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 Eingang zum Theater/Schauspielhaus in Vilnius
Eingang zum Theater/Schauspielhaus in Vilnius – ©Nikolaus Moder
Absolute Ruhe an der Nordküste von Saaremaa (Tagaranna)
Absolute Ruhe an der Nordküste von Saaremaa (Tagaranna) – ©Nikolaus Moder
Birkenallee auf der Fahrt von Tallinn nach Dikli
Birkenallee auf der Fahrt von Tallinn nach Dikli – ©Nikolaus Moder
Aukstatija NP
Aukstatija NP – ©N. Moder
Trubel am Domplatz in Riga
Trubel am Domplatz in Riga – ©Nikolaus Moder

Nikolaus Moder | Baltikum

Juli 2009

Sehr geehrter Herr Garstka!

Nun unser ausführlicher Bericht. Die Reise war, wie in meiner Kurzmitteilung
bereits gesagt ein wunderbares Erlebnis mit vielen bleibenden Eindrücken.
Ich hatte am Anfang panische Angst davor, dass irgendein administrativer
Fehler uns den ganzen Ablauf vermiesen könnte, diese Angst war nicht zuletzt
wegen der präzisen Organisation gänzlich unbegründet.

Noch einige subjektive Eindrücke meinerseits. Von Riga führte unser Weg nach
Kuressaare auf der Insel Saaremaa. Beeindruckend hier vor allem das
Landesinnere mit dem Bärensee,(sehr zu empfehlen – nette Landschaft)meine
Frau nützte sogar hier ein Sonnenfenster zu einem kurzen Bad. Weiters
empfehlenswert die Klippen im Norden mit schönen Ausblick über die zu dieser
Zeit spiegelglatte Ostsee. Am nächsten Tag ging es dann nach Tallinn- bei
der Fähre sollte man rechtzeitig sein – wir kamen zwar immer mit, die
Kolonne war aber doch beträchtlich. Tallin hat mir von den drei Hauptstädten
am wenigsten gefallen, man fühlt sich hier unwillkürlich an den Beginn des
Massentourismus versetzt, Wochenmarkt in Rimini in den 60er Jahren etwa.
Ich kompensierte das ein wenig durch Teilnahme an einer „funky bike Tour“
Geht von der Tourismus-Information am Fuße des Burgberges weg, wird von
Studenten geführt, man sieht Hinterhöfe, ein KGB-Gefängnis und erfolgreiche
Revitalisierungprojekte. Vorsicht: aufgrund der Pflasterung stellt sich
gegen Ende ein gewisses Lüttich- Bastogne- Lüttich Gefühl ein – im Gesäß.
Meine Frau verbrachte diesen Nachmittag im KUMU-Museum und kehrte ebenso mit
reichen Eindrücken heim.
Diklu am nächsten Tag sah uns leider nur einen Tag. Wir erkundeten dort ein
wenig die Umgebung und fotografierten die Storchkolonien. Die Fahrt zum
Aukstatija Park hat sich sehr gezogen, v.a. wegen der vielen Schotterpisten
und der sehr ähnlichen Landschaft über stunden.

Aukstatija hat uns sehr gefallen, owohl von der Anlage als auch von der
sehr persönlichen Betreuung. Hier könnte man es ohne weiteres auch eine
Woche aushalten. Ein Muß ist die vom Haus angebotene Kajak Tour: ein
Naturerlebnis in absoluter Einsamkeit und Stille, wir hatten noch dazu
strahlendes Wetter.

Vilnus bescherte uns bei der Hotelanfahrt die bereits beschriebenen
Probleme.
Nichtsdestotrotz hat mir diese von allen drei Hauptstädten am besten
gefallen.
Ein Wort zu Trakai: Es handelt sich um eine vollständig
renovierte Ruine, der Besuch ist meines Erachtens verzichtbar
Sehr zum Unterschied von der Kurischen Nehrung die am nächsten Tag auf uns
wartete. Wir absolvierten das volle Dünenprogramm und steckten die Füße
bis zum Knöchel in die Ostsee(mehr nicht).Das Quartier war leicht zu
finden die Hausherrin wartete angenehmerweise bereits mit einem Abendessen.
Ganz so leicht war das Auffinden von Kuksu Muiza am nächsten Tag nicht,
hier könnte die Skizze etwas genauer sein. Eine Bitte: dieses Haus nicht
an das Ende einer solchen Tour stellen, wir wollten beim Anblick des
Schlosses und der Zimmer gerne noch eine Woche verlängern.
Am letzten Tag reichte es nur mehr zu einer Besichtigung von Jurmala mit
Anschließender Autoabgabe am Flughafen. Das wars!

Rückblickend würden wir wegen der weiten Fahrten zwischen unseren Zielen,
bzw. wegen der sehr knappen Aufenthalte (Diklu und Kuksas) in 2 Wochen nur
mehr zwei Länder bereisen, um die einzelnen Stationen besser erleben zu
können.

Vielen Dank für die kompetente Betreuung!
Es grüßen Sie herzlich
Nikolaus und Maria Moder