
Als Afrika-Neulinge wollten wir schnellstens unser erstes Tagesziel erreichen. Bis auf das Verwechseln von Blinker und Scheibenwischer gelang das auch. Für die erste Mautstelle hatten wir etwas Bargeld (Rand) aus Deutschland dabei.
Sabie:
Bei Ute und Felix fühlten wir uns sehr geborgen. Von Felix erfuhren wir unzählige Tipps über Land und Leute und interessante Reiserouten. Beide sprechen deutsch. Unser ganztägiger Ausflug führte uns entlang der Panoramaroute zum Blyde River Canyon. Wir bekamen eine Kühltasche für unseren Proviant von den Gastgebern mit auf den Weg.
Am Abend lernten wir im „The Woodsman“ die schmackhafte afrikanische Küche kennen.
Den ersten Geldtausch vollzogen wir an einem Bankautomaten in Sabie.
Sabie Sand:
Mit Hilfe der Wegbeschreibung von Umfulana (gilt für die ganze Reise) fanden wir die luxuriöse Lodge im Busch. Beeindruckend waren die aufmerksam durchgeführten Safaris.
So aufregend nah wie hier, bekamen wir die Big-Five nie wieder zu sehen.
Krügerpark – am Crocodile River:
Wir hatten Glück. Am Ankunftstag bereitete Robert für uns das Dinner.
Von der Terrasse hat man einen traumhaften Blick über den Fluss in den Nationalpark (besonders, wenn man ungestört zu zweit das Frühstück einnehmen kann).
Der ganztägige Ausflug war eine Selbstfahrertour, ca. 230 km durch den Park. Erstaunlich, welche Tiere die Asphaltstrasse benutzen.
Da auch alle Pisten staubtrocken waren, gab es mit unserem PKW ohne Allrad keine Probleme.
Swaziland – Game Reserve:
Unvergesslich war hier besonders die Übernachtung im Buschcamp. Die mit allem Komfort
ausgestattete Hütte hatte keine Fenster und keine Elektrizität.
Nach Löschen der Petroleumlampen schläft man in der afrikanischen Finsternis mit all ihren Geräuschen – eine phantastische Erfahrung.
Für die Hinfahrt wählten wir die westliche Route durch das Bergland und besuchten eine interessante Glasfabrik in Nawenya. Den Glasbläsern kann man bei der Arbeit zuschauen.
Hluhluwe – Zululand Game Reserve:
Abseits im Busch, hochgelegen über einer menschenleeren Savanne, kann man bei absoluter Stille und traumhaftem Fernblick den Tag geniessen. Während der Safaris beeindruckte hier neben der Landschaft die bunte Vogelwelt.
Hermannsburg:
Leider war hier nur eine Nacht für uns frei. Das ist viel zu wenig, um die Annehmlichkeiten, die köstlichen Speisen und die Herzlichkeit von Quanta zu geniessen. Am Ankunftstag besuchten wir das Museum der deutschen Mission. Mit Herrn Jürgen Greve., einem ehemaligen Lehrer der deutschen Schule, machten wir eine Tour zum Kranskop und in die Tugela-Schlucht. Aus interessanten Gesprächen mit ihm erfuhren wir viele Details aus dem Zusammenleben von Schwarz und Weiss.
Drakensberge – Didima-Camp:
Wir hatten drei Nächte als Selbstversorger in einer modernen „Strohhütte“ gebucht.
Im Camp ist ein Restaurant. Wir zogen es vor, unser Frühstück/Dinner vor unserer Hütte mit Blick auf die Berge und am Abend unter dem Sternenhimmel einzunehmen.
Einkäufe auf unserer Reise tätigten wir in der Regel in Supermärkten (z. B. Spar), in denen es alles gibt. Auf keinen Fall sollte man den afrikanischen Wein vergessen.
Wir konnten an beiden sonnigen Tagen Wanderungen in die Bergwelt unternehmen. Die Pfade sind gut ausgeschildert und Raubkatzen normalerweise nicht vorhanden. Wer will, kann sich auch einen Führer buchen.
Clarens:
Von dem beschaulichen Ort Clarens aus besucht man den Golden GateNationalpark.
Von Rundwegen für Autos erhält man einen tollen Eindruck von den rötlichen,schroffen Sandsteinfelsen und der Tierwelt (Zebras).
Mit Ewald frühstückt man im Wohnzimmer in freundlicher Atmosphäre. Der Restaurant-Tipp von uns: Besuchen Sie das „Clementines“. Bei Wolfgang bekamen wir das beste Steak Afrikas.
Graaff – Reinet:
Unsere längste Etappe führte uns nach 689 km über einsame Landstrassen, halb wüstenähnliche Landschaften in die nette Stadt Graaff Reinet.
Ein Rast-Tipp für unterwegs: „Halten Sie in Burgersdorp und kehren Sie ein im Hagenhuis“.
Im B&B wird man herzlichst umsorgt von Hanico und Nico.
Wir besuchten das Reinet-Museum, erlebten ein Rosenfestival mit Konzert in der St. James Kirche und machten natürlich einen Ausflug mit Wanderung zum „Valley of Desolation“.
