Andreas Bech | Kreta
März 2009
Sehr geehrte Frau Maier,
hier nun endlich das versprochene „Feedback“.
Im Großen und Ganzen waren wir mit der Reise sehr zufrieden, Ausnahmen siehe unten. Die Buchungen haben alle perfekt geklappt – aber das sind wir ja von „Umfulana“ so gewohnt!
Nun zu den Unterbringungen:
Das venezianische Stadthaus in Rethymnon: wunderschönes Hotel in der Altstadt, nette Zimmer. Sehr nettes Personal. Tolles Frühstücksbuffet. Der einzige Wehrmuttropfen – das viel gelobte Restaurant öffnet erst im Mai.
Der Bauernhof bei Sarhos: das Non-Plus-Ultra der Reise. Hübsches Quartier. Die Wirtin mit ihren 2 Töchtern verwöhnte uns nach Strich und Faden: überaus reichhaltiges Frühstück und eine mehrgängiges Menü mit Hausmannskost (nach Vorbestellung). Darüber hinaus Wein und Raki als Willkommen. Perfekt!
Das Apartment bei Kato Zakros: Wunderschöne Anlage mit Meeresblick. Hübsche Zimmer mit Terrasse. Die frischen Zutaten zum Frühstück bestanden allerdings nur aus Orangen, Zwieback, Orangenmarmelade (sehr gut!) und einmal frischem Brot. Das Quartier sollte deshalb besser als „für Selbstversorger“ tituliert werden. Zahllose Wandermöglichkeiten. Unbedingt empfehlenswert: die Wanderung durch die „Totenschlucht“ nach Zakros. Dort sehr gute Taverne „Napoleon“. Weitere 3 Tavernen am Strand von Katos Zakros – allerdings nicht immer geöffnet!
Das Cottage in Aspros Potamos: schön gelegene Anlage im traditionellen Stil mit Meeresblick. Das Innere gewöhnungsbedürftig – Heizung nur mit Kamin, Beleuchtung mit Petroleumlampen. Wir waren zwar gewarnt, allerdings kann dieses Quartier wirklich erst ab ca. Mai vermietet werden, da die Kamine einfach nicht die nötige Wärme bringen – besonders am Abend. Dazu ist das Holz recht teuer. Die Besitzerin sehr nett, auch die ca. 20 Katzen und 2 Hunde. (Deshalb für Tierhaar-Allergiker vielleicht nicht so empfehlenswert – für Tierliebhaber umso mehr).
Milia: einige Klassen besser als Aspros. Mit elektrischem Licht und warmen Wasser (zumindest am Abend und am Morgen). Allerdings auch hier nur Heizung mit Kaminen – Holz aber kostenlos und reichlich vorhanden. Das Restaurant, auf das man zwangsläufig angewiesen ist – Entfernung zum nächsten Dorf ca. 5 km auf recht abenteuerlicher Strecke – bietet zwar nur eine kleine Auswahl, die täglich variiert, die Qualität ist aber hervorragend. Der Wirt, spricht sehr gut Englisch (man kann mit ihm stundenlang über Gott und die Welt diskutieren), und der Rest der Mannschaft sehr freundlich. Leider hatten wir gerade hier die einzigen Tage mit relativ schlechtem Wetter – Schicksal. Wir sind aber an die Südküste geflohen, wo die Sonne lachte (Tipp einer Tavernenbesitzerin).
Der venzianische Palazzo: wunderschönes Hotel mit grandiosem Ausblick auf den alten venezianischen Hafen. Zimmer sehr groß und schön möbliert. Es gab nur ein Problem: unterhalb des Hotel liegen zahllose Restaurants und Cafés – der Lärmspiegel ist, besonders am Wochenende entsprechend! Unsere Freunde konnten bis 5 Uhr früh kein Auge zutun – wir im dritten Stock haben davon allerdings nichts mitbekommen. Das Personal war auch sehr bemüht, ihnen Ersatz zu besorgen – trotzdem: in der Hochsaison dürfte das Hotel eigentlich unvermietbar sein – oder nur an Partygänger!