Sylvia und Oliver Hertrich | Botswana
März 2011
Bericht zur Namibia, Botswana, Zimbabwe Reise von Sylvia und Oliver Hertrich
4. – 23.3.2011
Nach Südafrika (2007), Neuseeland (2008) und Schottland/England (2009) was dies unsere vierte Reise mit Umfulana. Einmal mehr hat vom ersten e-Mail-Kontakt bis zur Rückkehr von der Reise alles minutiös geklappt, es war eine fantastische Reise.
Organisation
Wir hatten bereits im Sommer 2010 gebucht. An einem Sonntag stellten wir anhand der Vorschläge auf der Umfulana-Internetseite unsere Vorstellung zusammen und kontaktierten Umfulana per Mail. Am Montag bekamen wir per pdf-File einen massgeschneiderten Vorschlag. Den passten wir noch etwas an, am Dienstag kam die überarbeite Version. Am Mittwoch haben wir diese gebucht.
Die Reisevorschläge von Umfulana zeichnen sich dadurch aus, dass alles zusammen passt. Die Fahrrouten sind gut zu bewältigen, die jeweiligen Ziele sind sinnvoll und interessant ausgesucht, die Unterkünfte in aller Regel hervorragend.
Auto
Hier eine kleine Kritik an Umfulana: die im Internet ausgewiesenen Reisevorschläge beinhalten immer nur ein sehr kleines 2WD Auto. Nach unseren Erfahrungen insbesondere mit Südafrika sind wir zum Glück dieses Mal nicht darauf eingegangen, sondern haben auf einem 4WD bestanden. Schon auf der ersten längeren Fahrt von Windhoek zum Sossusvlei wären wir ohne 4WD hoffnungslos verloren gewesen. Selbst auf einer C-Strasse, der zweithöchsten Kategorie in Namibia, galt es kleine Flüsse zu durchfahren und der Regen hatte die Sand- in Schlammpisten verwandelt – ohne 4WD nicht zu bewältigen (siehe Foto). Unser Subaru Forester war perfekt. Bei Übernahme hatte er gerade mal 90 km drauf, er meisterte alle Hürden, noch nicht mal einen platten Reifen hatten wir zu beklagen. Das extra bestellte zweite Reserverad war trotzdem eine angenehme Beruhigung. Abgegeben haben wir das Auto problemlos, 3‘275 km später in Kasane, Botswana.
Anmerkung von Umfulana: Während der Regenzeit (November bis März) empfehlen wir die Reisen durch Namibia/Botswana mit einem Allradfahrzeug, da manche Straßen und Pisten zeitweise schwer passierbar sein können.
Tiere
Für uns die Hauptmotivation dieser Reise, und zeitweise auch eine kleine Enttäuschung, obwohl wir es ja eigentlich wussten: Ende Regenzeit ist für die Tierbeobachtung denkbar ungünstig. Die Viecher finden überall Wasser und haben daher keinen Bedarf an spezifischen Wasserlöchern. Wir haben z.B. den Etosha Park selbst fahrend und auf einem Game-Drive durchsucht und nicht einen Elefanten gesehen. Mehr als entschädigt wurden wir im Chobe-Park in Botswana: Elefanten satt, einen Leoparden, Löwen, Büffel, Giraffen, Hippos, etc. etc. Fazit: für Tierbeobachtungen eher September als März und eher Botswana als Namibia.
Victoria Falls
Wir hatten das Auto in Botswana abgegeben und wurden für drei Nächte in die Gorges Lodge auf der Zimbabwe-Seite der Victoria Falls gebracht. Die Fälle selbst sind absolut spektakulär und sollten auf keinen Fall fehlen, wenn man in der Gegend ist. Das Arrangement mit den drei Nächten beinhaltet zwei Aktivitäten und eine Sunset-Cruise – und ist damit genau das Richtige für Adrenalin-Junkies. Wir waren nach der Cruise und der ganztägigen Kanu-Fahrt (mit offensichtlich bekifftem Guide) bedient und haben die Safari zu Pferd ersatzlos gestrichen.
Anmerkung von Umfulana: In der genannten Lodge buchen wir nur noch den Aufenthalt ohne das Aktivitätenpaket.
Fazit: Wem es wie uns in erster Linie um die Fälle geht und wer auf Adrenalinspritzen verzichten kann, dem empfehlen wir, die Victoria Falls als Tages-Trip aus Kasane, Botswana zu organisieren. Und noch zur Reisezeit: das viele Wasser macht die Fälle zwar spektakulär, die entsprechende massive Gischt aber auch über weite Strecken nahezu unsichtbar, obwohl man der Fall-Kante gerade mal 20 Meter gegenüber steht. Und wenn man’s noch so viel hört, man macht sich keine Vorstellung davon, wie nass man wird…
Unterkünfte
Wie immer, wenn man mit Umfulana unterwegs ist, sind die Unterkünfte in aller Regel grossartig.