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Wanderhütte am Kaapsehoop
Wanderhütte am Kaapsehoop – ©Eheleute Patzer
Abendstimmung im Mkhaya Nature Reserve
Abendstimmung im Mkhaya Nature Reserve – ©Eheleute Patzer
Frühstücksservice vor der ersten Safari im Mkhaya Nature Res
Frühstücksservice vor der ersten Safari im Mkhaya Nature Res – ©Eheleute Patzer
Strand von Salt Rock - Seelenverkäufers letzte Reise
Strand von Salt Rock - Seelenverkäufers letzte Reise – ©Eheleute Patzer
Blick von der Cave-Terrasse auf die Drakensberge
Blick von der Cave-Terrasse auf die Drakensberge – ©Eheleute Patzer
Eingangsbereich in das Apartheid Museum Johannesburg
Eingangsbereich in das Apartheid Museum Johannesburg – ©Eheleute Patzer

Eheleute Patzer | Südafrika

August 2011

Hallo Frau Schloßmacher,
hatten eigentlich gehofft, dass wir nach unserer Rückkehr aus Südafrika noch ein wenig ‚Summer-Feeling‘ an unserer Ostseeküste erleben können – denkste, der diesjährige Sommer zu Hause war zum Abgewöhnen! Um so richtiger war unsere bereits im Januar gefällte Entscheidung, das zweite Mal Südafrika anzusteuern – wohlwissend, dass im August Winter in ZA ist! Nachdem unsere letztjährige Reise nach Australien mit UMFULANA hinsichtlich Organisation, Routenempfehlung, Quartiere, Betreuung ... fantastisch war – gab es nur die logische Konsequenz, auch in diesem Jahr mit Ihnen zu Planen und zu Reisen!
Unsere Reise begann am 14. August in Pretoria – Sonntag in einer (anteiligen) Regierungsstadt – so stellen wir uns auch Bonn am Sonntag vor! Für uns um so besser, konnten wir uns den geschichtsträchtigen Orten dieser Großstadt widmen und bei schönstem Sommerwetter im südafrikanischen Winter alles genießen!
Das erste Quartier im Ted's Place war, wie alle anderen auch, super!
Aber dann: Der lange Weg von Pretoria nach Sabie hat uns dann bewusst gemacht – in Südafrika ist Winter!!! Auf der N4 Richtung Osten (2. Quartier: Sabie) gabs Schnee- und Hagelschauer vom Feinsten, Unfälle zu Hauf und die dringende Empfehlung über's Radio, nicht die von uns und UMFULANA als Alternative empfohlene Route über den Long Tom Pass zu wählen!!! Also ging es direkt zu Ute und Felix in die traumhafte Villa Ticino nach Sabie – unterhalb des schneebedeckten Mount Anderson! (Nach 18 Jahren mal wieder Schnee in der Region – und wir mitten drin!!!) Auf dem Weg dorthin sind wir einer ersten Empfehlung des vorab von UMFULANA geschickten Reiseführers (die Aktualität, thematische/regionale Gliederung und Empfehlungsvielfalt des Reiseführers war sehr, sehr hilfreich und der optimale Reisebegleiter) gefolgt und haben die Sudwala Caves (zählen zu den weltweit größten und beindruckendsten Tropfsteinhöhlen) besichtigt! Angekommen in Sabie!
Die sehr netten Gatsgeber Ute und Felix kannten sich mit den Wetterkapriolen bestens aus und konnten uns gute Empfehlungen für die nächsten zwei Tage geben und auch Tourenvorschläge für den anschließenden Aufenthalt im Krügerpark geben. Neben den obligatorischen Highlights um Sabie, die wir allesamt befahren, erklommen und erlaufen haben, war die Empfehlung von Felix zum Besuch des Botanischen Gartens in Nelspruit und die ehemalige Goldgräbersiedlung am Kaapsehoop (ca. 30 km südlich von Nelspruit an der Abbruchkante) toll!
