Alexander Gottschall / Heiko Burock | Botswana
August 2008
In diesem Jahr hatten wir zweiten Mal (nach Südafrika 2006) das Vergnügen eine von Umfulana organisierte Reise zu erleben. Diesmal auf einer dreiwöchigen Rundreise vom 31.08. – 21.09.2008 in Namibia/Botswana/ Zimbabwe, insgesamt ca. 4.700 Km. Wie bereits vor zwei Jahren haben wir wieder unvergessliche Eindrücke gewonnen und tolle Erlebnisse erfahren. Wir möchten uns an dieser Stelle bei Umfulana für eine nahezu perfekt organisierte Reise herzlich bedanken. Auch der besonders aufmerksame Service vor Reisebeginn ist als vorbildlich zu bezeichnen. Hier heben sich kleinere Individualreiseanbieter wie Umfulana deutlich gegenüber den „Großen“ der Branche hervor.
Nachfolgend möchten wir nun auf die Highlights unserer Tour etwas detaillierter eingehen. Die Reihenfolge entspricht unserem Reiseverlauf.
Unsere An-/Abreise erfolgte mittels Direktflug mit Air Namibia zwischen Frankfurt und Windhoek, und das zu einem recht günstigen Preis (ca. 830€/P.). Eine zweite Direktverbindung von Deutschland nach Namibia besteht auch von München aus (wohl mit LTU). Durch den 10 stündigen Direktflug erspart man sich jede Menge Zeit und Nerven durch überflüssige Umsteigevorgänge und Wartezeiten. Die An-/Abreise zum/vom Airport Frankfurt per Bahn, das Rail&Fly-Ticket war im Flugpreis enthalten, ist problemlos und entspannend. Allerdings wurde uns von Umfulana diese für uns preisgünstigere Direktflugmöglichkeit erst nach eigener Recherche und gesonderter Nachfrage angeboten. Hier besteht also eine Verbesserungsmöglichkeit.
Als Fahrzeug hatten wir über AVIS einen 4x4 Geländewagen (Wagenklasse M = Nissan X-Trail) vorgebucht. Tatsächlich bekommen haben wir einen Subaru Forester, mit dem wir letztlich sehr zufrieden waren. Bei Wagenübernahme sollte man neben erkennbaren Vorschäden an Lack und Scheiben unbedingt auch auf die Reifen achten. Bei unserem Fahrzeug waren alle 4 Reifen in sehr bedenklichem Zustand, so dass wir dies bei AVIS entsprechend beanstandet haben, noch am Flughafen wurden uns daher 4 neue Reifen montiert. Im Übrigen empfehlen wir die Nutzung eines geländefähigen Fahrzeuges, da viele Nebenstrecken in Namibia echte Gravelroads (unbefestigte Schotterpisten) sind. Des Weiteren eröffnet ein Geländewagen dem geübten Fahrer auch jede Menge zusätzlichen Offroad-Spass.
Oase bei Mariental (Namibia):
Schöne Unterkunft mit Bungalows und ansprechender Gartenanlage. Die Sundowner-Jeep-Safari in die Kalahari stimmt auf den anstehenden Urlaub gut ein und das anschließende 4 Gänge Menü ist wirklich toll. Dazu wird man mit einen kulturellen Gesangsbeitrag der Angestellten unterhalten.
