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Am Kap
Am Kap – ©Peter und Anett Irion
Die tollste Bar der Welt bei Mina & Barry
Die tollste Bar der Welt bei Mina & Barry – ©Peter und Anett Irion
Pinguine auf der Kaphalbinsel
Pinguine auf der Kaphalbinsel – ©Peter und Anett Irion
So weit weg
So weit weg – ©Peter und Anett Irion
©Peter und Anett Irion
©Peter und Anett Irion
Im Zulu Dorf
Im Zulu Dorf – ©Peter und Anett Irion
Ausblick zum Frühstück
Ausblick zum Frühstück – ©Peter und Anett Irion
Uniondale-Knysna-Paß
Uniondale-Knysna-Paß – ©Peter und Anett Irion
Graaf Reinet bei Nico im b&b Avontrust
Graaf Reinet bei Nico im b&b Avontrust – ©Peter und Anett Irion
Hermannsburg bei Quanta zu Hause
Hermannsburg bei Quanta zu Hause – ©Peter und Anett Irion
Giraffenfamilie
Giraffenfamilie – ©Peter und Anett Irion

Peter und Anett Irion | Südafrika

März 2012

Wir starteten nach Ankunft in J´burg nach unkomlizierter Mietwagenübernahme Richtung Nordosten; ca. 400 km Weg lagen vor uns. Einkauf der wichtigsten Dinge, wie Wasser, leckeren Saft, Mückenschutz „Peace Full Sleep“ (kannten wir schon von Namibia und ist jede Empfehlung wert), ne Kühltasche sowie Kekse und Nüsse für unterwegs ;))

Das Land schien in unseren Vorstellungen hier ganz anders als in Wirklichkeit...grün... Berge...tolle Straßen...wir dachten schon an Neuseeland...der Longtom Paß war die erste Aufregung. Wir genossen herrlichste Aussichten.
Felix und Ute hießen uns mehr als herzlich auf schweizerisch willkommen. Es gab wertvolle Tipps für die gesamte Reise und den Aufenthalt im Land (merkten wir im Einzelnen später) und natürlich Felix´sche Kühlakkus (2 gefüllte und tiefgefrorene 0,5l-Wasserflaschen)

Am 1. Tag fuhren wir in den grünen und wasserreichen Nordosten Südafrikas, zum Blyderiver Canon...wir sind endlich angekommen in diesem Land der Gegensätze...weiter ging es drei Tage durch den Krügerpark mit so vielen Tieren. Sogar eine Löwin legte sich fast wie auf Bestellung direkt neben unser Auto. Wir konnten unser Glück kaum fassen.

Zeitig am Morgen des 5. Tages brachen wir auf in Richtung Swaziland. Es sollte, wenn man das überhaupt bewerten kann, die aufregendste Übernachtung auf unserer Reise werden. Die Grenzabfertigung war sehr gewöhnungsbedürftig und erinnerte uns an weit vergangene Zeiten...Zur Pick-Up-Time um 16 Uhr (wir waren bereits 13.30 Uhr am vereinbarten Treffpunkt und mussten noch ca. 1 h warten ;(((mitten in der Prärie) wurden wir abgeholt und zum Parkplatz begleitet, wo wir für eine Nacht unser Auto ließen. Schon die irre Fahrt durch die Furth am Fluss stockte unseren Atem, ja wir sind wirklich in Afrika, das war uns wieder bewußt.
Im Jeep fuhren wir durch mind. 3 Tore in eine Rhino-Game-Reserve. Wir genoosen das Feeling, den Wind, den Duft Afrikas. Im Mkahaya -Camp angekommen legten wir nur schnell unsere Sachen ab und los ging es zum Gamedrive. Wir sahen die Elefanten und die Rhinos zum Greifen nahe. Unglaublich...am Abend schon im Dunkel zurück, konnten wir mitten im Busch ein Drei-Gänge-Menü genießen, wir glaubten nicht, wo wir sind. Eben nur einfach Afrika-Natur und Abenteuer pur. Nach Lagerfeuer und Beleuchtung mit Petroleumlampen fanden wir den Weg zu unserem Bett unter freien Himmel. Nur das Moskitonetz bat uns Schutz. Wir hörten die Hyänen, die Zebras, die Nachtvögel...diese Geräschkulisse werden wir unser lebenlang nicht vergessen und wir empfehlen jeden diesen Aufenthalt hier einzuplanen....es gibt keine Türen zum zu sperren!!!!

Wir freuten uns jetzt auf Wasser und den ind. Ozean in St. Lucia. 3 Meter hohe Wellen, drei Strandstunden am Cape Vidal und eine Flußfahrt bei Sonnenuntergang mit Krokodilen und jedermenge Hippo-Familien waren unsere Eindrücke bevor es über den HluHluwe-Umfolozi-Park quer durch das Zulu-Land in Richtung Kranskop nach Herrmannsburg gehen sollte. Viele Straßen wurden gebaut, wir scheuten die Schotterpisten nicht. Die Super-Straßenkarte von Umfulana ermöglichte es uns auch ohne Navi gut zurecht zu finden. Die Beschilderung der Straßen allerdings fehlte oft, wenn Straßen und Wege erneuert werden, die Zeit saß uns im Nacken und wir mußten dann doch den Weg zurück an die Küste zur N2 nehmen (ca. 10 km fehlten uns, den richtigen Weg zu finden...haben wir am nächsten Tag festgestellt). Durch Nebel und Dunkelheit war dies dies der katastrophalste Wegabschnitt unserer gesamten 5.000 km durch das tolle Land. Von unterwegs informierten wir Quanta über unsere Verspätung (120 km Umweg!!!). Doch was lange dauert wird gut ;))
Herzlich willkommen, bestens verpflegt...tolles Ambiente...nur die Deutsche Eiche ist nicht mehr. Guten Abend bei Quanta.

