Nadja & Elmar von der Dovenmühle | Südafrika
September 2008
Nördliches Südafrika – Teil 2:
Nachdem wir in Pafuri mit Warren eindrucksvolle Touren (Morning Walk und Evening Drive) erlebt hatten. Ging es mehr oder weniger an der Grenze zu Zimbabwe entlang mit dem Ziel Pontdrift Border, wo wir von Daniel abgeholt wurden. Der Übergang nach Botswana ging problemlos und dann ging es weiter im offenen Jeep rd. 45 Minuten (d.h. eincremen – nur zum Vergleich: Meine Frau und ich nahmen 30 Lotion, die mitreisenen Holländer nur 6! Und das bei rd. 35 Grad und um 13:00 Uhr...aber das nur am Rande).
Die Fahrt war ein Erlebnis, auch wenn es um die Mittagszeit nicht vieles zu sehen gab. Man konnte aber die Weite erkennen, man hatte fast den Eindruck, kilometerweit schauen zu können.
Der Empfang im Mashatu Tented Camp war sehr angenehm und unser „Zelt“ ebenfalls mehr als komfortabel; einzig die Toilette befand sich ausserhalb und hatte nachts keine Beleutung, d.h. entweder einhalten, oder mit der Taschenlampe und/oder Öllampe nach verdächtigen Bewegungen oder Geräschen suchen...wir haben uns für ersteres entschieden.
Hier hatten wir leider mangels Platz nur eine Nacht, was wir sehr bedauert haben. Das Essen nimmt man gemeinsam mit dem Personal rund um ein Lagerfeuer ein und insgesamt ist es sehr familiär gewesen. Mal ganz abgesehen von unserem „crazy Driver“ Dan, der über Stock und Stein gefahren ist, um uns alle möglichen Tiere zu zeigen: z.B. Leopard Baby, Leopard Mutter, Löwen, Elefantenherde, Geparden. Eine tolles Erlebnis und ein toller Tag.
Leider ging es dann schon am nächsten Tag weiter – zuerst über die Grenze wieder nach Südafrika und dann weiter in Richtung Süden zum Lesheba Wilderness Camp in den Bergen.
Nachdem wir dachten, dass Parfuri und Mashatu nicht zu toppen sind, konnten wir es nicht fassen, als wir die Suite in Lesheba gesehen haben. Bestehend aus drei aneinanderliegenden kleinen Häusern hatten wir jede Menge Platz, waren abgelegen von allen anderen Häusern, hatten unsere eigene Terasse mit Pool, etc. Das ganze in rd. 1.600m Höhe auf einem Hochplateau war erneut ein tolles Erlebnis. Und wieder tauchten wir (diesmal für 3 Tage) in eine neue „Familie“, in der Lukas und Joyce die beiden Köche waren.
Hier war es dann auch erstmalig möglich, alleine (gekennzeichnete) Touren zu wandern. Man sollte lediglich dem Personal vorher mitteilen, welche Route man wann abwandern möchte.
Die drei Tage waren sehr entspanned, weil wir endlich mal Zeit hatten, einfach nur die Natur zu genießen und nicht das Gefühl hatten, mit dem Auto irgendwo hin fahren zu müssen, da wir sonst was verpassen. Tolle Erholung in einem traumhaften Ambiente mit einem noch angenehmeren Personal. Weiter so!!!
Auch die drei Tage gingen einmal zu Ende, so dass wir uns weiter süd-westlich auf den Weg zur Wild&Free Lodge machten (rd. 5 Stunden Fahrt mit kleiner Pause).
Hier Begrüßung durch das Team und erneut konnten wir nicht glauben, dass es noch besser ging, als in Lesheba, doch es ging besser. Wobei besser nicht der richtige Ausdruck ist, denn jedes Camp oder jede Lodge war auf Ihre Art ein einmaliges Erlebnis, wenn man Pretoriuskop ausklammert.
Im Falle der Wild & Free Lodge war es die Lage (erhöht auf einem kleinen Berg), das Ambiente (nur 4 „Häuser“ für max. 8 Gäste mit einer riesen Holzterrasse), die Hochzeitssuite mit Aussenterasse zum Übernachten (erste Nacht = ungewöhnlich mit wenig Schlaf; zweite Nacht = super!), dem Essen (Jabu sei Dank – Exklusives Frühstück, Lunch um 14:00 Uhr, Abendmenü nach Evening Drive).
Nach den letzten zwei Safari Tagen ging es zurück in die „Zivilisation“, was in unserem Fall eine Übernachtung in Preoria bei Ted (Ted's Place) bedeutete. Nach all den exklusiven Lodges und Camps konnte Ted's Place leider nicht ganz mithalten, wobei es uns auch hier sehr gut gefallen hat. Aber da wir hier Mittags angekommen sind und es bereits am nächsten Morgen weiterging, gibt es hierzu nicht viel zu berichten.
Wir haben lediglich auf eigene Faust eine kurze Stadtrundfahrt durch Pretoria gemacht (und hatten hierfür perfekte Unterlagen von Ted's Frau erhalten), aber – wie gesagt – nach den ganzen Naturerlebnissen war uns einfach nicht nach Stadt...
Weiter ging es am nächsten Morgen zum Flughafen von Johannesburg, wo es in eine Maschine nach Mozambik ging und von dort aus in eine noch kleinere Maschine (11 Personen) auf Bazaruto Island (Indigo Bay).
Hier ist es in der Tat sehr sehr wichtig, ausreichend USD für ein Ein- UND Ausreise zu haben. Ein Paar aus USA hatte diese leider nicht dabei, so dass wir ausgeholfen haben...eine Investition in die Deutsch-Amerikanische-Freundschaft, denn leider haben wir unsere USD nie wieder gesehen, da das vereinbarte Treffen bei der Abreise nicht geklappt hat.
De Empfang auf der Insel war genau so, wie wir uns das erhofft hatten. Eine tolle Anlage, ein tolles Haus direkt am Strand, jede Menge „Honeymoon Extras“ auf dem Zimmer, sehr leckeres und abwechsungsreiches Buffet Essen ebenfalls am Strand und unheimlich freundliches Personal. Hier bleibt kein Wunsch unerfüllt.
Nach 4 äußerst entspannenden Tagen war das Ende unserer Hochzeitsreise erreicht und wir haben jede einzelne Minute genossen. Wenn es also heißt, dass man nach einem Afrika Besuch entweder immer wieder kommt oder nie wieder, dann gehören wir sicherlich zur ersteren Gruppe.
Zum Schluss noch einmal ein ganz großes Lob an Umfulana und Herrn Garstka für die Vorschläge, die Planung, die Unterstützung bei der Vorbereitung und die gesamte Organisation! Machen Sie weiter so und bleiben Sie so individuell.
Viele Dank + viele Grüße,
Nadja und Elmar von der Dovenmühle
PS: Zum Schluss noch das Motto von Jabu '/ Wild & Free Game Lodge: „Walk in, roll out“...