Sossusvlei Lodge (Namibia):
Diese Unterkunft im arabischen Stiel hat uns sehr angesprochen, das Morgen- aber insbesondere das sehr reichhaltige Abendbuffet unter namibianischem Himmel lässt keine Wünsche offen. Die Lodge liegt nahe am Eingangsgate zur Sanddünenlandschaft der Namib. Zur Erkundung des Sossusvleis sollte man ausreichend Zeit einplanen, eine Wanderung auf die Düne 45 mit Genuss der Aussicht ist empfehlenswert. Insbesondere der Sonnenuntergang mit seinen Farbspielen in dieser Dünenwelt ist beeindruckend. Wir haben hier auch die Chance genutzt einen Ballonflug in den morgendlichen Sonnenaufgang zu unternehmen und wir waren davon sehr begeistert. Es ist ein tolles Gefühl in absoluter Windstille und Ruhe zwischen den Dünen dahin zu gleiten, das nachfolgende Frühstück am Landepunkt rundet das Erlebte gut ab. Den Rest des Tages haben wir zur Wanderung im (heißen) und am Ende sehr einsamen Siesriem-Canyon genutzt, argwöhnisch von einer Herde Paviane am oberen Rand des Canyons beobachtet. Wer diese Wanderung nicht unternimmt, verpasst auch nicht viel.
Boutique Hotel Windhoek (Namibia):
Die Fahrt vom Sossusvlei nach Windhoek über ca. 400 Km Schotterpiste war eine Herausforderung für Fahrer und Fahrzeug. Das Gästehaus selber macht auf den ersten Blick einen gehobenen Eindruck, war aber letztlich aus unserer Sicht nichts Besonderes. Ein absolutes Muss ist der Besuch von Joe's Bierhaus. Das im Reiseführer empfohlene Lokal macht seinem Ruf alle Ehre, ist sehr originell eingerichtet und das angepriesene Kudu-Steak weltklasse (das Beste Steak auf der gesamten Reise). Dafür kann nein muss man das (kostenpflichtige) Abenddinner im Guesthouse opfern.
Historische Pionierfarm am Waterberg (Namibia):
Sehr schöne gelegene gute Unterkunft mit deutschsprachiger Leitung. Der Gamedrive mit Hausherr Joachim Rust war sehr unterhaltsam und individuell. ER hat uns nebenbei auch viel Interessantes über Land/Leute und politischer Entwicklung berichte. Auf unserer 4 stündigen Wanderung auf des Plateau hat uns unser Guide Eben ebenfalls viel Interessantes und wissenswertes über das Leben in Afrika und die heimische Natur vermittelt. Es besteht auch die Möglichkeit mit Angestellten der Lodge (unser Guide hieß Helmut) sein Hererodorf zu besuchen. Hier handelt es sich um ein echtes Dorf im Alltagsleben, nicht um ein hergerichtetes buntes Touristendörfchen.
Lodge am Kunene River bei Rundu (Namibia):
Auf dieser langen Etappe (580 Km) kommt man bei Otjiwarongo unmittelbar an einem großen Markt vorbei, auf dem die typische afrikanische (Holz)Kunst angeboten wird. Allerdings muss man starke Nerven mitbringen, zumindest wenn man – wie unser kleines 4köpfiges Reisegrüppchen – gerade die einzigen Besucher sind und von 50- 100 Verkäufern bestürmt wird. Die Preise sind übrigens viel zu hoch, so dass man ohne schlechtes Gewissen ziemlich runterhandeln kann. Typische Verkaufsmaschen: als erstes wird man auf Englisch nach der Herkunft gefragt, sobald man dies verraten hat, wird man vom Verkäufer mit einigen Worten in der Heimatsprache angesprochen und er hat plötzlich nähere Verwandtschaft aus dem Land (bei uns war es der Urgroßvater in Deutschland), das so geschaffene Vertrauensverhältnis wird intensiv zum Verkaufsangebot genutzt. Sofern man etwas erworben hat, wird das Gut wird zwecks Verpackung an einen benachbarten Verkaufsstand übergeben damit der Kunde gezwungener Maßen dort erneut aufdringlich mit dem Angebot konfrontiert werden kann. Zu guter Letzt wird dann noch die Mitleidsmasche aus dem Ärmel gezogen.
