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Blyde River Canyon
Blyde River Canyon – ©Sascha Schmid
Hornrabe - Kosi Forest Lodge
Hornrabe - Kosi Forest Lodge – ©Sascha Schmid
Bei God's Window
Bei God's Window – ©Sascha Schmid
Didima Camp - Drakensberge
Didima Camp - Drakensberge – ©Sascha Schmid
Im Krüger Park
Im Krüger Park – ©Sascha Schmid
Im Krüger Park
Im Krüger Park – ©Sascha Schmid
Im Krüger Park
Im Krüger Park – ©Sascha Schmid
Im Krüger Park
Im Krüger Park – ©Sascha Schmid
Kosi Bay
Kosi Bay – ©Sascha Schmid

Sascha Schmid | Südafrika

Dezember 2008

Unsere Reise vom 22.12.2008 – 08.12.2009 mit Umfulana nach Südafrika.

Grundsätzlich waren wir mit der Organisation unserer Reise sehr zufrieden und möchten uns an dieser Stelle zunächst recht herzlich bedanken. Der Support für die Vorbereitung unserer Reise war wirklich sehr gut. Auch nach Reiseantritt gab es keine Probleme, alles war bestens organisiert und vorbereitet.

Wir mussten vom Tambo-Flughafen Johannesburg Richtung Osten nach Hazyview.
Hierzu mussten wir auf die N12. Blöderweise sind wir aus dem Flughafen raus gleich mal in die falsche Richtung gefahren und haben das erst relativ spät bemerkt. Wer wirklich zum allerersten Mal in Johannesburg-Airport ist und dann auch noch nie links gefahren ist, wäre an dieser Stelle vielleicht für eine etwas detaillierte Routenangabe direkt ab Flughafen dankbar! Weder Witbank noch die N12 sind hier nämlich angeschrieben. Ansonsten lief auf unserer ersten Etappe alles einwandfrei

Die Farm am Ufer des Sabie, unsere erste Station, war wirklich überaus schön und ein fantastischer Start für unsere Reise. Leider waren wir zu spät, um noch Abendessen zu können, konnten uns aber eine Pizza bestellen, die doch tatsächlich nach 15 min da war und richtig gut geschmeckt hat.
Die Unterkunft dort ist sehr schön, ein freistehender Bungalow inkl. Parkmöglichkeit vor Ort. Da hier nur wenige Gäste untergebracht werden können, ist es sehr ruhig und die Atmosphäre ist äußerst familiär – das hat uns richtig gut gefallen.
Dort haben wir auch Heilig Abend verbracht, zu dem uns Hans Diem ein grandioses Dinner serviert hat – ein wunderschöner Abend.
Ganz lustig: wir haben neben Siegfried und seiner Frau Carola(?) gesessen, die auch mit Umfulana gereist sind und bereits einen Reisebericht geschrieben haben – Hallo an dieser Stelle!!
Auch die von Umfulana angekündigten charmanten und humorvollen Geschichten von Hans Diem sind in der Tat sehr unterhaltsam. Wir haben uns sehr wohlgefühlt.
Programm war hier natürlich der Blyde River Canion. Eine Touristik-Karte sowie einige wertvolle Tipps von Hans haben uns einen sehr schönen Ausflug bereitet.

Von Hazyview ging es dann ab in den Krüger-Park Richtung des Camps im süden des Parks. Absolut faszinierend, mit dem eigenen Wagen auf ordentlichen Straßen durch das „Wohnzimmer“ wilder Tiere zu fahren. Ein wirklich unvergessliches Erlebnis. Wir hatten von da an einige bewölkte Tage mit teilweise Niederschlag, meist aber nur als Nieselregen. Ist bei den Temperaturen aber alles andere als schlimm und Experten sagen, dass die Tiere dann sowieso aktiver sind.
Sehr schnell nach unserer Ankunft im Camp wurde uns klar, dass dies das komplette Gegenteil sein wird, wie es zuvor auf der Farm war. Sofort kam einem der Gedanke an Massentourismus. Unser Fazit: es ist wirklich toll, im Park übernachten zu können und sofort bei Öffnung der Tore auf Safari zu gehen.
Wir werden aber im Falle einer weiteren Reise auf jeden Fall ein privates Camp wählen.

Von den „Big 5“ blieb uns der Leopard leider verwehrt. Allerdings hatten wir ein unvergessliches Erlebnis mit einer Büffelherde, die auf einem Nebenweg nahe eines Wasserlochs trank, graste oder ruhte. Die komplette Herde zog dann irgendwann direkt vor uns über den Weg dahin. Ich schätze es waren weit über 100 Tiere.
Auf dem Weg zu unserer nächsten Station sind wir nochmal eine ganze Weile durch den Krüger-Park, vorbei am Crocodile Bridge Camp Richtung Malelane Gate. Dort hatten wir denke ich auch unser Highlight: direkt am Wegesrand hatte eine Löwenfamilie (mit 2 Jungen) in der Nacht ein Hippo gerissen. Der Löwe lag faul und bereits vollgefressen daneben und die Löwin knabberte immer wieder etwas rum, um den Kleinen zu zeigen, wie das geht. Einige Geier hatten sich um den Schauplatz bereits versammelt und warteten.

