Reinhard Voegele | Großbritannien
Juli 2007
Kleine Reise durch Schottland
Die Reise in Schottland war ein grosses Erlebnis. Der von Umfulana mitgelieferte Dumont-Reiseführer hat dabei sehr gute Dienste geleistet und kurze, informative Texte geliefert.
Die Stationen: Edinburgh, Loch Lomand, Insel Islay, Oban und Fasnachloich, St. Andrews mit Übernachtung in Cambo Estate und wieder Edinburgh.
Der unglaublich warmherzige Empfang durch Erland, Helen und Kirsten in der Viktorianischen Privatresidenz in Edinburgh hat uns für die mühsame Flugreise entschädigt (Verspätung, Wartezeiten, 2. Sicherheitskontrolle im Transitraum von Heathrow).
Das Schloss der Campbells bei Inverary mit der Fotodokumentation im Rundturm, die Rolle der Dukes of Argyll in der schottischen Geschichte und die noch heute spürbare Empörung eines unserer Gastgeber über die Ermordung der McDougalls vor Jahrhunderten haben uns sehr beeindruckt.
Ebenso die Insel Islay mit PortnaHaven, dem Urbild eines wunderschönen, einsamen Fischerhafens in einer natürlichen Bucht mit all seiner Verschlafenheit. Schliesslich wissen wir jetzt endlich, wie die köstlichen schottischen Single Malt Whiskys hergestellt werden.
Danach Oban und die Insel Easdale, die kahle Vogelinsel mit den Seehunden nahe der Stadt. Wir haben noch nie wild lebende Seehunde so nahe gesehen. Toll.
Schliesslich die Fahrt quer duch Schottland nach Osten, St. Andrews mit seinen Golfplätzen und den vier Französinnen, die ihren Männern beim Golfen zusahen und mit Verve ihr Spiel verfolgten...
Das Manor House bei St. Andrews mit seinen riesigen Ausmassen, seinem freundlichen Empfang und seinem atemberaubenden Schlafgemach war eine wunderbare zweitletzte Schlafgelegenheit. Ein wunderbarer Ort des Typs „Kleines Anwesen mit altem Baumbestand“. Ich werde wieder hingehen.
Schliesslich die gewaltsame Geschichte der Reformation, die in St. Andrews auf Schritt und Tritt zu spüren und zu verfolgen ist.
Für uns war diese Schottlandreise sehr bereichernd. Ein Lob für Umfulana: Sie haben uns eine wunderschöne Reise vorgeschlagen.
Kritikpunkte bzw. Anregungen:
Die Leute der Avis Autovermietung sind unhöflich und mit der zusätzlichen Versicherung von insgesamt beinahe 90 Pfund, die man vernünftigerweise fast gezwungen ist abzuschliessen, wenn man eine Zahlung von 600 Pfund bei einem kleinen Schaden verhindern will, auch sehr teuer. Avis werde ich nicht mehr berücksichtigen und Umfulana sollte dies vielleicht auch nicht mehr tun.
Letzte Nacht in Edinburgh: das Hotel Glasshouse und seine Zimmer sind zwar wunderschön (und erstaunlich ruhig für die zentrale Lage), aber wenn man in der Hotelloby eine Toilette sucht, muss ein Hotel-Angestellter einen während geschlagenen fünf Minuten durch Gänge führen, bis man dann endlich auf einer Toilette pinkeln kann. Suboptimal. Der Eingang des Glasshouses ist zudem nicht ganz einfach zu finden, müsste in der Reisebeschreibung besser angegeben werden.
Die Reisezeiten sind allgemein etwas knapp angegeben, insbesondere die Reisezeit von Kennacgreigh nach Fasnachloich ist viel zu knapp vorgesehen (und wir gehören nicht zu den Langsamfahrenden...) Wahrscheinlich wäre es für diese sehr schöne Fahrt besser, die Fähre von Islay bereits am Morgen und nicht erst am Nachmittag zu nehmen, damit etwas mehr Zeit bleibt.
Auf Islay würden wir heute drei Nächte bleiben, es ist eine derart beruhigende und wunderschöne Insel.
Der Aufenthalt in Fasnachloich war sehr angenehm, wir hatten köstliche Essen, spannende Infos seitens von Earle und witzige Unterhaltungen mit den anderen Gästen. Dennoch: Nachdem wir mit viel Verspätung (und entsprechend genervt) im Farmhaus eingetroffen waren, trug das vom Zimmer getrennte (eigene) Minibad im Gastgeberbereich nicht grad zur guten Laune bei. (Diese hat sich dann am nächsten Tag wieder auf sehr gut eingependelt.) Hier müsste im voraus ein Hinweis von Umfuluna erfolgen – es ist nicht jedermanns/-frau Sache, den Gastgebern im Nachtgewande zu begegnen...
Das Farmhaus in Fasnachloich war aufgrund der Beschreibung nur sehr schwer zu finden (das Farmhaus ist verdeckt und befindet sich zwischen zwei grossen weiss gestrichenen Villen.)
Cambo Estate: Auf dem Plan ist Cambo Farm angekreuzt – die Einfahrt zu Cambo Hause kommt aber erst nach der Einfahrt zur Cambo Farm.
(Wir sind Ihnen dankbar, wenn Sie bei Ihrer redaktionellen Prüfung diese Kritikpunkte nicht herauszensieren!)
Vielen Dank und beste Grüsse
Monique Aeschbacher & Reinhard Voegele