Die Lodge selber war für uns eindeutig das schlechteste Quartier unserer Rundreise. Äußerlich betrachtet noch in Ordnung, was sich aber bei näherem Hinsehen schnell ändert. Die Bungalows mit den sanitären Einrichtungen sind eher schmuddelig. Bei dieser Station kann man wirklich nur von einer notwendigen Zwischenunterkunft vom bzw. in den Caprivistreifen sprechen. Unser persönliches Highlight war jedoch Fritz, ein echter langjährig erfahrener Afrika-Abenteurer aus Österreich, welcher mit seinem alten umgebauten LKW durch Afrika tourt. Ihn haben wir im Campingbereich der Lodge kennen gelernt und er hat uns durch seine faszinierenden unterhaltsamen Erlebnisse die langweiligen Stunden in der RiverLodge verkürzt.
Namushasha Country Lodge (Namibia):
Komfortable Lodge am Kwando River mit wiederum ordentlichem Buffet. Die Bootsfahrt auf dem River ist sehr schön, der ebenfalls angebotene Gamedrive mit einem riesigen Truck namens Monster (hieß wirklich so) eher weniger. Da man außer den angebotenen Aktivitäten aufgrund sehr abgeschiedener Lage sonst nicht viel unternehmen kann, haben wir die freie Zeit zum relaxen auf der großen balkonartigen Terrasse über dem Fluss genutzt und die Annehmlichkeiten der Bar sehr genossen.
Lodge am Chobe River bei Kasane (Botswana)
Der Grenzübertritt nach Botswana ist völlig problemlos. Etwas nervig, aber wohl erforderlich sind die dauernden Zwischenstopps wegen Schutzmaßnahmen gegen die Maul- und Klauenseuche. Alle Passagiere müssen über einen getränkten Lappen laufen, der Wagen durch eine Flüssigkeit durchfahren und hin und wieder auch alle Schuhe aus dem Gepäck ebenfalls dieser Prozedur unterzogen werden. Manchmal erfolgt die Personen- und Gepäckkontrolle mit voller Polizeipräsenz.
Die Lodge ist sehr schön in einer Parkähnlichen Anlage am Ufer des Chobe River gelegen, sehr ordentlich und Komfortabel. Das abendliche Dinner im eigenen Restaurant ist ganz OK, aber nicht so toll wie angepriesen. Dazu muss sich aber jeder Gast sein eigenes Urteil bilden. Eine Bootsfahrt auf dem Fluss ist ein Muss, man bekommt viele Tiere zu sehen (Elefanten auch im Fluss schwimmend, Hippos, Krokodile, Giraffen. Büffel, jede Menge Vögel, Fischadler und und und). Auf dem Fluss selber herrscht allerdings ziemlicher Massen(boots)tourismus. Die untergehende Sonne auf dem Fluss zu erleben, davor eine große Elefantenherde sind schon beeindruckende Bilder. Am nächsten Tag haben wir einen Gamedrive in den Chobe Nationalpark unternommen. Auch dies ist sehr empfehlenswert und wir konnten zahlreiche Tiere, (u.a. Löwen, Hyänen, einen toten Büffel ausweidende Geierherde, massenhaft Elefanten) beobachten.
Lodge bei Victoria Falls (Zimbabwe):
Der Grenzübertritt nach Zimbabwe war entgegen diverser Ankündigungen und Warnungen im Vorfeld eigentlich ziemlich problemlos. Einzig das Ausfüllen der einigermaßen zahlreichen Formulare und der erforderlichen Versicherungspolice (für den PKW) waren nervig. Auch die Grenzbeamten waren nett und hilfsbereit beim Verstehen der Formulare. Am Ende läuft es auf ca. 40-50 US$/P. an Gebühren hinaus und wir haben für alles ca. 1 Stunde Zeit benötigt. Die Zeit stellt allerdings kein Problem dar, da die Etappe verhältnismäßig kurz ist. Nach der Grenze wurden wir erstmal von einer Herde Elefanten eingekreist, was zu einem weiteren Zwangsstopp aber auch schönen Foto- und Filmaufnahmen geführt hat.
