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Löwin mit Beute im Chobe NP
Löwin mit Beute im Chobe NP – ©Richard Jannes
Okavano Delta
Okavano Delta – ©Richard Jannes
Dorfkinder
Dorfkinder – ©Richard Jannes
Begegnung bei der Mokoro-Tour
Begegnung bei der Mokoro-Tour – ©Richard Jannes
Am Okavango: Reisefoto von
Am Okavango: Reisefoto von – ©Richard Jannes
Planet Baobab Lodge
Planet Baobab Lodge – ©Richard Jannes

Richard Jannes | Botswana

Oktober 2009

Überall haben wir uns sehr sicher gefühlt.

Unterwegs in Wüsten, Savanne und Flusslandschaften:
Botswana und seine Nachbarn (19.10. -11.11. 2009)

Ulla Schübeler-Jannes/Richard Jannes (Aachen)

Wer die Hitze nicht scheut (35 Grad und mehr), der kann Ende Oktober, Anfang November in Botswana die Tier- und Pflanzenwelt in ihrer ganzen Vielfalt erleben.
Nach dem Winter, der Trockenzeit, beginnen die Bäume zu blühen, schillern in verschiedenen Grüntönen, die Tiere suchen die Flüsse oder wenigen Wasserstellen auf und sind exzellent zu beobachten.
Wir haben auf unserer dreiwöchigen Reise (4200 km), die uns vor allem an die großen Flüsse Chobe, Zambesi und Okavango führte, Hunderte von Elefanten, Büffeln, Flusspferde Antilopen, und Zebras, oft aus unmittelbarer Nähe gesehen. Selten gewordenen afrikanischen Wildhunden und Löwen (nur keinen Leoparden) sind wir im Chobe-Nationalpark und im Okavango-Delta begegnet, eine paradiesisch bunte Vogelwelt haben wir kennen gelernt.
Zu Beginn unserer Reise waren wir 2 Tage in Johannesburg, sehr lohnend und interessant: Soweto-Tour, Downtown und Apartheid-Museum. Es ist kein Problem, sich allein, mit dem Auto in Jo'burg zu bewegen. Von dort führte uns der Weg nach Norden in die Limpopo-Provinz. Die Einreise nach Botswana war hier, wie später an den anderen Grenzen zu Sambia und Namibia, ganz unproblematisch und mit seinen Formalitäten zügig erledigt (Beleg vom double-entry gut aufbewahren!).
Das Straßennetz ist in Botswana gut ausgebaut, die wichtigsten Verbindungsstraßen sind geteert und alle mit 2x4 gut zu befahren. Wer Pisten in den NP liebt, benötigt unbedingt einen 4x4. Es herrscht insgesamt wenig Verkehr. Lediglich die ersten 150km Nata- Kasane sind wegen der vielen schweren Trucks mit Schlaglöchern übersäht und Slalomfahren ist angesagt. In anderen Landesteilen (entlang des Okavango und Boteti, aber auch im Caprivistreifen in Namibia) ist besondere Vorsicht wegen der längs der Straße weidenden Rinder, Ziegen und Eseln geboten. In diesen landwirtschaftlich geprägten Landstrichen hat uns die traditionelle afrikanische Siedlungsweise besonders beeindruckt. Sie steht in Kontrast zu den aufstrebenden Städten wie Maun, Serowe, Selewi-Phikwe oder auch Gaborone.
Auf unserer Reise sind wir sehr freundlichen, hilfsbereiten und fröhlichen Menschen begegnet. Die Gesichter leuchteten immer wieder, wenn man sie auf den zu erwartenden Regen (pula) ansprach.
Überall haben wir uns sehr sicher gefühlt. Wohltuend in Botswana: Nicht alles ist durch Zäune, Stacheldraht und Mauern gesichert. Ledigleich in den Zentren steht auf dem Parkplatz von ‚SuperSpar’ oder ‚Choppie’ schon einmal ein Parkwächter. In Botswana begegnen die Gäste den Einheimischen nicht nur als Zimmermädchen und Kellner, sondern auf Augenhöhe in der Leitung der Lodges!
Die Victoria-Fälle haben wir mit wenig Wasser auf der sambischen Seite erlebt. Ohne Regenjacken konnten wir bei großer Hitze die gigantische Felswand und den Blick in die Tiefe genießen.
Ein weiteres tolles Erlebnis war der halbstündige Flug ins Okavango-Delta. Bei wenig Flutwasser sahen wir aus geringer Flughöhe Elefanten und Giraffen.
Alle Unterkünfte (in Botswana, Sambia, Namibia und Südafrika) waren wunderschön und gut ausgewählt. An dieser Stelle möchten wir uns bei dem Umfulanateam für die perfekte Organisation ganz herzlich bedanken. Absolute Highlights waren das Buschcamp in Shinde und die Madkwi-River-Lodge, wo Komfort und Natur auf beispielhafte Weise in Einklang stehen.