Nach drei Nächten in Sabie ging's dann auf große Safari!(Krügerpark 2 Nächte, 1 Nacht im Mkhaya Game Reserve in Zwasiland, 2 Nächte im Hluhluwe-iMfolozi Park) Mal organisierte Touren, mal individuell auf eigene Faust – haben alles gesehen, nur Löwen und Leoparde wollten sich nicht blicken lassen! Fanden wir aber nicht weiter tragisch, da trotzdem alle anderen großen Tiere (Giraffen, Büffel, Hippos, Rhinos, ...) und vielleicht seltenere Tiere (u.a. Zebramanguste, Schreiseeadler, Baumschlange, Tüpfelhyäne ...) gesichtet wurden!
Da das Wetter nun richtig sommerlich war, hatte sich unsere Skepsis bezüglich des Quartieres im Mkhaya Game Reserve gelegt – es war eine einmalige Erfahrung – eine Nacht in einer offenen Hütte, umgeben von wilder, afrikanischer Natur!
Und auch die Grenzübertritte nach und von Zwasiland war für uns ‚geschengte‘ Mitteleuropäer mal wieder eine Erfahrung, wie kompliziert und umständlich man es abwickeln kann!
Nach zweitägiem Aufenthalt im Hluhluwe-iMfolozi Park (Hilltop Camp)mit mehrfachen ‚Elefanten-Blockaden‘ ging es weiter an die Küste nördlich von Durban!
Die drei Tage im sehr feinen Saffron-House in Salt Rock wurden vorrangig dem Strand gewidmet!
Aber auch hier wieder ein einmaliges Naturerlebnis: dutzende Delphine entlang der Küstenlinie!
Ein bei starkem Sturm am 26. Juli an die Küste von Salt Rock getriebener Frachter auf dem Weg zur Verschrottung nach Indien (würde die Tonnage auf ca. 15.000 BRT schätzen) war die temporäre Attraktion für die Bewohner und wenigen Touristen – es wird gehofft, dass bei starker Flut anfang September der ehemalige Seelenverkäufer freikommt und seine letzte Fahrt fortsetzen kann. Einem Tip aus dem Reiseführer sind wir gefolgt: das größte Shopping-Center auf der südlichen Halbkugel Afrikas: The Gateway!
Beim Besuch dieser Mall kommt Unbehagen auf hinsichtlich der doch sehr großen Spanne zwischen arm und reich in diesem beindruckenden Land!
Bei fantastischem Wetter ging es weiter – die Drakensberge warteten auf uns! Beim Verlassen des Großraumes Durban waren wir uns einig – das weitere Ausufern der großen Siedlungen zu Lasten der freien Landschaft muss (weltweit) gestoppt werden!
Trotzdem haben wir uns noch mal in eine Großstadt begeben – Pietermaritzburg mit seiner geschichtsträchtigen, durch die englische Kolonialzeit geprägte Architektur sowie das M. Gandhi Denkmal war unser Ziel. Ein lohnenswerter Abstecher!
Wie herrlich ist die Weite, die Ruhe, der Nachthimmel, das Lebensgefühl, ... einer endlosen Landschaft!
In den Drakensbergen und ganz speziell im letzten Quartier unserer Reise, im Antbear Guesthouse, ist uns dies abermals bewusst geworden!
Auf dem Weg dorhin folgten wir einem weiteren Tip aus dem Reiseführer:
Das Loft Cafe in Mooi River – Sahnecremetorte mit Blaubeeren!!! Himmlisch!
Zwei Nächte im jüngsten Bestandteil des Antbear-Guesthouses war das abschließende Highlight – eine nachempfundene Höhle am Hang mit Blick auf Giants Castle!!!
Der letzte (komplette) Tag war leider wie der Erste – kalt und verregnet!
Nach kurzer Fahrt zum Giants Castle und der Feststellung: Wandern nicht möglich! – fuhren wir wieder in unsere Höhle, heizten den Kamin an, lasen weiter im Reiseführer und genossen den endlosen Blick auf die Drakensberge.
Am Abreisetag folgten wir einem Tip von Andrew (Gastgeber) und besuchten das Apartheid-Museum in Johannesburg! Ein schöner Abschluss, der noch mal in beeindruckender architektonischer Hülle, mit Blick auf die Skyline von J.-burg und sehr gelungenem Museumskonzept die wechselvolle Geschichte dieses faszinierenden Landes widerspiegelte.

Nochmals Dank an das Team von UMFULANA!
Die nächste Reise kommt bestimmt!

Petra und Stefan Patzer aus Rostock-Kritzmow