Die Lodge war das spektakulärste Quartier unserer Reise. Ca. 200m über dem Zambesi-River unmittelbar am Rand der Schlucht gelegen. Die voll ausgestatteten 2-Personen-Bungalows sind entweder mit einer eigenen Terrasse an der Schlucht (ohne Absperrung!) oder mit einem Balkon bereits über der Schlucht versehen. Alle 10 Bungalows liegen innerhalb einer schätzungsweise 30 m bereiten Oase aus Blumen, Sträuchern, Bäumen, Grasflächen mit wunderbar angelegten Wegen und Pfaden... traumhaft! Parken ist individuell an jedem Bungalow möglich, der Wagen steht dort sicher und man benötigt ihn praktisch während des gesamten Aufenthaltes nicht. Sämtliche Transfers zwischen Lodge und dem Ort Victoria Falls werden kostenfrei per Shuttleservice erledigt. In der Lodge wird trotz wirtschaftlicher Engpässe im Land alles mögliche getan dem Gast den Aufenthalt zu verschönen. Das Angebot an Speisen oder Getränken ist zwar nicht so reichhaltig wie in Namibia/Botswana, aber völlig ausreichend. Über die Lodge werden viele Aktivitäten angeboten, wir haben uns zum einen für einen Heli-Rundflug über die Fälle entschieden und zum anderen für eine Ganztages Kanu-Paddeltour auf dem Zambesi, organisiert von Wild Horizons. Diese war für uns ein weiteres Highlight auf der Tour. Nach dem Frühstück am Fluss und einer ausgiebigen Einweisung des Guides haben wir uns mit drei Kanus auf den Weg gemacht, jeweils zwei Personen pro Kanu, der Guide im eigenen. Zusammengefasst: es hat uns als absolute Anfänger jede Menge Spaß gemacht, auch wenn wir zwischendurch einige Kilometer mit starken Gegenwind zu kämpfen hatten, auf dem Fluss entlang zupaddeln, einige kleinere Stromschnellen zu meisten, Bäumen, Felsen usw. zu umkurfen. Natürlich gab es auch zahlreiche Hippos im Fluss, die man möglichst weiträumig umfahren sollte, um keine Konfrontation mit diesen äußerst aggressiven/gefährlichen Tieren zu riskieren. Krokodile gab es auch, diese stellen jedoch keine nennenswerte Gefahr dar. Die Organisation des Tripps einschließlich Mittagslunch, Getränke etc. sowie unser Guide Dogga waren sehr vorbildlich. Besonders zu erwähnen ist der unbedingt erforderliche Sonnenschutz auf dem Fluss (Creme und Kopfbedeckung), das leichte Lüftchen ist trügerisch, man verbrennt sich gnadenlos den Pelz.
Der Besuch der Victoria Fälle war ebenfalls, obwohl gerade Trockenzeit herrscht und die Fälle nicht Ihre wahre Größe (= Breite) zeigen, ein sehr beeindruckendes Erlebnis. Vorteil ist, man sieht die Fälle wenigstens auch, was in der Regenzeit bei voller Wucht und Größe aufgrund der Gischt sicher nicht so möglich ist.
Der Heli-Flight ist zwar recht kurz (ca.15 min) aber man erhält einen tollen Blick von oben. Der Pilot fliegt die Fälle mehrfach an, so dass wirklich jeder Fluggast von allen Seiten die VicFalls sehen und ggf. fotografieren kann. Die abendliche Sundownerfahrt auf dem Fluss im Konvoi mit anderen Booten macht man einfach mit, weil im Preise enthalten. Es hat kein besonderes Flair und die Möglichkeit kostenloser Snacks und Getränke (was einige Passagiere leider voll ausnutzen) macht es auch nicht besser.
