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©Sebastian Bremes
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Kranskop
Kranskop – ©Sebastian Bremes
Drakensberge
Drakensberge – ©Sebastian Bremes

Sebastian Bremes | Südafrika

Januar 2010

Liebe Frau Tiemann, liebes Umfulana-Team,

unsere Rundreise durch KwaZulu-Natal liegt nun schon drei Wochen zurück, aber wir schwelgen immer noch in Erinnerung an viele neue und beeindruckende Erlebnisse, die wir gemacht haben.
Es hat alles hervorragend funktioniert, wir hatten viel Glück mit dem Wetter (Regenzeit) und die mit Abstand erlebnisreichsten Wildbeobachtungen!
Gestartet sind wir in Malelane südlich vom Krüger Park in der Lodge im Bergregenwald. Bereits der zweite Aufenthalt in dieser traumhaften Unterkunft mitten im Wald. Einfach nur entspannen, eine Wanderung im Reserve und das köstliche Essen genießen. Dann ging es weiter nach Swaziland ins Mkaya Game Reserve. Den Grenzübergang bei Jeppe’s Reef haben wir ohne Probleme passiert. Wir waren pünktlich am vereinbarten Treffpunkt, wo wir abgeholt wurden. Auf dem Weg zur Lodge konnten wir bereits die seltenen Pferde- und Rappenantilopen sowie Nashörner und andere Tiere sehen. Die Nacht in den offenen Steinhütten war eine absolut neue Afrika-Erfahrung. Beim Game drive am nächsten Morgen hat es leicht geregnet. Den Ranger fanden wir etwas anstrengend. Sein Motto „think before you ask“ ist gut gemeint – er wollte die Gäste damit zum Nachdenken anregen – kam damit aber etwas zu lehrhaft rüber. Er machte auf uns den Eindruck, als sei er von den vielen, immer wieder gleichen Fragen der Touristen etwas angenervt. Trotzdem ist ein Aufenthalt empfehlenswert und beim nächsten Mal würde ich auf jeden Fall eine zweite Nacht dort einplanen.
Für uns ging es am gleichen Tag weiter Richtung Süden. Der Grenzübergang bei Golela dauerte diesmal fast eine Stunde, weil auf südafrikanischer Seite die Computer ausgefallen waren und die Daten manuell erfasst werden mussten. Zudem ist der Sonntag ein beliebter Reisetag bei Südafrikanern und Swazis.
Auf dem weiteren Weg zur nächsten Unterkunft an der Elefant Coast war ein Straßenabschnitt aufgrund zahlreicher Schlaglöcher besonders abenteuerlich. Wir waren froh mit einem 2x4 Fahrzeug unterwegs zu sein, da der Radabstand doch etwas höher ist, als bei einem normalen PKW.
Die folgenden zwei Tage in der Thonga Beach Lodge waren ein absolutes Highlight der Tour. Dort ist einfach alles perfekt. Die Lage an sich ist schon unglaublich, die Bungalows, dieser menschenleere, unendliche Sandstrand, eine wahnsinnige Gastfreundschaft, vorzügliches Essen und ein Service auf höchstem Niveau. Beim Turtle tracking haben wir Meeresschildkröten gesehen, die zum Ablegen ihrer Eier an den Strand gekommen sind. Ein unglaubliches Naturschauspiel, wenn man bedenkt, dass diese Schildkröten vor Jahren genau an diesem Strand selbst geschlüpft sind. Wahnsinn!
Unser nächster Aufenthalt in der Phinda Forest Lodge war ebenfalls unbeschreiblich. Hier waren es vor allem die game drives. Wir hatten nicht nur das Glück beide Tage einen Ranger allein für uns zu haben, sondern durften innerhalb von zwei Tagen zwei erfolgreiche Jagdszenen einer Gruppe von drei Geparden und eine kurze Jagd einer Löwin nach einem Warzenschwein beobachten. Unsere Ranger waren selbst völlig aus dem Häuschen, da sie solche Erlebnisse innerhalb von 48 Stunden selbst noch nie mit Gästen erlebt hatten. Einziger Wehmutstropfen am ersten Tag war, dass ein Gast seinen Geburtstag in der Lodge gefeiert hat. Er hatte 12 der 15 Suiten reserviert und weder am Pool noch auf der schönen Terasse der Hauptlodge bei den Mahlzeiten fanden wir einen Moment Ruhe, um die Aussicht oder das Flair der Lodge zu genießen. Nachdem die Gruppe am nächsten Tag abgereist ist, war der Spuk zum Glück vorbei.
Beeindruckt durch die Erlebnisse im Phinda Reserve fuhren wir weiter nach Hermannsburg. Wir waren die einzigen Gäste bei Quanta. Bei den Ausflügen mit Vic Schütte (Besuch des Msinga Stammes) und Jürgen Greve (Kranskop) haben wir viel über das Land, die Natur und das Zusammenleben von Schwarzen und Weißen erfahren. Wir hatten super Glück mit dem Wetter. Tags zuvor hatte es den ganzen Tag genieselt und die Chance einen Ausblick auf den Canyon zu haben war so gering, dass wir uns schon auf eine Alternativtour eingestellt hatten. Auf dem Weg zum Kranskop riss der Himmel auf und wir hatten einen wahnsinnigen Blick auf den runden Felsblock und den Canyon. Sehr interessant fanden wir auch die Geschichte der Gemeinde Hermannsburg und der Deutschen Schule. Der Besuch des Museums lohnt sich. Und nicht zuletzt hat es uns gefreut, die Geburtsstätte von Umfulana kennengelernt zu haben.
Gekrönt wurde unsere Rundreise durch zwei Sonnentage in der Mountain Lodge am Fuße der nördlichen Drakensberge. Fantastische Blicke auf das Felsmassiv und eine schöne Wanderung in die Tugela Schlucht im Royal Natal National Park rundeten diese perfekte Reise ab.