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Strand bei Kabli
Strand bei Kabli – ©Margit Sperling
Swimmingpool Hotel Lepanina
Swimmingpool Hotel Lepanina – ©Margit Sperling
Wanderung bei Kabli
Wanderung bei Kabli – ©Margit Sperling
Mikli Museum auf Saaremaa
Mikli Museum auf Saaremaa – ©Margit Sperling
Pilzrahmsuppe im Brotmantel
Pilzrahmsuppe im Brotmantel – ©Margit Sperling
Wanderung Viru Raba
Wanderung Viru Raba – ©Margit Sperling
Festung Iwangorod
Festung Iwangorod – ©Margit Sperling
Faules Wildschwein
Faules Wildschwein – ©Margit Sperling
Teich hinter Hotel Diklu Pils
Teich hinter Hotel Diklu Pils – ©Margit Sperling

Margit Sperling | Baltikum

Juli 2009

Hallo Herr Garstka,

gerne kommen wir Ihrer Bitte nach, einen kurzen Bericht zu unserer Reise ins Baltikum zu schreiben. Dies war unsere zweite Reise mit Umfulana und wie bei der ersten Reise, die wir in Südafrika verbrachten, waren die Unterkünfte wieder sehr gut ausgesucht und haben sich immer durch eine Besonderheit ausgezeichnet.

Unser erstes Quartier, das Hotel Gutenbergs in Riga lag direkt am Domplatz, so dass wir sofort mitten im Geschehen waren. Riga ist eine wunderschöne Stadt, in der jeder Jungendstil Fan auf seine Kosten kommt. Ein Ausflug mit der Bahn nach Jurmaala ans Meer ist jedem zu empfehlen, der sich lange genug in Riga aufhält. Besonders gut hat uns der Blick vom Turm der Freundschaft hinter den Markthallen auf die Stadt gefallen.

Nach drei Tagen Aufenthalt in Riga sind wir dann zu unserer nächsten Unterkunft „Hotel Lepanina“ in der Nähe von Kabli gefahren. Die Lage des Hotels ist wunderschön direkt an der Ostsee gelegen. Da es jedoch keine Restaurants weit und breit in der Umgebung gibt, ist man auf das Restaurant im Hotel angewiesen. Bei schönem Wetter ist dieses Hotel genial, regnet es, fängt man an zu überlegen, wie man den Tag verbringt. Es gibt einige Wanderwege in der Nähe (die wir aber eher durch Zufall entdeckt haben). Daher hätten wir uns gefreut, wenn wir an der Rezeption mehr Informationen zum Wandern in der Umgebung bekommen hätten. Auch zum Sooma Nationalpark konnte uns die Dame an der Rezeption keine Auskunft geben.

Die nächste Station war Kuressaare, wo wir in dem sehr schönen Hotel Grand Rose Spa gewohnt haben. Einziger Nachteil dieses Hotels war das fürchterliche Gedränge morgens im Frühstückssaal. Empfehlenswert auf Saaremaa ist ein Besuch des „Mikhli-Museums (bei Kihelkonna) und bei schönen Wetter Panga Pank (Steilküste) und der Bärensee (Karujärv).
In Kuressaare ist das Lokal „Veski“ hervorzuheben. Gutes Essen und ein sehr schönes Ambiente, drinnen wie draußen (besonders auf der Galerie der Holländermühle)!

Danach ging es für zwei Tage nach Tallinn. Wie schon das Hotel Gutenbergs in Riga liegt auch das Hotel Taanilinna direkt in der Altstadt, so dass man das Auto stehen lassen kann. Tallinn ist mit seinem alten Stadtkern eine Bilderbuchstadt. In der Anfahrtsbeschreibung könnte darauf hingewiesen werden, dass die Fahrt durch die Vorstädte sich ziemlich lange hinzieht und man immer der Beschilderung „Kesklinn“ folgen kann, bis man den Platz am Viru-Tor, wo man abbiegen soll, erreicht hat. Wir haben mehrmals gedacht, dass wir nicht mehr auf der richtigen Route wären und schon längst am Ziel vorbeigeschossen sind.

Weiter ging es nach Saka, wo wir auf der Hinfahrt im Lahema Nationalpark eine wunderschöne Wanderung durch das Viru Raba Moor gemacht haben. Auch hier muss man wieder genau aufpassen, damit man das entsprechende Hinweisschild am Parkplatz nicht übersieht und ein Highlight verpasst. Danach fuhren wir weiter zum kleinen Kapitänsdorf Käsmu und absolvierten die große Rundwanderung., die an den Findlingen vorbeiführt und auch sonst sehr reizvoll ist. Allerdings auch relativ anstrengend. Am 2. Tag unseres Aufenthalts in Saka haben wir uns entschieden, nach Narva zu fahren, einer Stadt, der man die sowjetische Besetzung noch ansieht. Sie ist durch den Fluß Narva von der russischen Stadt Iwangorod getrennt. Die Brücke über den Fluß Narva ist der Grenzkontrollpunkt, bei dem es aber eher beschaulich hergeht. Wie in zahlreichen Städten des ehemaligen Ostblocks fehlt hier das typische Stadtzentrum mit Fußgängerzonen, Geschäften und Restaurants. Dafür wird man durch Geschichte entschädigt, über die man viel beim Besuch der Ordensburg erfährt. Außerdem ist die Silhouette der sich gegenüberliegenden Ordensburg und der Festung Iwangorod wirklich beeindruckend.

Letzte Station war der Gutshof Diklu Pils, von wo aus man den Gauja Nationalpark besuchen konnte. Der Gutshof ist vorbildlich renoviert, die Zimmer ganz geschmackvoll mit Antiquitäten eingerichtet und das Personal ist sehr nett und bemüht. Die Speisekarte im Restaurant ist zwar sehr klein, aber jedes Gericht (besonders die Grillgerichte) war sehr, sehr gut zubereitet.

Insgesamt war es wieder eine sehr schöne Reise, die wir jedem empfehlen können. Vielen Dank für die gute Organisation.

Herzliche Grüße und sicherlich bis bald,

Margit Sperling und Thomas Wiederhold