Am Nachmittag kamen wir dann an der Lodge am Crocodile River an. Das wunderschöne Landhaus liegt am Ende riesiger Mango- und Papaya-Plantagen. Die Eigentümerin, genannt Sugar, ist eine wahre Lady, die eindrucksvoll den „Laden schmeißt“. Das Personal war äußerst nett und zuvorkommend und sehr gut ausgebildet. Frühstück und Dinner war exzellent.
Wir waren in der Elephant Garden Suite untergebracht, einer von zwei sehr modern eingerichteten Bungalows, etwas separat gelegen, mit eigenem kleinen Pool und Veranda zum Fluss. Außer den beiden Bungalows gibt es nur noch wenige Zimmer, deshalb ist auch hier eine äußerst angenehme, familiäre Stimmung. Es hat uns dort riesig gefallen.
Über das Malelane-Gate ist man in nicht mal 20 min im Krüger-Park.

Nun mussten wir Abschied nehmen vom Krüger-Park und fuhren durch Swasiland Richtung Hluhluwe. In der Beschreibung ist von „Border Caves“ bei Golela die Rede. Diese waren jedoch weder beschildert noch bekannt. Wir empfehlen deshalb, entweder exakt zu beschreiben, wo diese sich befinden oder evtl. gar nicht darauf hinzuweisen – verwirrt nur!

Die Baumlodge bei Hluhluwe fasst einige Gäste mehr, was sich direkt wieder auf die Atmosphäre auswirkt. Viel mehr Menschen, um die sich das Personal halt nicht ganz so engagiert kümmern kann. Unser Ranger, Sizwe, war aber ein richtig cooler und witziger Typ. Mit ihm hatten wir auch unsere erste geführte Safari im Hluhluwe-Umfolzi-Nationalpark. Es ist schon ein Unterschied, ob man selbst fährt oder mit einem Ranger. Allein die Aussicht in dem höheren Jeep ist viel besser. Außerdem hat Sizwe sehr viele interessante Infos parat gehabt. Es ist wirklich zu empfehlen, einmal eine geführte Safari zu machen.
Bei diesem Morning Drive hatten wir dann auch ein paar ganz tolle Erlebnisse: einige Nashörner ganz nahe am Wagen, eine Hyäne die vorbei spazierte und das Beste war eine große Elefantenherde die an ein Wasserloch zog mit bestimmt 150 -160 Tieren.
Das Essen in der Lodge gab es vom Buffet, generell nicht schlecht, jedoch leider inkl. Insekten und am 2. Abend haben wir festgestellt, dass einiges vom Vorabend wieder angeboten wurde.

Unser Weg führte uns dann Richtung Nord-Osten an die Kosi Bay zur Kosi Forest Lodge. Inzwischen hatte sich auch die Wetterlage gebessert und es wurde richtig heiß.
Wir wurden wie vereinbart im Ort mit dem Jeep abgeholt und zur Lodge gebracht. Dort wurden wir vom Manager Bruce persönlich und sehr freundlich begrüßt. Die versteckten Hütten im Wald sind sehr geschmackvoll eingerichtet. Uns war anfangs noch etwas mulmig, wie es wohl sein wird im Wald, die Hütte nur mit einem Netz geschlossen und das Bad offen, außerdem gab es keinen Strom, es wurde mit Petroleumlampen beleuchtet. Aber auch dort war es wunderschön.
In der Kosi Bay ist die Landschaft ganz anders. Es ist dort viel Sand und man hat eigentlich immer das Gefühl, irgendwo am Strand zu sein. Insgesamt waren hier ca. 12-15 Gäste – es war Silvesterabend und es gab ein tolles Dinner inkl. Live-Auftritt einer einheimischen Acapella-Band, den School-Boys. Dennoch verschwanden nach dem Essen alle und so haben wir mit Bruce und unserem Ranger Stephan zu viert am Lagerfeuer in das neue Jahr gefeiert. Traumhaft!!
Am nächsten Tag war volles Programm. Morgens wurden wir von Stephan mit dem Kanu über einen märchenhaften Fluss des Isimangaliso Wetland Parks gepaddelt und nachmittags sind wir mit dem Power-Boot über die Lakes 3, 2 und 1 gefahren, die über Kanäle miteinander verbunden sind nach und nach immer höheren Salzwassergehalt haben bis sie in den indischen Ozean münden. Im Lake 1 haben wir zum Schluss noch alle gebadet, nachdem wir dort Flamingos, einen Seeadler und einige Hippos beobachtet hatten. Etwas mulmig war uns da aber schon…

Von der Kosi Bay ging es dann wieder Richtung Landesinnere. Die Straße von Phelandaba nach Josini ist in einem üblen Zustand. Es hat auf der ganzen Strecke immer wieder riesige Schlaglöcher und man muss höllisch aufpassen. Die R69 von Candover nach Magudu, die Umfulana als Route vorgeschlagen hat, ist eine katastrophale Schotterstraße, die seinesgleichen nicht einmal im Krüger-Park zu finden ist. Wir konnten kaum schneller als 20 km/h fahren, und das immerhin 35 km lang. Ohne Jeep macht das wirklich keinen Spaß. Wir wären sicher den weiteren Weg über die N2 und die R66 gefahren. Prompt hatten wir, kaum zurück auf der Teerstraße, einen platten Reifen und mussten das Reserverad montieren.