Restaurant-Tipps: Zu Fuss erreicht man bequem „Kliphuis“ und „The Goldestream“. Wir waren nicht enttäuscht – überall köstliche Küche.
Tsitsikama National Park Restcamp:
Wir hatten eine einfache Hütte (2 Betten,Tisch, etwas Geschirr) mit Selbstverpflegung gebucht.
Der Küchentrakt und die Sanitäreinrichtungen (alles sauber und ordentlich) waren separat, für uns kein Problem. Ein staatliches Restaurant ist vorhanden.
Morgens und abends saßen wir auf unseren Plastestühlen in der ersten Reihe am Indischen Ozean
und genossen unsere Speisen. Bei einem Glas Wein konnte man abends den Sonnenuntergang erleben.
Eine einfache Wanderung führte uns auf die Klippen mit Blick auf die Suspension Bridge (Der direkte Brückenzugang war leider mit Geröll verschüttet und deshalb gesperrt.).
Interessant ist es auch, ein Stück den Otter Trail zu gehen. Leider reichte die Zeit nicht mehr aus, bis zu dem Wasserfall zu kommen.
Wilderness an der Garden Route:
Auf der Fahrt machten wir einen Abstecher zur Bloukrans Bridge, von der man einen „Jump“ wagen könnte.
Das schöne Gästehaus liegt ruhig an einer Lagune. Frühstück wird auf der Terrasse serviert.
Frau Renee versorgte uns mit den nötigen Ausflug -Tipps.
In Wilderness unternahmen wir ausgedehnte Spaziergänge am breiten Sandstrand des Indischen Ozeans, machten einen Ausflug nach Buffels Bay in Richtung Knysna und fuhren über die sieben Pässe zurück.
Restaurant-Tipp: „The Riverside Kitchen“
Caledon:
Vergessen Sie Ihre Vorstellung von einem Bauernhaus! Luxuriöse Gästezimmer mit traumhaftem Blick in eine weite Landschaft, Zebra und Eland weidend vor der Tür, erwarten Sie.
Das Abendessen sollte man vorher unbedingt buchen. Thys und Onel verwöhnen die Gäste mit ihren Kochkünsten. Wir hatten das Glück, einen afrikanischen Grillabend zu erleben.
Eine Rundfahrt über die Farm und Umgebung machte uns vertraut mit dem Alltag eines Farmers.
Unser Tagesausflug ging nach Hermanus zur Walbeobachtung (und sahen auch viele) und weiter an der Küste bis nach De Kelders.
Stellenbosch:
Über den Franchhoekpass erreicht man das fruchtbare Weinland. In Franchhoek lohnt sich ein Halt mit Spaziergang zum Hugenottendenkmal. In Stellenbosch buchten wir über Umfulana eine Tagestour zu drei Weingütern mit Verkostung. Da man nicht selbst fährt, kann man auch dem Wein sehr zusprechen.
Restaurant- Tipp: „De Volkskombuis“
Vom Gästehaus kann man das Zentrum von Stellenbosch gut erreichen. Die Stadt mit vielen Denkmal geschützten Gebäuden entdeckt man am Besten zu Fuß.
Kapstadt:
Bei Barry und Mina verbrachten wir vier Nächte. Wir sagen, auch bei einem längeren Aufenthalt wäre es uns in Kapstadt nicht langweilig geworden.
Die überaus herzlichen Gastgeber versorgten uns mit Übersichtskarten, Reisetipps und Geschichten.
Interessantes:
Stadtrundfahrt „Hop On-Hop Off“ Autobus
Bei der ersten Rundfahrt erhält man einen guten Überblick über die Sehenswürdigkeiten
der Stadt (ca. 2 Stunden). Während der zweiten Rundfahrt stiegen wir im Stadtzentrum und am Nachmittag an der Talstation der Bergbahn zum Tafelberg aus.
Die Erläuterungen während der Busfahrt erfolgen per Kopfhörer auch in deutscher Sprache.
Fahrt über die Kaphalbinsel zum Kap der Guten Hoffnung mit Zwischenaufenthalt in Kalk Bay, Simons Town, The Boulders (afrikanische Pinguine).
Besuch des „Two Oceans Aquarium“
Waterfront (gut zu Fuß erreichbar)
Kirstenbosch (Botanischer Garten)
Unsere Restaurant-Tipps: „The Hussar Grill“ und „Buena Vista Social Cafe“ in Green Point
„De Anker“ – belgisches Restaurant an der Waterfront
Abschliessend stellen wir fest, Umfulana ist als Reiseveranstalter sehr zu empfehlen.
Uns beeindruckten vor allem abwechslungsreiche Landschaftsbilder, reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt, herzliche Gastgeber, individuelle Gästehäuser, ausgezeichnete schmackhafte Küche, freundlicher und flinker Service.
Unter Beachtung der Sicherheits-/Aufenthaltsempfehlungen hatten wir nie das Gefühl, in unsichere Situationen zu kommen.
Die entsprechenden Verhaltenstipps erhält man regional bezogen von den Gastgebern.
Wir sind stolz darauf, dass wir uns die Reise zutrauten.
Rita und Siegfried Domaschka