Der Ort Victoria Falls selber ist auch nicht besonders erwähnenswert, man sieht jedoch auch hier deutlich, dass es im Land nicht viel gibt. Man wird von Jugendlichen sehr bedrängt und angebettelt, neben USDollar insbesondere um Kleidung, Schuhe, Handtücher aller Art im Tausch für die übliche Kleinkunst. Allerdings ist die Präsenz der Polizei und anderer Ordnungsdienste sehr hoch, so dass man durchaus etwas Ruhe finden kann. Als Währung ist der USDollar zwingend erforderlich. Die einheimische Währung ist praktisch nicht präsent und die wenigen alltäglichen Dingen die es noch gibt, werden in Dollar abgerechnet und sind ziemlich teuer. Insgesamt muss man sagen, Zimbabwe hat sich uns als landschaftlich sehr schönes Land mit starker wirtschaftlicher Not dargestellt. Wir hatten jedoch niemals während des 3tägigen Aufenthalts in VicFalls ein unsicheres Gefühl. Wir empfehlen Jedem sich nicht von Berichten oder Meinungen abschrecken zu lassen, sondern die durchaus guten Erfahrungen selber zu machen. Das Land wurde zweifellos von einem fragwürdigen Präsidenten nieder gewirtschaftet, ob allerdings sein designierter Nachfolger nicht ebenfalls vorrangig die eigenen Taschen füllt bleibt abzuwarten. Dem Land uns seiner Bevölkerung wäre eine Änderung sehr zu wünschen.
Nata Lodge (Botswana):
Die Ausreise aus Zimbabwe war wiederum problemlos. Die Fahrt Richtung Nata war streckenweise extrem belastend, da ca. 100 Km Teerstraße in einem derart schlechtem Zustand waren. Es ging nicht darum den Löchern auszuweichen, das war absolut nicht möglich, sondern den Wagen (Reifen)pannenlos durchzumanövrieren. Die Straßenränder sind gesät mit zerfetzten PKW- und LKW-Reifen. Für Botsuanische Straßenverhältnisse war dies sehr abschreckend. Die Lodge ist an sich ganz nett, die Bungalows ansprechend, dass kostenpflichtige Dinnerbuffet ordentlich. Nachts wird man unter Umständen von einem possierlichen Tierchen (Kreuzung zwischen Ratte und Eichhörnchen) besucht, welche lautstark über die Balken im Deckenbereich flitzen.
Kanana Camp im Okovango Delta (Botsuana):
In Maun wurden wir bei Ker&Downey (Betreiber des Camps) freundlich begrüßt. Auch der legendäre Jäger Doug Wright, Mitinhaber und Direktor von K&D, lief uns übern Weg und hat uns gut gelaunt einen guten Flug gewünscht.
Unseren Wagen mit den größeren Gepäckstücken haben wir bei K&D auf dem Hof sicher untergebracht, für das Camp empfiehlt sich kleines Gepäck. Der Flug von Maun mit einer einmotorigen Cessna (max. 5 Passagiere + Pilot), Dauer ca. 20-25 min., über das riesige unberührte Okovango Delta war sehr beeindruckend. Nach der Landung auf dem Airfield im Busch wurden wir von unserem Guide Amos mit dem offenen Geländewagen abgeholt und ins Camp gefahren. Mit dem Camp haben wir auf unserer Rundreise unser persönliches Paradies in nahezu unberührter Natur gefunden. Die Begrüßung durch Julius, dem Campmanager, war sehr herzlich. Sein Worte „You can do here what ever you want“ waren vielversprechend. Die Unterbringung in hausähnlichen Zelten mit komfortabler fast luxuriöser Vollausstattung und eigener Terrasse war phantastisch. Den Mittelpunkt bildet die Lounge, wo auch die gemeinsamen Mahlzeiten mit allen Gästen und den Guides eingenommen wurden. Max. 16 Gäste können im Camp untergebracht werden, so dass sich innerhalb kürzester Zeit ein persönlicher Kontakt aufbaut und man interessante Gespräche mit den anderen Gästen (bei uns aus Kanada, Amerika, England und Südafrika) und den Guides führen kann. Insbesondere das gemeinsame Beisammensein vor und nach dem Dinner an der Feuerstelle unter zauberhaften Sternenhimmel und einem guten Drink sind unvergessliche Erfahrungen. Besonders erwähnenswert sind auch die Nächte in den (vorn bis auf ein Netz) offenen Zelten. Sehr bequeme Betten (die besten auf der Tour!), angenehm kühle Temperatur und die sagenhafte Geräuschkulisse waren unglaublich. Man meint man ist mittendrin in der Hippoherde. An möglichen Aktivitäten haben wir uns für den tollen Sundownergamedrive im offenen Jeep, für einen Morgengamedrive, für eine entspannte stille Fahrt im Mokoro (einheimisches Einbaumboot) sowie für eine Bootsfahrt mit Fischen entschieden. Alle unserer Aktivitäten wurden fast immer ganz individuell mit unserem persönlichen Guide Amos durchgeführt.