Unsere Unterkünfte:

Johannesburg: Guest House

Schöne Anlage, Wohnungen mit separatem Eingang, reichhaltiges Frühstück; unweit der East Gate-Mall, netter Empfang – Gastgeberin vermittelte lohnende und preiswerte Soweto- und Downtown-Tour, gut und schnell vom airport zu erreichen

Waterberge bei Lephalale: Tented Safari Lodge

Komfortable Zelte mit angebautem geräumigem Bad, traumhaft schöne Anlage, neuer Bar- und Restaurantbereich, abends angestrahltes waterhole, sehr gutes und üppiges Essen

Francistown: Hotel

Große Hotelanlage inmitten eines Parks, 4 km vom Zentrum entfernt (!), Rondavels eher Standard, exzellentes Frühstücksbuffet, viele einheimische Geschäftsleute

Kasane: Chobe Lodge

Wunderschöne, unmittelbar am Chobe River gelegene Anlage, 2007 renoviert – trotz der Größe angenehme Atmosphäre! Rondavels praktisch, wenn auch nicht stilvoll eingerichtet; Bootsfahrt und Game Drive unbedingt lohnend

Bei Livingstone (Sambia): Lodge

Guter Ausgangspunkt für die Vic-Falls, traumhaft am Sambesi gelegene Baumhäuser mit separatem Sanitär-Hut; exzellentes Essen (all inclusive) und aufmerksamer Service; Transfer von und nach Kasane problemlos

Caprivistreifen (Namibia): Camp bei Kongola

Idyllische Anlage am Kwando, riesige Treehouses mit großer Terrasse, lohnend: Mokorotour und Besuch des traditional village; Essen eher durchschnittlich; freundlicher Service

Caprivistreifen (Namibia): Lodge bei Bagani

Auf einer Halbinsel am Okavango gelegene Lodge mit Campsite, neue Zufahrt über einen Damm, netter Empfang, deutsche Leitung; strohgedeckte Chalets etwas muffig und wenig stilvoll, aber neue Luxuszelte unmittelbar am Fluss; Tagesausflüge zu den Tsodilo Hills in Botswana sehr lohnend, mittlere Zufahrt auch für 2 x 4 möglich (Gesamtstrecke 200 km)

Maun: Hotel

Überaus freundlicher Empfang, schöne Gartenanlage mitten in der boomenden Stadt Maun, viele Geschäftsleute; Restaurant sehr gut, auch mit traditional meals, opulentes Frühstücksbuffet

Okavanko Delta: Camp

Harmonie von Natur und Komfort, mitten im Busch: Stilvolle Anlage mit luxuriösen Zelten; ohne Umzäunung, Elefanten direkt am Camp; exzellente Betreuung, vielfältige Aktivitäten mit kompetenten guides

Makgadikgadi Pans: Baobab Lodge

Originelle und stilvolle Anlage mit großem Schwimmbad unter 4000 Jahre alten Baobabbäumen; Rondavels im afrikanischen Stil rustikal eingerichtet; sehr freundlicher Service; interessante Gäste: Gruppen und Overlander; Aktivitäten verhältnismäßig teuer

Serowe: Serowe Hotel

Stadthotel in grünem Garten, freundlicher Empfang, günstiges Essen im Restaurant

Nordwest-Provinz (Südafrika): Madikwe River Loge

Traumhafte Anlage, luxuriös und geschmackvoll eingerichtete Chalets mit Veranda am Fluss; vielfältige Aktivitäten mit kompetenten guides; gutes Frühstück, dinner nicht so überragend