Etwas verspätet, aber gerade noch rechtzeitig vor einem mächtigen Gewitter mit Hagelsturm sind wir bei Foy und Anne auf Penny Farthing angekommen. Ein wunderschönes, abgelegenes Landhaus. Alles erinnert an die faszinierende Geschichte von Foy’s Familie, den Vermaaks.
Wir waren die Tage die einzigen Gäste und konnten uns so sehr oft und lange mit Foy und Anne unterhalten, was sehr interessant und spannend war.
Leider musste der kommende Morgen für die Besorgung eines neuen Ersatzrades verschwendet werden, mittags wurden wir dafür von Foy ins Talana-Museum sowie zu den Battlefields geführt. Es war ein wirklich sehr interessanter aber auch anstrengender Tag.

Von Penny Farthing fuhren wir dann Richtung Drakensberge, die uns schon sehr früh aus der Ferne am Horizont begrüßten. Ein beindruckendes Bild, das sich einem hier bietet.
Das Park Camp am Cathedral Peak liegt wunderschön in die Berge eingebettet und ist wirklich eine tolle Anlage. Die Bungalows sehen urig aus, sind aber sehr modern und wunderschön eingerichtet. Wir hatten eine voll ausgestattete Küche, hatten aber nichts eingekauft, weil wir das im Vorfeld nicht sicher wussten. Das Essen im Restaurant war aber auch sehr gut.
Wir machten eine Morgenwanderung zu den Bushman-Paintings, was sehr viel Spaß gemacht hat. Die Landschaft dort ist wirklich fantastisch und überhaupt nicht mit den Gebirgen hier in Europa zu vergleichen. Saftiges Grün bis zu den Gipfeln – toll!

Ein Tipp: ca. 10 km südlich von Winterton an der R600 liegt die Kwazulu Weavers & Candles Fabrik. Eine Weberei mit Shop, in dem Teppiche und auch Kerzen hergestellt und verkauft werden. Wir haben ein halbes Vermögen ausgegeben für Teppiche und etliche Holzmasken. Die Managerin schickt die Teppiche auf Wunsch per Post überall hin auf der Welt. Mal sehen, ob unsere bei uns ankommen. Klang jedenfalls sehr vertrauenswürdig.
Direkt daneben ist der Waffle Hut, wo man sehr leckere Waffeln oder Pencakes essen kann!

Dann ging es zur letzten Station auf unserer Reise nach Pretoria zu Ted‘s Place. Die Beschreibung war sehr gut und wir haben direkt hingefunden. Allerdings haben wir uns gefragt, ob es nicht einfacher gewesen wäre, von der R21 direkt auf die M10, die Hans Strijdom-Rylaan zu fahren, die direkt zur Kreuzung Disselbom Oos führt. So sind wir nämlich zurück Richtung Flughafen gefahren und das hat sehr gut geklappt.
Ted’s Place war ein wirklich guter Ort, um sich nochmals zu regenerieren, ordentlich zu packen und auf die Rückreise vorzubereiten – aber auch nicht mehr. Ted und Annemarie sind nett und hilfsbereit. Allerdings war uns das Leben der beiden zu sehr nach Plan bzw. Regeln. Wirklich überall klebten Zettel, was man tun darf und was nicht. Morgens um Punkt 10 Uhr mussten wir aus dem Zimmer, obwohl außer uns keiner da war! Unterhaltungen fanden statt, ohne eigentlich selbst zu Wort zu kommen. Na ja – wir kamen nicht so ganz damit klar.

Interessant war trotz allem, auch noch zu sehen, wie es in Südafrikas Großstädten aussieht. Auch wenn wir nicht viele Zeit hatten, einen Eindruck, wie sich Menschen in Wohngebieten abschotten und schützen müssen, haben wir doch gewonnen.
Zum Abschluss sind wir noch zum Vortrekker Denkmal, um wenigstens eine Sehenswürdigkeit mitzunehmen, nachdem wir den ganzen Morgen in der Menlyns Park Mall, die angeblich größte der Stadt, beim Shoppen waren!!

Danach war nur noch die Fahrt zum Flughafen. 35°C in Johannesburg, am nächsten Morgen -5°C in Zürich. Willkommen daheim!!

Allgemeines/Sonstiges:

Besonders gefreut hat uns, dass wir in der Kosi Forest Lodge, auf Penny Farthing und auch bei Ted’s Place als Honeymooner begrüßt wurden.

Es gibt doch etliche Mautstraßen. Wichtig also, immer genügend Bargeld dabei zu haben.

Außerdem lässt so manche Tankstelle länger auf sich warten, als einem lieb ist. Deshalb nicht zu lange warten. Beispiel: Zwischen Harrysmith und Villiers kommt auf ca. 150 km keine Tankstelle, was bei unserem Wagen fast mehr als eine Viertel Tankfüllung war.