Ein besonderes Dankeschön an dieser Stelle neben Amos auch an den Campmanager Julius, ein äußerst sympathischer und lustiger Mann. Offenbar hat auch er uns ins Herz geschlossen, denn den Transfer zum Rückflug wollte er unbedingt persönlich durchführen. Zusammengefasst war das Okovango Delta mit Kanana Camp für uns eines der tollsten Urlaubserlebnisse überhaupt. Nach Landung in Maun haben wir unseren guten alten Subaru Forester wieder übernommen und sind ins Cresta Rileys Hotel im Ort gefahren. Das Hotel war soweit in Ordnung und wir konnten den Rest des Tages nutzen das Erlebte „zu verdauen“.
Wildfarm (Namibia):
Am nächsten Tag stand die Rückeinreise in Namibia an. Wir mussten wieder, wie eigentlich bei jedem Grenzübertritt, die übliche Borderfee entrichten und das immergleiche Immegrationformular ausfüllen. Die Farm ist eine richtige Oase in der Kalahari. Sehr schöne Gartenanlage mit vielen Pflanzen, Pool und netten Gästebungalows. An der super eingerichteten Bar kann man den Tag relaxt ausklingen lassen. Wir haben außerdem bei der Fütterung der eigenen Geparden und des Leoparden zugesehen. Das Dinner am Abend war noch mal ein schöner angemessener Urlaubsausklang, bevor am nächsten Tag die Rückfahrt nach Windhoek und der Rückflug anstanden.
Wir hoffen das Leser mit dem kleinen Reisebericht unsere Urlaubseindrücke etwas nachvollziehen konnte. Das Wetter war in den gesamten 3 Wochen absolut phantastisch, tagsüber warm bis heiß und nachts erholsame Kühle, pure Sonne und keine einzige Wolke am Himmel. Wir haben praktisch jeden Tag die verschiedensten Tiere gesichtet. Bei den manchmal recht eintönigen Fahrten zwischen den einzelnen Etappenzielen, dem recht dünnen Verkehrsaufkommen und den (mit Ausnahmen) größtenteils ordentlichen (Haupt)Straßen neigt man doch dazu etwas schneller unterwegs zu sein. Man muss jedoch immer mit freilaufenden Tieren, auch Nutztieren (Pferde, Esel, Ziegen, Kühe, Hunde etc.) rechnen, die immer und überall präsent sind und die Straßen überqueren. Nach unseren Erfahrungen mit der einheimischen Bevölkerung in allen drei Ländern müssen wir feststellen, dass alle sehr freundlich und fröhlich waren. Bei aller sichtbaren Armut wirken diese Menschen dennoch zufrieden. Wir wollten hiermit ausschließlich die Eindrücke unserer kleinen 4köpfigen Reisegruppe wiedergegeben, andere Reisende werden einiges vielleicht anderes empfinden.
Zum Schluss nochmals vielen Dank an Umfulana für die perfekte Reise, kleine Verbesserungen sind immer wünschenswert.