Am Tag darauf schlossen wir Bekanntschaft mit Heriette, eine Lehrerin der deutschen Schule Herrmannsburg. Eine vortreffliche Reiseführerin in das Zuludorf. Wir lernten Kinder und Frauen hautnah kennen, waren Transportfahrzeug für eine Warenliefrung der Tonerzeugnisse. Wir rochen und spürten das Leben der einfachsten Menschen in Hitze und Staub. Wir sahen in glückliche aber arme Kinderaugen....T I A..."This is Africa"....wir waren eben dabei....

Weiter..
Es erwarteten uns die Drakenberge für zwei Tage. Das „Amphitheater“ konnten wir bei Ankunft fotografieren. Am Abend zog ein starkes Gewitter herauf und es regnete zwei Tage auf 1.600 m im Camp. Am Nachmittag konnten wir in einer zweistündigen Regenpause dann doch noch einen kleinen Rundgang unternehmen. Auch Regen ist toll, nur eine Sache der Bertrachung.

Am langen Staudamm vorbei ging es in den Golden Gate NP. Klare saubere Luft, eine wundervolle Guestfarm bei Bryan und seiner Frau boten uns für einen viel zu kuzen Aufenthalt für eine Nacht Quartier. Hier würden wir noch einmal heiraten...phanastisches Ambiente...gute Gesprächspartner...wir haben ne Menge philosophiert und politisiert...;))

500 km straight ahaed am nächsten Tag mitten im Nichts die Kulfontain Stable Cottages; Schlafen im Pferdestall ... Feeling wie in der Wüste...sehr nett...

Nach Graaf Reinet und einem sehr herzlichen willkommen bei Nico im Avontrust waren wir wieder etwas in der Nähe der Zivilisation. Super Ausstattung, nettes Personal einfach vom Feinsten...Danke Nico und allen anderen nochmals...zwei Tage auf den geschichtlichen Spuren Südafrikas...die Museen waren sehr interessant...

Doch nun endlich die letzte Woche zurück ans Wasser...noch ein Abenteuer planten wir ein...die Passstraße von Uniondale nach Knysna ...84 km....ca. 2 Std.!!! Es hat sich soooo gelohnt...Peter, sicher der beste Fahrer der Welt, hielt selbst hin und wieder den Atem an, für Abenteurer mit gutem Zeitbudget sehr empfehlenswert... und wir landeten mitten im Regenwald, einfach unglaublich.

Knysna, ein Urlaubsparadies und kurz vor Ostern voller Touristen, auch das genossen wir. Sonnenuntergang im Hafen, bei Coctails und Fisch...hmmm...
Alle touristischen MUST-HAVE wurden „abgearbeitet“ ...Bungeebridge...Stormsriverbridge (Hängebrücke) usw....am Riff blieben wir bei Flut und Vollmond sitzen und gaben uns den Wellenbrechern, der feuchten Luft und dem Meeresklima hin. Romantik pur.
Entlang der Robberg-Peninsula gibt es tolle und teils auch gefährliche abendteuerliche Wanderwege, die fantastische Aussichten zu bieten haben.

Zu Ostern in Cape Town. Zwei volle Tage sind zu wenig. Die Kaphalbinsel war eine Reise in die Botanik und auf Spuren der alten Seefahrer. Wir haben viel gelernt. Über 2.000 Pflanzenarten haben sich von hier aus auf der gesamten Welt verbreitet, Lilien, Geranien, Kapmageriten...traumhafte Landschaften, meist noch unbeührte und schützenswerte Natur. Den Tafelberg haben wir zu meinem Geburtstag am Ostermontag vom Signal Hill und später vom Helikopter aus bewundert. Seit langer Zeit, so sagte uns Barry + Mina, war die Sicht so grandios wie an diesem Tag.
Am Nachmittag genossen wir das Flair an der Waterfront und nahmen so ganz langsam Abschied von dem Leben, dem Trubel, den liebenswerten Menschen, dem ganz besonderen Land im südlichsten Afrika. Barry und Mina so liebenswerte Gastgeber im Wohlfühlambiente..das beste... die Bar am Abned und er Frühstücksraum nach dem Wachwerden und immer mit netter Unterhaltung des ehemaligen Tiefseetauchers und der Lehrerin.

Die Zeit war zu kurz, viel zu kurz. Es gibt noch so viel zu entdecken. Wir waren ganz sicher nicht das letzte mal hier. Und auf alle Fälle wieder mit Euch. Es grenzt schon fast an Perfektionismus die gesamte Organisation, bis ins Detail geplant und organisiert.
Wir hatten tollste Unterkünfte, netteste Gastgeber in oft unglaublichen Örtlichkeiten, die man sicher mit keinem gewöhnlichen Reisebüro buchen kann und selbst im Netz nur mit enormen Aufwand finden kann.

Danke noch einmal liebes UMFULANA – Team. Wir werden euch immer und jederzeit weiterempfehlen und sicher wieder auch für eine unserer nächsten Reisen (viell. nach Kanada) buchen.

Herzlichst
Peter und Anett Irion aus Falkenstein/Vogtl.